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Speyer - Arbeitsloser Mann fast verhungert

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stummelbeinchen

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Stummelbeinchens Aussage trifft im Kern genau das, was beinahe jeder hier im Umgang mit den Argen erlebt: Entweder Du kennst das Gesetz oder Du hast Pech, Hilfe anbieten wird Dir dort keiner.
Ich glaube du missverstehst mich. Du beziehst meine Aussagen auf Behördengänge, ich auf privaten Umgang mit Menschen. Ich frage mich wie gesagt, wo waren seine Verwandte und Freunde? Wenn einer meiner Freunde ein Problem hat, dann besprechen wir das. Wenn Sie lediglich reden wollen, dann halte ich schön meine Klappe. Wenn Sie Rat/Hilfe wollen oder meine Meinung hören wollen, dann gebe ich die. Wenn ich den Eindruck habe, es geht meinen Freunden schlecht, dann frage ich, aber die Entscheidung sich mitteilen zu wollen und Rat/Hilfe etc. zu erfragen, die trifft jeder für sich allein. Man kann niemandem die Hilfe aufzwingen und man sollte auch berücksichtigen, dass jeder Mensch anders ist und in einem anderen "Stadium der Not" Rat und Hilfe erfragt und (noch viel wichtiger) auch bereit ist, diese anzunehmen. Manche tun dies sehr früh, bei manchen ist es (fast schon) zu spät.

Und nun mal auf die Behörden bezogen: Wie soll man jemanden informieren, wenn keiner weiß, dass er existiert? Wie erreicht man jeden Menschen? Denn auf der einen Seite strebt man danach immer informiert zu sein (also ich zumindest), auf der anderen Seite möchte man aber nicht ausspioniert werden oder das Gefühl haben, der Staat weiß über alles was ich tue Bescheid. Wo liegt der goldene Mittelweg?
 

mbc

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Der Mittelweg wäre, wenn die Behörden hinter jedem potenziellen Antragssteller oder Leistungbezieher nicht direkt ohne auch nur dengeringsten Beweis zu haben direkt einen Sozialschmarotzer und Betrüger vermuten und dementsprechend handeln.

Diese Schikane durch die Ämter und Behörden sorgen schliesslich dafür, das immer weniger Menschen die Leistung überhaupt beziehen und in Anspruch nehmen können oder sogar wollen.

Ein vernünftiger Umgang miteinander kann das lösen, aber wie man mit den Bürgern in diesem Land umgeht zeigt ja alles.
In berechtigtem Falle durchzugreifen ist ja OK, aber in 95 % aller Fälle geht man mit dem Bürger um wie mit dem letzten Stück Dreck.

Klar das man da nicht um Hilfe bittelt (oder beim Amt sogar bettelt).
Ehrliche Bürger werden ohne verschulden zu Verbrechnern abgestempelt, das durchzuhalten ist nicht leicht und ich kann verstehen wenn jemand das nicht (mehr) möchte.

Den Bürger zu informieren wöre doch sehr leicht:
Verliert ein Arbeitnehmer seinen Job wird er vom AG abgemeldet. Dann könnte entweder das Finanzamt oder die Rentenversicherung ein Infoschreiben an die letzte bekannte Adresse schicken mit Infos über Arbeitslosengeld.
 

FAR2009

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Wenn er keine Freunde, Bekannte oder Verwandte hatte, oder keinen Kontakt zur Verwandtschaft? Wie soll man solche Fälle verhindern? Wie soll ein Amt oder sonst jemand davon Wind bekommen, wenn er offensichtlich aus Scham keinen Antrag gestellt hat und demnach auch dort nicht aktenkundig war?
Es gibt viele Alleinstehende, auch Jüngere, wo schnell mal ein Haushalts-Unfall passieren kann oder Herz-mässig was aus dem Ruder läuft, und die dann tagelang rumliegen. Zumal in Grosstädten, wo´s eh anonymer läuft. Aber auch bei uns, einer Kleinstadt wo "man" sich kennt, lag mal eine ältere Frau 2 Wochen in der Wanne bis es gerochen hat. Man kann schlecht regelmässig bei "verdächtigen" Nachbarn kontrollieren ob alles OK ist - die steigen einem früher oder später auf´s Dach - oder eine Art Blockwart berufen, der nach dem Rechten schaut.
Leider werden solche Dinge immer wieder passieren.
 

mbc

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Wenn es wirklich sein freier Wunsch gewesen ist, sollte man das so respektieren.
Leider darf der Bürger seine Wünsche (oder Meinung) nicht äußern ohne das eine gewaltige Maschinerie in Gang gesetzt wird, welche dem Staat und vielen Mitverdienern gewaltige Einnahmen bescheert. Alles natürlich zum Wohle des einzelnen Bürgers :wink: :icon_neutral:

Wenn es ein Unfall war ist das natürlich zu bedauern, aber da kann man eben nichts machen, es sei denn man sperrt in Zukunft alle Jungesellen bzw. alleinlebende ein.

Das ist eben das Leben. Selbst wenn es ein Herzinfakt gewesen wäre, da hätte auch keine Verwandtschaft mehr geholfen oder helfen können.

Ich kann schon verstehen das er kein ALG beantragt hat und ich rechne diese Courage hoch an.
 

Erolena

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Und wie sollen die Behörden von jemandem etwas wissen, der sich nicht meldet?
Wenn ich mich nicht irre, gab es doch im BSHG den Grundsatz, Sozialhilfe steht dem Betroffenen zu - ab Bekanntwerden der Bedürftigkeit beim Amt.
In dem Falle könnten Nachbarn auch mal für jemanden tätig werden, der so niedergedrückt ist, dass er keinen Antrag stellt/stellen kann, obwohl Hilfe nötig wäre.
Ich gehe aber nur von der Theorie aus, kenne nicht die Praxis, wie das im BSHG gelaufen ist.
 
E

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Gast
Wenn ich mich nicht irre, gab es doch im BSHG den Grundsatz, Sozialhilfe steht dem Betroffenen zu - ab Bekanntwerden der Bedürftigkeit beim Amt.
In dem Falle könnten Nachbarn auch mal für jemanden tätig werden, der so niedergedrückt ist, dass er keinen Antrag stellt/stellen kann, obwohl Hilfe nötig wäre.
Ich gehe aber nur von der Theorie aus, kenne nicht die Praxis, wie das im BSHG gelaufen ist.
Einen Antrag müsste er aber trotzdem stellen, ob die Nachbarn dann bereit wären, den Antrag bei der Behörde abzugeben, ist wieder ne andere Frage.
 

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Elo-User/in

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Einen Antrag müsste er aber trotzdem stellen, ob die Nachbarn dann bereit wären, den Antrag bei der Behörde abzugeben, ist wieder ne andere Frage.
Einen Antrag muß er selber nicht stellen. Bei der Sozialhilfe reicht die Kenntnis der Behörde über einen Notfall aus. D.h. kann jede beliebige Person das Amt informieren und dieses muß reagieren.
 

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Wenn es wirklich sein freier Wunsch gewesen ist, sollte man das so respektieren.
Er könnte z.B. eine schwerere Depression haben, dann ist er selber nicht mehr in der Lage sich zu kümmen. Wäre das dann auch sein freier Wunsch?
 
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Einen Antrag muß er selber nicht stellen. Bei der Sozialhilfe reicht die Kenntnis der Behörde über einen Notfall aus. D.h. kann jede beliebige Person das Amt informieren und dieses muß reagieren.
was dann wieder einen Besuch der Behörde voraussetzt. Was aber, wenn er nicht aufmacht?

und wie schon geschrieben:

Ganz einfach, man "fordert" mehr Anteilnahme/Fürsorgepflicht der Städte, Gemeinden und ARGEn, damit man anschließend über den "Überwachungsstaat" meckern kann.
 

Arania

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Und wer soll das erkennen wenn er keine Freunde oder Verwandten hat?
 
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