Sperrzeit aufgrund Eigenkündigung wegen Jobwechsel

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Robin85

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Servus allerseits,
meine Geschichte sieht wie folgt aus. Nach meiner erfolgreich bestandenen Meisterprüfung, habe ich ca. 1 Jahr nach einer Stelle im Ruhrgebiet als Meister gesucht aber nichts Passendes gefunden.
Aufgrund der besseren Lage in Süddeutschland stand dann für mich fest, dass mir dort eine Stelle suchen sollte und auch SEHR schnell gefunden habe!
Ich gebe zu, dass ich ein wenig auf Risiko gespielt. Meine Wohnung habe ich bereits im Vorfeld gekündigt, bevor ich eine neue Stelle hatte. So viel verdient man eben im Handwerk nicht und eine doppelte Miete wollte ich unbedingt vermeiden. Ich habe auch gezweifelt, dass ein Arbeitgeber im Handwerk 3 Monate auf mich wartet.
Meinen alten Arbeitsplatz musste ich dementsprechend zum 01.08 kündigen weil ich zu diesem Datum auch aus meiner Wohnung musste.
Meine neue Stelle beginnt allerdings erst am 01.09! Somit habe ich einen Monat "Leerlauf", was ich finanziell verkraften kann.
Erst wollte ich mich gar nicht Arbeitslos melden, da ich eh davon ausgegangen bin, sowieso nichts zu bekommen aber hab es dann (leider?) doch getan.
Nachdem ich meinen Sachverhalt schriftlich vorgetragen habe, hat man mir nun eine Sperrzeit von 6 Wochen aufgrund der Kündigung, sowie einer Sperrzeit von 7 Tagen, aufgrund einer verspäteten persönlichen Meldung auferlegt.
Gut, die persönliche Meldung ist auf meinem Mist gewachsen aber die 6 Wochen wegen der Eigenkündigung? Empfinde ich ehrlich gesagt als Frechheit.
Schließlich habe ich nicht umsonst um die 14.000€ plus jede Menge Zeit und Arbeit investiert, um weiterhin als Geselle zu arbeiten. Zudem habe ich im Grunde genommen alles aufgegeben und bin 600km weit weg gezogen.
Lohnt es sich, in meinem Fall Widerspruch einzulegen? Oder eine Rechtsberatung einzuholen?

Gruß

Robin
 

Doppeloma

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Hallo Robin85, :welcome:

Meinen alten Arbeitsplatz musste ich dementsprechend zum 01.08 kündigen weil ich zu diesem Datum auch aus meiner Wohnung musste.

Wenn du über 600 km umgezogen bist sollte das eigentlich Grund genug sein für die AfA auf eine Leistungssperre zu verzichten, man hat ja zumindest die "verkürzte" gewählt und der Grund dafür wäre schon mal interessant.

Meine neue Stelle beginnt allerdings erst am 01.09! Somit habe ich einen Monat "Leerlauf", was ich finanziell verkraften kann.
Erst wollte ich mich gar nicht Arbeitslos melden, da ich eh davon ausgegangen bin, sowieso nichts zu bekommen aber hab es dann (leider?) doch getan.

Na-Ja, "Arbeitsuchend" hättest du dich schon am alten Wohnort melden können / müssen und dann wäre (vermutlich) auch der Wohnortwechsel (wegen Arbeitsaufnahme :bigsmile:) bei der AfA (am neuen Wohnort) "plausibler" angekommen.

Wenn du inclusive Krankenversicherung diesen Monat finanziell überbrücken kannst, dann hättest du die Meldung (als arbeitslos) am neuen Wohnort tatsächlich unterlassen können.

Gut, die persönliche Meldung ist auf meinem Mist gewachsen aber die 6 Wochen wegen der Eigenkündigung? Empfinde ich ehrlich gesagt als Frechheit.

Wie schon erwähnt hat man das schon um die Hälfte reduziert, denn lt. § 159 SGB III sind dafür 12 Wochen Sperre vorgesehen.

Schließlich habe ich nicht umsonst um die 14.000€ plus jede Menge Zeit und Arbeit investiert, um weiterhin als Geselle zu arbeiten. Zudem habe ich im Grunde genommen alles aufgegeben und bin 600km weit weg gezogen.

Das wird die AfA trotzdem nicht sonderlich interessieren, aber wenn du aktuell nun gar kein ALGI beziehen möchtest solltest du vielleicht mal das Gespräch suchen und die Sache dann "auf sich beruhen lassen", weil du aktuell auf ALGI ohnehin verzichten wolltest.

Hattest du denn offiziell schon einen schriftlichen Antrag auf ALGI gestellt, zunächst muss doch eine "Anhörung" (§ 24 SGB X) erfolgen wenn man dich sperren will ???

Lohnt es sich, in meinem Fall Widerspruch einzulegen? Oder eine Rechtsberatung einzuholen?

Wenn du vorerst gute Aussichten hast nicht wieder arbeitslos zu werden hat das nach 1 Jahr ohnehin keine Auswirkungen mehr, ist denn deine aktuelle Arbeits-Aufnahme bereits bekannt bei der AfA ???

Damit bist du ja aktuell schon wieder raus aus der Arbeitsvermittlung und nach 12 Monaten ist das sowieso "verjährt" mit den Sperren.

Ich denke nicht, dass hier Widerspruch (war es denn schon ein Bescheid oder nur die "Anhörung"?) und Rechtsberatung noch viel Sinn ergeben wird aber ich kenne ja die schriftlichen Unterlagen nicht, die du dazu vorliegen hast.

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Meine neue Stelle beginnt allerdings erst am 01.09! Somit habe ich einen Monat "Leerlauf", was ich finanziell verkraften kann.
Und das dürfte aus Sicht der AfA der Grund für die Sperrzeit sein.
Hättest du "passgenau" gekündigt, hättest du nicht bei denen aufschlagen müssen.

Gut, die persönliche Meldung ist auf meinem Mist gewachsen aber die 6 Wochen wegen der Eigenkündigung? Empfinde ich ehrlich gesagt als Frechheit.
Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit ... soweit sollte man sich schon informieren, bevor man sowas macht.

Lohnt es sich, in meinem Fall Widerspruch einzulegen? Oder eine Rechtsberatung einzuholen?
Nein, die Sperrzeit kriegst du nicht weg.

Eine gute Nachricht hab ich aber noch für dich: Dank der Sperrzeit bist du wenigstens krankenversichert. Ohne die Arbeitslos-Meldung wärst du das nicht.
 

faalk

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Somit habe ich einen Monat "Leerlauf", was ich finanziell verkraften kann

Dann hätte ich mir das ganze Theater gespart.

Dank der Sperrzeit bist du wenigstens krankenversichert. Ohne die Arbeitslos-Meldung wärst du das nicht.

Also gilt für den TE der "nachgehende Leistungsanspruch" nach (§ 19 Abs. 2 SGB V) nicht? :icon_kinn:
 
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