Sprachleitfaden für Jobcenter-Mitarbeiter: Klartext statt Amtsdeutsch

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Hartzeola

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Sie sollen "bitte" schreiben. Und "leider", falls ein Antrag abgelehnt wird. Mit einem Sprachleitfaden will die Bundesagentur für Arbeit ihren Mitarbeitern das Amtsdeutsch abgewöhnen. Ein Wort wird Jobcenter-Beratern aber auch weiterhin nicht über die Lippe kommen. Von Thomas Öchsner

Es gibt in Deutschland wahrscheinlich keine Institution, die so viel Papier ausstößt wie die Bundesagentur für Arbeit (BA). Mehr als 500.000 Schreiben verschickt die Behörde pro Arbeitstag. Im Jahr sind das 120 Millionen. Es gibt den Bewilligungs- und den Ablehnungsbescheid für Hartz-IV-Empfänger. Es gibt die schriftliche "Anhörung", wenn ein Arbeitsloser Termine unentschuldigt versäumt, und natürlich jede Menge Antragsformulare.

Doch ob die Menschen immer verstehen, was sie auf den Papieren der Nürnberger Behörde lesen, steht auf einem anderen Blatt. Die Bundesagentur will deshalb weg vom Behördendeutsch. "Wir sprechen Klartext", heißt es in einem Werbeslogan im Mitarbeiter-Fernsehen der BA.

"So fachlich wie nötig - so bürgernah wie möglich"

Die Sätze sollen kürzer und knapper werden. Statt: "Ihr in dem oben genannten Schreiben aufgeführtes Argument . . ." sollen die Mitarbeiter jetzt schreiben: "Ihr Argument . . ." Aus dem "nicht mitgeteilten Wohnungswechsel während des Bezugs von Arbeitslosengeld" wird so schlicht "Ihr Umzug" und aus der "Gesamtforderung gegen Sie in Höhe von 112 Euro" "ein Betrag in Höhe von 112 Euro", der zurückzuzahlen ist.
Sprachleitfaden für Jobcenter: Klartext statt Amtsdeutsch - Karriere - Süddeutsche.de
 


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Ich fürchte, die gute Absicht ist nur vorgeschoben, u. a. auch deswegen:

Auf den Bescheiden soll auf der ersten Seite klar formuliert stehen, wie entschieden wurde - möglichst ohne ständig auf Paragrafen zu verweisen. "So fachlich wie nötig - so bürgernah wie möglich", lautet die Grundregel.
Wer die Rechtsgrundlage nicht kennt, wird sich kaum gegen amtliche Entscheidungen wehren. Ergebnis: Einsparungen. Außerdem, viele Leistungsbezieher fallen auf nette Formulierungen herein und fassen Vertrauen, womit man die Leute dann auch eher zum Reden / schreiben bringt, woraus folgt, dass man so mehr über sie in Erfahrung bringen und für spätere Sanktionen weiterverwenden kann.
 

Nimschö

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Stimmt, K.Lauer.
Das Resultat wird aller Wahrscheinlichkeit sein: Es wird leichter zu verstehen, was das JC WILL, aber schwerer zu untersuchen ob das JC das auch DARF...
...außer die hängen den ganzen Kram mit Rechtgrundlagen usw. nochmal extra an, was aber dem Ziel der Papiereinsparung im Wege stände.
 

KristinaMN

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Ich finde die dazugeschriebenen § SUPER. Schnell ins Internet und ich konnte überprüfen, ob der besagte § korrekt wiedergegeben und umgesetzt wurde; ansonsten gleich Widerspruch und Erwähnung von bereits ergangenen Urteilen.

Das andere WischiWaschi - von wegen "leider" - können sie sich schenken.

Das was sie schreiben ist was anderes als sie denken. Die Wahrheit ist mir lieber. Dann sind die Fronten geklärt :biggrin:.
 

Nimschö

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Das einzige was ich sinnvoll fände, wäre wenn auf Leistungsbescheiden zusätzlich zu dem was bisher da steht oben einmal drüber steht: "Sie bekommen ab dem XX.YY.2013 monatlich Leistungen in Höhe von XY EUR. Die dazu führenden Berechungen sind wie folgt:"

Ehrlich, ich bin gelernter Bürohansel, hab mich in allerhand Zeugs eingelesen aber selber schon (während meiner letzten Arbeitslosigkeit)Bescheide bekommen, aus denen für mich nicht mehr ersichtlich wahr, was da am Ende raus kommt. Keine Angabe á la "Dies ergibt..." o.Ä.

Aber, wie gesagt: ZUSÄTZLICH zu dem Schmu der da jetzt steht und NICHT nach dem Motto "Sie bekommen ab jetzt 20ct/Monat, wenn Sie wissen wollen wie es dazu kommt stellen Sie bitte einen Antrag auf die Offenlegung der Berechnungen bei Ihrer lokalen Agentur für Unsinn"
 

ethos07

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SZ: Sprachleitfaden für Jobcenter-Mitarbeiter. Klartext statt Amtsdeutsch

sueddeutsche.de karriere

18. Mai 2013 <
Sprachleitfaden für Jobcenter-Mitarbeiter. Klartext statt Amtsdeutsch
Von Thomas Öchsner

Sie sollen "bitte" schreiben. Und "leider", falls ein Antrag abgelehnt wird. Mit einem Sprachleitfaden will die Bundesagentur für Arbeit ihren Mitarbeitern das Amtsdeutsch abgewöhnen. Ein Wort wird Jobcenter-Beratern aber auch weiterhin nicht über die Lippe kommen.

Es gibt in Deutschland wahrscheinlich keine Institution, die so viel Papier ausstößt wie die Bundesagentur für Arbeit (BA). Mehr als 500.000 Schreiben verschickt die Behörde pro Arbeitstag. Im Jahr sind das 120 Millionen ...

....

URL: Sprachleitfaden für Jobcenter: Klartext statt Amtsdeutsch - Karriere - Süddeutsche.de

Copyright: Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH

Quelle: SZ vom 18.05.2013/jobr

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Tja, schauen wir mal, ob dieses Amt im 10.Jahr HartzIV und bei diesem Qualifzierungsrückstau der SBs noch wieder zumindest bei der verbalen Firnis/Deckel zu resozialisieren sein wird... Zumal die Billiglöhnerproduktion, der Abbau der sozialen Sicherungen, die Gentrifizierung, der Duckmäuser-Lifstyle usw. mithilfe dieses "Amtes" ja bestimmt auch nach den Wahlen noch munter weiterbetrieben werden soll.
 

ethos07

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AW: SZ: Sprachleitfaden für Jobcenter-Mitarbeiter. Klartext statt Amtsdeutsch

UUps, ich hab noch extra ein paar Tage retour geguckt, aber offenbar nicht gründlich genug...:icon_confused:

Bitte @ die Mods- zusammenpacken bzw. hier schließen. Dankeschön!
 
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Wenn jemand die ins Intranet eingestellten Leitfaden auch ins Internet stellen würde ...
 

ethos07

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Wenn jemand die ins Intranet eingestellten Leitfaden auch ins Internet stellen würde ...
Ja, das wäre wirklich nett.

Ähmm, wir haben hier doch so viele mitlesende SBs:
Könnte sich bitte mal eine/r einen Schubs geben oder sich einfach an der mutigen I.H. ein kleines Herz nehmen - geht ja hier auch ganz anonym über die Redaktion - und uns allen hier dieses neue Sprach-Wunder-Werk zur Verfügung stellen?

Oder müssen wir bzw. meist Harald Thomé uns das wieder monate-, ja jahrelang per tausenderlei Klimmzügen wie bei den Telefonlisten und Ausführugnsvorschriften per Bundes-Informations-Freiheitsgesetz etc. etc. mühsam aus diesem BA-Moloch herauswinselnwinden?

Ich halte diese bürgerveräppelnde Informationspolitik eigentlich auch für die Macher in der BA und die dahinter stehende Politik langsam einfach nur noch für oberlächerlich.
 
E

ExitUser

Gast
Wenn jemand die ins Intranet eingestellten Leitfaden auch ins Internet stellen würde ...
Korrektur
Richtig muss es natürlich heißen:

die Leid-faden


:icon_mrgreen:

Aber mal im Ernst, das geht doch auch ohne sich erwischen lassen zu müssen. Der Freund eines Freundes hat einen Kollegen, dessen Cousin seine Frau ihre Freundin hat ...
 

hemmi

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Was nützen neue schöne Worte, wenn der Sinn der Gleiche bleibt?:icon_neutral:
 

BiancaBerlin

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Also, mir ist ehrlich gesagt auch egal, ob in dem Bescheid etwas von einer "Gesamtforderung gegen Sie in Höhe von 112 Euro" steht oder "ein Betrag in Höhe von 112 Euro". Verständlich ist beides, und ob die zweite Formulierung etwas freundlicher klingt als die erste; who cares?
 

ethos07

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AW: Deutschkurs für Jobcentermitarbeiter -

Vielen Dank !@ Tel_ko-Richter :wink:

(Und vielleicht spendiert uns ja nun die BA gelegentlich auch dann mal noch ein Original-pdf, damit wir Dummies. äh natürlich "Kunden" es auch besser lesen können - so rein optisch.)

Aber lesen tun wir das ja nun auch schon mal so, @ allerliebste hochverehrteste "Kunden"drangsalierungsBundesAGENStur - hoffe, mich solcherart nun sprachlich recht artig ausgedrückt zu haben....:icon_mrgreen:


Den "Sprachleitfaden der Bundesagentur für Arbeit" zum Mitlesen gibt es hier:

https://fragdenstaat.de/files/foi/9879/der_sprachleitfaden_der_ba_b.pdf

(23 Seiten)
 

hartaber4

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Wenn man einer anderen Amtsprache der EU mächtig ist, kann man das JC vielleicht auch "beglücken":


VERORDNUNG (EG) Nr. 883/2004 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS
UND DES RATES
vom 29. April 2004
zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit
(Text von Bedeutung für den EWR und die Schweiz)

Artikel 76
Zusammenarbeit




(7) Die Behörden, Träger und Gerichte eines Mitgliedstaats dürfen die bei ihnen eingereichten
Anträge oder sonstigen Schriftstücke nicht deshalb zurückweisen, weil sie in einer Amtssprache
eines anderen Mitgliedstaats abgefasst sind
, die gemäß Artikel 290 des Vertrags als Amtssprache
der Organe der Gemeinschaft anerkannt ist.



s.a.

https://www.elo-forum.org/informati...0-amtsprachedeutsch-sgbx-versus-eu-recht.html
 

hemmi

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Meine Frau hats zu H4 Zeiten mal mit Französisch versucht, da wollte man sie gleich in einen Deutschkurs stecken, kein Mitarbeiter der damaligen ARGE war in der Lage sich mit ihr annähernd vernünftig zu unterhalten. Bis sie dann auf Deutsch umgeschaltet hat.:icon_lol::icon_lol::icon_lol:
 

kirschbluete

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Deutschkurs für Jobcentermitarbeiter

Deutschkurs für Jobcentermitarbeiter

"(...)Zum 01.08.2013 wird die Bundesagentur dann neu gestaltete Antragsformulare ausgeben. Der neue ALG II-Antrag enthält weniger Text und bietet vereinfachte Angaben zum Ankreuzen. Auch Kosten wurden nicht gescheut. Hellgrüne Farbe soll die Formulare aufpeppen.

Der Leitfaden wendet sich an die etwa 100.000 Mitarbeiter. Die Ziele sind dabei klar umrissen. Die Schreiben sollen künftig vor Gericht endlich rechtssicher sein und Widersprüche vermeiden, auf die Kunden zumindest „freundlich wirken“, und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit nachhaltig beeinflussen. (...)"

Quelle:
Deutschkurs für Jobcentermitarbeiter - Iserlohn - lokalkompass.de

Hier der "Leifaden":
https://fragdenstaat.de/files/foi/9879/der_sprachleitfaden_der_ba_b.pdf
 

Emma13

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"kundenorientierter Dienstleister" ...... :icon_lol:

Habe mir einige Passagen "gegönnt" - wie die entsprechenden Sachbearbeiter, die oftmals nicht einmal in der Lage sind, einen konstruktiven Satz - weder sprachlich noch schriftlich - zu formulieren, dies umsetzen wollen ? .... :icon_kinn:

Da bedarf es aber einem intensiven Coaching .... am besten noch einige Semester Basis-Psychologie .... :icon_mrgreen:

Zum Schreien komisch ... :icon_rolleyes::biggrin:
 

Ein Hartzianer

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Hmtja, um sich nach Kräften zum Löffel zu machen ist immer Geld da.
 
E

ExitUser0090

Gast
„Unsere Schreiben haben für unsere Kundinnen und Kunden oft weit reichende Konsequenzen.[...]Davon ist abhängig, wie glaubwürdig die BA von der Öffentlichkeit als kundenorientierter Dienstleister wahrgenommen wird.
Ich als Kunde bin äußerst Unzufrieden mit den Leistungen der BA und würde mir gerne einen anderen Anbieter von der Dienstleistung ALG II suchen. Würden Sie mir bitte eine Liste mit anderen Anbietern geben, Herr Weise?
 

Kleeblatt

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Das Problem stellen vor allem die Mitarbeiter Beim JC dar.
Diese "arbeiten" schnell eben nur mit vorgefertigten Textbausteinen. Vorgefertigt von Juristen innerhalb der BA. (Welche es sich sichtlich zum Hobby gemacht haben so unverständlich und idiotisch wie nur möglich die Amtssprache weiter zu verzerren und ad absurdum zu führen, - mein Verdacht.)

Nun wäre das nur halb so schlimm wenn die JC-Mitarbeiter wenigstens selbst verstehen würden was dort vorgefertigt = mundgerecht für die Anwendung aufbereitet worden ist.

Da sie das Meiste selbst kaum verstehen würfeln sie also alle mal schnell überflogenen Textbausteine - so Marke "paßt schon" - munter zusammen und kommen sich dabei toll vor.
(Auf dieselbe Art und Weise wie sie auch die ständig völlig unpassenden VV´S rauswerfen eben.)

Was der Empfänger dann zu lesen bekommt ist vielfach ein wirres und abstruses Durcheinander an selten passenden, meist nicht zur jeweiligen Situation des Betroffenen passenden Wirrwarrs an "Aussagen".

Ich habe ja in meinem Leben schon ein Menge an Textschwachsinn gelesen und viele Formulierungen dienten bereits im Studium der Erheiterung des gesamten Hörsaales.
Aber wenn selbst ich nach mehrfachem Lesen so mancher Schreiben seitens AfA und JC bei den Betroffenen nicht ansatzweise weiß worum es eigentlich geht, dann sagt das schon eine Menge.

Wahllose Aneinanderreihungen von wilden Textbausteinen ohne inhaltlichen Bezug zueinander, - also wenn Jeder in der freien Wirtschaft so arbeiten würde ...

In dem Leitfaden wird so getan als würden die SB ihre Schreiben alle selber formulieren und aufsetzen. Das ganze Gegenteil, - s.o. - ist leider eben der Fall. Die setzen nichts auf, die basteln nach Bauklötzchenmethode, zumeist weil sie selber der deutschen Sprache sichtlich nicht fähig sind.

Gutes Beispiel war mal, - ich als Begleitung mit einem solchen "Schreiben" zum JC-termin, lege das Ding auf den Tisch und frage den SB was genau uns das Teil wohl sagen soll.
Er liest, grübelt, meint dann er müsse mal in den Rechner schauen, grübelt wieder, um dann festzustellen das er das nun nach sooo langer Zeit (8 Tage) nicht mehr nachvollziehen kann und das Teil flink ohne Vorwarnung vernichtet.
Hat´s geschrieben, weiß aber nicht was es ist und kann es nicht einmal ansatzweise erklären.

Schlicht und ergreifend, - die SB können sich nicht frei in ihrer eigenen Muttersprache ausdrücken.
Tja und nun dieser Leitfaden, - der davon ausgeht das SB prinzipiell alle Schreiben frei selber verfassen.
Aber nett doch das dort im Leitfaden die deutsche Sprache anhand von Beispielen erklärt wird. Dann bekommen die also auf dieser Basis Nachhilfe damit sie endlich wissen was Adjektive ect. pp. sind.

Ich habe mich beim Lesen des Leitfadens gefragt ob das nun Deutschunterricht für halbe Analphabeten sein soll oder eine deutsche Arbeitsanweisung.
JETZT wundert mich aber nix mehr.

Was die SB nun noch dringend benötigen sind neue vorgefertigte Textbausteine gemäß des Leitfadens.
Oder erwartet die BA jetzt etwa noch das die SB wirklich lernen sollen mit der deutschen Sprache so umzugehen, daß sie selber alle Schreiben aufsetzen ?
Wirklich ? Na mal sehen was dann für ein Schwachsinn rum kommt.
Oder die SB warten erst einmal ab bis diese neuen Textbausteine verfügbar sind und versenden bis dahin eben die alten.
Schau´n mer mal.
 

kirschbluete

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Was die SB nun noch dringend benötigen sind neue vorgefertigte Textbausteine gemäß des Leitfadens.
Oder erwartet die BA jetzt etwa noch das die SB wirklich lernen sollen mit der deutschen Sprache so umzugehen, daß sie selber alle Schreiben aufsetzen ?
Wirklich ? Na mal sehen was dann für ein Schwachsinn rum kommt.
Oder die SB warten erst einmal ab bis diese neuen Textbausteine verfügbar sind und versenden bis dahin eben die alten.
Schau´n mer mal.
dochdoch, die haben schon "Von 2008 bis 2009 [[wurden] weitere 370 Textvorlagen für Leistungsbescheide überarbeitet.":biggrin:

siehe:

Absender: BA:
"2013-06-07 Antwort

"Sehr geehrter Herr Anonymer Nutzer,

eine verständliche und bürgernahe Sprache in den Bescheiden ist der Bundesagentur für Arbeit ein wichtiges Anliegen. Seit 2006 wurden sehr viele Dokumentvorlagen und Bescheide überarbeitet. Es gab folgende Aktivitäten:

Für den Rechtskreis SGB III wurden von 2006 bis 2009 alle Textbausteine (ca. 333) für die mit der Software COLIBRI erstellten Leistungsbescheide inhaltlich überarbeitet. Von 2008 bis 2009 wurden weitere 370 Textvorlagen für Leistungsbescheide überarbeitet. Für diese Überarbeitung wurden von durchschnittlich fünf Projektmitgliedern mehr als 900 Stunden eingebracht. In diesem Zusammenhang wurde der Sprachleitfaden der BA erstellt, der im Juli 2011 im Intranet der BA veröffentlicht wurde. Für den Sprachleitfaden wurden von den Projektmitgliedern ca. 400 Stunden eingebracht. Weitere Kosten entstanden nicht.

Seit 2009 wurden für den Rechtskreis SGB II alle Antragsvordrucke für Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II sowohl inhaltlich als auch vom Layout kundenfreundlich überarbeitet. Dazu kommt die inhaltliche Überarbeitung von 180 Druckvorlagen für SGB II-Bescheide. Hier ist zum Beispiel der Bewilligungsbescheid und der dazugehörige Berechnungsbogen zu nennen. Dieser wurde in 2012 nochmals vollständig überarbeitet. Ziel war es, die Informationen noch übersichtlicher und transparenter darzustellen."
"
Quelle:
Sprachleitfaden BA

Übrigens eine vorbildliche Seite wie ich finde:
Home - Beispielklagen :icon_daumen:
 


Kleeblatt

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Wenn man sich die darauf verwandten Arbeitsstunden ansieht, dann bekommt man ja zusätzliche Zweifel am Sprachvermögen der Mitarbeiter bei der BA.

Zudem muß sichtlich diese Arbeit gemacht werden, weil die meisten SB eben NICHT fähig sind sich deutlich und sachgerecht in der eigenen Muttersprache auszudrücken, was wiederum der Steuerzahler durch bauklötzchen zusammenstellen bezahlen muß.

Nun sage mir mal jemand wie Leute mit SOLCHEN Vermittlungshemmnissen bei der BA arbeiten dürfen ?
Hatten die zuvor keinen Test ?
Ich finde das Alles soooo gruselig ...
 
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