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Speyer - Arbeitsloser Mann fast verhungert

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Gast
Ein arbeitsloser Mann ist in Speyer fast verhungert. Wie die Behörden jetzt mitteilen, musste er ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nachbarn waren aufmerksam geworden, nachdem sie den Mann seit Tagen nicht mehr gesehen hatten.

Polizei und Rettungskräfte hätten den Mann im Alter von Mitte fünfzig stark abgemagert in seiner Wohnung gefunden, erläuterte Speyers Sozialdezernent Hans Peter Brohm.
Speyer: Arbeitsloser Mann fast verhungert - Nachrichten :: Rheinland-Pfalz | SWR.de

Laut Brohm hatte er Ende 2008 seinen Job verloren, beantragte aber weder Arbeitslosengeld, noch später Hartz IV-Bezüge. Damit sei er den Behörden nicht bekannt gewesen
 
E

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Gast
hallole,

ach welch ein zufall! schon wieder speyer?

speyer ist ja ein kleines städtchen, fast jeder kennt jeden, merkwürdig.
und dieselben leute die angeblich nichts von der lebensbedrohlichen lage von A. Kirsch wußten, wissen schon wieder nichts?

vielleicht hat den armen mann ja das schicksal der familie kirsch noch im hinterkopf gehabt, und hat erst gar keinen antrag gestellt oder wurde abgewimmelt, und ich weiß aus erfahrungsaustausch mit leuten aus speyer-ludwigshafen, südliche weinstrasse, wie die GFA HEs behandelt, (seeeehr speziell).:icon_eek:

ich könnte k*****:icon_kotz:

liebe grüße von barbara
 

nightangel

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Im April 2007 waren in Speyer ein Hartz-IV-Empfänger verhungert und seine Mutter verwahrlost aufgefunden worden. Dem Mann waren die Bezüge gestrichen worden. Seitdem besuchen laut Brohm die betreffenden Sachbearbeiter Hartz IV-Empfänger, denen Leistungen stark gekürzt werden, wenn diese sich nicht melden.
Und was bringen diese Hausbesuche den Leuten? Bringen die denen etwa das Mittagessen mit? Der Hunger bleibt trotzdem. :icon_kotz:
 

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In Speyer ist ein arbeitsloser Mann ins Krankenhaus eingewiesen worden, nachdem er ha

gelöscht


möchtest Du, dass der DDP uns mit sehr hohen kosten abmahnt, nur weil du meinst eine ganze PR-Meldung von denen einstellen zu müssen. Dies kann leicht an mehrere 1000 euro gehen.
Martin Behrsing
 

Arania

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Und wie sollen die Behörden von jemandem etwas wissen, der sich nicht meldet?
 
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Und wie sollen die Behörden von jemandem etwas wissen, der sich nicht meldet?
Ganz einfach, man "fordert" mehr Anteilnahme/Fürsorgepflicht der Städte, Gemeinden und ARGEn, damit man anschließend über den "Überwachungsstaat" meckern kann. :icon_party:
 

stummelbeinchen

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Ganz einfach, man "fordert" mehr Anteilnahme/Fürsorgepflicht der Städte, Gemeinden und ARGEn, damit man anschließend über den "Überwachungsstaat" meckern kann. :icon_party:
besser kann mans nicht ausdrücken.:icon_smile: Jeder ist immer noch für sich selbst verantwortlich.
 

FrankyBoy

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Die angemessene Frage ist doch nicht die, dass der Mann sich nicht gemeldet hat sondern warum es auf die Idee kam sich nicht zu melden und gerade heute hatte ich hier auch jemandem einen Rat gegeben, der eigentlich nicht zum Amt wollte.

Guckt mal bitte, welche Schiksaalsschläge hier die Menschen ertragen müssen und was schon alles vorgekommen ist - ich kann gut verstehen, dass niemeand zu solchen Behörden möchte, insbesondere wenn man seine Rechte nicht kennt.

Für mich ist dies nur einer von millionen Belege dafür, wie asozial usere Republik geworden ist und ich bin nicht bereit, eine solche Politik weiter zu unterstützen.

Heute musste ich gegen 10 Uhr in die Stadt fahren und beim vorherigem Frühstück traf ich auf eine Gruppe Senioren - mit denen habe ich mich ca. 20 Minuten über die aktuellen Zustände unterhalten - Rentenfragen etc. und ich glaube das meine Partei noch ein paar Wähler mehr bekommt - Leute macht allen klar, wie grausam Hartz IV ist - insbesondere weil es an fehlenden Mitteln nicht liegen kann sondern nur an der falschen Politik, die Konzerne so reich gemacht haben, dass sie nicht mehr investiert sondern nur noch am zocken wahren - sind solche Opfer, von denen es meiner Einschätzung nach millionen gibt, eigentlich noch mit rechtstaatlichkeit zu vereinbaren? Ich denke nein.
 
E

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Gast
besser kann mans nicht ausdrücken.:icon_smile: Jeder ist immer noch für sich selbst verantwortlich.
In dieser mehr als paranoiden Gesellschaft ist Mitmenschlichkeit nicht mehr zu finden.

Klingelt ein Nachbar, der sich nur erkundigen will, kommt sofort von wo anders der Spruch "der will nur Spionieren". Bei allem was sich irgendwie positiv anhören könnte, wird sofort erstmal was negatives gesucht, sonst sind die nicht glücklich.

Bei diesen Wahnvorstellungen braucht sich auch keiner zu wundern, das die Menschen nicht mehr auf die Straße gehen, denn "es könnte ja der oder der einen erkennen und der ARGE melden" oder "man will sich nicht als Hartzi outen".

Woher das kommt, sollte aber jede(r) für sich selbst rausfinden.
 

stummelbeinchen

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Über die Gründe dieser Entscheidung zu spekulieren, wäre vergebene Liebesmüh. Wir wissen nicht, warum er sich nicht gemeldet hat. Trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder sagen muss, wenn er etwas möchte. Bittet mich jemand um Hilfe, so unterstütze ich ihn/sie gern, soweit es mir möglich ist. Bittet man mich nicht, gehe ich davon aus, dass er/sie das selbst hinbekommt. Doch die Entscheidung muss jeder allein treffen und dann mit den Konsequenzen leben, denn es ist mein (sein/ihr) Leben. Ich möchte nicht, dass mir jemand seine Vorstellungen vom Leben aufdrängt und im Gegenzug gewähre ich jedem das gleiche Recht. So traurig das auch ist (und ich finde es gut, dass die Nachbarn so aufmerksam sind), müsste man doch den Mann fragen, warum er nicht um Hilfe gebeten hat. Und es gibt so viel, was ihm hätte gegeben werden können.

Ich frage mich gerade, wo seine Verwandten und Freunde geblieben sind? :confused:
 
E

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Gast
Über die Gründe dieser Entscheidung zu spekulieren, wäre vergebene Liebesmüh. Wir wissen nicht, warum er sich nicht gemeldet hat. Trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder sagen muss, wenn er etwas möchte. Bittet mich jemand um Hilfe, so unterstütze ich ihn/sie gern, soweit es mir möglich ist. Bittet man mich nicht, gehe ich davon aus, dass er/sie das selbst hinbekommt. Doch die Entscheidung muss jeder allein treffen und dann mit den Konsequenzen leben, denn es ist mein (sein/ihr) Leben. Ich möchte nicht, dass mir jemand seine Vorstellungen vom Leben aufdrängt und im Gegenzug gewähre ich jedem das gleiche Recht. So traurig das auch ist (und ich finde es gut, dass die Nachbarn so aufmerksam sind), müsste man doch den Mann fragen, warum er nicht um Hilfe gebeten hat. Und es gibt so viel, was ihm hätte gegeben werden können.

Ich frage mich gerade, wo seine Verwandten und Freunde geblieben sind? :confused:
Es geht wohl eher um

Wissen, wen man ansprechen, anrufen oder anmailen darf, wenn man Probleme hat und nicht weis, wie man weiter machen kann.

Vertrauen, das man weder "für Blöde gehalten wird" oder man ausgelacht wird, weil man etwas nicht weis.

Unterstützung, auf die man sich verlassen kann.

Das sollte aber immer auf Gegenseitigkeit beruhen.
 
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Ü...Bittet mich jemand um Hilfe, so unterstütze ich ihn/sie gern, soweit es mir möglich ist. Bittet man mich nicht, gehe ich davon aus, dass er/sie das selbst hinbekommt...
So einfach kann Dein Leben sein...
Es ist davon auszugehen, dass die meisten Menschen das Erbitten von Hilfe und Unterstützung mit betteln gleichsetzen und aus diesem Grund auf (D)eine Hilfe verzichten.

Ich biete meine Hilfe an und es steht jedem frei, diese Hilfe anzunehmen oder auszuschlagen.
 

Arania

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Du kannst sie aber nicht jedem anbieten, der Mann aus Speyer hat Dich nicht gekannt und Du ihn auch nicht, ich weiss was Du meinst, aber ich glaube einfach nicht, das wir alle jeden Nachbarn den wir ein paar Tage nicht sehen aufsuchen würden um nachzuschauen, warum wir ihn nicht sehen, einige davon möchte ich auch gar nicht sehen

Geht es Dir da anders?
 

Speedport

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Es gibt immer Leute, denen man eifach nicht helfen kann.
 
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Gast
...Geht es Dir da anders?
:icon_lol: Bewahre mich bloß davor!!




Mein Schriebs bezog sich ausschließlich auf stummelbeinchen im Speziellen und dessen Aussage im Besonderen. Denn schließlich gilt im Amt (sinngemäß):

Die Grusi-Stelle ist gehalten, den Willen des Antragstellers zu erforschen (ggf. durch Rückfragen) und den Antrag auszulegen. Dabei ist mit Blick auf § 2 Abs. " SGB I im Zweifel davon auszugehen, dass der Bürger die für ihn günstigere Leistung in Anspruch zu nehmen wünscht.

Stummelbeinchens Aussage trifft im Kern genau das, was beinahe jeder hier im Umgang mit den Argen erlebt: Entweder Du kennst das Gesetz oder Du hast Pech, Hilfe anbieten wird Dir dort keiner.
 

Die Antwort

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Natürlich kann man nicht alles mitbekommen und reagieren. Aber mir kann dennoch niemand einreden, daß man nicht schon länger gesehen hatte, daß es dem Betroffenen schlecht geht. Man verhungert nicht in wenigen Tagen. Es hätte also auffallen müssen.

Aber man fragt ja nicht, wenn jemand krank aussieht, wie es ihm geht, daß wäre ja zu viel Neugierde und unter Nachbarn verwerflich.

Allerdings kenne ich das Problem aus der Opferseite. Mir ging es 2007 sehr übel. Ich konnte die Wohnung nicht verlassen. Mein Briefkasten platzte aus den Nähten. Niemanden kümmerte es. Später darauf angesprochen meinte man nur, man hätte gedacht ich wäre halt wieder im Krankenhaus. (Übrigens hat man nicht einmal die überstehenden Briefe für mich aufgewahrt). Es ist ja so schwer an der Tür zu klingeln. Und einige haben auch meine Telefonnummer. Aber wie gesagt, das macht ja zu viel Mühe.
 

Martin Behrsing

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Ich glaube wir müssen uns alle selbst diese Fragen stellen und da meine ich uns eingeschlossen.

Sicher gibt es viele, viele sehr nachvollziehbare Gründe. Aber spätestens hier sollte uns wieder mal deutlich werden, ob wir denn diese Gesellschaftsform noch so haben wollen. Oder macht es Sinn, doch mal über was anderes nachzudenken. Wachstum, Marginalisation ist anscheinend nicht alles in der Welt.

Ich möchte hier jetzt ausdrücklich weder eine Behörde, noch Nachbarschaften oder sonst jemanden veratnwortlich machen. Es ist unser Gesellschaft und wir sind nun mal Teil davon. Es fragt sich nur, welches Teil man lieber heute als morgen austauschen will.
 

stummelbeinchen

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Stummelbeinchens Aussage trifft im Kern genau das, was beinahe jeder hier im Umgang mit den Argen erlebt: Entweder Du kennst das Gesetz oder Du hast Pech, Hilfe anbieten wird Dir dort keiner.
Ich glaube du missverstehst mich. Du beziehst meine Aussagen auf Behördengänge, ich auf privaten Umgang mit Menschen. Ich frage mich wie gesagt, wo waren seine Verwandte und Freunde? Wenn einer meiner Freunde ein Problem hat, dann besprechen wir das. Wenn Sie lediglich reden wollen, dann halte ich schön meine Klappe. Wenn Sie Rat/Hilfe wollen oder meine Meinung hören wollen, dann gebe ich die. Wenn ich den Eindruck habe, es geht meinen Freunden schlecht, dann frage ich, aber die Entscheidung sich mitteilen zu wollen und Rat/Hilfe etc. zu erfragen, die trifft jeder für sich allein. Man kann niemandem die Hilfe aufzwingen und man sollte auch berücksichtigen, dass jeder Mensch anders ist und in einem anderen "Stadium der Not" Rat und Hilfe erfragt und (noch viel wichtiger) auch bereit ist, diese anzunehmen. Manche tun dies sehr früh, bei manchen ist es (fast schon) zu spät.

Und nun mal auf die Behörden bezogen: Wie soll man jemanden informieren, wenn keiner weiß, dass er existiert? Wie erreicht man jeden Menschen? Denn auf der einen Seite strebt man danach immer informiert zu sein (also ich zumindest), auf der anderen Seite möchte man aber nicht ausspioniert werden oder das Gefühl haben, der Staat weiß über alles was ich tue Bescheid. Wo liegt der goldene Mittelweg?
 

mbc

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Der Mittelweg wäre, wenn die Behörden hinter jedem potenziellen Antragssteller oder Leistungbezieher nicht direkt ohne auch nur dengeringsten Beweis zu haben direkt einen Sozialschmarotzer und Betrüger vermuten und dementsprechend handeln.

Diese Schikane durch die Ämter und Behörden sorgen schliesslich dafür, das immer weniger Menschen die Leistung überhaupt beziehen und in Anspruch nehmen können oder sogar wollen.

Ein vernünftiger Umgang miteinander kann das lösen, aber wie man mit den Bürgern in diesem Land umgeht zeigt ja alles.
In berechtigtem Falle durchzugreifen ist ja OK, aber in 95 % aller Fälle geht man mit dem Bürger um wie mit dem letzten Stück Dreck.

Klar das man da nicht um Hilfe bittelt (oder beim Amt sogar bettelt).
Ehrliche Bürger werden ohne verschulden zu Verbrechnern abgestempelt, das durchzuhalten ist nicht leicht und ich kann verstehen wenn jemand das nicht (mehr) möchte.

Den Bürger zu informieren wöre doch sehr leicht:
Verliert ein Arbeitnehmer seinen Job wird er vom AG abgemeldet. Dann könnte entweder das Finanzamt oder die Rentenversicherung ein Infoschreiben an die letzte bekannte Adresse schicken mit Infos über Arbeitslosengeld.
 

FAR2009

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Wenn er keine Freunde, Bekannte oder Verwandte hatte, oder keinen Kontakt zur Verwandtschaft? Wie soll man solche Fälle verhindern? Wie soll ein Amt oder sonst jemand davon Wind bekommen, wenn er offensichtlich aus Scham keinen Antrag gestellt hat und demnach auch dort nicht aktenkundig war?
Es gibt viele Alleinstehende, auch Jüngere, wo schnell mal ein Haushalts-Unfall passieren kann oder Herz-mässig was aus dem Ruder läuft, und die dann tagelang rumliegen. Zumal in Grosstädten, wo´s eh anonymer läuft. Aber auch bei uns, einer Kleinstadt wo "man" sich kennt, lag mal eine ältere Frau 2 Wochen in der Wanne bis es gerochen hat. Man kann schlecht regelmässig bei "verdächtigen" Nachbarn kontrollieren ob alles OK ist - die steigen einem früher oder später auf´s Dach - oder eine Art Blockwart berufen, der nach dem Rechten schaut.
Leider werden solche Dinge immer wieder passieren.
 

mbc

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Wenn es wirklich sein freier Wunsch gewesen ist, sollte man das so respektieren.
Leider darf der Bürger seine Wünsche (oder Meinung) nicht äußern ohne das eine gewaltige Maschinerie in Gang gesetzt wird, welche dem Staat und vielen Mitverdienern gewaltige Einnahmen bescheert. Alles natürlich zum Wohle des einzelnen Bürgers :wink: :icon_neutral:

Wenn es ein Unfall war ist das natürlich zu bedauern, aber da kann man eben nichts machen, es sei denn man sperrt in Zukunft alle Jungesellen bzw. alleinlebende ein.

Das ist eben das Leben. Selbst wenn es ein Herzinfakt gewesen wäre, da hätte auch keine Verwandtschaft mehr geholfen oder helfen können.

Ich kann schon verstehen das er kein ALG beantragt hat und ich rechne diese Courage hoch an.
 

Erolena

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Und wie sollen die Behörden von jemandem etwas wissen, der sich nicht meldet?
Wenn ich mich nicht irre, gab es doch im BSHG den Grundsatz, Sozialhilfe steht dem Betroffenen zu - ab Bekanntwerden der Bedürftigkeit beim Amt.
In dem Falle könnten Nachbarn auch mal für jemanden tätig werden, der so niedergedrückt ist, dass er keinen Antrag stellt/stellen kann, obwohl Hilfe nötig wäre.
Ich gehe aber nur von der Theorie aus, kenne nicht die Praxis, wie das im BSHG gelaufen ist.
 
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Wenn ich mich nicht irre, gab es doch im BSHG den Grundsatz, Sozialhilfe steht dem Betroffenen zu - ab Bekanntwerden der Bedürftigkeit beim Amt.
In dem Falle könnten Nachbarn auch mal für jemanden tätig werden, der so niedergedrückt ist, dass er keinen Antrag stellt/stellen kann, obwohl Hilfe nötig wäre.
Ich gehe aber nur von der Theorie aus, kenne nicht die Praxis, wie das im BSHG gelaufen ist.
Einen Antrag müsste er aber trotzdem stellen, ob die Nachbarn dann bereit wären, den Antrag bei der Behörde abzugeben, ist wieder ne andere Frage.
 

Die Antwort

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Einen Antrag müsste er aber trotzdem stellen, ob die Nachbarn dann bereit wären, den Antrag bei der Behörde abzugeben, ist wieder ne andere Frage.
Einen Antrag muß er selber nicht stellen. Bei der Sozialhilfe reicht die Kenntnis der Behörde über einen Notfall aus. D.h. kann jede beliebige Person das Amt informieren und dieses muß reagieren.
 

Die Antwort

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Wenn es wirklich sein freier Wunsch gewesen ist, sollte man das so respektieren.
Er könnte z.B. eine schwerere Depression haben, dann ist er selber nicht mehr in der Lage sich zu kümmen. Wäre das dann auch sein freier Wunsch?
 
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Einen Antrag muß er selber nicht stellen. Bei der Sozialhilfe reicht die Kenntnis der Behörde über einen Notfall aus. D.h. kann jede beliebige Person das Amt informieren und dieses muß reagieren.
was dann wieder einen Besuch der Behörde voraussetzt. Was aber, wenn er nicht aufmacht?

und wie schon geschrieben:

Ganz einfach, man "fordert" mehr Anteilnahme/Fürsorgepflicht der Städte, Gemeinden und ARGEn, damit man anschließend über den "Überwachungsstaat" meckern kann.
 

Arania

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