Sperrzeit von drei Wochen bekommen wegen angeblicher Ablehnung einer Arbeit

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Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe eine dreiwöchige Sperrzeit bei ALG I bekommen wegen angeblicher Ablehnung einer Arbeitsstelle.

Meine Situation:
Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Es war ein Vermittlungsvorschlag von der AfA. Die Arbeitsstelle war für mich sehr interessant. Gut vorbereitet machte ich mich auf zum Vorstellungsgespräch. Irgendwann kam die Frage nach der Gehaltsvorstellung. Ich habe meine Vorstellungen mitgeteilt. Meine Vorstellungen lagen im Durchschnittsbereich des Berufes. Also nicht übertrieben hoch. Der Arbeitgeber fragte mich daraufhin nur, ob ich das verdienen müsste um meine Kosten zu decken und ich sagte ja. Ich war aufgeregt. Ab dem Zeitpunkt kippte das Gespräch und der Arbeitgeber meinte nur, dass die genügend Bewerber hätten. Es kam also seitens des Arbeitgebers kein Gegenangebot. Um mein Interesse an der Stelle weiter zu bekunden, habe ich mich bereit erklärt "Probe" zu arbeiten. Der Arbeitgeber sagte, er meldet sich bei mir.
Zwei Wochen später bekam ich eine telefonische Absage.
Ca. 4 Wochen später bekam ich eine Anhörung mit der Begründung "keine Übereinstimmung beim Lohn". Daraufhin habe ich kurz die Situation erklärt, dass kein Gegenangebot vom Arbeitgeber kam und ich "Probe arbeiten" angeboten hätte.
Heute kam der Sperrbescheid.
Ich werde Widerspruch einlegen. Weiß aber nicht genau, wie ich es noch begründen soll. Ich bitte um eure Hilfe.
 
G

Gewerkschafter

Gast
Ich werde Widerspruch einlegen. Weiß aber nicht genau, wie ich es noch begründen soll.
So etwas habe ich mit PAV und ZAF auch schon erlebt. Der Eindruck könnte entstehen, dass gewisse Arbeitgeber mit der AfA oder dem JC zusammenarbeiten um Sanktionen durchzusetzen. Beweisen lässt sich dieser Vorwurf leider nicht. Doch zu deinem Thema. Ich würde dir dringend raten Prozesskostenhilfe in Anspruch zu nehmen. Informiere dich bitte bei deinem lokalen Amtsgericht oder kontaktiere ein Arbeitslosenzentrum in deiner näheren Umgebung.
 

Kampfkater

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Vielen Dank für deine Antwort.

Habe ich bei ALG I Anspruch auf Prozesskostenbeihilfe?
Muss mein Partner auch seine Einkommensverhältnisse angeben?


Wie ist denn die Sache bei dir ausgegangen?
 
G

Gewerkschafter

Gast
Habe ich bei ALG I Anspruch auf Prozesskostenbeihilfe?
Muss mein Partner auch seine Einkommensverhältnisse angeben?
Soviel ich weiß ist Prozesskostenhilfe nicht abhängig von ALG1 oder ALG2 sondern von den persönlichen Vermögensverhältnissen. Bist du Mitglied in einer Gewerkschaft wie ich oder hast du eine Rechtsschutzversicherung, so kannst du sie nicht in Anspruch nehmen. Näheres erfährst du bei deinem lokalen Amtsgericht. Aber zu deiner Frage wie ist es für mich ausgegangen ist. Ich konnte dem JC glaubhaft darlegen dass sowohl die ZAF als auch die PAV im Unrecht waren. Das gelingt aber nicht immer, ich hatte dabei etwas Glück.
 
E

ExitUser

Gast
Die Beweislage ist idR schlecht. Den AG wird mehr Glauben geschenkt.

Ich dachte schon oft, dass wir inzwischen so weit gekommen sind, dass man nicht mal mehr ohne Beistand zu einem Vorstellungsgespräch gehen kann. Heimliche Tonbandaufnahmen sind ja auch nicht erlaubt.

Da ist man letztlich hoffnungslos ausgeliefert.
Es sein denn man findet über das Netz andere Betroffene, die die selben Erfahrungen mit der bestimmten Firma gemacht haben.
 
E

ExitUser

Gast
Schade, dass du dich nicht hier gemeldet hast, als die Sperr-Anhörung kam sondern erst jetzt, wo das Kind schon fast in den Brunnen gefallen ist. Denn:

Der Arbeitgeber sagte, er meldet sich bei mir.
Zwei Wochen später bekam ich eine telefonische Absage.
daraus hätte man was machen können.

Ca. 4 Wochen später bekam ich eine Anhörung mit der Begründung "keine Übereinstimmung beim Lohn".
Daraus hätte man auch was machen können.

Daraufhin habe ich kurz die Situation erklärt, dass kein Gegenangebot vom Arbeitgeber kam und ich "Probe arbeiten" angeboten hätte.
Was hast du denn genau geschrieben? Hast du Akteneinsicht beantragt?

Heute kam der Sperrbescheid.
Bitte mal alles Schriftliche hochladen, auch deine Stellungnahme. War das eine ZAF?
 

Kampfkater

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Hallo Beretta1,

vielen Dank für deine Antwort.

Wenn ich wieder zu Hause bin, lade ich die Bescheide hoch.
Heute kam der Änderungsbescheid.
 

Kampfkater

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Beretta 1, zu deiner Frage:
Nein, es war ein Vermittlungsvorschlag vom meinen Arbeitsvermittler.
 
E

ExitUser

Gast
für eine ZAF? Mit RFB (Rechtsfolgenbelehrung)? Bitte den VV dann auch noch hochladen.
 

Kampfkater

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Hallo Beretta1,

der Vermittlungsvorschlag kam von meinen Arbeitsvermittler (AfA) für eine "normale Stelle".
Nicht bei einer Zeitarbeitsfirma.

Der VV liegt mir leider nicht mehr vor.
 
E

ExitUser

Gast
dann lade bitte deine EGV (falls unterschrieben) oder den EVA (ersetzenden Verwaltungsakt, falls vorhanden) auch noch hoch, also alles, was du schriftlihc hast, wenn du wieder zu Hause bist.
 
E

ExitUser

Gast
dann lade bitte deine EGV (falls unterschrieben) oder den EVA (ersetzenden Verwaltungsakt, falls vorhanden) auch noch hoch, also alles, was du schriftlihc hast, wenn du wieder zu Hause bist.
Und was hat die EGV damit zu tun, dass der AG quasi behauptet, der AV Vertrag kam nicht zu Stande, weil es keine Einigung beim Lohn gab?

Das JC will darauf hinaus, dass er die Anbahnung einer Beschäftigung vereitelt hat und ihn darum sanktionieren.
Da ist es doch völlig egal, was in der EGV steht.

Es geht darum darzulegen wie das abgelaufen ist und dass die Darstellung des "AG" missverständlich ist. Also den Ablauf schildern in einer Art Gegendarstellung/Klarstellung des Sachverhaltes.
 
E

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Und was hat die EGV damit zu tun, dass der AG quasi behauptet, der AV Vertrag kam nicht zu Stande, weil es keine Einigung beim Lohn gab?
Das hat damit etwas zu tun, dass die Möglichkeit besteht, dass der VV ohne RFB war, da der TE wie oben klar und deutlich zu lesen ist, über diesen nicht mehr verfügt. Jenachdem was in der EGV steht, wäre der VV (falls er ohne RFB war) dann dementsprechend entweder sperr-bewehrt oder eben nicht. Und dann wäre es ggflls vollkommen unerheblich, was dieser Typ angeblich (Aussage der AfA) behauptet oder nicht.

Das JC will darauf hinaus, dass er die Anbahnung einer Beschäftigung vereitelt hat und ihn darum sanktionieren.
wir sind hier im ALG I, also wenn schon, dann will ihn die AfA sperren:icon_wink:

Da ist es doch völlig egal, was in der EGV steht.
Nein, das ist es eben nicht (aus obengenannten Gründen) und darüberhinaus kann anhand der EGV ermittelt werden, ob eine Akteneinsicht evtl. Sinn ergeben würde, denn dort befindet sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Kopie des VV.

Falls in der EGV allerdings sowieso der Passus "Kampfkater hat sich auf Alles und Jedes zu bewerben" vermerkt wäre, ergäbe das Argument der fehlenden RFB dafür alleine deswegen keinen Sinn (wobei ein Antrag auf Ae aber vermutlich trotzdem der sinnvollste erste Schritt wäre, dann aber aus anderen Gründen:biggrin:).

Es geht darum darzulegen wie das abgelaufen ist und dass die Darstellung des "AG" missverständlich ist. Also den Ablauf schildern in einer Art Gegendarstellung/Klarstellung des Sachverhaltes.
Wie oben klar und deutlich zu lesen ist, hat die "Anhörung" bereits stattgefunden und der Sperrbescheid ist bereits eingetroffen.

Die Zeit für Klar- und Gegendarstellungen ist nunmehr ganz offensichtlich abgelaufen und dementsprechend geht es jetzt um Fakten und ums möglichst "richtige" Handeln. Um überhaupt beurteilen zu können, wie tief das Kind schon im Brunnen steckt und was da überhaupt noch möglichst sinnvoll wie machbar sein könnte, wären meiner Ansicht nach ein paar grundlegende Infos nicht ganz schädlich:icon_wink:
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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EGVen bei ALG1 haben meistens keine Rechtsfolgebelehrung, was Sperrzeit aus verdtoessen gegen die EGV ausschließt.
 
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EGVen bei ALG1 haben meistens keine Rechtsfolgebelehrung, was Sperrzeit aus verdtoessen gegen die EGV ausschließt.
genau:peace:! Wenn da nicht zufällig ausdrücklich drinsteht "bewirbt sich auf alle Stellenangebote" oder was auch immer und wenn überhautp eine EGV existiert.
 
E

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Gast
Aber auf VVn stehen vermutlich meist RfB.
Dann ist das doch alles egal mit der EGV.
Tut mir leid, ich verstehe das nicht.
Er hat ein VV erhalten.
 

Kerstin_K

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Ich wollte damit nur sagen, dass es wahrscheinlich egal ist, was in einer eventuellen EGV steht.
 
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Gast
Ich wollte damit nur sagen, dass es wahrscheinlich egal ist, was in einer eventuellen EGV steht.
Ich meinte auch nicht dich, sondern das Argument von Beretta1 dass auch eine EGV maßgeblich wäre.
Das eben verstehe ich nicht.

Aber egal, er sollte sich den VV evtl. nochmals ausdrucken lassen.
Wobei ich davon ausgehe, dass da eine RfB drauf war.
 
E

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Gast
curcuma meinte:
Aber auf VVn stehen vermutlich meist RfB.
Kerstin mit K meinte:
Ich wollte damit nur sagen, dass es wahrscheinlich egal ist, was in einer eventuellen EGV steht.
vermutlich und wahrscheinlich oder vielleicht auch nicht? Bewegen wir uns hier nicht so lange in der Welt der kunterbunten :glaskugel: solange wir nix genaues nicht wissen:biggrin:

P.S.:
dass auch eine EGV maßgeblich wäre.
das habe ich an keiner Stelle geschrieben, bitte keine falschen Interpretationen, danke:smile:!
 

Kampfkater

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So, bin wieder zu Hause.

Ich habe keine EGV.
Hier also die Bescheidbriefe.

In der Anhörung Anhörung habe ich geschrieben "Wie bei einem Vorstellungsgespräch üblich, wurde ich nach meinen Gehaltsvorstellungen gefragt. Es kam kein Gegenangebot von Arbeitgeber.Ich habe mich bereit erklärt Probe zu arbeiten.
Arbeitgeber meldete sich ca. 2 Wochen später tel. bei mir und erteilte mir eine Absage.
 

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