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Starkes Übergewicht und die Probleme

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Nicht offen für weitere Antworten.

Typhoon

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15 Feb 2007
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#1
Hallo zusammen,

ich stelle mich am besten mal kurz vor:
Mein Name ist Markus, 19 Jahre alt.
Ich habe eine Ausbildung angefangen, konnte diese aber durch körperliche Einschränkungen (sehr starkes Übergewicht) nicht mehr ausüben und wurde gekündigt. Da liegt auch schon mein Problem.

Notgedrungen bin ich auf ALGII angewiesen, es wurde auch schon eine Untersuchung beim Amtsarzt gemacht, mit der Diagnose, dass ich zwar vollzeit arbeiten kann, aber eben unter gewissen Einschränkungen. Zudem wurden noch begleiterscheinungen aufgeführt wie Bluthochdruck, Rückenprobleme usw.
Der Arzt war sehr geteilt und sagte, er kann mich nicht solange Arbeitsunfähig schreiben, bis ich ein akzeptables Gewicht habe (was ja verständlich ist), aber er sieht die Sache sehr Problematisch.
Zwar wurde bei dem Gespräch mit meinem Sachbearbeiter durchgegangen welche Tätigkeiten ich gerne ausüben würde, aber ob diese auch berücksichtig werden ist eine andere Sache.

Nun bekomme ich Vermittlungsvorschläge mit teilweise Arbeiten zugeschickt, wo ich sehr stark körperlich beansprucht werden würde. Diese könnte ich nicht 1 Stunde durchhalten. Wie soll ich mich Verhalten?
Ich bewerbe mich natürlich, zu 99% sind es ZAF Angebote... diese rufe ich grundsätzlich an. Das Problem ist, diese wollen immer gleich ein Termin vereinbaren und ich muss mich immer irgendwie rauswurschteln, was mir sehr unangenehm ist und manchmal das Gegenüber auch sehr unangenehm werden kann.
Ich habe Angst das ich sanktioniert werde oder sonstige Probleme auf mich zukommen.

Vielleicht hat jemand guten Rat :)
 

cmxy

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#2
Hi,
also ich habe annähernd das selbe Problem wie DU, bin zwar schon fast 30 und habe die erdenklichen Ausbildungen schon länger hinter mir, aber bin auch extrem übergewichtig (krankheitsbedingt!).
Ich muß dadurch leider auch starke Einschränkungen in meiner Bewegungsfreiheit hinnehmen, da ich laut Ärzte ja nicht "ernsthaft" erkrankt bin.
Habe mittlerweile gottseidank dreimalaufholzklopf einen etwas kompetenteren Sachbearbeiter bekommen, der dieses Problem mit mir zusammen angegangen ist, da er mir bestätigte das ich mit den körperlichen Einschränkungen nicht vermittelbar sei.
Nach einigen bestimmenden Telefonaten mit der Krankenkasse haben wir es geschafft für mich eine erstmal dreiwöchige Rehabilitationsmassnahme über die Rentenkasse genehmigt zu bekommen, ich weiß zwar noch nicht wie es danach weiter geht, aber ich bin da erstmal zuversichtlich. Ich bin gewillt abzunehmen, da es nunmal auch für meine Familie starke Belastungen sind, da ich nicht so kann wie ich will. Allerdings ist sowas nicht gerade leicht, wenn man schon ca. 17 Jahre übergewichtig ist.
Für mich ist momentan das AundO erstmal einen Schwung abzunehmen, damit ich selber wieder so beweglich bin, das ich alleine weiter machen kann.

Also meine Empfehlung, sprich mit Deinem Arzt, Krankenkasse, Sachbearbeiter damit Du eine Reha-Massnahme bewilligt bekommst, da Du so wahrscheinlich nun auch nicht wirklich vermittelbar bist, dann sollte eine Finanzierung dieser Massnahme über die Rentenkasse nichts im Wege stehen.

Wegen Sanktionen würe ich mir keine Gedanken erstmal machen, wenn Du körperlich/gesundheitlich nicht in der Lage bist bestimmte Arbeiten zu verrichten und das auch ärztlich nachweisen kannst solltest Du da eigentlich raus sein. Sei ehrlich zu den Leuten aber wirke nicht arbeitsscheu (was einen dann ja gleich unterstellt wird) schwer ich weiß.

Ich hoffe konnte Dir etwas helfen, und lass ja nicht auf Dir rumhacken deswegen! Falls hier solche Posts kommen von wegen dann nimm halt ab und so ein Mist, ignoriere diese.

mfg
christian
 

Micha310678

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#3
.. es wurde auch schon eine Untersuchung beim Amtsarzt gemacht, mit der Diagnose, dass ich zwar vollzeit arbeiten kann, aber eben unter gewissen Einschränkungen.

Nun bekomme ich Vermittlungsvorschläge mit teilweise Arbeiten zugeschickt, wo ich sehr stark körperlich beansprucht werden würde. Diese könnte ich nicht 1 Stunde durchhalten. Wie soll ich mich Verhalten?
Hallo Typhoon,

maßgebend sollte das Gutachten des Amtsarztes sein, das war ja gerade der Grund der Anfertigung, herauszufinden, zu welchen Tätigkeiten du aus medizinischer Sicht (noch)herangezogen werden kannst! - Wurde bspw. von Hebetätigkeiten amtsärztlicherseits abgeraten, so darfst du auch nicht zu diesen angehalten werden, womit eine Vermittlung bspw. als Umzugshelfer etc. ausgeschlossen wäre.

Nun gilt es aber keine Fehler zu machen! Keinesfalls solltest du die dir gemachten Auflagen mißachten, sondern umgehend das Gespräch mit deiner(m) SB suchen, um den Sachverhalt abzuklären. Ich habe wenig Erfahrung dahingehend, daher solltest du den Rat Anderer hier im Board abwarten.

Viel Erfolg!
 

Martin Behrsing

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#4
Hallo,

es wäre dir dringend - und gerade auf Gruhnd deines jungen Alters - hier erst einmal ein Therapie in Angriff zu nehmen. Besprich dies bitte mal mit deinem Artzt, ob hier nicht ein mehrmonatiger stationärer aufenhalt in einer Spezialklinik angezeigt ist. Du solltest dies auch bedenken, da du mit zunehmenden Alter gesundheitlich immer mehr Probleme bekommst.
 

Dopamin

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#5
Hallo Typhoon,

starkes Übergewicht ist eine Erkrankung (med. Adipositas ab BMI von über 35 mein ich) wie viele andere auch, deswegen wie schon die vor mir schreibenden, ab zum Arzt/Amtsarzt. Ob Du mit 19 schon Reha via Rentenversicherung bekommen kannst, weiß ich nicht...

Aber auch Deine Krankenkasse sollte ein Interesse daran haben, dass Dein Gewicht langfristig reduziert wird(-> Folgekosten). Frag mal bei der Krankenkasse nach, sie werden Dir wohl erst mal einen Ernährungsberatungskurs anbieten, bevor sie Dich zur Kur schicken werden (auch DIE sparen wo sie können).

Ich gebe zu ich hab keinerlei Erfahrungen bei Problemen mit dem Amt.

Allerdings habe ich auch eine, wenn auch nicht offensichtliche, Einschränkung, die mir Jobs verhagelt, an der ich arbeite.

Versuch besser nicht dich bei Bewerbungstelefonaten "irgendwie rauszuwurschteln", mach nen Termin, geh hin... Da ich selber keine Gazelle bin, und entsprechende "Erfahrungswerte" habe, wie mit Übergewichtigen oft umgegangen wird, würde ich einfach abwarten, was die so in dem Termin anbieten an Tätigkeiten. Wenn Du schon weißt, was du machen kannst und was nicht, dann sag das denen einfach (Attest hast Du ja vielleicht schon). Gerade wenn es Zeitarbeitsfirmen sind, sind die sensibel WEN sie WO hinschicken (sollten es zumindest sein), schließlich sind es Dienstleister und der Markt ist hart umkämpft. Kunden verprellen kommt nicht gut...

Dopamin
 

Dopamin

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#6
Hallo cmxy,

wenn ein Arzt Dir sagt Du seist mit dem Übergewicht nicht ernsthaft erkrankt, dann ist es Zeit ihn zu wechseln (wenn es denn geht)... Gerade wenn dieses Übergewicht eine "Nebenwirkung" einer anderen Erkrankung darstellt...

Von blöden Sprüchen wie "nimm erst mal ab" kann ich auch ein Lied singen... Hardcore Gewichtsreduktion (Reduktion gerade Rauchentwöhnt + Dauermedikation die das Gewicht nach oben treibt) hab ich auch schon durch, weil die Ansage vom Internisten kam, die Leber fängt an zu verfetten... Stelle gerade fest so direkt liest es sich krass...

Alles beginnt im Kopf, nicht nur verstandesmäßig, sondern auch emotional. Ich bezweifele, dass die drei Wochen VIEL bringen (Jojo-Effekt), aber es ist besser als gar nichts. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg und bleib motiviert! (DAS A und O einer jeden Veränderung)

Dopamin
 

Typhoon

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#7
Ich möchte mich erstmal bei allen hier bedanken die mir so hilfsbereit zur Seite stehen, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.
Es fällt schon eine kleine Last von einem, wenn man mit anderen drüber reden kann.


@cmxy
Mir ist es auch wichtig so weit abzunehmen dass ich körperlich einigermaßen Fit bin. Ich möchte kein Adonis werden, die Illusion mache ich mir nicht vor. Nur ist es im Moment so, dass ich nicht mal 30min am Stück spazieren gehen kann, ohne dass mein Puls ins unermessliche hoch steigt, ich aus dem letzten Loch pfeife und mein Rücken stark schmerzt.
Mein Hausarzt hat mich auch schonmal zum Radiologen geschickt, weil meine Beine taub werden wenn ich länger gehe. Aber auch da spielt das Übergewicht wieder eine entscheidende Rolle, und wenn ich darüber nachdenke dass man ingrunde nur noch eine sehr eingeschränke Lebensqualität hat... manchmal zerfrisst mich die jetzige Situation.

@Martin Behrsing
Beim Arzt (Hausarzt) war ich schon oft. Ich habe Ernährungsberatungen mitgemacht, komplette Essensumstellung... ich habe sogar an Tagen wo es mir nicht so gut ging, über 2 Tage garnichts gegessen (was man natürlich nicht machen sollte!).
Mir fällt es auch sehr schwer vor anderen (den ich gegenüber stehe) darüber zu reden.

@Dopamin
Mein BMI liegt bei ca. 43,36
Diese ZAF Firmen bereiten mir auch Bauchschmerzen. Ich bekomme so viele Angebote, wenn ich bei all diesen einen Termin wahrnehmen müsste, wäre ich wohl 24 Stunden am Tag unterwegs. Der Sitz der Firmen liegt in den meisten Fällen weiter weg, und da müsste ich schon 2 Stunden Fahrzeit (ÖVM) in kauf nehmen, nur um festzstellen dass die mich nicht wollen oder mir irgendwas anderes für 1,20€ die Stunde anbieten. Aber wenn es beim Amt einen besseren Eindruck macht, werde ich wohl dass nächste mal in den sauren Apfel beißen und hinfahren. Denn Arbeiten will ich ja, am besten eine passende Ausbildung.
 

Dopamin

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#8
Ich möchte mich erstmal bei allen hier bedanken die mir so hilfsbereit zur Seite stehen, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.
Es fällt schon eine kleine Last von einem, wenn man mit anderen drüber reden kann.

@Dopamin
Mein BMI liegt bei ca. 43,36
Diese ZAF Firmen bereiten mir auch Bauchschmerzen. Ich bekomme so viele Angebote, wenn ich bei all diesen einen Termin wahrnehmen müsste, wäre ich wohl 24 Stunden am Tag unterwegs. Der Sitz der Firmen liegt in den meisten Fällen weiter weg, und da müsste ich schon 2 Stunden Fahrzeit (ÖVM) in kauf nehmen, nur um festzstellen dass die mich nicht wollen oder mir irgendwas anderes für 1,20€ die Stunde anbieten. Aber wenn es beim Amt einen besseren Eindruck macht, werde ich wohl dass nächste mal in den sauren Apfel beißen und hinfahren. Denn Arbeiten will ich ja, am besten eine passende Ausbildung.
Hallo Typhoon,

musst ja nicht zu allen gehen. :icon_cool:

Ich kann nachempfinden, wie Du Dich fühlst, ich hatte nen Bombenjob in Aussicht aber meine nicht vorhandene Stressfestigkeit hats mir komplett verhagelt, bevor ich mir das auch nur anschauen konnte - schade aber nicht zu ändern.

Tu Dir, wenn es geht einen Gefallen - übernimm Dich nicht - Eins nach dem Anderen, und suche Dir einen Arzt, der Dich UNTERSTÜTZT wegen der Gewichtsreduktion. In DEM Bereich, denke ich, hilft nur ein längerer stationärer Aufenthalt. DAS ist jetzt nicht diskriminierend gemeint, aber ich weiß wie lange es braucht um umzulernen.

Wenn Du mit Punkt eins so weit durch bist, kannst Du Punkt zwei in Angriff nehmen: Job/Ausbildung...

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg. Es braucht viel Kraft gegen den Schweinehund anzukommen, dieses böse kleine Biest...

Dopamin
 

RobertKS

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#9
Hallo Typhoon,

komplette Essensumstellung..
wie oder auf was hast Du denn umgestellt?? Vielleicht kannst Du das mal erläutern.Vielleicht wäre hier - in der Tat - eine Therapie angesagt.

Gruß Robert ;)
 
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