Sperrzeit, weil Kündigung in beiderseitigem Einvernehmen

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williweb

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Eine Leiharbeitsfirma stellte mich, in einer der von ihnen angemeldeten Kurzarbeit, ein.
Nach einer Woche wurde ich ins Büro gerufen um mir mitzuteilen, dass mich der Kunde nicht mehr bräuchte. Da jetzt aber für mich keine Arbeit da wäre, müssten wir den Arbeitsvertrag in beiderseitigem Einvernehmen kündigen.
Dummerweise habe ich diese Kündigung auch unterschrieben.
(Den für eine Woche erhaltene Lohn, habe ich der Argentur schon zurückgezahlt)

Am 2.11 erhielt ich von der Argentur folgendes Schreiben:

Eintritt einer Sperrzeit vom 15.07.2009 bis 06.10.2009.

Sehr geehrter Herr .... in dem oben aufgeführten Zeitraum ist eine Sperrzeit eingetreten. Während diesem Zeitraum ruht ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Entscheidung über die Bewilligung von Arbeitslosengeld wird vom 15.07.2009 bis 06.10.2009 ganz aufgehoben. Das zu unrecht gezahlte Arbeitslosengeld ist von Ihnen zu erstatten.
Sie haben Ihr Beschäftigungsverhältnis bei der Firma ...... durch eigene Kündigung selbst gelöst.
Sie mussten vorraussehen, dass Sie dadurch Arbeitslos werden...

Die Sperrzeit dauert 12 Wochen... Die Entscheidung beruht auf §§ 144, 128 SGB III

:confused:Ich lege Einspruch ein.

Ist es ratsam einen Anwalt einzuschalten, Ist die Sperrung rechtens.

Gruss williweb
 

alvis123

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Hi....

..nur sterben müssen wir alle mal.

Das mit der Unterschrift war echt shit. Wenn man schon in so einem System drin ist, sollte man auch das "Kleingedruckte" kennen. Leider erkenne ich in der dargestellten Konstellation keine Erfolgsmöglichkeit einer Klage, lasse mich aber gerne eines anderen belehren.

MfG
 

ela1953

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Wie verhält es sich denn mit einer Einstellung wegen Kurzarbeit? Wo war die Kurzarbeit? Bei der ZAF oder bei der Firma, wo du eingesetzt warst?

Ich würde erst mal einen Widerspruch einlegen.

Denn ich gehe davon aus, dass du sowieso gekündigt worden wärst, hättest du den Aufhebungsvertrag nicht unterschrieben.

Da gibt es schon mindestens ein Urteil, dass in solchen Fällen keine Sperrfrist eintreten darf.

Du bist ja auch quasi gezwungen worden. Hattest du vielleicht einen Zeugen dafür?

Warst du noch in der Probezeit? Dann braucht der AG nicht mal einen Grund.

Da die Arge ja drei Monate Zeit hat, um den Widerspruch zu bearbeiten, würde ich gleichzeitige eine EA beim SG beantragen.
 

stummelbeinchen

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Eine Sperrzeit tritt immer dann ein, wenn Du aktiv Deine Alo herbeigeführt hast, sprich das Arbeitsverhältnis gelöst hast. Du kannst nur versuchen, über den § 144 SGB III Abs. 3 zu argumentieren. Also zu sagen, dass sowieso eine Kündigung erfolgt wäre.

Was mir noch einfällt. War Dein Vertrag befristet? Dann hättest Du da auch noch ein Argument. A la der Arbeitsvertrag war sowieso nicht unbefristet, Alo wäre also in jedem Fall eingetreten.

Viel Glück
 
E

ExitUser

Gast
Es gibt keine "Kündigung im beiderseitigen Einverständnis". Es muss immer einer gekündigt haben, oder man hat eine Vertragsauflösung unterschrieben. Bei Vertragsauflösung sieht man das so, dass du für deinen Arbeitsplatzverlust selbst verantwortlich bist, denn wenn du den nicht unterschreibst, behälst du deine Stellung. D.h. bei Vertragsauflösung tritt eine Sperrfrist ein.

Wenn man die Vertragsauflösung nicht unterschreibt, dann kündigt dir die Firma. Schließlich will sie dich ja mangels Aufträge loswerden. Eine Firma zieht die Vertragsauflösung jedoch einer Kündigung vor, denn dann kannst du nachträglich keine Forderungen mehr stellen. Wer das unterschreibt, zieht den kürzeren.

Ich würde dir raten, einen Fachanwalt für Sozialrecht aufzusuchen. Vielleicht kann er noch etwas für dich tun.
 
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