Stelle wg. Rücken nicht angenommen, nun drohen Sanktionen

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Thunfish

Gast
Hatte mir SELBER eine SV-Stelle in der Gebäudereinigung gesucht (mache z.Zt. 1xWoche im Prvathaushalt sauber).

Als ich nach einer knappen Woche Probearbeit die Stelle -wegen anhaltender Rückenschmerzen ( habe einen Bandscheibenvorfall ) ausschlug, folgte ein Schreiben, wegen Anhörung einer evtl. Sanktion.

Hatte das Rückenleiden zuvor NUR einer pädagogischen Mitarbeiterin im Jobcenter erwähnt, anstatt meiner neuen SB, zumal diese so 'Wortkarg' war,dass ich den Eindruck hatte,sie spricht nicht genügend Deutsch.
Ausserdem hatte ich in der Gebäudereinigung keinerlei Erfahrung. Werde in ein paar Wochen 56 Jahre.

Die päd. Mitarbeiterin sagte mir, ich müsse zum Arzt.
Was kann ich machen -um mich nicht dessen Willkür/Tagesleistung auszusetzen?
 

Hartzer

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Ich denke, es würde helfen, wenn du dir von einem Arzt genau das attestieren lässt. Drin stehen sollte auch, dass du die Rückenprobleme schon lange hast. Manchmal bekommst du auch eine Kostenübernahmerklärung vom Jobcenter und kannst dann damit zum Arzt gehen und das Attest bzw. die ärztliche Stellungsnahme ausstellen lassen.
 
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Thunfish

Gast
Ok, so werde ich es mal versuchen. Weist Du zufällig wie lange Orthopäden Ihre Patientendaten aufheben müssen?

Mein damaliger Doc -bei dem ich 2 Mal war- ist zudem umgezogen (zum Glück innerhalb der Stadt).
 

gelibeh

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Die Stelle hattest Du Dir selber gesucht und es war kein Vermittlungsvorschlag vom JC? Lief die Probearbeit unter Maßnahme beim Arbeitgeber? Ich bin der Meinung, dass die nicht sanktionieren dürfen, schon alleine deshalb nicht, weil es keinen VV inklusive Rechtsfolgenbelehrung vom JC gab. Außerdem hast Du ja durch die Probearbeit gemerkt, dass das nicht geht, also wäre der Job sowieso nicht zumutbar gewesen.
 
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Thunfish

Gast
Ja,die Stelle hatte ich mir selber besorgt.
Das JC meint wohl, dass ich allgemein alles für eine SV-Arbeit machen soll; das habe ich doch! :icon_evil:

Das mit der Probezeit sehe ich genauso. Das JC geht scheinbar davon aus, dass ich schon ca. 1xWoche ca. 1h eine Wohnung reinige und das auch geht!?
 

gelibeh

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was steht ganz genau in der Anhörung? Kannst Du das mal ohne persönliche Daten einscannen. Dann kann man am Besten raten was Du antworten kannst. Fakt ist, dass die bei Ablehnung eines Jobs nur sanktionieren können, wenn die Dir den Job per Vermittlungsvorschlag inklusive Rechtsfolgenbelehrung angeboten haben. Haben die das nicht, dann kommt das in die Anhörung hinein.
 
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Thunfish

Gast
Dort steht, Zitat:
Anhörung zum Eintritt möglicher Sanktionen:
Ihnen ist am xx.xx.2016 ein Beschäftigungsverhältnis als Reinigungskraft bei der Firma ... angeboten worden.
Dieses Angebot war unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und persönlichen Verhältnisse zumutbar.
Nach bisherigem Stand ist davon auszugehen, dass Sie trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis durch Ihr Verhalten das Zustandekommen dieser Tätigkeit von vornherein verhindert haben....
Zitat-Ende
 

gelibeh

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dann schreib zurück, dass Du keinen Vermittlungsvorschlag inklusive Rechtsfolgenbelehrung für diese Stelle bekommen hast. Wurde die Probearbeit denn vom JC genehmigt und gab es dazu etwas Schriftliches?
 
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Thunfish

Gast
was schriftliches vom JC habe ich nicht. Zur Genehmigung kann ich nur spekulieren; da die Stelle gefördert werden soll(te) - was aber vom AG aus ging.
 
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ExitUser

Gast
Dann schreib zurück, dass Du keinen Vermittlungsvorschlag inklusive Rechtsfolgenbelehrung für diese Stelle bekommen hast.

Wieso das?

§ 31 SGB II Pflichtverletzungen
(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte verletzen ihre Pflichten, wenn sie trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis
...
2.
sich weigern, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit nach § 16d oder ein nach § 16e gefördertes Arbeitsverhältnis aufzunehmen, fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern,
...

Woher die Stelle kommt, ist am Ende egal. Am Besten wäre gewesen, die Fredstarterin hätte sich krankschreiben lassen. Jetzt ist zu beweisen, daß die Stelle wegen für sie so nicht absehbarer Belastungen unzumutbar ist. Daß ein SB den Unterschied zwischen geringfügiger Putzstelle und Vollzeitjob nicht verstehen will, dürfte hier niemanden verwundern.

Wurde die Probearbeit denn vom JC genehmigt und gab es dazu etwas Schriftliches?

Die SB haben auch keinen Streß damit, da nachträglich noch eine MAG draus zu machen. Probearbeiten auf eigene Initiative ist immer ein heißes Eisen. So etwas muß sehr gut überlegt sein, weil man sich normalerweise keine unzumutbaren Stellen sucht. Hinterher mit dem Argument um die Ecke zu kommen, ist dann nicht so einfach.
 
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Thunfish

Gast
Eine Probearbeitarbeit war von mir auch nicht beabsichtigt, da ich mich auf eine ausgeschriebene Teilzeitstelle beworben habe. Beim Vorstellungsgespräch war von einem Paraktikum oder Probearbeiten nicht die Rede.
Was natürlich nicht heissen soll, dass ich etwas gegen Probearbeiten ect. habe. Ich dachte nur, dass dies dem AN VOR der Arbeitsaufnahme bekannt sein sollte.
 
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