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Spiegel: Zehntausende Arbeitsvermittler konnten intimste Daten einsehen

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Holler2008

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#1
mangelnder Datenschutz im Jobcenter, 29.10.09 in den Nachrichten

Heute habe ich im Radio mehrmals im Rahmen vom Datenskandal bei "SchülerVZ" und "Libri" auch was von der Jobbörse/Jobcenter gehört.
Ging um mangelhaften Datenschutz lt. Datenschutzbeauftragen oder ähnlich, genau weiss ich das nicht mehr.

Ich dachte, das google ich mir heute Abend, doch nun finde ich im Netzt keine Meldungen darüber.

Hat jemand von Euch einen aktuellen Link?
Wäre nett.
 

Die Antwort

Elo-User/in

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#2
Die Bundesagentur für Arbeit hat Zeitungsberichten zufolge weit größere Datenschutzprobleme als bekannt. Sie setzt ein Computersystem ein, über das gut 100.000 Mitarbeiter unter anderem Suchtkrankheiten, Verschuldung und Familienprobleme von Hartz-IV-Empfängern abrufen konnten.

Frankfurt am Main - Der Zugriff auf geheime Daten kann verführerisch sein - wie verführerisch, zeigt eine neue Affäre bei der Bundesagentur für Arbeit. Als zwei Hartz-IV-Empfänger in einer TV-Show mit Dieter Bohlen auftauchten, recherchierten laut "Frankfurter Rundschau" zahllose Mitarbeiter der Behörde über die beiden Männer. Weit mehr als 10.000 Zugriffe auf ihre Datensätze habe ein Computersystem der Arbeitsagentur verzeichnet, nachdem die Männer im Fernsehen ihre zeitweilige Arbeitssuche erwähnten. Außerdem wurde der Zeitung der Fall einer jungen Frau bekannt, die schockiert feststellen musste, dass ihr neuer Freund viele Details über sie wusste - aus der Arbeitsagentur-Datenbank, in der der Mann dem Bericht zufolge recherchiert hatte.


Hartz-IV-Skandal: Zehntausende Arbeitsvermittler konnten intimste Daten einsehen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
 

Mario Nette

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#5
Das ist nicht unbedingt dasselbe. Hier geht es darum, dass die Behördenmitarbeiter allesamt an die Daten kommen, im von dir verlinkten Thread geht es darum, dass Außenstehende an die Bewerberprofile kommen ohne Jobs anzubieten.


Zum Vier-Phasen-Modell eine Pressemitteilung des Landes Berlin:
Arbeit
Rahmenbedingungen für die Nutzung des 4 Phasen-Modell mit der Vermittlungs- und Beratungssoftware VerBIS für die Beschäftigten des Berliner Landesdienstes in den Job-Centern festgelegt

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Hauptpersonalrat des Landes Berlin und die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales unterzeichnen heute entsprechende Vereinbarung

Die von der Bundesagentur für Arbeit (BA) bundesweit zur Verfügung gestellte Vermittlungs- und Beratungssoftware VerBIS, startete ohne Zustimmung des Hauptpersonalrats des Landes Berlin am 17.08.2009 mit einer neuen Programmversion, dem "4 Phasen-Modell". Heftig kritisiert wurden von der Beschäftigtenvertretung des Landes Berlin vor allem der mangelnde Sozialdatenschutz, die unzulänglichen Schulungen der Beschäftigten und die nicht optimale Gebrauchstauglichkeit (Ergonomie) der Software.

Diese Kritik teilte auch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales. Hauptpersonalrat und Senatsverwaltung erarbeiteten gemeinsam eine Vereinbarung, die die Rahmenbedingungen zur Nutzung der Software für die rund 1.700 Beschäftigten des Berliner Landesdienstes in den 12 JobCentern beschreibt. An den Vorgesprächen war die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der BA beteiligt.

Die Beteiligten wollen erreichen, dass die tägliche Arbeit in den JobCentern kundenorientierter als bisher erledigt werden kann und der Sozialdatenschutz sichergestellt ist. Dabei soll den Belangen der Beschäftigten hinsichtlich ihrer Arbeitsbedingungen, Qualifizierungsbedarfe und ihres Anspruchs auf Rechtssicherheit Rechnung getragen werden.

Die Arbeitsbedingungen in den JobCentern sind von großem Arbeitsdruck geprägt, die Vereinbarung regelt einen verlängerten Einführungszeitraum um die Arbeitssituation zu entlasten. Regelungen zum Datenschutz und zu den Zugriffsrechten wurden angepasst, ein zusätzliches Schulungserfordernis definiert. Auch mögliche Verschlechterungen in der Vergütung wurden ausgeschlossen.

Die Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Kerstin Liebich, begrüßt das Verhandlungsergebnis: "Es freut mich, dass wir uns einvernehmlich darauf verständigen konnten, Rahmenbedingungen für die Nutzung des 4 Phasen-Modells für die Beschäftigten des Berliner Landesdienstes in den JobCentern festzulegen. Mit Einführung dieses Modells sollen die Berliner JobCenter über eine leistungsfähigere IT-Software für eine gezieltere und wirksamere Vermittlung und Unterstützung der Alg II-Empfänger/innen verfügen. Dass hierbei die Belange der kommunalen Beschäftigten nun angemessen berücksichtigt werden, ist ein erfreuliches Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten."

Uwe Januszewski, Vorsitzender des Hauptpersonalrats, erklärt: “Mit dieser Vereinbarung ist es nun gelungen, unsere kommunalen Beschäftigten vor den Unzulänglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit arbeitsrechtlich zu schützen und gleichzeitig den Datenschutz der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu verbessern!"
Mitteilung vom: 19.10.2009, 13:50 Uhr
Rückfragen: Anja Wollny
Telefon: 9028 2743
Quelle: Rahmenbedingungen für die Nutzung des 4 Phasen-Modell mit der Vermittlungs- und Beratungssoftware VerBIS für die Beschäftigten des Berliner Landesdienstes in den Job-Centern festgelegt - Landespressestelle - Berlin.de


Außerdem:

HEGA 04/09 - 12 - Flächeneinführung 4-Phasen-Modell der Integrationsarbeit (Geschäftsanweisung Nr. 09/2009) - www.arbeitsagentur.de
Kurzinformation zum 4-Phasen-Modell der Integrationsarbeit - www.arbeitsagentur.de
Überblick Einführungslogik - www.arbeitsagentur.de

HEGA 08/09 - 19 - Flächeneinführung 4-Phasen-Modell in den Bereichen Ausbildungsvermittlung und Reha sowie weitere ergänzende Informationen - www.arbeitsagentur.de
Kurzinformation zum ?4-Phasen-Modell der Integrationsarbeit" - www.arbeitsagentur.de
Überblick Einführungslogik - www.arbeitsagentur.de


Mario Nette
 
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#6
Sowohl als auch, Mario. Heute habe ich den Link von hier auch schon gesetzt.
Aber das Thema ist so wichtig: Das kann ruhig zehnfach hier stehen :biggrin:
 

Holler2008

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#7

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Holler2008

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#8
AW: mangelnder Datenschutz im Jobcenter, 29.10.09 in den Nachrichten

Und nur einen Tag später neue Datenschutzmängel bei der Bundesagentur.
(siehe Anhang)

Momentan habe ich richtig die Schn... voll.

Da zeige ich bei meinem Datenschutzbeauftragten jeden Mangel von Datenschutz und Datensicherheit an, sein Chef bestätigt es und die Ba sagt: "Wir ändern nichts." (v.a. beim Fall vom 29.10.)
 

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#11
Ich weiß, dass die Meldungen der Bild-Zeitung nicht unbedingt immer glaubhaft sind, aber besagte Meldung (das las ich auch woanders) halte ich für glaubhaft. :icon_kotz:

Ich hoffe, dass das Management von Thomas Godoj dem juristisch nachgehen wird (lässt sich eigentlich rückwirkend nachverfolgen, welche ArGe-Mitarbeiter bundesweit seine Akte gelesen haben???):

DSDS-Gewinner Thomas Godoj: Daten-Panne mit der Arbeitslosen-Akte
 
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