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Sperrzeit bei Eigenkündigung wegen Jobwechsel

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Wildkatze

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Hallo,

hab mal eine Frage:
Meine Idee ist, mir vorübergehend eine Arbeit zu suchen, die weit unter meinem Bildungsabschluß liegt (Ingenieur als Schlosser). Würde aber dann natürlich weiterhin nach einem geeigneten Ingenieurs-Job suchen. Wenn ich diesen dann im Ort A gefunden haben sollte, der eventuell mehrere 100 km vom jetzigen Wohnort entfernt liegt, bräuchte ich zwecks Umzug (Wohnungsaufgabe + Wohnungssuche, etc.) einen Monat "frei".
Würde ich dann bei Eigenkündigung und vorliegendem neuen Arbeitsvertrag trotzdem gesperrt werden ?
Müßte ich mich dann kündigen lassen, um eine Sperre zu vermeiden ?

Gibt es da schon irgendwelche Rechtssprechungen ?

Gruß, Wildkatze
 

Welu

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Hallo,

So wie ich das verstanden habe suchst Du eine neue Stelle.

Wenn Du eine neue Stelle hast, die dann "wirklich"100 km oder mehr von Deinem jetzigen Wohnort ist, würde ich trotzdem nicht einen Monat vorher kündigen. Da du dies kaum vorm Arbeitsamt begründen kannst. Zumal, wenn der neue Job auch noch unter Deiner Qualifikation liegt und schlechter bezahlt ist wird es generell schwierig dem Arbeitsamt das zu begründen.


Sinvoll wäre es, den Resturlaub zu nehmen, sofern Du noch welchen hast. Diesen dann zum Ende des Vertrages nehmen. Dein Chef muss Ihn dir ja geben.

Lieben Gruß
 

atze151a

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Soweit mir bekannt ist ,genügt ein Tag "selbst verschuldete" Arbeitslosigkeit, um eine Sperrzeit auszulösen.

Einen Monat "Frei" gibt es da nicht. Du kannst aber glaube ich eine Sperrzeit verhindern, wenn Du in der Phase zwischen den beiden Jobs keinen Anspruch auf ALGI geltend machst.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Wildkatze,

Du wirst mit einer Sperrzeit rechnen müssen, da Du das Beschäftigungsverhältnis ohne wichtigen Grund kündigen würdest. Die Zeitspanne bis zum neuen Job würdest Du dann ohne ALG 1 überwinden müssen.

Halte Dich daher besser an den Vorschlag von Welu. :icon_smile:
 

Wildkatze

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Hallo,

nochmal:
Ich bin jetzt aktuell arbeitslos.
Da die Wirtschaft im Moment auf meiner Qualifikation keinen Job hergibt, überlege ich mir, mir sozusagen ein bezahltes Praktikum zu suchen. Da würde ich dann aber natürlich weiterhin (nebenher) nach einem Job mit meiner Qualifikation suchen. Dann würde nämlich das Arbeitsamt mich in Ruh lassen und könnte mir keine gut gemeinten Steine mehr in den Weg legen.
Da Unternehmen aus meiner seltenen Branche alle ca. 300 km auseinanderliegen, ist es sehr wahrscheinlich, daß ich dann um ca. 500 km umziehen müßte. Das geht nicht an einem Wochenende. Also ausziehen - Wohnung suchen - einziehen.

Aber - Sperrzeit verhindern, wenn ich keinen Anspruch auf ALG1 stelle - .... verstehe ich nicht ganz. Wenn ich keinen Antrag auf ALG1 stelle, dann sind Sperrzeiten doch egal. Dann gibt es so oder so kein Geld. Oder wäre ich dann zumindest sozialversichert, ohne ALG auf mein Konto überwiesen zu bekommen ?

Das ist ja echt doof: Selbst, wenn man sich bereit erklärt, vorübergehend als was ganz anderes zu arbeiten, bekommt man vom Arbeitsamt sogar noch nur Steine in den Weg gelegt.


Gruß, Wildkatze
 

mathias74

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Ich versteh nicht, wie man einen gut bezahlten Job einfach aufgibt :eek: was machst du dann wenn du in 1 Monat nichts neues findest, wer ist so dumm und tauscht einen gut bezahlten gegen einen schlecht bezahlten ein :eek: ein bezahltes Pratikum :eek: hast du schon mal ein Pratikum gemacht :confused: mehr als eine Aufwands-Entschädigung gib's da nicht
 

Wildkatze

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Hallo,

nein, ich bin momentan arbeitslos.

Mein bisheriger Arbeitgeber hat die Geschäftstätigkeiten beendet und alle Arbeitsverträge aufgelöst. Die Firma gibt es nicht mehr. Die ist beim Handelsregister abgemeldet. Ich hab nicht selbst gekündigt!
Nun versuche ich aus dieser unverschuldeten Arbeitslosigkeit wieder herauszukommen. Und hab mir dazu überlegt, einen Beuf, der eigentlich unter meinem Dipl.-Ing. liegt, anzunehmen. Als Sprungbrett, um wieder hinein zu kommen und auch wegen dem Verlernen. Denke, daß sich eine vorübergehende Tätigkeit als Technischer Zeichner immer noch besser macht, als Arbeitslosigkeit.

Grüße, Wildkatze
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Wildkatze,

leider würde dann auch das zutreffen was ich in Beitrag #4 geschrieben habe.
Versuche daher lieber einen nahtlosen Beschäftigungsübergang.

Wünsche Dir Erfolg für Deine berufliche Zukunft. :icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
Das wird nicht so funktionieren, wie du dir das vorstellst.

Zunächst mal überlege dir, ob ein solcher vorübergehender Wechsel des Berufes für dich wirklich sinnvoll und realistisch machbar ist.

Erstens wirst du von den Arbeitgebern leicht als "überqualifiziert" (schreckliches Wort!) für eine solche Stelle betrachtet. Auch ein Arbeitgeber wird es sich denken können, daß du in Wirklichkeit eine deiner Qualifikation entsprechende Stelle suchst. Du hast ja selbst geschrieben, daß du diese Tätigkeit nur als Zwischenlösung suchst. Nun mag das angehen, wenn auch der Arbeitgeber nur kurzfristigen Bedarf hat. Meistens sucht er aber langfristig Mitarbeiter, nicht solche, die bald wieder weggehen, weil sie woanders was besseres gefunden haben.

Zweitens kommst du schnell in eine Situation, wo es heißt: "wenn der solche Tätigkeiten weit unter seiner Qualifikation annimmt, ist mit dem fachlich nicht mehr viel los". Eine gute Ware hat ihren Preis und wird nicht verramscht.

Die Überlegung, daß eine andere Tätigkeit sich besser macht als Arbeitslosigkeit und man dabei auch etwas dazulernen kann, mag zwar im Grundsatz einiges für sich haben. Aber das halte ich aus den vorgenannten Gründen oftmals auch für schädlich. Zumindest wird Erklärungsbedarf beim Vorstellungsgespräch bestehen, sofern deine Bewerbung nicht schon vorher wegen eben dieser Überlegung ausgesondert wird.

Wenn du dich aus einem ungekündigten Arbeitsvertrag heraus bewirbst, wirst du dir zwangsläufig für Vorstellungsgespräche einen Tag freinehmen oder diese auf einen Samstag legen lassen müssen. Das geht aber jedem in einer ähnlichen Situation so. Für den Umzug braucht man nicht gleich einen Monat, sondern man kann das an einem verlängerten Wochenende erledigen, jedenfalls was die wichtigsten Arbeiten (Transport) betrifft. Das andere (z.B. Verpacken und Einräumen) muß man dann Zug um Zug vorher oder später erledigen.

Anspruch auf ALG I wirst du schon deshalb gar nicht haben, weil du wegen Ortsabwesenheit dem Arbeitsamt nicht zur Verfügung stehst. Wenn du selbst kündigst, wird dir eine Sperrzeit gewiß sein.

Du kannst aber weiterhin beim Arbeitsamt als arbeitssuchend (nicht arbeitslos) gemeldet bleiben, auch wenn du eine andere Stellung findest. Frag da im Bedarfsfall mal nach einer Beihilfe zum Umzug (Leistung aus dem Vermittlungsbudget nach § 45 SGB III), weil du eine besser bezahlte Stelle finden kannst. Das ist allerdings eine Kann-Leistung ohne Rechtsanspruch.
 

HajoDF

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...und warum nutzt Du Deine jetzige Arbeitslosigkeit nicht, um sofort
einen neuen Job zu finden?
 

Wildkatze

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Hallo,

@HajoDF: Wir haben eine weltweite Wirtschaftskrise, in der es keine neuen Arbeitsplätze gibt. Die Firmen sind mit Einstellungen noch zurückhaltend. Viele Firmen haben Kurzarbeit.

@all:
Ich habe einen eher seltenen Beruf, den es nicht an jeder Straßenecke gibt. Alle 300 km mal einen. Und mit meinem Beruf bin ich leider vom Maschinenbau abhängig, der wegen der Krise etwas kränkelt.

Auf meinem Beruf laufen viele Bewerbungen. Davon viele Initiativ. Aber viele stellen momentan niemanden ein (bis auf unbestimmte Zeit). Und die paar Stellen, die es gibt - darauf stürzen sich mehr Bewerber als sonst. Ich bin erst frisch vom Studium geschlüpft. Mit ach-und-krach 2 Jahre Erfahrung zusammengekriegt. Andere Bewerber haben mehr Erfahrung. Es scheitert immer nur an 1 fehlenden Punkt. Das Arbeitsamt gibt mir dafür keine Bildungsgutscheine, obwohl es genau solche Kurse im Kursnet gibt. - Leider.

Ich möchte nicht noch Hartz-IV-Empfänger werden.

Natürlich müßte ich die Karten gleich offen legen und auch wenn ich die Firma in der Nachbarschaft frage, gleich darauf hinweisen, daß dies für mich nur vorübergehend sein soll, da ich mir nebenher etwas passendes suche. Ich würd versuchen wollen, in einem Bereich vorübergehend zu arbeiten, der mir später was bringt. Es ist schwierig in der Konstruktion fertigungstechnische Aspekte einzubringen, wenn man nicht weiß, wie die Teile gefertigt werden. Und was den Lebenslauf angeht, ich denke, da kann man dann immer auf die Wirtschaftskrise verweisen.


Gruß, Wildkatze
 
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