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Sperrzeit wegen angeblichen Nichtbewerben

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Nicht offen für weitere Antworten.

Oxxon

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#1
Hallo erstmal an alle.

Vorgeschichte:
Anfang Dezember habe ich direkt vom Sachbearbeiter 2 Stellenvorschläge bekommen, auf die ich mich bewerben sollte,
und auf die ich mich auch beworben habe, und zwar schriftlich.

Ende Januar habe ich dann ein Schreiben von der BA bekommen, aus der hervorgeht, dass ich mich angeblich nicht beworben habe,
und jetzt Stellung dazu nehmen soll. Das habe ich getan. Dabei ging es spezifisch um einer der zwei Stellen.
Ich habe auf das Formular zur Stellungnahme geschrieben wann ich die schriftliche Bewerbung abgeschickt habe.
Dazu habe ich eine Kopie der Bewerbung beigefügt. Und da ich dem Postweg der BA nicht traue, habe ich die Stellungnahme
persönlich vorbeigebracht, und mir den Empfang quittieren lassen.

Gestern habe ich dann das Schreiben über den Eintritt einer Sperrzeit bekommen (1. Sperrzeit = 3 Wochen).
Ein kurzer Anruf bei der BA zeigte mir, dass man sich nicht sicher sei, ob meine Stellungnahme überhaupt angekommen,
oder einfach nicht berücksichtigt worden sei!!!

Jetzt werde ich wohl Widerspruch einlegen müssen.

Aber mein Problem ist: Grundsätzlich kann ich ja nicht beweisen, dass ich die Bewerbung abgesendet habe, da ich die Bewerbung
nicht als Einschreiben (wer soll das alles bezahlen) geschickt habe.

Wie kann ich jetzt weiter argumentieren.
Bitte um Hilfe oder Tipps.
 

hartz5

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#2
Wenn Du konkrete Stellenangebote bekommst, ist doch da auch immer so ein Bogen dabei, den man bis zu einem bestimmten Datum bei der Arge vorlegen soll. Wenn Du Dich also beworben hat und keine Rückmeldung vom Stellenausschreiber bekommen hast, hättest Du in diesen Bogen das Datum der Bewerbung und den Vermerk, dass Du keine Rückmeldung erhalten hast bei der Arge abgeben sollen.

Meine SB hat mich darauf hingewiesen, weil ich das auch beim ersten Mal überlesen habe und erst beim nächsten Termin mitgeteilt habe, was aus der Bewerbung geworden ist. Allerdings hat sie mich deswegen nicht sanktioniert.

Kann es vielleicht daran liegen ?
 

Oxxon

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#3
Stimmt. Daran habe ich nicht gedacht. Vielleicht ist dem so.
Aber deshalb kann man doch nicht direkt eine Sperre verhängen.
Die Stellenvorschläge vom BA machen bei mir nur einen sehr
geringen Teil meiner Bewerbungsbemühungen aus.
Da kommt einem so ein Schreiben schnell aus dem Sinn, vor allem
wenn man wie so häufig gar keine Rückmeldung vom Stellenausschreiber bekommt.

Aber danke, das war mir nicht so bewußt.
 

hartz5

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#4
Ich hab jetzt leider auch nicht den genauen Wortlaut dieser Seite vor Augen. Deshalb weiss ich nicht, wie genau das da formuliert ist, was passiert, wenn man sich nicht meldet....
 

Oxxon

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#5
Ich habe das Schreiben gerade vor mir:

"Wenn Sie ohne wichtigen Grund die Ihnen angebotene Beschäftigung nicht annehmen oder nicht antreten
oder das Zustandekommen des Beschäftigungsverhältnisses durch ihr Verhalten verhindern
(z.B. in dem Sie sich nicht vorstellen), tritt eine Sperrzeit ein."

Da bezieht sich aber nichts auf das Rücksenden des Schreibens.
 
E

ExitUser

Gast
#6
Wenn du einen Vermittlungsvorschlag des Arbeitsamtes samt Rechtsfolgenbelehrung bekommst, mußt du dich darauf zeitnah (innerhalb von etwa drei Tagen) bewerben.

Im Prinzip müßte das Arbeitsamt, wenn es eine Sperrzeit verhängen will, zunächst einmal den Zugang dieser Vermittlungsvorschläge bei dir beweisen, aber das hast du in deiner Korrespondenz ja bereits bestätigt.

Dir wurden außerdem diese Vorschläge persönlich vom Sachbearbeiter ausgehändigt. War bei diesen Vorschlägen von Anfang an eine Rechtsfolgenbelehrung dabei (also ein ausdrücklicher Hinweis auf die drohende Sperrzeit, wenn du dich nicht bewirbst)?

Genauso wäre noch zu prüfen, ob diese Vermittlungsvorschläge für dich zumutbar gewesen sind (Arbeitslohn, Pendelzeit). Es gibt da im Bereich ALG I genaue Vorschriften. Auf unzumutbare Angebote brauchst du dich nicht zu bewerben.

Das Problem ist in der Tat, daß du die Absendung (nicht unbedingt den Zugang) der Bewerbungen zumindest glaubhaft machen mußt. Wenn du die nicht per Einschreiben schickst, hast du keine entsprechenden Postunterlagen in der Hand. Aber überlege nochmal genau: hat nicht möglicherweise jemand den Einwurf dieser Bewerbungsbriefe in den Postbriefkasten für dich erledigt oder war dabei? Dann hättest du im Bedarfsfall nämlich einen Zeugen.

Für die Zukunft beantragst du die Förderung der Bewerbungsbemühungen aus dem Vermittlungsbudget (§ 45 SGB III), beispielsweise durch eine Pauschale von 5,00 Euro pro Bewerbung. Dabei sollte gleich festgelegt werden, wie der Nachweis erfolgt, etwa durch eine von dir geführte Liste oder eine Kopie des Bewerbungsschreibens. Du mußt dabei beachten, daß man heutzutage nicht unbedingt eine Antwort bekommt und diese daher nicht als Nachweis verlangt werden sollte. Am besten auch gleich für die zurückliegenden Bewerbungsbriefe beantragen, kann nicht schaden.
 

hartz5

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#7
hmmmmm, denn weiß ich auch nicht weiter. Aber Du kannst ja noch Widerspruch einlegen.
 
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