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Sperrzeit - Was habe ich zu erwarten?

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stern3007

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#1
Folgende Situation:
Derzeit habe ich hier noch einen Teilzeitarbeitsplatz, 80h pro Woche. Nach Trennung von meinem Mann werde ich Ende des Jahres in eine ca. 60 km entfernte Stadt ziehen.

Mein Problem nun:
Nach diesem Umzug beträgt mein Fahrweg ca. 140 km. Das wäre eine km-Leistung von ca. 3000 im Monat. Bei einem Nettogehalt von 630 Euro für mich nicht mehr finanzierbar. Abgesehen davon muß ich pünktlich an meinem Arbeitsplatz erscheinen, täglich z.B. 6.00 Uhr, auch an Wochenenden. Bei winterlichen Bedingungen sehe ich da schon ein großes Problem.

Natürlich werde ich mich intensiv bewerben, um in der neuen Stadt einen Arbeitsplatz zu finden und hoffe auch, einen Vollzeit-Arbeitsplatz zu erhalten.

Wir wird das Arbeitsamt reagieren, wenn ich wider Erwarten nicht rechtzeitig einen neuen Job finde? 3 monatige Sperrung? Wie schaut es mit den Zumutbarkeitsgrenzen aus?
 

Arco

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#2
.. ?? 80 Stunden / Woche ? ? ..

na egal, also ein Umzug ist "Privatsache" (jetzt nicht böse gemeint) und wie in deinem Fall ja auch von der Entfernung beeinflußbar.

Ich wüßte nicht das da eine Zumutbarkeitsgrenze gibt.

Also wenn du selbst kündigst ist das mit der Sperre eigentlich nicht zu verhindern - im Normalfall.

Da bleibt eigentlich nur ein Gespräch mit den jetzigen AG und das er dann evtl. kündigt.

Eine beidseitige Auflösung kommt eigentlich auch nicht in Frage.

Tut mir leid keine andere Auskunft geben zu können - aber evtl. kommen ja noch andere Antworten.
 

donnervogel

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#3
am besten erst dann umziehen und jetzige Tätigkeit kündigen, wenn Du einen eine Arbeitsstelle im neuen Wohnort gefunden hast
 
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Gast
#4
stern3007 sagte :
Folgende Situation:
Derzeit habe ich hier noch einen Teilzeitarbeitsplatz, 80h pro Woche. Nach Trennung von meinem Mann werde ich Ende des Jahres in eine ca. 60 km entfernte Stadt ziehen.
Ich würde einen Brief ans Amt schreiben fragen und um schriftliche Auskunft bitten :)

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arco

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#5
Ludwigsburg sagte :
stern3007 sagte :
Folgende Situation:
Derzeit habe ich hier noch einen Teilzeitarbeitsplatz, 80h pro Woche. Nach Trennung von meinem Mann werde ich Ende des Jahres in eine ca. 60 km entfernte Stadt ziehen.
Ich würde einen Brief ans Amt schreiben fragen und um schriftliche Auskunft bitten :)

Gruß aus Ludwigsburg
:kinn: :kinn: also das würde ich nicht gerade für eine Möglichkeit halten.

Wenn :stern: sich evtl. mit ihrem jetzigen AG verständigen sollte - dann würde das Amt aber mistrauisch werden können :pfeiff: :pfeiff:
 

stern3007

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#6
Au weia, 80h/Woche ist natürlich Unsinn. 80 h im Monat sind es.

Ich würde einen Brief ans Amt schreiben fragen und um schriftliche Auskunft bitten :)
Ich gehe mal davon aus, dass das Smilie die Scherzhaftigkeit deiner Aussage anzeigen soll. Wenn nicht, wäre das ein schlechter Rat.

am besten erst dann umziehen und jetzige Tätigkeit kündigen, wenn Du einen eine Arbeitsstelle im neuen Wohnort gefunden hast
Das wäre am sinnvollsten aber leider nicht immer machbar, da man teilweise auch Rücksicht auf andere nehmen muß.

Da bleibt eigentlich nur ein Gespräch mit den jetzigen AG und das er dann evtl. kündigt.
Ein solches Gespräch habe ich schon geführt, mein Arbeitgeber ist bereit mich zu unterstützen. Mir wäre es lieber, wenn es nicht so laufen müßte, aber wenn das Problem nicht anders lösbar ist, muß ich diesen Weg gehen.
 

stern3007

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#7
Zur Zumutbarkeit habe ich etwas gefunden:
§ 121 IV SGB III: "Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab."
Gilt natürlich nur für ALG I. Ich denke, ich werde aber trotzdem den Weg über die Kündigung durch den AG gehen. Wird einfacher sein, als sich ggf. mit dem Arbeitsamt herumzustreiten.
 

Arco

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#8
... SGB III ist in den meißten Fällen auch in SGB II anwendbar -

aber meine Überlegung wäre hier aber auch " du selber gibst ja den Grund für eine evtl. Unzumutbarkeit an " ! !

Spreche im Notfall eher mit deinem AG ...
 
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