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Staat erwägt massiven Eingriff in den Arbeitsmarkt

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Mario Nette

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#1
Ergänzung zu Kurzarbeit
Staat erwägt massiven Eingriff in den Arbeitsmarkt

Montag, 13. April 2009 12:20 - Von Hans Evert

Noch ist Deutschland von Massenentlassungen im ganz großen Stil verschont geblieben. Hauptgrund dafür ist die Kurzarbeit in den Betrieben. Doch sollte die Wirtschaftskrise länger dauern, wird dieser Puffer nicht ausreichen. Was dann? Ein hochkarätig besetztes Gremium arbeitet an einem Plan B.

Im Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen wird in Deutschland der Einsatz neuer Instrumente erwogen. So könnte es Unternehmen ermöglicht werden, Mitarbeiter für die Dauer der Konjunkturkrise in öffentlich finanzierte Unternehmen, so genannte Transfergesellschaften, auszulagern. Dieses Thema steht nach Informationen von Morgenpost Online am 23. April auf der Tagesordnung im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit. In dem Kontrollgremium der Nürnberger Behörde sitzen Vertreter von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Ministerien. Letztlich müsste jedoch der Bundestag mit einer Gesetzesänderung den Weg ebnen.

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Mario Nette
 
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Gast
#2
Bundesagentur für Arbeit will neue Instrumente testen

Im Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen wird in Deutschland der Einsatz neuer Instrumente erwogen. So könnte es Unternehmen ermöglicht werden, Mitarbeiter für die Dauer der Konjunkturkrise in öffentlich finanzierte Unternehmen, so genannte Transfergesellschaften, auszulagern. Dieses Thema steht nach Informationen von WELT ONLINE am 23. April auf der Tagesordnung im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit. In dem Kontrollgremium der Nürnberger Behörde sitzen Vertreter von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Ministerien. Letztlich müsste jedoch der Bundestag mit einer Gesetzesänderung den Weg ebnen...

...wird befürchtet, dass Kurzarbeit als Puffer bald nicht mehr ausreichen könnte. Sprich, dass Massenentlassungen bei andauernder Auftragsflaute unvermeidbar sind.

...Vorgesehen ist, dass Unternehmen, die unter Auftragsflaute leiden, Mitarbeiter in die Transfergesellschaft überführen. Dort würde dann die Bundesagentur maximal 67 vom Nettolohn sowie die kompletten Sozialbeiträge für die Dauer der „Parkzeit“ übernehmen. Zudem würden die Leute qualifiziert. Maximal 24 Monate, so die Überlegungen, könnten Mitarbeiter ausgelagert werden. Nach Ende der Auftragsflaute sollen sie dann in die Unternehmen zurückkehren.
Quelle hier


...Trotzdem wäre es falsch, nun all die arbeitsmarktpolitischen Reformen der vergangenen Jahre infrage zu stellen. Im Gegenteil: Ohne Hartz IV und den Ausbau der Zeitarbeit wäre die Lage schon jetzt weit schlimmer. Vor allem aber bietet der deutlich flexibilisierte Arbeitsmarkt die Chance, dass die Arbeitslosigkeit am Ende der Krise viel schneller als in der Vergangenheit wieder abgebaut werden kann. Und dies ist immerhin ein Lichtblick.
WELT DEBATTE - Kommentare - Trendwende am Arbeitsmarkt
 

Paolo_Pinkel

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#3
Hi,

hmmmm. Plan B. Hört sich ein wenig komisch an. Lustig ist, dass man doch tatsächlich davon ausgeht, dass die Krise garnicht so lange dauern würde. Ein Trugschluss. Die wird noch lange dauern. Und das was dieses Gremium vorschlägt ist lediglich eine Verschleppung der Tatsachen. Nicht zuletzt, weil ja auch hier bald Wahlen anstehen. Deshalb will man scheinbar die Betroffenen noch ein wenig in Sicherheit wiegen bevor auch diese den harten Fakten in Gesicht schauen müssen, nämlich Jobverlust, Arbeitslosigkeit und letztendlich Hartz-IV.

Gruss

Paolo
 

Arania

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#4
Was ist daran neu? Die Transfergesellschaften gibt es doch schon lange, jetzt werden sie eben ausgebaut
 

zebulon

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#6
Dort würde dann die Bundesagentur maximal 67 vom Nettolohn sowie die kompletten Sozialbeiträge für die Dauer der „Parkzeit“ übernehmen. Zudem würden die Leute qualifiziert. Maximal 24 Monate, so die Überlegungen, könnten Mitarbeiter ausgelagert werden. Nach Ende der Auftragsflaute sollen sie dann in die Unternehmen zurückkehren.
Ich hab' das jetzt nur überflogen, aber ich frage mich, wie man vor dem Gesetz zwei Klassen von Erwerbslosen rechtfertigt - eine, die über Transfergesellschaften 67% ihres Lohns weiterbezahlt bekommt und außerdem Fortbildungen erhält, und eine andere, die niemals keine Fortbildungen nicht bekommt und auf einem fragwürdigen Existenzminimum zu Ein-Euro-Arbeitsgelegenheiten gezwungen wird. Das dürfte ja wohl gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen, spätenstens wenn der Arbeitsagentur das Geld ausgeht und der Steuerzahler übernehmen muß. Das wird vermutlich sehr bald sein.
 

Kaleika

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#7
@Zebulon,

das musst Du doch verstehen: wenn es nicht diese neue Erwerbslosenklasse gäbe, dann würden sie zu den anderen dazu addiert werden müssen - und wie sähe das denn wohl aus, so kurz vor der nächsten Bundestagswahl!

Neben den immer weniger werdenden Menschen, die noch Arbeit haben, werden die Erwerbslosen immer mehr und deswegen steckt man sie in "andere Klassen", damit sie nicht als Erwerbslose enttarnt werden können...:icon_kotz: :icon_eek: :icon_neutral:

Kaleika
 
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#8
@Zebulon,

das musst Du doch verstehen: wenn es nicht diese neue Erwerbslosenklasse gäbe, dann würden sie zu den anderen dazu addiert werden müssen - und wie sähe das denn wohl aus, so kurz vor der nächsten Bundestagswahl!

Neben den immer weniger werdenden Menschen, die noch Arbeit haben, werden die Erwerbslosen immer mehr und deswegen steckt man sie in "andere Klassen", damit sie nicht als Erwerbslose enttarnt werden können...:icon_kotz: :icon_eek: :icon_neutral:

Kaleika

...Trotzdem wäre es falsch, nun all die arbeitsmarktpolitischen Reformen der vergangenen Jahre infrage zu stellen. Im Gegenteil: Ohne Hartz IV und den Ausbau der Zeitarbeit wäre die Lage schon jetzt weit schlimmer. Vor allem aber bietet der deutlich flexibilisierte Arbeitsmarkt die Chance, dass die Arbeitslosigkeit am Ende der Krise viel schneller als in der Vergangenheit wieder abgebaut werden kann. Und dies ist immerhin ein Lichtblick.
Erfolgreich auf der ganzen Linie. Hartz IV gegen die Krise:icon_daumen:
 
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#9
...Trotzdem wäre es falsch, nun all die arbeitsmarktpolitischen Reformen der vergangenen Jahre infrage zu stellen. Im Gegenteil: Ohne Hartz IV und den Ausbau der Zeitarbeit wäre die Lage schon jetzt weit schlimmer. Vor allem aber bietet der deutlich flexibilisierte Arbeitsmarkt die Chance, dass die Arbeitslosigkeit am Ende der Krise viel schneller als in der Vergangenheit wieder abgebaut werden kann. Und dies ist immerhin ein Lichtblick.
:icon_eek: steht wo?
 

druide65

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#12
...Trotzdem wäre es falsch, nun all die arbeitsmarktpolitischen Reformen der vergangenen Jahre infrage zu stellen. Im Gegenteil: Ohne Hartz IV und den Ausbau der Zeitarbeit wäre die Lage schon jetzt weit schlimmer. Vor allem aber bietet der deutlich flexibilisierte Arbeitsmarkt die Chance, dass die Arbeitslosigkeit am Ende der Krise viel schneller als in der Vergangenheit wieder abgebaut werden kann. Und dies ist immerhin ein Lichtblick.

Man müßte mal die Gegenfrage stellen:
Wie würde der Arbeitsmarkt aussehen wenn wir kein H4 hätten und keinen Ausbau der Zeitarbeit?

Ich bezweifle das der Arbeitsmarkt anders ausgesehen hätte....abgesehen davon das der Niedriglohnbereich vielleicht nicht so stark angestiegen wäre.

Im Grunde genommen wurden da Milliarden verballert für ein fehlgeschlagenes Experiment namens Hartz I-IV.
 

Paolo_Pinkel

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#13
Man müßte mal die Gegenfrage stellen:
Wie würde der Arbeitsmarkt aussehen wenn wir kein H4 hätten und keinen Ausbau der Zeitarbeit?

Im Kombination mit Hartz-IV hätten diverse Arbeitgeber kein Druckmittel gehabt Arbeitnehmer zu "dumpen". Angebot und Nachfrage der Arbeitskraft würde ohne dieses staatliche Duminginstrument so statt finden wie man es in jedem BWL-Buch nachlesen kann. Arbeitnehmer würde gerecht entlohnt werden und die Unternehmer müssten sich eine andere Stelle suchen wo man Ausgaben sparen könnte um den Shareholdervalue zu befriedigen.

Menschen hätten keine permanente Zukunftsangst. Würde unbeschwert konsumieren. Kinder bekommen. Die Binnennachfrage ein wenig ans laufen kriegen und das würde wiederum Jobs schaffen. Der Staat würde über Steuereinnahme verfügen die er in Prestigedenkmäler verballern könnte.

Ich bezweifle das der Arbeitsmarkt anders ausgesehen hätte....abgesehen davon das der Niedriglohnbereich vielleicht nicht so stark angestiegen wäre.

Im Grunde genommen wurden da Milliarden verballert für ein fehlgeschlagenes Experiment namens Hartz I-IV.
Gruss

Paolo
 

druide65

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#14
Flexibilisierung,Zeitarbeit(Jut die war auf 1 Jahr begrenzt) und Druck gabs unter dem alten ALG I und ALHI auch schon.

Und zur Erinnerung:Die ALHI wurde jedes Jahr um 2% abgesenkt.
Man hat sich also langsam dem Sozialhilfe Level genähert.

Es hätte sich nichts geändert....die Situation wäre die selbe wie heute.

Ergo hätte man sich auch Hartz sparen können.Das Geld hätte man sinnvoller einsetzen können.
 

druide65

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#15
Was ist daran neu? Die Transfergesellschaften gibt es doch schon lange, jetzt werden sie eben ausgebaut

Aber jetzt wird den Arbeitgebern die Möglichkeit gegeben Überkapazitäten,Rationalisierung "sozialverträglich" abzubauen bzw. durchzuführen.

Und das auf Kosten der Allgemeinheit....was vor nicht mal einem Jahr ein Schrei der Empörung hervorgerufen hätte wird jetzt als sinnvoll und sozial verkauft.

Ich möchte behaupten das 2/3 davon Mitnahmeeffekte sind...jetzt kann man es ja machen ohne das es auffällt.Die Pläne haben mit Sicherheit schon seit Jahren in den Schubladen gesteckt ,nur traute sich das keiner umzusetzen.
Kann man auch bei angeblichen Wirtschaftswachstum nicht vermitteln....und dann der Ärger mit den Gewerkschaften...oh jeee...

Jetzt bekomme ich noch einen "Orden" dafür...

Psychologie der Krise:Ist wie mit den Bauern...ob gutes oder schlechtes Wetter...es geht mir immer schlecht....
 
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#16
AW: Bundesagentur für Arbeit will neue Instrumente testen

Im Gegenteil: Ohne Hartz IV und den Ausbau der Zeitarbeit wäre die Lage schon jetzt weit schlimmer. Vor allem aber bietet der deutlich flexibilisierte Arbeitsmarkt die Chance, dass die Arbeitslosigkeit am Ende der Krise viel schneller als in der Vergangenheit wieder abgebaut werden kann
Solch ein Blödsinn. Das hat nur dazu geführt, dass die Gewinne noch schneller u. höher stiegen.
 

Merkur

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#18
Wenn man die Löhne senkt und die Preise erhöht so kann der Arbeitsmarkt nicht funktionieren . Für 1 € kannst Du kein Auto kaufen so braucht man nicht so viele herstellen und es braucht weniger Arbeiter. Sagen wir mal 10 Mann und diese müssen dann auch noch bei 1000 Mann für das ALG II aufkommen.
Das ganze was uns immer verkauft wird geht so und so nicht. Es ist reine Menschen -Verdumme wie in der Arge wo man Arbeit suchen muss und an den Schaltern stehen lange Schlangen die sich gerade Arbeitslos melden.
 

zebulon

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#19
Kaleika schrieb:
@Zebulon,
das musst Du doch verstehen: wenn es nicht diese neue Erwerbslosenklasse gäbe, dann würden sie zu den anderen dazu addiert werden müssen - und wie sähe das denn wohl aus, so kurz vor der nächsten Bundestagswahl!

Neben den immer weniger werdenden Menschen, die noch Arbeit haben, werden die Erwerbslosen immer mehr und deswegen steckt man sie in "andere Klassen", damit sie nicht als Erwerbslose enttarnt werden können...:icon_kotz: :icon_eek: :icon_neutral:
Ist schon klar Kaleika. Ich frage mich ja, wie man vor dem Gesetz zwei Klassen von Erwerbslosen rechtfertigt. Bisher ging das, weil die eine Klasse über die Arbeitslosenversicherung eine Leistung erhielt. Da ist die juristische Sachlage klar. Jetzt werden aber BEiDE Klassen über Steuergelder "subventioniert". Da ist eine solche Ungleichbehandlung meiner Meinung nach juristisch nicht mehr zu rechtfertigen.
 

fritzi

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#20
Allein das verwendete Vokabular ist schon so richtig widerlich:

Im Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen wird in Deutschland der Einsatz neuer Instrumente erwogen.
Was soll denn das wohl sein? Ein Instrument ist im übertragenen Sinn ein Werkzeug - klingt schon mal weniger schön. Da müßte man ja gleich an einen neuen Schraubenschlüssel für die Daumenschrauben der Arbeitenden denken :icon_evil:. Also lieber ein "Instrument", das klingt so schön abstrakt.

So könnte es Unternehmen ermöglicht werden, Mitarbeiter für die Dauer der Konjunkturkrise in öffentlich finanzierte Unternehmen, so genannte Transfergesellschaften, auszulagern.
Mitarbeiter auslagern :confused:. Auslagern, wie ein altes Möbelstück? Menschen werden ausgelagert? Mir ist ja so :icon_kotz:.
 

zebulon

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#21
So könnte es Unternehmen ermöglicht werden, Mitarbeiter für die Dauer der Konjunkturkrise in öffentlich finanzierte Unternehmen, so genannte Transfergesellschaften, auszulagern.
An solchen Vokabeln würde ich mich gar nicht festmachen. Hier geht es darum, dass die Firmen die Mitarbeiter mangels Aufträge nicht mehr bezahlen können. Solche Transfergesellschaften (hat es schon öfter gegeben, glaube z.B. auch im Zusammenhang mit der Auflösung der Post bzw. deren Privatisierung) die sollen verhindern dass die Mitarbeiter direkt in die Arbeitslosigkeit fallen, in dem der Staat, oder Staat und ehemaliger Arbeitgeber zusammen, einen Teil des Lohns weiter zahlen, bis die Mitarbeiter eine neue Stelle gefunden haben. Ich glaube das ist, bei aller Kritik an der Rethorik, besser als die Leute direkt zu entlassen, oder?
 

Mario Nette

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#22
@zebulon
Mag ja sein. Nur frage dich doch dabei bitte auch, was mit den Transferlern nach der Krise passieren wird. Und ehrlich: Warum kriegen die ihre Transfergesellschaft, wo der Staat zubuttert und Hans Otto von Meister Müllers insolventem Gas-Wasser-Scheiße-Familienbetrieb muss sofort zum Amt?

Mario Nette
 

zebulon

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#23
@zebulon
Mag ja sein. Nur frage dich doch dabei bitte auch, was mit den Transferlern nach der Krise passieren wird. Und ehrlich: Warum kriegen die ihre Transfergesellschaft, wo der Staat zubuttert und Hans Otto von Meister Müllers insolventem Gas-Wasser-Scheiße-Familienbetrieb muss sofort zum Amt?

Mario Nette
Klar, das ist eine andere Frage.
 

FrankyBoy

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#24
Es ist doch alles aus den Fugen geraten, wir erleben einen Sozial- und Rechtsstaat, der seine Individuen derartig ungleich behandelt, dass es nicht mehr auszuhalten ist.

Die, die den Steuerzahler mit X-Mrd. € belasten bekommen riesige Pensionen und 1,-- € Jobs sind für die überhaupt nicht denkbar obwohl sie dieses aber als erste sein müssten und du und ich, haben kaum eine Chance aus Hartz IV auszubrechen und wenn, dann sind die Konditionen so schlecht, dass man besser Hartz-IVler bleibt.

Unser System ist ausschließlich für die Großkonzerne ausgelegt worden die jetzt auch merken, dass durch deren Lohnpolitik die Nachfrage einbricht und hierdurch weitere Arbeitslose erzeugt werden.

Klar, die Regierung hat jetzt wieder die 90 Jahre alten Rezepte im Kopf und macht die gleichen Fehler wie in den frühen 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts und dass obwohl die Binnenkonjunktur seit jahrzehnten die Archillesferse Deutschlands ist.
Konjunktur

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Starke Regulierung, hoher Verwaltungsaufwand und ein breiter Einfluß des Staates im Unternehmenssektor bremsen dem Bericht zufolge die wirtschaftliche Entwicklung und verhinderten, daß neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die OECD empfiehlt deshalb, die Privatisierung öffentlicher Unternehmen voranzutreiben, Bürokratie abzubauen, den Beschäftigungsschutz zu lockern und qualifikationsbezogene Zugangsvoraussetzungen im Handwerk abzuschaffen. Um das Innovationspotential zu verbessern, seien außerdem Reformen im Bildungssektor zentral.
Konjunktur: OECD fordert mehr Wettbewerb im deutschen Binnenmarkt - Konjunktur - Wirtschaft - FAZ.NET
Mit einigen Bedingungen der OECD-Angaben bin ich aber nicht einverstanden - nur mal zur Info.
 
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