Spioniert die Arge "Nichtkunden" aus??????? (1 Betrachter)

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Cathrin

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Hallo und guten Abend,

ich bin neu hier und hoffe auf Ratschläge und Eure Hilfe.

Im Oktober 08 zog ich in die alten Bundesländer, da ich hier einen Praktikumsplatz zu meiner schulischen Ausbildung gefunden habe. Ein sehr guter und schon langer arbeitsloser (wirklich nur aber leider männlicher) Kumpel zog aufgrund besserer Arbeitsaussichten mit und wir gründeten eine Wohngemeinschaft. Er hat daraufhin seine Leistungen am neuen Wohnort beantragt. Aufgrund meiner Ausbildungvergütung (plus Kindergeld = Regelsatz und anteilige Miete) brauchte ich erst gar keine Leistungen zu beantragen. Dennoch hat mein Kumpel nicht den vollen Regelsatz zugesprochen bekommen. Er legte Widerspruch ein. Die Arge unterstellt uns nun eine eheähnliche Gemeinschaft. Ein unangemeldeter Hausbesuch wurde durch meinen Mitbewohner abgewiesen, schon aufgrund des Auftretens der beiden Herren. Noch anzumerken ist, das wir weder über ein gemeinsames Konto noch über Vollmachten verfügen. Jeder wirtschaftet für sich alleine und keiner steht für den anderen ein. Nun ist das ganze beim Anwalt.

Und nun zur eigentlichen Sache:

Im Januar 09 sind wir gemeinsamen in unsere Heimatstadt zu gemeinsamen Freunde gereist. Mein Mitbewohner hat zu diesem Zweck "Urlaub" bei der Arge beantragt und erhalten. Gestern erhielt er Post von der Arge das sie nun Strafanzeige in Erwägung ziehen wegen Sozialbetruges Zitat aus dem Schreiben:"
... denn wie kann es sein, dass eine Frau ... (das bin ich) zum selben Zeitpunkt in ... war wie Sie!"
Was die Arge alles weiß!????!!!!!! Ich komme zu dem Schluß, dass das Amt hier ahnungslosen und nicht mal HartzIV-Empfängern nachspioniert, denn ich bin nicht mal dem Amt gegenüber rechenschaftspflichtig! Oder kamen hier Detektive angesetzt? Was die alles wissen! Und wer weiß was noch? Wie kann ich mich dagegen wehren???? Was kann ich tun??? Wäre eine Strafanzeige meinerseits hilfreich? Mich würde schon interessieren wo die ihre Informationen beziehen.

Liebe verzweifelte Grüsse
 
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Und nun zur eigentlichen Sache:

Im Januar 09 sind wir gemeinsamen in unsere Heimatstadt zu gemeinsamen Freunde gereist. Mein Mitbewohner hat zu diesem Zweck "Urlaub" bei der Arge beantragt und erhalten. Gestern erhielt er Post von der Arge das sie nun Strafanzeige in Erwägung ziehen wegen Sozialbetruges Zitat aus dem Schreiben:"
... denn wie kann es sein, dass eine Frau ... (das bin ich) zum selben Zeitpunkt in ... war wie Sie!"
Was die Arge alles weiß!????!!!!!! Ich komme zu dem Schluß, dass das Amt hier ahnungslosen und nicht mal HartzIV-Empfängern nachspioniert, denn ich bin nicht mal dem Amt gegenüber rechenschaftspflichtig! Oder kamen hier Detektive angesetzt? Was die alles wissen! Und wer weiß was noch? Wie kann ich mich dagegen wehren???? Was kann ich tun??? Wäre eine Strafanzeige meinerseits hilfreich? Mich würde schon interessieren wo die ihre Informationen beziehen.

Liebe verzweifelte Grüsse
Hallo, Cathrin, willkommen bei uns im Forum!

Nach allem was ich so gelesen habe, bin ich mir sicher, ihr wurdet überwacht. Es gab schon einige Fälle, wo sich die Schnüffler der Arge sogar in ihrer privaten Zeit vor den Häusern ihrer "Kundschaft" postierten, um sie auszuschnüffeln.
Die haben euch auf der Arge wohl von Anfang an nicht eure Freundschaft abgekauft, und haben heimlich nach Indizien gesucht, euch das Gegenteil zu beweisen. Und jetzt, wo ihr gemeinsam in eure Heimatstadt gefahren seid um dort gemeinsame Freunde zu besuchen, glaubt die Arge, den Beweis einer Lebensgemeinschaft führen zu können.
Ich vermute, die sind euch gefolgt. So á lá "Gnadenlos gerecht".
Ich schlage dir und deinem Mitbewohner vor, dass ihr euch einen Anwalt nehmt. Als Hartzer bekommt er ohne Schwierigkeiten für 10,- einen Beratungsschein.
Sonst sieht er sich in Kürze mit einem Haufen Papierkrieg und finanziellen Einbußen konfrontiert.

LG
 

Cathrin

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Danke für die schnelle Reaktion.

Wir werden das auf jeden Fall dem Anwalt mit übergeben.
Ich bin schockiert über solche Vorgehensweisen. Man muss dem doch irgendwie Einhalt gebieten können. Es muss doch rauszukriegen sein, wie sie an diese Infos rangekommen sind. Werd heut mal auf meiner Arbeit fragen, ob sich irgendwer in meiner Urlaubswoche nach mir erkundigt hat. Denn ich hab hier in der Gegend eigentlich keinen der es sonst gewesen sein könnte.
Würde in meinem Fall, für meine Person, eine Strafanzeige bzw. Unterlassungsklage was bringen? Schon ein blödes Gefühl wenn man sich ständig verfolgt fühlen muss.

Liebe Grüsse
 

katharin

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hallo cathrin,

heute scheint die "Nacht der K(C)athrinen" zu sein.....
kathrin45, cathrin, katharin
Wir haben nicht nur alle den gleichen Namen, sonder (leider) auch das arge Arge erlebt. Du wirst hier immer und immer wieder das Selbe und doch Individuelles lesen.
Willkommen "im Club " :icon_klatsch:
 

avalon

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Danke für die schnelle Reaktion.

Ich bin schockiert über solche Vorgehensweisen. Man muss dem doch irgendwie Einhalt gebieten können.
Liebe Grüsse
Ja, da ist man leicht schockiert. Aber unabhängig vom konkreten Fall bleibt die Frage, wie die ARGE bei einem "Anfangsverdacht" reagieren soll. Zur Prüfung hat sie hat nur die Wahl, selbst rumzuschnüffeln oder den Verdacht der Staatsanwaltschaft zu melden. Letzteres acht auch keinen Spass, hatten wir hier letztlich mal im Forum.

Das Problem sehe ich eher darin, mit was für dürftigen Pseudobeweisen die ARGE am Ende einen Vorwurf zusammenbastelt! Darauf solltest Du Dich konzentrieren! Die haben einfach nix gefunden, was für die Annahme eine EäG spricht! Wenn Du gemeinsam mit einer FreundIN diesen Besuch bei gemeinsamen Bekannten gemacht hättest, würde das auch niemanden interessieren. Was also soll der Unsinn, ich sehe da keine Gefahr für Euch!

Selbst Strafanzeige zu erstatten ist schwierig. Dafür müssten die schon in die Wohnung rein fotografiert haben oder sonstwie Hausfriedensbruch begangen haben. Im Gegenteil: antwortet denen, dass Ihr darauf besteht, dass sie Strafanzeige erstatten, damit ihr sicher sein könnt, das diese Unfug gesetzmässig abgeschlossen wird und Ihr Euch nicht mehr mit den Hobbydetektiven der ARGE rumärgern müsst. So eine Formulierung wie "...weil wir möchten, dass diese Verdacht von nun an durch kompetente und zuständige Stellen überprüft wird..." könnte denen den ganzen Spass nehmen. Nur nicht erschrecken lassen von der Drohung mit der Anzeige!
 
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Gast
Ja, da ist man leicht schockiert. Aber unabhängig vom konkreten Fall bleibt die Frage, wie die ARGE bei einem "Anfangsverdacht" reagieren soll. Zur Prüfung hat sie hat nur die Wahl, selbst rumzuschnüffeln oder den Verdacht der Staatsanwaltschaft zu melden. Letzteres acht auch keinen Spass, hatten wir hier letztlich mal im Forum.
Was heißt "Wie die Arge bei einem Anfangsverdacht reagieren soll?"
Was heißt, "sie hat zur Prüfung nur die Wahl selbst zu schnüffeln oder den Staatsanwalt zu informieren"?
Geht es noch?
Die Arge hat nicht das Recht mich auszukundschaften! Sie hat nicht das Recht, sich heimlich vor meinem Haus aufzubauen, um mich zu kontrollieren!
Sie hat nicht das Recht, mir heimlich hinterherzufahren, mein Privatleben in Frage zu stellen, Nachforschungen zu betreiben.
Ist dir der Artikel 13 GG eigentlich ein Begriff?
Ist dir eigentlich bewußt, dass Observationen seitens der Polizei an konkrete Verdachtsmomente geknüpft sind.
Habe ich möglicherweise verpasst, dass die Arge neuerdings auch polizeiliche Aufgaben übernimmt?
Ich bin entsetzt!

Das Problem sehe ich eher darin, mit was für dürftigen Pseudobeweisen die ARGE am Ende einen Vorwurf zusammenbastelt! Darauf solltest Du Dich konzentrieren! Die haben einfach nix gefunden, was für die Annahme eine EäG spricht! Wenn Du gemeinsam mit einer FreundIN diesen Besuch bei gemeinsamen Bekannten gemacht hättest, würde das auch niemanden interessieren. Was also soll der Unsinn, ich sehe da keine Gefahr für Euch!
Was zum Teufel redest du da?
Cathrin und ihr Mitbewohner wurden ohne ihr Wissen regelrecht auskundschaftet, man ist ihnen hinterhergefahren, und konstruiert daraus jetzt eine Einstandsgemeinschaft. Und du stellst dich hin, und erklärst, "dass das alles nicht so schlimm ist. Die Arge kann da nichts nachweisen, und wenn Cathrin ´ne Freundin besucht hätte, würde das auch niemanden interessien". Und dann wird alles als Unsinn abgetan.
Dass dieser "Unsinn" für Cathrins Mitbewohner zur Leistungskürzung/einstellung führen kann, sogar zu einer Anzeige wegen Leistungsbetrugs, dass Cathrin plötzlich für ihren Mitbewohner finanziell aufkommen könnte - alles nicht so schlimm? Keine Gefahr?

Selbst Strafanzeige zu erstatten ist schwierig. Dafür müssten die schon in die Wohnung rein fotografiert haben oder sonstwie Hausfriedensbruch begangen haben. Im Gegenteil: antwortet denen, dass Ihr darauf besteht, dass sie Strafanzeige erstatten, damit ihr sicher sein könnt, das diese Unfug gesetzmässig abgeschlossen wird und Ihr Euch nicht mehr mit den Hobbydetektiven der ARGE rumärgern müsst. So eine Formulierung wie "...weil wir möchten, dass diese Verdacht von nun an durch kompetente und zuständige Stellen überprüft wird..." könnte denen den ganzen Spass nehmen. Nur nicht erschrecken lassen von der Drohung mit der Anzeige!
Du hast eine äußerst - wie ich soll ich sagen - rustikale Einstellung zu den Dingen!
Strafanzeige zu erstatten ist schwierig?
Weil die "Hobbydedektive" wie du sie nennst erst in die Wohnung gemusst hätten? Nein! Dass jemand mein Privatleben auskundschaftet reicht bereits, um gegen ihn Anzeige zu erstatten.
Doch der Oberknaller ist ja wohl dein Rat, die Arge möge Strafantrag gegen Cathrin und ihren Bewohner erstatten! Hallo!!!????
Und die Begründung dazu macht mich sprachlos. Nur dann können Cathrin und der Mitbewohner sicher sein, dass sie sich nicht mehr mit der Arge rumärgern müssen.
Auf Idee, dass dein "Ratschlag" nicht nur unsinnig, sondern gefährlich sein könnte, bis du noch nicht gekommen, weil du dir sicher bist, dass eine kompetente Stelle den Sachverhalt überprüft...... Dass das leicht zum Bumerang werden kann, hast du dabei aber nicht bedacht, oder?
Ehrlich, ich bin nicht wenig entsetzt in einem Erwerbslosenforum, wo Elos anderen Elos helfen, derartige Ratschläge zu lesen.
avalon
Nur nicht erschrecken lassen von der Drohung mit der Anzeige!
Da gebe ich dir recht! Cathrin sollte der Arge so viel Feuer unter dem Allterwertesten machen, bis die Socken qualmen. Den Schnüfflern sollen die Finger abfaulen, wenn sie ihre Protokolle schreiben; erblinden, wenn sie arglose Menschen beobachten und zur Hölle fahren, wenn sie ihren Mund aufreißen. Denen würde ich soviel einheizen, dass sie sich wünschen, niemals vor meiner Haustür aufgekreuzt zu sein. Sie sollen täglich um ihren jämmerliche Existenz betteln, und sich vor dem Tag fürchten, an dem sie Hartz IV bekommen, weil sie gefeuert wurden.
So, dass musste mal gesagt werden!

LG
 

michaelulbricht

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hallo,

lustige Geschichte.

Also es verhält sich wie folgt:

Er hat das Schreiben bekommen.

Wenn die Arge behauptet es würde ein Sozialbetrug vorliegen hat Sie diesen anzuzeigen ! dazu ist Sie verpflichtet.

Du solltest ganz freundlich den Sachbearbeiter der das Schreiben veranlasst hat anschreiben und ihn fragen ob er dir einen Sozialbetrug unterstellen möchte.
Du solltest ihn auf die Rechtsfolgen so einer Unterstellung hinweisen und auch klarmachen das du Schadensersatz von ihm fordern wirst.

Du möchtest auch gerne wissen warum die Arge Daten über dich speichert,weiterverarbeitetdie deine Besuche bei Freunden betreffen obwohl du mit der Behörde nichts zu tun hast.

Daher stellst du auch einen Antrag auf Auskunft nach §19 BDSG.
Du möchtest bitte schriftlich Auskunft über

- die zu deiner Person gespeicherten Daten, auch soweit sie sich auf die
Herkunft dieser Daten beziehen (das letzte ist besonders wichtig)
- die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, an die deine Daten
weitergegeben werden.
- den Zweck und die Rechtsgrundlage der Speicherung.
- wann werden die Daten gelöscht.

Ach ja, besonders traurig wäre es wenn du oder er verlobt ist, und der andere würde so ein Schreiben von der Arge zufälligerweise in die Hande bekommen in dem die Arge euch eine eheähnliche Gemeinschaft unterstellt.
Sollte es deswegen zu einer Auflösung der verlobung kommen ist die Arge bzw. der SB der diese Unterstellung getätigt hat zum Schadensersatz verpflichtet.
Mal einen kleinen Blick ins BGB werfen.

Klaus
 

avalon

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Strafanzeige zu erstatten ist schwierig?
Weil die "mein Privatleben auskundschaftet reicht bereits, um gegen ihn Anzeige zu erstatten.
Wenn Du dazu eine Quelle nennen kanst, gebe ich Dir Recht.

Die Urteilslage sieht anders aus. Ich kenne kein konkretes Urteil in Sachen ARGE, aber Arbeitgeber und Krankenkassen, die bei zweifelhafter AU Leute durch Privatdektektive beschatten lassen, bekommen vor Gericht regelmässig Recht. Wenn diese Observation tatsächlich beweise erbringt, dürfen sie dem so Überführten sogar die kosten der Observation nachtzräglich in Rechnung stellen. Es gibt einen ganzen Berufszweig, der diese ausspionieren des Privatlebens betreibt, sogar im Auftrag mißtrauischer Ehemänner/Frauen, die gar keinen konkreten verdacht benennen können. Und die so erlangten Beweise sind gerichtsverwertbar.


Aber ich habe ja garnichts dagegen, dass jemand eine Strafanzeige erstattet. alles was ich tue, ist einen Tip abzugeben, wie diese Nummer ausgeht. "Interessenabwägung" heisst hier immer das Zauberwort der Richter.

Vielleicht solltest Du Dich wirklich mal bemühen, politische und rechtliche Diskussionen zu trennen. In der politischen Bewertung eines Gestzes, dass dazu führt, dass einer Vielzahl von Leuten hinterhergeschnüffelt wird, sind wir uns ja vollkommen einig. Insbesondere dieses vollommen verquaxte Konzept der BG führt dazu, dass diese Oberservationen bis ins Privatleben gehen. Weg damit, umstellen auf ein Individualanspruchsprinzip, bei dem niemanden zu interessieren hat, wer mit wem pennt oder eben auch nicht!

Aber rechtlich ist es leider so, dass diese "Sozialermiitlungsdienste" vollkommen legal arbeiten, und das nicht im Verborgenen! Sie brüsten sich mit den Erfolgen ihrer Schnüffeleien in Fernsehserien und Talkshows! Erwischen tut man sie in Einzelfällen, in denen sie sich zu dämlich anstellen und widerechtlich Privatgrundstrücke betreten oder Nachbarn befragen.

Mach eifach mal eine Statisktik: wie oft wird hier zu Strafanzeigen geraten. und wie viele Rückmeldungen hat es gegeben, dass diese Anzeigen zum Erfolg geführt haben?
 

Kerstin_K

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Ich würe erstmal Akteneinsicht beantragen. Zu deser merkwürdigen Observation muss es ja wohl irhgendwelche Protokolle geben.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, das irgendein Gericht den gemeinsamen Besuch bei Freunden als Indiz füe eine Einstandgemeinschaft anerkennt. Schonmal was von Fahrgemeinschaften gehört?
 
E

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Gast
Wenn Du dazu eine Quelle nennen kanst, gebe ich Dir Recht.
Eine Quelle hat Cathrin doch bereits. Das Schreiben von der Arge. Mag die Quelle auch noch ein wenig trübe sein, so wird ein Anwalt für Strafrecht sicher schnell herausbekommen, wer die beiden Schnüfler waren, die sich dort postierten. Und wie Kerstin_K. anmerkte Akteneinsicht beantragen - durch den Anwalt! Der Rest in dann schnell ermittelt.

Die Urteilslage sieht anders aus. Ich kenne kein konkretes Urteil in Sachen ARGE, aber Arbeitgeber und Krankenkassen, die bei zweifelhafter AU Leute durch Privatdektektive beschatten lassen, bekommen vor Gericht regelmässig Recht.
Hast du hierzu konkrete Urteile zur Hand, die diese These nachweisen. Ich kann mich da nämlich an etwas anderes erinnern.......

Wenn diese Observation tatsächlich beweise erbringt, dürfen sie dem so Überführten sogar die kosten der Observation nachtzräglich in Rechnung stellen.
Wo steht das geschrieben? Wo steht geschrieben, dass der Observierte für die Kosten seiner Observation aufkommen muss?
Könntest du mir das bitte konkret nachweisen?

Es gibt einen ganzen Berufszweig, der diese ausspionieren des Privatlebens betreibt, sogar im Auftrag mißtrauischer Ehemänner/Frauen, die gar keinen konkreten verdacht benennen können. Und die so erlangten Beweise sind gerichtsverwertbar.
Ja, natürlich. Ganze Dedekteien leben davon dass Frauen ihrem Ex hinterherschnüffeln, Männer ihre Gattin ausspionieren lassen, aber das ist doch ein ganz anderes Feld als die der Arge und dem Elo.


Aber ich habe ja garnichts dagegen, dass jemand eine Strafanzeige erstattet. alles was ich tue, ist einen Tip abzugeben, wie diese Nummer ausgeht. "Interessenabwägung" heisst hier immer das Zauberwort der Richter.
Und du bist dir sicher in diesem Fall im Vorwege zu wissen, welche Art der Interessenabwägung ein Richter für relevant hält?

Insbesondere dieses vollommen verquaxte Konzept der BG führt dazu, dass diese Oberservationen bis ins Privatleben gehen. Weg damit, umstellen auf ein Individualanspruchsprinzip, bei dem niemanden zu interessieren hat, wer mit wem pennt oder eben auch nicht!
Es geht hierbei nicht einmal darum, ob jemand mit irgendjemanden pennt, sondern es werden von Staats wegen automatisch Einstandsgemeinschaften konstruiert, die einfach nicht vorhanden sind. Und weil den Menschen nicht geglaubt wird, maßt sich dieser Staat an, den Leuten bis unter die Bettdecke hinterherzuschnüffeln.

Aber rechtlich ist es leider so, dass diese "Sozialermiitlungsdienste" vollkommen legal arbeiten, und das nicht im Verborgenen! Sie brüsten sich mit den Erfolgen ihrer Schnüffeleien in Fernsehserien und Talkshows! Erwischen tut man sie in Einzelfällen, in denen sie sich zu dämlich anstellen und widerechtlich Privatgrundstrücke betreten oder Nachbarn befragen.
Es ist eben nicht so, dass die sogenannten Sozialermittlungsdienste legal arbeiten. Das beginnt bereits damit, dass sie einfach vor der Tür eines Elos aufkreuzen und die Wohnung besichtigen wollen. Es geht weiter, dass sie entweder den Art.13 unterschlagen, oder aber anmerken, dass man sie nicht reinlassen müsse, aber, dann gäbe es auch kein Geld. Hier wird mit der Angst der Menschen gearbeitet, ihr unzureichendes Existenzminimum, ein Noteinkommen, auch noch zu verlieren. In den Wohnungen werden widerrechtlich Räume betreten, Schränke geöffnet und Schmutzwäsche inspiziert. Ein Elo ist plötzlich gezwungen sein Privatleben, seine Intimssphäre, sein Zuhause, fremden Leuten preisgeben zu müssen. Er kann nicht mehr wählen. Doch der Ärger reißt nach diesem "Besuch" nicht ab. Oft werden dann von den Argen irgendwelche "Tatbestände" konstruiert, nach der dieser Elo plötzlich mit seinem Mitbewohner eine Lebensgemeinschaft begründet. Oder Schwarzarbeit wird vermutet, weil da ein teurer Fernseher stand, oder sich im Stubenschrank ein altes Service befindet..... Die Liste ließe sich beliebig weiterführen.
Ach, und wer glaubt, dass diese Sozialermittlungsdienste so arbeiten wie diese Fürstin, der irrt.... das war nur Show, die Wirklichkeit ist viel schlimmer. Das eigentlich schreckliche an diesen Sendungen ist, dass den Zuschauern suggeriert werden soll, dass hier die Wirklichkeit abgebildet wird, und dass der Schnüffeldienst tatsächlich das Recht hat einfach in Wohnungen von bedürftigen Menschen einzudringen.

Mach eifach mal eine Statisktik: wie oft wird hier zu Strafanzeigen geraten. und wie viele Rückmeldungen hat es gegeben, dass diese Anzeigen zum Erfolg geführt haben?
Ich bin keine Statistikerin, sondern nutze meinen gesunden Menschenverstand. Und ich rate ich nur Dinge, die ich auch selbst tun würde, bzw. getan habe. Anderes wäre für mich unvertretbar und damit unseriös.
Und in dem Fall des Schnüffeldienstes rate ich deshalb zu Strafanzeigen, damit die Elos aus ihrer Opferrolle rauskommen. Sie müssen tätig werden. Zum einen braucht die Arge, die hier langsam aber sicher zum Staat im Staate mutiert, mal richtig was auf die Finger, und zum anderen bliebe mir als Opfer derartiger Schnüffelmachenschaften selbst nur noch die gewaltsame Abwehr. Und eine Anzeige wegen Körperverletzung ist nicht das, was ich mir für mich selbst wünsche, obwohl ich jeden verstehen kann, der sich auf diese Weise wehrt!

LG
 

michaelulbricht

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mann o mann

wo raus entnehmt ihr denn das Carhrin observiert oder überwacht wurde ?

Die Möglichkeiten an diese Infos zu kommen können so vielfältig sein.
Aber erstmal irre machen.

Wenn mann so einfach eine These aufstellt und sagt ich bin mir sicher ihr wurdet überwacht dann bekommt mann einen Tunnelblick.

Dann verliert mann den Blick fürs wesentliche und scheidet von vornherein Möglichkeiten aus die aber auch gegeben sein können.

Also erstmal einfach so verhalten wie ich das hier vorhin beschrieben hatte.

Und kleiner Tipp:
Scannt mal euer persönliches Umfeld durch.:icon_eek:
 

Elewicko

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hallo,

bei uns hat die Arge nicht einmal geschnüffelt,die haben das gleich so vermutet und wollten knallhart durchgreifen!

hätte ich gemerkt,das da jemand Nachbarn befragt,bzw aufm Hof rumlungert...
hätte ich meine "Mitbewohnerin" gebeten,Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt zu stellen,Stalking,Angst als Frau allein usw...

dann hätte die Polizei schon observiert und nachgefragt,warum ein "Stalker" sich da rum treibt und Bürger belästigt!

das hätte den Vorteil,das man selber keine Anzeige wg.einer Straftat macht,sondern gegebenfalls die Polizei...
zumindest hätte ermittelt werden müssen,was ja auch erstmal belastend für den "Stalker" und seiner "Stalkergruppe" wäre!

einfach dann sagen,ja wir "dürfen" ermitteln,wir ermitteln von einer Behörde aus usw...wäre wohl nicht so einfach im Moment,da eben Ängste geschürt worden sind,die wohl berechtigt waren,um eine Anzeige bei der Polizei gegen unbekannt zu erstatten!
und die Polizei muss zum Schutz des Bürgers handeln!
es handelt sich hier schliesslich um Belästigung!!!

und ich lese hier immer wieder,das es sich dabei um Frauen handelt!
also wehrt Euch dagegen!

und das noch absolut kostenlos!

Wäre mal ein Tip von mir und in Erwägung zu ziehen bei einigen!

gruss elewicko
 

avalon

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@Hamburgeryn

Also, der Reihe nach:

Ein Urteil ist z.B das hier:

"Nach einem Entscheid des Bundesarbeitsgerichts können Arbeitnehmer für Detektivkosten in erforderlicher Höhe in Regress genommen werden. Voraussetzung ist, dass der konkrete Verdacht gegen sie besteht, ihr Verhalten könne den Betrieb schädigen. Dies trifft beispielsweise beim Krankfeiern zu. Hier kann der Arbeitnehmer, sofern er überführt wurde, zum Schadenersatz verpflichtet werden, der die Kosten aller notwendigen Maßnahmen abdeckt. Dazu zählen auch anlassbezogene Detektivkosten.
Bundesarbeitsgericht BAG 17.09.1998, AZ 8 AZR 5/97"

Die Ehe-Untreue-Schnüffler sind durchaus keine andere Baustelle! Vor dem haus rumsitzen und obervieren ist nicht strafbar, sonst wären diese Detektive srbeitslos (was ich nicht unbedingt bedauern würde)

Und: nein, ich bin nicht SICHER, wie die Interessenabwägung der Richter ausfällt, deswegen habe ich ja auch geschrieben "wird schwierig" und "einen Tip abgeben, wie das ausgeht".


Was Du zur illegalität gesagt hat, stimmt! Wenn die sich mit Drohungen Zugang zur Wohnung verschaffen oder auf Privatgrundstücke eindringen, ist das eine andere Geschichte. Habe ich aber auch geschrieben! Und dass in diesem Fall mit skurillen Pseudobeweisen eine Anschuldigung konstruiert wird, habe ich auch geschrieben.
Aber strafbar ist das auch nicht.

Das wirklich üble ist: selbst wenn der SB aufgrund dieser diffusen Anschuldigungen eine Sanktion verhängt, macht er sich nicht strafbar! Das liegt eifach daran, dass eigentlich nur Rechtsbeugung in Frage käme. Aber das ist ein Sonderdelikt, dass nur spezielle Personengruppen begehen können. SBs gehören nicht dazu.

Das Strafrecht gibt's einfach nicht her! Diesen ganzen Irrsinn zu beenden ist eine politische, keine juristische Aufgabe! Deswegen nochmal, lass uns doch die Diskussionen im Hilfebereich und im Diskussionsbereich sorgfältig trennen. Hier gehts's um
die Frage, ob Cathrin bei Ihrem Problem eine Strafanzeige irgendwie weiterhilft. So war auch die Frage, ob eine Strafanzeige "hilfreich" wäre".
 
E

ExitUser

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wo raus entnehmt ihr denn das Carhrin observiert oder überwacht wurde ?
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Lies dir den #1 genau durch, besonders diese Stelle:
Im Januar 09 sind wir gemeinsamen in unsere Heimatstadt zu gemeinsamen Freunde gereist. Mein Mitbewohner hat zu diesem Zweck "Urlaub" bei der Arge beantragt und erhalten. Gestern erhielt er Post von der Arge das sie nun Strafanzeige in Erwägung ziehen wegen Sozialbetruges Zitat aus dem Schreiben:"
... denn wie kann es sein, dass eine Frau ... (das bin ich) zum selben Zeitpunkt in ... war wie Sie!"
Was die Arge alles weiß!????!!!!!!
Nun; was meinst du? Wie hat die Arge wohl herausbekommen, dass Cathrin mit ihrem Mitbewohner in die gemeinsame Heimatstadt fuhr, um dort gemeinsame Freunde zu besuchen?
Kristallkugel? Tarotkarten? Schnüffeln?

LG
 

Arania

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Nein, die Kristallkugeln sind ja schon im Forum verteilt, denn jeder hier weiss doch anscheinend ganz genau wie es gelaufen ist
 

michaelulbricht

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also wie kann mann da nur so vernagelt sein ?
Ihr seit ja 2 Oberschlaue, wie oft habt ihr den schon eine Ermittlung oder eine Obs durchgeführt ?
Ich meine damit nicht die Suche nach euern Schlüsseln in der Wohnung.

Wo steht im Beitrag #1 das eine Observation stattgefunden hat ?

Only for the German: Wo steht im Beitrag #1 das eine Observation stattgefunden hat.

Im Beitrag #1 steht ein das Sie zur selben Zeit in der Stadt war wie der Typ nicht mehr und nicht weniger

Ihr schließt das daraus weil ihr zu viele Filme schaut.

Eine Observation ist eine teure Angelegenheit , vor allem eine Bewegungungsobs.

Die masse der Leute die fallen, fallen nur durch Tips aus ihrem Umfeld.
Oder das sind dann so ganz superschlaue die fahren irgendwo hin und tanken zb. mit ihrer eigenen Karte usw.

Ich schreibe es also nochmal.

Wenn ihr nur die möglichkeit einer Observation ins Auge nehmt dann schließt ihr alle anderen Möglichkeiten von vornherein aus.
Und das bricht denn Leuten immer wieder das Genick.
 
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