Sperrzeit von 1 Woche bei 1 Tag zu spät gemeldet sprich 25 % - wie kann ich erfolgeich dagegen angehen (1 Betrachter)

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Elgaucho

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Hallo,

ich habe mich einen Tag zu spät arbeitslos gemeldet und werde nun dafür mit einer Woche Sperrzeit sanktioniert. Das finde ich absolut unverhältnismäßig und keineswegs sozial. Ich wußte es einfach nicht besser - und mich wegen eines Tages zu spät melden derart drakonisch zu sanktionieren geht garnicht. Wie erfolgreich ist ein Widerspruch und kann ich gegen abgelehnten Widerspruch vorm Sozialgericht klagen ??
 
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ALGler

Gast
Hallo Elgaucho,

eine verspätete arbeitslos bzw. arbeitsuchend Meldung führt zu einer Sperrzeit von einer Woche.
Die Sperrzeit ist so im SGB III festgelegt. Ein Widerspruch daher nicht sinnvoll.

Die einzige Möglichkeit eventuell etwas dagegen auszurichten wäre eine AU Bescheinigung, die dir attestiert, dass du gesundheitlich nicht in der Lage warst dich an "richtigen" Tag persönlich arbeitslos zu melden.

Gruß vom ALGler
 

Doppeloma

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Hallo Elgaucho,

ich habe mich einen Tag zu spät arbeitslos gemeldet und werde nun dafür mit einer Woche Sperrzeit sanktioniert. Das finde ich absolut unverhältnismäßig und keineswegs sozial.
Bitte kläre uns noch mal genau dazu auf, ob du tatsächlich wegen verspäteter Arbeitslos-Meldung die Sperre bekommen hast (also weil du einen Tag NACH dem Ende deines Arbeitsvertrages erst bei der AfA erschienen bist) ODER ob es um die ArbeitSUCHEND-Meldung nach erhalt der Kündigung geht dabei ...

Nur für die ArbeitSUCHEND-Meldung ist eine Sperre vorgesehen nach § 38 SGB III ob dafür ein Tag Verspätung wirklich genügen kann müsste man noch genauer klären.

Ich wußte es einfach nicht besser - und mich wegen eines Tages zu spät melden derart drakonisch zu sanktionieren geht garnicht.
"Nicht wissen" schützt in der Regel vor Strafe nicht, es wäre gut wenn du das noch etwas klären könntest ab wann du ArbeitsLOS geworden bist und seit WANN genau du das schriftlich bekommen hattest (es zählt der Zugang einer Kündigung bei dir) oder ob es sich, um ein klar befristetes Arbeitsverhältnis gehandelt hat.

Da wäre die Verpflichtung nach § 38 bereits 3 Monate vorher sich ArbeitSUCHEND zu melden ... obligatorisch und das sollte auch als Hinweis mit im Arbeitsvertrag stehen.

Geht es tatsächlich um die Arbeitslos-Meldung ist eine Sperre gar nicht zulässig und ein Widerspruch unbedingt angebracht ... denn dafür kann keine Sperre verhängt werden. :icon_evil:

Wie erfolgreich ist ein Widerspruch und kann ich gegen abgelehnten Widerspruch vorm Sozialgericht klagen ??
Vielleicht magst du uns dazu aufklären und mitteilen welcher FAKT nun stimmt ...
Gegen einen abgelehnten Widerspruch kann man immer Klage am SG einreichen, wenn eine berechtigte Aussicht auf Erfolg gegeben ist ...

Sollte es bei dir wirklich um die Arbeitslos-Meldung gehen dabei, wird man es bei der AfA sicher nicht soweit kommen lassen, wenn ein entsprechend begründeter Widerspruch eingelegt wird.

Zudem kann man parallel auch noch eine Beschwerde per Mail nach Nürnberg (an das KRM) senden, um das mal dort ein wenig publik zu machen ... das wäre auch eine Möglichkeit für den Fall, dass es doch um die ArbeitSUCHEND-Meldung geht.

Beantworte bitte erst mal die Fragen konkret, damit man weiß, ob sich weitere Aufregung überhaupt lohnen wird ...

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo ALGler,

es fällt mir langsam auf, dass deine Informationen öfter mal neben der Realität liegen ... du solltest dich besser informieren oder keine Ratschläge geben, die gar nicht zutreffend sind. :icon_evil:

eine verspätete arbeitslos bzw. arbeitsuchend Meldung führt zu einer Sperrzeit von einer Woche.
Die Sperrzeit ist so im SGB III festgelegt. Ein Widerspruch daher nicht sinnvoll.
Im SGB III ist ne ganze Menge festgelegt, allerdings eine Sperrzeit von 1 Woche (konkret im § 159 mit Verweis auf § 38 SGB III) NUR für verspätete ArbeitSUCHEND-Meldung, wie ich es oben für den TE schon beschrieben habe.

Die einzige Möglichkeit eventuell etwas dagegen auszurichten wäre eine AU Bescheinigung, die dir attestiert, dass du gesundheitlich nicht in der Lage warst dich an "richtigen" Tag persönlich arbeitslos zu melden.
Dieser Rat ist nun völlig daneben, wenn er dazu keine Angaben gemacht hat bei der Arbeitslos-Meldung, dass er gestern "leider" AU gewesen ist, wird ihm auch kein Arzt mehr (Wochen ?) später eine dafür rückwirkend ausstellen ... damit er die Sperre vom Tisch bekommt.

Es ist auch völlig überflüssig wenn es wirklich um die Arbeitslos-Meldung geht dabei ... dann muss die Sperre schon als rechtlich unzulässig aufgehoben werden.

MfG Doppeloma
 

Elgaucho

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Hallo Doppeloma,

es war ein befristeter Vertrag und ich habe mich definitiv einen Tag zu spät persönlich gemeldet - halt nicht akkurat exakt 3 Monate vorher. Aber mich für das Fehlverhalten eines lächerlichen Tages mit der finanziell brachialen Keule von 25 % zu sanktionieren - das finde ich mehr als unverhältnismäßig sprich asozial. Bekommen Bundestagsabgeordnete auch 25 Prozent Abzug Ihrer Diäten wenn mal etwas zu spät die Spesen- oder Reisekostenabrechnung erstellt wird ??? Ich möchte auf jedenfall Widerspruch dagegen einlegen gegebenfalls klagen. Sowas finde ich mehr als ungerecht und widerwärtig. Das zum Thema : Das ist das schöne Deutschland indem ich gut und gerne wohne bzw. was soll man angesichts solch höchst ungerechter Realitäten von Gerechten und sozialen Wahlkampfspots halten ?
Mir kommt sowas nur wie Hohn und Spott vor bzw. blanker Zynismus.
 

BerndB

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Für diesen Fall zu spät. Meines Erachtens aber trotzdem erwähnenswert:
Bei Abmeldung in eine befristete Stelle kann man sich auch weiter führen lassen und so die verspätete Meldung verhindern. Die weitere Arbeitsuchendführung hat allerdings auch Nachteile: Man befindet sich die ganze Zeit in der "Aktionszeit" und muss auf Stellenangebote regieren.

Hier unter Punkt 7.3 (Seite 12) das Verfahren. Wurde allerdings ein Jahr später modifiziert aber nicht mehr veröffentlicht. Kann bei der AfA aber im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes angefordert werden.

Oder es läuft so wie hier geschildert. Man wird von der AfA auf die Meldung hingewiesen. Da wird man aber m. W. nicht durchgehend geführt, aber rechtzeitig erinnert.
 
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