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Sperrzeit 3 Wochen - Chancen Widerspruch?

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Pete

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#1
Und zwar hat das Arbeitsamt mir einen Kontaktvorschlag für eine Zeitarbeitsfirma gemacht. Bin ausm kaufmännischen Bereich und habe eine abgeschlossene Ausbildung als Bürokaufmann. Bei der Zeitarbeitsfirma hat man mir dann 750,-- netto geboten. Da hab ich gesagt, sehe ich keine Motivation für mich zu arbeiten und das sie mich ja nicht zwingen können. Ich hab ne Wohnung wo ich 350,-- € Miete und laufende Kosten wie Nebenkosten habe. Das war so die Begründung die ich der Zeitarbeitsfirma gegenüber abgeliefert habe. Nun hab ich heute ein Schreiben vom Arbeitsamt bekommen das mir eine Sperrzeit vom 24.06. - 14.07. verhängt wird.

Kann ich dagegen Widerspruch einlegen oder habe ich auf ganzer Linie verschissen???

Gruß.
 

Martin Behrsing

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#2
Widerspruch lohnt sich immer. Wie hoch ist denn dein ALG1 und wie lange bist Du arbeitslos?
 

Pete

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#3
577 € netto. Habe ab dem 14.07. noch eine Restanspruchsdauer von 76 Tagen. Okay... beim Sozialgericht mach ich das mit dem Widerspruch oder ???
 

Martin Behrsing

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#4
Widerspruch ist an die Arbeitsagentur zu senden. Allerdings sehe ich kaum Chancen, da der Nettoverdienst ja wesentlich höher ausfällt, wie dein ALG1. Bei einer Arbeitslosigkeit ab einem halben Jahr ist jede Tätigkeit zumutbar und auch ein Verdienst, der in Höhe des ALG1 ist.
 

Pete

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#5
So gesehen bin ich erst seit dem 10.02. Alo. Davor war ich beim Bund (etwas über einem Monat). Danach Ausschleusung aus gesundheitlichen Gründen.
 

Quirie

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#6
Hallo Pete,

schau Dir Deinen Bescheid noch einmal genau an. Ist das bereits ein Kürzungsbescheid oder erst eine Anhörung?Der Bescheid muss eine Rechtsbehelfsbelehrung enthalten, meist am Ende.

Wenn Du die Möglichkeit hast, ihn einzuscannen, kannst Du ihn auch gern hier einstellen. Wir schauen ihn uns mal an. Die Bescheide der Arge haben eine Fehlerquote, die in der freien Wirtschaft unweigerlich zur Kündigung der Ersteller führen würde.

Ich für meinen Teil lege immer und gegen jeden Bescheid eines Amtes erst einmal Rechtsmittel ein. Das ist noch übriggeblieben aus der Zeit, als ich noch ziemlich hohe Steuern zahlen durfte. :mrgreen:

Im Verwaltungsrecht (Sozialrecht gehört dazu) ist die Geschichte mit den Fristen ganz wichtig. Wenn die weg sind kannst Du meist nichts mehr machen. Du brauchst einen Widerspruch vorerst nicht zu begründen. Aber das Schreiben als solches solltest Du schnellstmöglich rausschicken.

Was solltest Du denn eigentlich machen für die Firma? Du schreibst von gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
 
E

ExitUser

Gast
#7
Pete sagte :
Bei der Zeitarbeitsfirma hat man mir dann 750,-- netto geboten. Da hab ich gesagt, sehe ich keine Motivation für mich zu arbeiten und das sie mich ja nicht zwingen können. Ich hab ne Wohnung wo ich 350,-- € Miete und laufende Kosten wie Nebenkosten habe. Das war so die Begründung die ich der Zeitarbeitsfirma gegenüber abgeliefert habe. Nun hab ich heute ein Schreiben vom Arbeitsamt bekommen das mir eine Sperrzeit vom 24.06. - 14.07. verhängt wird.

Kann ich dagegen Widerspruch einlegen oder habe ich auf ganzer Linie verschissen???

Gruß.
Vielleicht hast du ja noch weitere Gründe angegeben. Der hier von dir genannte, ist der schlechteste, der dir einfallen konnte, denn du hättest dann einen sog. Aufstockungsantrag stellen können, wenn du immer noch bedürftig gewesen wärst.

Wie du jetzt vorgehen solltest, hat dir ja schon Quirie geschrieben.
 

Pete

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#8
Hab das Gefühl hier bin ich richtig... ihr wisst ja voll gut bescheid.

Hab leider keinen Scanner aber unter Rechtshelfsbelehrung steht, dass ich innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen kann. Ist sowas kostenlos ??? Ist es ok wenn ich nur den Satz schreibe, dass ich Widerspruch einlege und mich auf den Paragraphen so und so beziehe... ?

Was ich genau machen sollte wurde mir nicht gesagt, stattdessen wurde wie doof drumherum gefragt wie lange ich zu meiner arbeitsstelle fahren würde, ob es auch gewerblich sein dürfte, ob ich im lager arbeiten wolle, ob ich überstunden machen würde usw. usf. Konkrete Aussagen habe ich nicht bekommen was ich jetzt genau machen solle. War auch alles in Ordnung habe zu jedem Punkt Ja und Amen gesagt, nur als ich gehört hab für wie wenig ich mir den Arsch aufreissen soll, zogen sich die Mundwinkel schon bis auf den Boden... sowas Geldgieriges man man man. Ich krieg das kotzen wenn ich überleg wieviel die für mich kriegen im Monat... hab schon 1,5 Jahre für ne Zeitarbeitsfirma gearbeitet (1100,--€ netto 40Std. Woche).

Das mit dem Aufstockungsantrag klingt vielleicht gut, aber wer gibt mir die Garantie das dieser auch bewilligt wird, wenn ich die Arbeit schon angenommen habe??? Eben! Ich habe das Vertrauen sowas von verloren was diesen Rechtsstaat angeht. Das hat mehrere Gründe die meinen Bekanntenkreis betreffen, wäre zuviel darauf jetzt detailliert einzugehen.

Naja ich Danke euch für eure bisherigen Antworten.


Gruß.
 
E

ExitUser

Gast
#9
Also wie einige vorposts schon geschrieben haben, kann Du Widerspruch schriftlich oder zur Niederschrift einlegen. Das kann man in der Rechtsabteilung machen. Zusätzliche Angaben, warum man diese Arbeit abgelehnt hat kann man auch dazu auch machen

Mich würde mal interessieren, wie die Arbeitszeiten sind, also wieviele Wochenstunden.

Persönlich denke ich, das der Widerspruch abgelehnt wird. 1. Standart, 2. wegen den neuen Regelungen.

Du kannst aber danach, wenn Du möchtest beim Amtsgericht einen Rechtshilfeschein (oder so ähnlich) beantragen und dann zu einem Rechtsanwalt gehen. Der kann, wenn eine Erfolgsaussicht besteht, das zuständige Sozial- oder Verwaltungsgericht (falls es sich um einen Verwaltungsakt handelt) anschreiben.

P.S.

Mich hatte der ganze Rechtsstreit so um die 200 - 250 Euro gekostet. War aber nicht das Gleiche wie bei Dir. Zumindest konnte ich es in Raten bezahlen.
 

rolf.schmidt

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#10
Pete sagte :
, nur als ich gehört hab für wie wenig ich mir den Arsch aufreissen soll, zogen sich die Mundwinkel schon bis auf den Boden... sowas Geldgieriges man man man. Ich krieg das kotzen wenn ich überleg wieviel die für mich kriegen im Monat... hab schon 1,5 Jahre für ne Zeitarbeitsfirma gearbeitet (1100,--€ netto 40Std. Woche).
Hab auch schon etliche dieser Firmen hinter mir.
Solang der Bestands-/(Kündigungs)schutz für Arbeitsplätze nicht gelockert wird, wird es auch nur noch solche Arbeit zweiter Klasse geben.
Traurig aber wahr. Dieser Tarifverträge der Leihverbände sind eine Zumutung.
Menschenverachtend und auf Niveau der sozialen Sicherungssysteme.
Zugunsten der kapitalistischen und neoliberalen Aktionärsbefriediger in den oberen Etagen.
 

Pete

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#11
Okay... danke euch erstmal.

Werde denen aber nichts schriftlich zukommen lassen sondern werde meinen Widerspruch zu Protokoll geben. Dazu sind Sie doch verpflichtet oder ??? Habe vor mir Montag einen telefonischen Termin geben zu lassen!
 
E

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Gast
#12
Termin brauchste eigentlich nicht, sonst geben die Dir einen in 5 Wochen.

Die werden Dich aber bestimmt fragen, warum Du abgelehnt hast. Also brauchst Du später dann noch gute Gründe.
 

Pete

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#13
Und die habe ich, es ist nämlich alles Interpretierungssache. Und da ich nur mit einer allein gesprochen habe, sind auch keine Zeugen vorhanden und somit steht Aussage gegen Aussage. Ich habe ja nicht gesagt: ICH MACH DEN JOB AUF KEINEN FALL!! Ich habe nur nicht den glücklichsten Eindruck gemacht wo sie mir erzählt hat das ich nur 750,--€ bekäme. Durch die ganze hintenrum Fragerei die ich oben schonmal angesprochen habe hat mir eigentlich nur gezeigt das diese Zeitarbeitsfirma einen "Arsch für alles" gesucht hat, den sie überall hinschicken können. Aber das lass ich mir doch nicht gefallen! Okay dann werde ich sofort Montag da aufschlagen wenn's keinen zeitnahen Termin gibt. Ist ja kein Problem! So bin kotzen... Danke euch.
 

Quirie

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#14
Leider untescheidet sich der Umgang mit den Argen in vielen Dingen vom sonstigen Leben.

Es ist oft sehr schwierig, dort ein Problem ganz normal zu besprechen und zu klären. Manche sagen auch, unmöglich.

Du solltest Dir überlegen, was Du da sagst, es kann auch schnell zuviel sein.
Die Schiene, Du hieltest die Bezahlung nicht für ausreichend funktioniert ganz schlecht.

Versuche es lieber in Richtung gesundheitlicher Beeinträchtigung wenn möglich und mit dem Argument, man hätte Dir keine klare Tätigkeitsbeschreibung gegeben.

Ein Gespräch mit den Leuten dort kann trotzdem sinnvoll sein, um erstmal herauszufinden, was sie Dir denn konkret vorwerfen. Nimm auf jeden Fall einen Zeugen mit, ganz wichtig!

Du kannst einen Widerspruch dort mündlich zu Protokoll der Geschäftsstelle erklären, dann formuliert aber der Mitarbeiter "mit", dass würde ich nicht wollen für mich.

Ein einfaches Schreiben dort zu abgeben und später zu begründen halte ich für besser.
(Liegt vielleicht daran, dass ich mich in meiner Anwaltszeit so oft geärgert habe, wenn Mandanten vorher so viel falsch gemacht hatten, dass ich dann" retten mußte" :twisted: )

Ein Widerspruchsschreiben könnte ungefähr so aussehen.

Absender

________________________________

________________________________

________________________________

Adresse:
An die Widerspruchsstelle

__________________________________

__________________________________

__________________________________

Samstag, 1. Juli 2006
BG Nr.:_______________________

Ihr Bescheid vom: _____________Zugestellt am:____________

Widerspruch

Sehr geehrte Damen und Herren

Gegen Ihren Bescheid vom ______________ lege ich hiermit Widerspruch ein.

Begründung folgt kurzfristig.

.......
Du hast dann erst einmal die Frist gewahrt und kannst in Ruhe überlegen, ob Du nicht zumindest Akteneinsich (Anwalt) nehmen willst.

Der von Dir selbst eingelegte Widerspruch verursacht erst einmal keine Kosten.
 
E

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Gast
#15
@Quirie

das mit der gesundheitlichen Einschränkung könnte ein Problem werden. Die Zeitarbeitsfirma könnte dann behaupten das sie nur leichte Arbeiten vergeben hätte und ein Attest bräuchte man auch noch, dann muss man zum Amtsarzt und wenn der gut gelaunt ist, dann schreibt er genau das Gegenteil von dem, was auf dem ersten Attest steht, oder er sagt es wäre ein "Gefälligkeitsattest. Kenne ich von einigen Bekannten.

Mir wollte man auch etwas anbieten und es auch mit einem Attest zumuten, denn wer es mit den Bandscheiben hat, der darf auch auf den Gemüsefeldern arbeiten....ist ja keine schwere Arbeit.....tststs
 

Pete

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#16
Ich danke euch für die zahlreichen Antworten!

Schritt 1 wird sein zu sehen was ich telefonisch erreichenen kann!

Schritt 2 wird sein das alles schriftlich in Angriff zu nehmen koste es was es wolle!

Vielen Dank!
 

Pete

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#17
Was ich auch glaube ist das sich zuviele Leute alles gefallen lassen und das Arbeitsamt denkt es kann machen was es will!

WIESO das so ist frag ich mich immer wieder... die sitzen in ihren Ämtern und haben ihre Jobs sicher. Wieso wollen sie den kleinen Bürger hungern lassen wegen nix und wieder nix... Es ist ein einziger Kampf!

Weiß nicht ob ich es schon erwähnt habe aber irgendwie schafft dieses Land es durch diese miserablen Gesetze sich selbst zu kriminalisieren. So langsam kommt man auch dahinter warum so viele Alos an der Flasche hängen aber Alkoholismus ist jetzt nicht das Thema. Aber mit der Zeit versteh ich solche Leute mehr und mehr.... Schönen Restsonntag allen!
 

Pete

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#18
Quirie sagte :
Leider untescheidet sich der Umgang mit den Argen in vielen Dingen vom sonstigen Leben.

Es ist oft sehr schwierig, dort ein Problem ganz normal zu besprechen und zu klären. Manche sagen auch, unmöglich.

Du solltest Dir überlegen, was Du da sagst, es kann auch schnell zuviel sein.
Die Schiene, Du hieltest die Bezahlung nicht für ausreichend funktioniert ganz schlecht.

Versuche es lieber in Richtung gesundheitlicher Beeinträchtigung wenn möglich und mit dem Argument, man hätte Dir keine klare Tätigkeitsbeschreibung gegeben.

Ein Gespräch mit den Leuten dort kann trotzdem sinnvoll sein, um erstmal herauszufinden, was sie Dir denn konkret vorwerfen. Nimm auf jeden Fall einen Zeugen mit, ganz wichtig!

Du kannst einen Widerspruch dort mündlich zu Protokoll der Geschäftsstelle erklären, dann formuliert aber der Mitarbeiter "mit", dass würde ich nicht wollen für mich.

Ein einfaches Schreiben dort zu abgeben und später zu begründen halte ich für besser.
(Liegt vielleicht daran, dass ich mich in meiner Anwaltszeit so oft geärgert habe, wenn Mandanten vorher so viel falsch gemacht hatten, dass ich dann" retten mußte" :twisted: )

Ein Widerspruchsschreiben könnte ungefähr so aussehen.

Absender

________________________________

________________________________

________________________________

Adresse:
An die Widerspruchsstelle

__________________________________

__________________________________

__________________________________

Samstag, 1. Juli 2006
BG Nr.:_______________________

Ihr Bescheid vom: _____________Zugestellt am:____________

Widerspruch

Sehr geehrte Damen und Herren

Gegen Ihren Bescheid vom ______________ lege ich hiermit Widerspruch ein.

Begründung folgt kurzfristig.

.......
Du hast dann erst einmal die Frist gewahrt und kannst in Ruhe überlegen, ob Du nicht zumindest Akteneinsich (Anwalt) nehmen willst.

Der von Dir selbst eingelegte Widerspruch verursacht erst einmal keine Kosten.
Was ist die BG-Nummer ???

Gruß.
 

Arco

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#19
BG-Nummer ist die "Nummer" unter den dein Antrag oder Bescheide geführt sind.

Sozusagen das Aktenzeichen ..... OK ??

Nummer der Bedarfsgemeinschaft
 

Pete

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#20
Okay... hab jetzt an der Stelle "Mein Zeichen: 000 000D000000" eingetragen. Also alles richtig. Vielen Dank!
 

Arania

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#21
:kratz:

So eine Nummer kann es eigentlich gar nicht geben
 

Pete

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#22
So... nochmal editiert ;)

Hab mir das als ein Einschreiben-Rückschein kosten lassen.
 

donnervogel

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#23
@Arco: hier geht´s um Arbeitslosengeld und nicht um Arbeitslosengeld II -> daher gibt es hier auch keine "Nummer der Bedarfsgemeinschaft"
 

Arco

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#24
donnervogel sagte :
@Arco: hier geht´s um Arbeitslosengeld und nicht um Arbeitslosengeld II -> daher gibt es hier auch keine "Nummer der Bedarfsgemeinschaft"
:hihi: :hihi: wenn einer die Frage stellt was ist eine BG-Nummer ist, dann bekommt er auch die Antwort ....

Jetzt aber im Ernst, OK - habe nur in diesem Fall die Frage gelesen ;)
 

Pete

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#25
Pete sagte :
So... nochmal editiert ;)

Hab mir das als ein Einschreiben-Rückschein kosten lassen.
Der Rückschein ist angekommen. Mein Widerspruch ist am 06.07.06 raus.

Wie lange warte ich jetzt bis von denen sich mal jemand meldet?

Welche Schritte kann ich gehen falls ich so in den nächsten 2-3 Wochen immer noch keine Antwort habe?

Lebt sich echt beschissen mit so wenig Geld.

Gruß.
 

Linchen0307

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#26
Hallo Pete, dann überlege dir schon mal deine nächsten Schritte.
Der Widerspruch kann unter Umständen 4 Monate dauern, bis die zur bearbeitung kommen.
 

Pete

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#27
Habe heute ein Schreiben bekommen, dass der Widerspruch nun bearbeitet wird. Dies kann eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen und ich soll möglichst von Rückfragen absehen.

@Linchen und alle...

Der nächste Schritt wäre dann Anwalt einschalten!

Ist es denn jetzt schon der richtige Zeitpunkt dafür?

Gruß.
 

Linchen0307

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#28
Pete,
ich denke, das dies jeder für sich selbst entscheiden muss.
Ich persönlich schalte meinen Anwalt ein und zwar an dem Tag, an dem ich den Widerspruch abliefere, ich fahre also zweigleisig, mit der Option auf Erfolg.
 
E

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Gast
#29
Mir kommt da gerade so ein Gedanke! Du schreibst ja, dass du mit einer einzelnen Person in dieser Zeitarbeitsfirma gesprochen hast. So wie du das Gespräch beschreibst, ging es doch noch um ganz unverbindliche Punkte. Wieso konnte dir dann schon so genau gesagt werden, wieviel du verdienen wirst? Das kann doch erst festgestellt werden, wenn es um einen ganz konkreten Arbeitsplatz geht. Oder haben solche Firmen "Festpreise" für jegliche Tätigkeiten. Also egal, ob ich in der Buchhaltung oder als Hilfsarbeiter im Lager eingesetzt werde?

Ich bin der Meinung, du solltest dich von einem Anwalt da konkret beraten lassen. Der kann auch die Unterlagen, die du bereits vorliegen hast, einsehen und dann besser einschätzen. Auch ist so ein Beratungsgespräch, in dem der Gesprächspartner sofort nachfragen kann, um Unklarheiten auszuräumen, besser geeignet, als ein noch so gutes Forum es je sein kann.

Die Widerspruchsstelle deiner Arge kann sich u.U. bis zu 3 Monaten Zeit lassen mit der Beantwortung deines Widerspruches. Erst dann hast du die Möglichkeit, Untätigkeitsklage einzureichen. Diese Zeit solltest du auf alle Fälle nutzen, um dich umfassend zu informieren. Sicherlich wird es auch nicht die letzte Auseinandersetzung mit der Arge sein.

Einen Beratungshilfeschein findest du auch im Downloadbereich der Portalseite. Weitere Informationen dazu hier:
http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?t=5476&lighter=beratungshilfeschein


Laß dich vom letzten Beitrag nicht abschrecken. So pessimistisch muß man nicht sein, wie viele Hilfesuchende mit dem Finden eines Anwaltes beweisen.
 
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#30
Pete sagte :
So gesehen bin ich erst seit dem 10.02. Alo. Davor war ich beim Bund (etwas über einem Monat). Danach Ausschleusung aus gesundheitlichen Gründen.
Das würde ich bei Sklavenhändlern stets besonders betonen. ;)

Zusätzlich natürlich zu Deinen Kenntnissen im Arbeitsrecht aus einer Tätigkeit als leitender Angestellter oder Betriebsrat, bzw. Kandidatur zum Betriebsrat usw. Entsprechende marktübliche Gehaltsvorstellungen zu fordern sollte selbstverständlich sein und wenn Du dann von so einem hochseriösen Arbeitgeber nicht genommen wirst, dann wär ich an Deiner Stelle auch nicht traurig drüber, schlechter als per so einer Beschäftigung kann man sich doch höchstens noch mit einer 1€-Tätigkeit stehen.
 
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#31
Pete sagte :
Was ich genau machen sollte wurde mir nicht gesagt, stattdessen wurde wie doof drumherum gefragt wie lange ich zu meiner arbeitsstelle fahren würde, ob es auch gewerblich sein dürfte, ob ich im lager arbeiten wolle, ob ich überstunden machen würde usw. usf. Konkrete Aussagen habe ich nicht bekommen was ich jetzt genau machen solle. War auch alles in Ordnung habe zu jedem Punkt Ja und Amen gesagt, nur als ich gehört hab für wie wenig ich mir den Arsch aufreissen soll, zogen sich die Mundwinkel schon bis auf den Boden... sowas Geldgieriges man man man. Ich krieg das kotzen wenn ich überleg wieviel die für mich kriegen im Monat... hab schon 1,5 Jahre für ne Zeitarbeitsfirma gearbeitet (1100,--€ netto 40Std. Woche).
Nein, nein, nein! Es hat schon seinen Grund, warum die Branche als "Schmuddelbranche" verrufen ist. Ich würde auch an Deiner Stelle nicht angeben, dass Du ein Auto hast. Außerdem würde ich gesundheitliche Einschränkungen bzgl. gewerblicher Arbeit besonders betonen, aber geschickt bitte. Bei Überstunden würde ich auf die reguläre vertragliche Arbeitsleistung verweisen und das Überstunden natürlich nur maximal in dem Rahmen möglich sind, wie es gesetzlich festgelegt ist - also höchstens 10 Stunden/Tag. Fragen zum Betriebsrat, Mitbestimmung, welche Gewerkschaft zuständig ist, Fortkommensmöglichkeiten sollen auch gut sein. Ich würde auch erzählen, dass Du noch mehrere Bewerbungen laufen hast und insbesondere nach bezahlter Freistellung für Vorstellungsgespräche fragen, welche bereits terminiert sind.

Grundsätzlich: Nicht betrunken oder so erscheinen, zieh einen gepflegten Anzug an, bleib höflich, sei aufmerksam, merk Dir den Namen Deines Gesprächspartners und notier ihn Dir ggf., also alles so, als wenn Du die Stelle haben möchtest. Betone wie wichtig es Dir ist, eine langfristige Beschäftigung zu haben, bei der sich nicht ständig irgendwas oder die Rahmenbedingungen ändern. Frag nach der Standortsicherheit. Wenn Du nach Deinen positiven und negativen Eigenschaften gefragt wirst, dann weißt Du hoffentlich, wie Du Dich bei solchen grundsoliden und seriösen Firmen verkaufen musst, um die Stelle auch wirklich ganz sicher zu bekommen, denn wer möchte schon auf die Erfahrung "Leiharbeiter" verzichten. :)
 

Arania

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#32
Nicht betrunken oder so erscheinen, zieh einen gepflegten Anzug an
Ich hoffe Du gehst nicht davon aus das alle Arbeitslosen betrunken und ungepflegt zu solchen Gesprächen erscheinen? :kinn:
 

Arco

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#33
Arania sagte :
Nicht betrunken oder so erscheinen, zieh einen gepflegten Anzug an
Ich hoffe Du gehst nicht davon aus das alle Arbeitslosen betrunken und ungepflegt zu solchen Gesprächen erscheinen? :kinn:
... oder da schließt Einer von sich auf Andere :pfeiff: :pfeiff:
 
E

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#35
Du kannst auch nach dem Betriebsrat fragen. Denn der sollte doch an Einstellungsgesprächen teilnehmen.

Wenn du dann erfährst, dass es keinen gibt, kannst du ja anklingen lassen, dass man doch einen gründen könne. An deiner aktiven Mithilfe solle es nicht fehlen.

Ich finde die Vorschläge von Faules_Stück hervorragend. Und leider, Arco und Arania, so selbstverständlich ist es nicht, ordentlich gekleidet, als Mann rasiert und ohne Fahne zu Bewerbungsgesprächen zu erscheinen. In meiner Zeit der Berufstätigkeit habe ich da so einiges erlebt.

Ich gehe nicht davon aus, dass Pete weiß wie man zum Vorstellungsgespräch geht. Hier lesen aber viele die Tipps und Hinweise und vielleicht ist der ein oder andere dabei, der glaubte, damit einer Sperre und einem EEJ oder einem ungeliebten Angebot zu entkommen. Weit gefehlt. Bei ungeliebten Jobangeboten gibt es eine Sperre und beim EEJ stört es einfach nicht.

Natürlich gehe ich davon aus, dass Pete weiß, wie man zum Vorstellungsgespräch geht. Da war der Dreckfuhlerteufel am Werk. :mrgreen:
 
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#36
Arania sagte :
Nicht betrunken oder so erscheinen, zieh einen gepflegten Anzug an
Ich hoffe Du gehst nicht davon aus das alle Arbeitslosen betrunken und ungepflegt zu solchen Gesprächen erscheinen? :kinn:
Ich denke, es gibt genug die absichtlich versifft und angetrunken bei solchen Arbeitgebern in der Hoffnung erscheinen, dann nicht genommen zu werden. Sowas mag vielleicht im Einzelfall mal funktionieren, kann aber genauso mit einer Meldung beim Arbeitsamt und daraus einer Sperre enden und das muss doch nicht unbedingt sein oder? Da kann man sich garantiert geschickter verhalten, so dass es diesem "Disponenten" leichter fällt, Dich einfach nicht zu nehmen - ohne negative Rückmeldung beim Amt... ;)
 

Pete

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#38
Barney sagte :
Mir kommt da gerade so ein Gedanke! Du schreibst ja, dass du mit einer einzelnen Person in dieser Zeitarbeitsfirma gesprochen hast. So wie du das Gespräch beschreibst, ging es doch noch um ganz unverbindliche Punkte. Wieso konnte dir dann schon so genau gesagt werden, wieviel du verdienen wirst? Das kann doch erst festgestellt werden, wenn es um einen ganz konkreten Arbeitsplatz geht. Oder haben solche Firmen "Festpreise" für jegliche Tätigkeiten. Also egal, ob ich in der Buchhaltung oder als Hilfsarbeiter im Lager eingesetzt werde?

Ich bin der Meinung, du solltest dich von einem Anwalt da konkret beraten lassen. Der kann auch die Unterlagen, die du bereits vorliegen hast, einsehen und dann besser einschätzen. Auch ist so ein Beratungsgespräch, in dem der Gesprächspartner sofort nachfragen kann, um Unklarheiten auszuräumen, besser geeignet, als ein noch so gutes Forum es je sein kann.

Die Widerspruchsstelle deiner Arge kann sich u.U. bis zu 3 Monaten Zeit lassen mit der Beantwortung deines Widerspruches. Erst dann hast du die Möglichkeit, Untätigkeitsklage einzureichen. Diese Zeit solltest du auf alle Fälle nutzen, um dich umfassend zu informieren. Sicherlich wird es auch nicht die letzte Auseinandersetzung mit der Arge sein.

Einen Beratungshilfeschein findest du auch im Downloadbereich der Portalseite. Weitere Informationen dazu hier:
http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?t=5476&lighter=beratungshilfeschein


Laß dich vom letzten Beitrag nicht abschrecken. So pessimistisch muß man nicht sein, wie viele Hilfesuchende mit dem Finden eines Anwaltes beweisen.
Okay. Danke für die Tipps. :) Frag mich nicht wegen der Tarife... die drehen sich das schon zu ihren Gunsten hin denke ich. Stimmt eine konkrete Stellenbeschreibung hat sie mir nicht gesagt. Aber das wir uns nicht über das Gehalt einig werden (hatte 1000,-- netto gefordert) zeigte sich ziemlich schnell. Nämlich das sie mich über 750,-- € netto nicht einstellen wolle.

Okay gehe dann so schnell wie möglich zum Anwalt. Weiß nur noch nocht von welchem Geld. Und die Sache mit dem Beratungsschein nehme ich auch in Angriff.
 

Pete

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Faules_Stück sagte :
Pete sagte :
Was ich genau machen sollte wurde mir nicht gesagt, stattdessen wurde wie doof drumherum gefragt wie lange ich zu meiner arbeitsstelle fahren würde, ob es auch gewerblich sein dürfte, ob ich im lager arbeiten wolle, ob ich überstunden machen würde usw. usf. Konkrete Aussagen habe ich nicht bekommen was ich jetzt genau machen solle. War auch alles in Ordnung habe zu jedem Punkt Ja und Amen gesagt, nur als ich gehört hab für wie wenig ich mir den Arsch aufreissen soll, zogen sich die Mundwinkel schon bis auf den Boden... sowas Geldgieriges man man man. Ich krieg das kotzen wenn ich überleg wieviel die für mich kriegen im Monat... hab schon 1,5 Jahre für ne Zeitarbeitsfirma gearbeitet (1100,--€ netto 40Std. Woche).
Nein, nein, nein! Es hat schon seinen Grund, warum die Branche als "Schmuddelbranche" verrufen ist. Ich würde auch an Deiner Stelle nicht angeben, dass Du ein Auto hast. Außerdem würde ich gesundheitliche Einschränkungen bzgl. gewerblicher Arbeit besonders betonen, aber geschickt bitte. Bei Überstunden würde ich auf die reguläre vertragliche Arbeitsleistung verweisen und das Überstunden natürlich nur maximal in dem Rahmen möglich sind, wie es gesetzlich festgelegt ist - also höchstens 10 Stunden/Tag. Fragen zum Betriebsrat, Mitbestimmung, welche Gewerkschaft zuständig ist, Fortkommensmöglichkeiten sollen auch gut sein. Ich würde auch erzählen, dass Du noch mehrere Bewerbungen laufen hast und insbesondere nach bezahlter Freistellung für Vorstellungsgespräche fragen, welche bereits terminiert sind.

Grundsätzlich: Nicht betrunken oder so erscheinen, zieh einen gepflegten Anzug an, bleib höflich, sei aufmerksam, merk Dir den Namen Deines Gesprächspartners und notier ihn Dir ggf., also alles so, als wenn Du die Stelle haben möchtest. Betone wie wichtig es Dir ist, eine langfristige Beschäftigung zu haben, bei der sich nicht ständig irgendwas oder die Rahmenbedingungen ändern. Frag nach der Standortsicherheit. Wenn Du nach Deinen positiven und negativen Eigenschaften gefragt wirst, dann weißt Du hoffentlich, wie Du Dich bei solchen grundsoliden und seriösen Firmen verkaufen musst, um die Stelle auch wirklich ganz sicher zu bekommen, denn wer möchte schon auf die Erfahrung "Leiharbeiter" verzichten. :)
Danke für die vielen Tipps!

Habe kein Auto! Gepflegte Erscheinung ist selbstverständlich. Hatte ne G-Star und Hemd an. Das ging schon durch denke ich. Naja mache Hantelsport nebenbei, vielleicht sind sie deshalb auf diese Lagerarbeiterei gekommen, kein Plan ;)

Mal ne Frage an alle falls ich wieder in so eine Situation bin, wäre es nicht besser zu sagen.. "ja ich nehm den job, hab ja keine andere wahl denn sonst gibts ne sperrzeit" oder so ähnlich. Wäre doch besser ausgedrückt oder ?

Gruß.
 

Arania

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#40
Ne das kommt mit Sicherheit nicht gut, damit drückst Du ja auch aus das Du nicht möchtest und das ist dann fehlende Mitarbeit
 

Widerspruch

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#41
Pete sagte :
Und zwar hat das Arbeitsamt mir einen Kontaktvorschlag für eine Zeitarbeitsfirma gemacht. Bin ausm kaufmännischen Bereich und habe eine abgeschlossene Ausbildung als Bürokaufmann. Bei der Zeitarbeitsfirma hat man mir dann 750,-- netto geboten. Da hab ich gesagt, sehe ich keine Motivation für mich zu arbeiten und das sie mich ja nicht zwingen können. Ich hab ne Wohnung wo ich 350,-- € Miete und laufende Kosten wie Nebenkosten habe. Das war so die Begründung die ich der Zeitarbeitsfirma gegenüber abgeliefert habe. Nun hab ich heute ein Schreiben vom Arbeitsamt bekommen das mir eine Sperrzeit vom 24.06. - 14.07. verhängt wird.

Kann ich dagegen Widerspruch einlegen oder habe ich auf ganzer Linie verschissen???

Gruß.

Zunächst ist der Vermittlungsvorschlag darauf zu überprüfen:

Gemäß § 144 Abs. 1 Nr. 2 SGB III tritt eine Sperrzeit ein, wenn der Arbeitslose trotz Belehrung über die Rechtsfolgen eine vom Arbeitsamt unter Benennung des Arbeitgebers und der Art der Tätigkeit angebotene Beschäftigung nicht angenommen oder nicht angetreten oder die Anbahnung eines solchen Beschäftigungsverhältnisses, insbesondere das Zustandekommen eines Vorstellungsgespräches, durch sein Verhalten verhindert ohne hierfür einen wichtigen Grund zu haben.

Danach ist das Arbeitsangebot auf die Sittenwidrigkeit zu prüfen. Eine Nettovergütung von 750 Euro entspricht bei einer 38-Stunden-Woche einem Stundenlohn von cirka 5,60 Euro.
Eine arbeitsvertragliche Entgeltvereinbarung verstößt gegen den strafrechtlichen Wuchertatbestand des § 291 Abs 1 Satz 1 Nr 3 StGB und die guten Sitten iSv § 138 BGB, wenn ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung vorliegt.
Siehe auch: http://www.juraforum.de/forum/archive/t-3495/sittenwidriger-lohn


Danach ist zu prüfen, für welche Arbeit genau wird dieser Lohn bezahlt und wie ist die Entlohnung für vergleichbare Tätigkeit im Entleiherbetrieb.

Seit Jahresbeginn gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz auch im Bereich der Entlohnung. Das bedeutet: Leiharbeitnehmer können von ihrem Zeitarbeitsunternehmen ein Arbeitsentgelt in der Höhe verlangen, wie es vergleichbare Stamm-Mitarbeiter in Ihrem Betrieb erhalten.

Eine kleine Ausnahme von diesem Gleichbehandlungsgrundsatz gilt für die ersten sechs Wochen des Einsatzes eines vorher arbeitslosen Zeitarbeitnehmers:

Hier muss das Nettoarbeitsentgelt nur das Niveau des letzten Arbeitslosengeldes erreichen. Um den geltenden Tarif zu erfahren, kann das Zeitarbeitsunternehmen oder der von Ihnen ausgeliehene Leiharbeitnehmer zudem von Ihnen Auskunft darüber verlangen, was Sie einem vergleichbaren Arbeitnehmer als Arbeitsentgelt bezahlen (§ 13 AÜG n. F.).

Der Anspruch auf gleichen Lohn besteht zudem dann nicht, wenn das Leitarbeitsunternehmen tarifgebunden ist und seinem Leiharbeitnehmer den entsprechenden Tariflohn bezahlt.
Siehe auch: http://www.vnr.de/vnr/personalfuehrung/personalmanagement/praxistipp_11977.html
 

Pete

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#42
Beratungshilfeschein gibt's in Hamburg keinen, stattdessen eine Rechtsberatung die in der Woche insgesamt 3 Stunden auf hat. Zudem kann ich noch Prozesskostenhilfe beantragen. Das ist doch schonmal was.

Ich danke euch für die vielen Antworten und die Tipps.

Gruß.
 

Pete

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#44
Nicht ganz... Alte Holstenstraße in Bergedorf muss ich hin.

Mh... wohl doch holstenwall, weil's ins sozialrecht fällt ;)

werde ich dann machen falls ich klagen muss (also mit hoher wahrscheinlichkeit)

Gruß.
 

Pete

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#45
bei mir ist es jetzt so das ich gestern einen brief bekam in dem folgendes stand:

hollriho und hopsassa,

sie haben in ihrem widerspruchsschreiben angekündigt, dass sie eine begründung nachreichen werden. ich möchte sie nun bitten, dies nachzuholen. verpflichtet sind sie hierfür jedoch nicht. sollte ich von ihnen bis zum 25.08.2006 nichts mehr hören, entscheide ich nach aktenlage.

mfg im auftrag

G.tue

so das habe ich ja mal gar nicht gemacht sondern lediglich geschrieben, dass die begründung kurzfristig folgt. von schriftlich war überhaupt nicht die rede. demnach werde ich da morgen anrufen und den sachbearbeiter dazu nötigen den scheiß von mir protokollarisch aufzunehmen. fertig. aus. das fehlt mir noch, das ich dann meine gründe schriftlich angebe und die dann antworten "nee war nicht so" und dafür der scheiß für die dann abgeschlossen ist. aber nicht mit mir.

ich werde an meiner idee festhalten und den widerspruch zu protokoll geben, dazu sind sie schließlich verpflichtet.

gruß.
 

katja

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#46
wir machen jetzt seit monaten für eine firma die gleichen arbeiten wie die hauseigenen angestellten
nur mit einem kleinen unterscheid wir bekommen nur 7 std bezahlt alles andre was drüber ist bis 8 std geht aufs zeitkonto und wir arbeiten für 6.80 wo die andren 10.80 verdienen dazu bekommen wir wenn wir 220 km weit fahren müssen und dafür 3 std unterwegs sind keine zeiten bezahlt
 

Pete

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#47
So morgen 14 uhr termin. werd meine freundin als zeugin mitnehmen. wünscht mir glück. good bye.
 

eisbaer

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#48
Barney sagte :
Du kannst auch nach dem Betriebsrat fragen. Denn der sollte doch an Einstellungsgesprächen teilnehmen. Wenn du dann erfährst, dass es keinen gibt, kannst du ja anklingen lassen, dass man doch einen gründen könne. An deiner aktiven Mithilfe solle es nicht fehlen.

das ist ja ein echter Witz! Utopischer Sozialismus frei nach Lieschen Müller - und was sagt der erfreute Personalchef dann: ?
Ist aber nett von dir lieber Genosse, dass du in unserer Firma den Klassenkampf forcieren willst
:lol: :lol: :lol: :lol:
ja und dann kriegt er den Job sicher ! :| :| :|

Übrigens, was ist ein Betriebsrat ?
Eine geschützte Gruppe von Arbeitnehmern, die arbeitgeberfreundlich das Maul hält, um ihren persönlichen Schutzstatus zu erhalten. Ihr habt wohl noch keinen Betriebsrat hinter den offiziellen Kulissen erlebt. :p
 

Arco

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#49
Übrigens, was ist ein Betriebsrat ?
Eine geschützte Gruppe von Arbeitnehmern, die arbeitgeberfreundlich das Maul hält, um ihren persönlichen Schutzstatus zu erhalten. Ihr habt wohl noch keinen Betriebsrat hinter den offiziellen Kulissen erlebt.
:p :p
.... na du meinst doch nicht etwa die vom Betriebsrat des VW-Konzernes :lol: :lol:

Aber dennoch - so verallgemeinern kann man es nicht :pfeiff: :pfeiff: das kommt auch auf die Größe des Unternehmens an und inwieweit die Gewerkschaft da Einfluß nehmen will .....
 

eisbaer

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#50
ich habe es in einem mittelständ. Unternehmen erlebt, da war der Betriebsrat wirklich nur dazu da, die Maßnahmen des Eigentümers vor der Belegschaft zu begründen. Mehr haben die sich auch nicht getraut. Widerspruch war einfach nicht vorgesehen.
Eine besonders hohe Meinung habe ich von denen nicht.
 
E

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#51
eisbaer sagte :
Barney sagte :
Du kannst auch nach dem Betriebsrat fragen. Denn der sollte doch an Einstellungsgesprächen teilnehmen. Wenn du dann erfährst, dass es keinen gibt, kannst du ja anklingen lassen, dass man doch einen gründen könne. An deiner aktiven Mithilfe solle es nicht fehlen.

das ist ja ein echter Witz! Utopischer Sozialismus frei nach Lieschen Müller - und was sagt der erfreute Personalchef dann: ?
Ist aber nett von dir lieber Genosse, dass du in unserer Firma den Klassenkampf forcieren willst
:lol: :lol: :lol: :lol:
ja und dann kriegt er den Job sicher ! :| :| :|

Übrigens, was ist ein Betriebsrat ?
Eine geschützte Gruppe von Arbeitnehmern, die arbeitgeberfreundlich das Maul hält, um ihren persönlichen Schutzstatus zu erhalten. Ihr habt wohl noch keinen Betriebsrat hinter den offiziellen Kulissen erlebt. :p
Lieber Eisbaer, manchmal ist es gar nicht so einfach, etwas zu verstehen, wenn es nur zwischen den Zeilen steht. Dabei könnte es helfen, wenn du den gesamten Thraed und das Problem von Pete liest und erfaßt.

Nichts für ungut! :p
 

Pete

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#52
Ich kann mir vorstellen, das grade bei ausländischen Mitbürgern bei einem "Bewerbungsgespräch" aneinander vorbei geredet wird was das Geld etc. angeht, und dann kommt's irgendwann zur Klage.

Wieviel Prozent solcher Fälle verliert das Arbeitsamt eigentlich wenn Aussage gegen Aussage steht???

Weiß das jemand ?
 

Pete

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#53
Moin Leute!

Gestern bei der Widerspruchsstelle gewesen. Ein sehr merkwürdiger Typ in der Widerspruchsstelle, aber dazu später mehr.

Erst durfte ich meinen Widerspruch selber zur Niederschrift liegen. Als ich fertig war wollte ich ihm noch ein paar Takte erzählen was den Inhalt der Begründung angeht. Dazu sträubte er sich vorerst und sagte: "Das schau ich mir dann an, wenn ich Zeit hab". Schlagfertig wie ich bin habe ich das nicht auf mir sitzen lassen und ihn gebeten sich die Begründung jetzt sofort durchzulesen. Halt um Missverständnisse vorzubeugen (inhaltlich und auch Rechtschreibung)!!!

Nachdem er fertig gelesen hatte sagte er mir: "Ich werde darüber entscheiden, aber rate Ihnen unter 4 Augen Klage einzureichen. Aber das haben Sie nicht von mir."

Als ich dann die Gegenfrage stellte: "Wenn Sie das entscheiden sagen sie mir Ihre Entscheidung doch einfach jetzt und reden sie nicht länger um heissen Brei!!!" Darauf meinte er: "Das bedarf ein paar Tage Zeit."

Ihr habt richtig gelesen!! Ich weiß nicht ob der Typ irgendwie bekloppt war, keine Ahnung. Ich hab nur die Erfahrung gemacht: So idiotish wie das manchmal auf schriftlichem Wege mit denen läuft, so sind sie auch wenn du denen genau gegenüber sitzt!!! "Nicht wie im normalen Leben... " wie schon jemand ein paar Beiträge über mir geschrieben hatte.

Eine Bekannte von mir schließt eine solche Reaktion darauf, das er von mir eingeschüchtert war durch mein überzeugtes Auftreten verbal und optisch. Das lasse ich mal als Kompliment durchgehen. :)

Er fragte noch ganz überrascht ob ich schon öfter Probleme mit der Agentur hatte, da ich mit Zeugin auftrat.

Naja habe mir von der Begründung eine Kopie mit Unterschrift und Datum aushändigen lassen. Wenn ihr wollt poste ich den mal komplett hier rein. Oder bringt das Nachteile mit sich?

Ich danke euch für die Aufmerksamkeit.
 

Pete

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#54
Gestern Post bekommen.

Sehr geehrter Herr ...,

nach nochmaliger Überprüfung der Sach- und Rechtslage aufgrund ihres Widerspruches vom 06.07.2006 hebe ich den Bescheid vom 28.06.2006 hiermit auf.

Ihrem Widerspruch wird damit auf dem Verwaltungswege in vollem Umfang entsprochen.

Die weiteren Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ihnen noch gesondert zugehenden Bescheid.

Entscheidung über die Erstattung der Kosten:

Die Ihnen im Widerspruchsverfahren entstandenen Kosten werde ich auf Antrag erstatten, soweit sie notwendig waren und nachgewiesen sind.

mfg
im auftrag

...
 
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#55
Wie war die genaue Begründung des Widerspruchs?
Könnte anderen Betroffenen in gleicher Lage vielleicht ein Stückchen weiterhelfen.
Bin nicht so der Schlagfertigste und Argumentationsfreudigste.
Aber das macht nicht, wenn die Leihbuden meinen mit mir machen zu können, was sie wollen lernen sie jedesmal die Rechtsabteilung der Gewerkschaft kennen.
(So als Tip. Rechtschutz für 1.50 im Monat, helfen auch bei Trouble mit dem Amt).
 
E

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#56
Pete sagte :
Gestern Post bekommen.

Sehr geehrter Herr ...,

nach nochmaliger Überprüfung der Sach- und Rechtslage aufgrund ihres Widerspruches vom 06.07.2006 hebe ich den Bescheid vom 28.06.2006 hiermit auf.

Ihrem Widerspruch wird damit auf dem Verwaltungswege in vollem Umfang entsprochen.

Die weiteren Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ihnen noch gesondert zugehenden Bescheid.

Entscheidung über die Erstattung der Kosten:

Die Ihnen im Widerspruchsverfahren entstandenen Kosten werde ich auf Antrag erstatten, soweit sie notwendig waren und nachgewiesen sind.

mfg
im auftrag

...
Der Erfolg freut mich für dich. Hattest du zuerst doch überhaupt Zweifel, ob du Widerspruch einlegen sollst. Du siehst, man kann nur gewinnen.

Dein Erlebnis im Amt als du den Widerspruch gemacht hast, zeigt auch mal wieder, dass die Mitarbeiter dort nicht unbedingt mit Hartz IV und seinen Auswirkungen einverstanden sind. Sie sind aber verpflichtet, Loyalität zu üben.

Warum du nicht gleich den Bescheid mit nach Hause nehmen konntest, ist doch ganz klar. Dein Gegenüber durfte ihn nicht alleine rausschicken.
Er muß sich wahrscheinlich irgendwo noch eine Absegnung holen oder sogar ein anderer unterschreibt. Oft ist es so, dass die, die im Frontoffice mit den Antragstellern zu tun haben und sich mit ihnen auseinandersetzen müssen, gar nicht diejenigen sind, die zu entscheiden haben. Sie sitzen zwischen den Stühlen.
 

Quirie

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#57
Super, Pete, ich freue mich auch für Dich.

:daumen: :daumen:

Da fühlt man sich gleich wieder zehn Jahre jünger, was?

:lol: :twisted:
 

Pete

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#58
Ja aber hallo. :)

Hoffe das das Geld gleich am ersten drauf ist, dann kann ich meien Schulden abbezahlen.

Glaube auch das der Herr eher eine "Beruhigungsperson" war. Das hat der ganze smalltalk drumherum doch gezeigt.

Ich dank euch!! :knutsch: :knutsch: :knutsch:

PS: @rolf.schmidt: Meine Begründung war die reine Wahrheit, nämlich das keine Jobablehnung meinerseits stattgefunden hat, und das Ganze für mich eine negative nicht-vorrausahnende Überraschung war.
 

eisbaer

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#59
Eine kleine Ausnahme von diesem Gleichbehandlungsgrundsatz gilt für die ersten sechs Wochen des Einsatzes eines vorher arbeitslosen Zeitarbeitnehmers:

Hier muss das Nettoarbeitsentgelt nur das Niveau des letzten Arbeitslosengeldes erreichen. Um den geltenden Tarif zu erfahren, kann das Zeitarbeitsunternehmen oder der von Ihnen ausgeliehene Leiharbeitnehmer zudem von Ihnen Auskunft darüber verlangen, was Sie einem vergleichbaren Arbeitnehmer als Arbeitsentgelt bezahlen (§ 13 AÜG n. F.).
und das ist wirklich so ? Ist da wirklich das Netto gemeint
Da nehme ich doch den Job, der mir kaum 50 Prozent des derzeitigen ALG-1 einbringt und obendrein noch meinen Privatwagen zuschanden reiten würde - nicht an!
 
E

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Gast
#60
eisbaer sagte :
Eine kleine Ausnahme von diesem Gleichbehandlungsgrundsatz gilt für die ersten sechs Wochen des Einsatzes eines vorher arbeitslosen Zeitarbeitnehmers:

Hier muss das Nettoarbeitsentgelt nur das Niveau des letzten Arbeitslosengeldes erreichen. Um den geltenden Tarif zu erfahren, kann das Zeitarbeitsunternehmen oder der von Ihnen ausgeliehene Leiharbeitnehmer zudem von Ihnen Auskunft darüber verlangen, was Sie einem vergleichbaren Arbeitnehmer als Arbeitsentgelt bezahlen (§ 13 AÜG n. F.).
und das ist wirklich so ? Ist da wirklich das Netto gemeint
Da nehme ich doch den Job, der mir kaum 50 Prozent des derzeitigen ALG-1 einbringt und obendrein noch meinen Privatwagen zuschanden reiten würde - nicht an!
Ich weiss ja nicht ob Sie es wissen, aber... ;)

"Arbeitsagenturen dürfen Arbeitslose nicht in Stellen vermitteln, für die eine an der Sozialhilfe orientierte Lohnhöhe nicht erreicht wird.

Am 27. Februar 2006 wurde im Sozialgericht Berlin der Fall einer 44-jährigen Arbeitslosen verhandelt, die mit ihren beiden jugendlichen Söhnen zusammenlebt. Sie weigerte sich im Sommer 2004, ein ihr von der Arbeitsagentur unterbreitetes Stellenangebot bei einer Zeitarbeitsfirma für eine Tätigkeit als Hauswirtschaftshilfe anzunehmen. Bei dieser Tätigkeit sollte ein Tariflohn in Höhe von 5,93 € pro Stunde (Tarifgebiet Ost) bei einer Vollzeitbeschäftigung von 35 Stunden je Woche gezahlt werden (Monatslohn brutto 900 €, netto 710 €). Die Arbeitsagentur verhängte daraufhin eine Sperrzeit und verlangte das Arbeitslosengeld für drei Wochen zurück.

Die 77. Kammer hat nun entschieden, dass ein Lohn unzulässig sei, der die Höhe der Sozialhilfe für einen alleinstehenden Hilfebedürftigen nicht erreicht. Die Arbeitsagenturen dürften derartige Stellenangebote nicht unterbreiten. Bei Ablehnung durch den Arbeitslosen dürften deshalb Sanktionen nicht verhängt werden.

Die Richter begründen ihre Entscheidung damit, dass ein solches Arbeitsentgelt gegen die Grundrechte der Menschenwürde und der freien Entfaltung der Persönlichkeit sowie gegen das Sozialstaatsgebot und die Vorgaben der Europäischen Sozialcharta verstoße."

Weiter.
http://www.peng-ev.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2116

Gruß, Anselm - Helot
 

eisbaer

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#61
Habe ich wieder ausgedruckt. Leute, DANKE, Ihr stattet mich ja richtig gut aus, damit ich den Donnerstag nachmittag dort gut überstehen werde
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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