Sperre wegen nicht ausgedruckten Bewerbungen-berechtigt? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Jule1988

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Hallo zusammen!

Ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil mein Mann und ich am verzweifeln sind. Er wurde für seinen letzten Termin aufgefordert 10 Bewerbungsnachweise anzugeben und hat dafür auch dieses Formular bekommen. Er hat darauf 18Bewerbungen eingetragen (alle per e-mail versendet).

Einen Tag später ist Post im Briefkasten, dass er eine 14-tägige Sperre kommt wegen unzureichender Eigenbemühungen. Weil er die Stellenanzeigen, Bewerbungen und Absagen nicht ausgedruckt hat. Dies musste er bis dato nie tun. Das Formular ausfüllen hat immer gereicht.

Selbst wenn er aber gewollt hätte hätten wir garnicht die Möglichkeit gehabt, da wir keinen Drucker besitzen und uns in der jetztigen Situation auch keinen leisten können. Des weiteren hat er keine Absage schriftlich bekommem sondern alle telefonisch oder direkt beim Gespräch.

Wir haben jetzt direkt Wiederspruch eingelegt...meint ihr wir haben Chancen, dass die Sperre aufgehoben wird?

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.
Lg Jule
 

Flodder

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Gibt es eine EGV, in der geregelt ist, dass jede Bewerbungsbemühung nachweislich als Kopie einzureichen ist? Wenn nein, dürfte die Sperre nicht rechtsmäßig sein.
 
E

ExitUser

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Hallo,

ich würde denen schreiben, dass Ihr keinen Drucker besitzt
und Kostenübernahme beantragen dafür, dass Ihr die E-Mails im Internet-Café ausdrucken könnt.

Alternativ würde ich anbieten, dass ich die Mails auf Stick speichere und dort bei einem Ortstermin (zu dem das JC selbstverständlich auch die Fahrtkosten übernehmen muss - also gleich mit beantragen) dem JC gerne Einsicht gebe.
(die dürfen allerdings keine Fremd-Datenträger in ihre PCs schieben ... aber das müsst Ihr ja nicht wissen).

Ich denke nicht, dass die mit einer Sanktion letztendlich durchkommen, versuchen werden sie es auf jeden Fall ...

Aber natürlich seid Ihr bereit, die geforderten Unterlagen vorzulegen ... wenn das JC die dafür zusätzlich entstehenden Kosten übernimmt.

Grüße
Arbeitssuchend
 

Jule1988

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Die gab es bis zu besagtem Termin nicht. Das hat mein amann am Montag erst unterschrieben. Und in der EGV steht drin das er bis zum nächsten Termin mindestens 1-3Bewerbungen pro Woche nachweist und zum 30. jeden Monat seine Nachweise per mail schickt und zum Termin die aktuellen Stellenangebote, Anschreiben, Nachweise der Kontaktierungen, Absagen etc mitbringt.
 

Flodder

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@Arbeitssuchend,

dieser Thread wurde in der Rubrik ALG eingestellt. Der TE schreibt von "14-tägige Sperre".

Daher nicht Jobcenter, sondern Agentur für Arbeit. SGB III und nicht SGB II.

Bitte vor Antwort mal den Eingangsthread lesen.
 

Jule1988

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Natürlich würden wir nachreichen was wir nachreichen können (einige Stellenangebote werden zwar schon raus sein ausm inet aber alles was noch da ist reichen wir dann nach)
 
E

ExitUser

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Hallo zusammen!

Ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil mein Mann und ich am verzweifeln sind. Er wurde für seinen letzten Termin aufgefordert 10 Bewerbungsnachweise anzugeben und hat dafür auch dieses Formular bekommen. Er hat darauf 18Bewerbungen eingetragen (alle per e-mail versendet).

Einen Tag später ist Post im Briefkasten, dass er eine 14-tägige Sperre kommt wegen unzureichender Eigenbemühungen. Weil er die Stellenanzeigen, Bewerbungen und Absagen nicht ausgedruckt hat. Dies musste er bis dato nie tun. Das Formular ausfüllen hat immer gereicht.

Selbst wenn er aber gewollt hätte hätten wir garnicht die Möglichkeit gehabt, da wir keinen Drucker besitzen und uns in der jetztigen Situation auch keinen leisten können. Des weiteren hat er keine Absage schriftlich bekommem sondern alle telefonisch oder direkt beim Gespräch.

Wir haben jetzt direkt Widerspruch eingelegt...meint ihr wir haben Chancen, dass die Sperre aufgehoben wird?

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.
Lg Jule
Auf jeden Fall Rechtsmittel einlegen und das JC dazu auffordern, die rechtliche Grundlage für die Sanktion zu nennen. Die Behörde ist in der Beweispflicht!
 
E

ExitUser

Gast
Flodder, bei ALG 1 würde ich genau dasselbe machen.
Nämlich Kostenübernahme für das Drucken beantragen und Vorlage der Schreiben per Stick anbieten.

Scheinbar hat TE am Montag eine EGV unterschrieben und zugestimmt, dass er die Anschreiben und Stellenangebote (die Angebote aus dem Internet muss er ja auch irgendwie ausdrucken oder zumindest Screenshots machen und auf Stick ziehen) mitbringt. Das ist natürlich weniger gut.

@Jule1988:
Könnt Ihr die EGV mal scannen oder abfotografieren und hier einstellen?

Grüße
Arbeitssuchend
 

Jule1988

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Mist....hab gerade nochmal die alte EGV rausgekramt und da stand das leider auch schon drin. Er hat da wohl nicht richtig zugehört bzw mitgedacht :-(

Haben wir trotzdem eine Chance?
 
E

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Gast
Er hat doch die Liste. Das sollte reichen. Rechtsmittel einlegen und zwar schnell.

Soweit ich weiß gibts keine rechtliche Grundlage, dass Bewerbungen immer ausgedruckt werden müssen als Nachweis.
 
G

gast_

Gast
Auch bei ALG I Bezug hätte ich so eine EGV nie unterschrieben!

Ausdrucken würde ich nie - was ich machen würde, wäre: per email an SB - soll der sie sich doch selbst ausdrucken!
 

Flodder

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Auch bei ALG I Bezug hätte ich so eine EGV nie unterschrieben!

Ausdrucken würde ich nie - was ich machen würde, wäre: per email an SB - soll der sie sich doch selbst ausdrucken!
Eben, Emailbewerbungen habe ich ja (hoffentlich) in meinem Postausgang. Diese kann ich ja per Mail an meinem SB weiterleiten.
 

Jule1988

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Ja das machen wir dann auch ab sofort....aber die sperre ist erstmal da und ich hoffe das die die zuruck nehmen sonst haben wir finaziell echt ein Problem...
 

jockel

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Hallo zusammen!

Ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil mein Mann und ich am verzweifeln sind. Er wurde für seinen letzten Termin aufgefordert 10 Bewerbungsnachweise anzugeben und hat dafür auch dieses Formular bekommen. Er hat darauf 18Bewerbungen eingetragen (alle per e-mail versendet).

Einen Tag später ist Post im Briefkasten, dass er eine 14-tägige Sperre kommt wegen unzureichender Eigenbemühungen. Weil er die Stellenanzeigen, Bewerbungen und Absagen nicht ausgedruckt hat. Dies musste er bis dato nie tun. Das Formular ausfüllen hat immer gereicht.

Selbst wenn er aber gewollt hätte hätten wir garnicht die Möglichkeit gehabt, da wir keinen Drucker besitzen und uns in der jetztigen Situation auch keinen leisten können. Des weiteren hat er keine Absage schriftlich bekommem sondern alle telefonisch oder direkt beim Gespräch.

Wir haben jetzt direkt Widerspruch eingelegt...meint ihr wir haben Chancen, dass die Sperre aufgehoben wird?

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.
Lg Jule
10 Bewerbungen je Monat nachzuweisen ist juristisch unzumutbar für Arbeitslose.

Vor Einführung des Hartz-IV-Mists stand zur Finanzierung von Bewerbungsaufwendungen pro jobsuchenden Arbeitslosen eine Jahressumme von 260 Euro zur Verfügung. Pro nachgewiesener Bewerbung gab es eine pauschalierte Kostenerstattung von 5 Euro

260 Euro/Jahr : 5 Euro/Bewerbung = max. 52 Bewerbungen/Jahr dürfen vom Amt gefordert werden

52 Bewerbungen/Jahr : 52 Kalenderwochen/Jahr = max. 1 Bewerbung/Kalenderwoche ist zulässig und kein Stück mehr oder das Amt hat gefälligst die Jahressumme zu erhöhen.

Da ein Kalendermonat zwischen 4 oder 5 Kalenderwochen hat, sind demzufolge 4 bis 5 Bewerbungen im Kalendermonat maximal zulässig und keine 10, zumal viele Unternehmer absolut kein Einstellungsinteresse zeigen, weil sie keine Löhne, keine Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen wollen.

Sinn und Zweck des Bewerbens ist, doch mit möglichst wenig Arbeitsaufwand einen relativ sicheren Einstellungserfolg zu bekommen (Aufwand-Nutzen-Verhältnis) und nicht sinnlose Bewerbungsmengen erfolglos zu produzieren, nur um die Umsätze und Profite der Internetanbieter, die Telekom oder die Post durch diese Art der Tonnenideologie zu sichern.

Außerdem hat jeder Arbeitslose die freie Berufswahl nach Artikel 12 Grundgesetz

Art 12 GG

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.
gleiches findet man in der UN-Menschenrechtserklärung im Artikel 23

Artikel 23 UN-Menschenrechtserklärung


1. Jeder hat
  • das Recht auf Arbeit,
  • auf freie Berufswahl,
  • auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie
  • auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
4. Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.
Und die BRD ist seit 1977 UN-Mitglied und hält alle der 4 genannten UN-Menschenrechte bis heute nicht ein.

Deshalb ist die Forderung der Arbeitsverwahrlosungsämter sich auf alle Art von Schund- und Sudeljobs zu bewerben, eindeutig verfassungswidrig, auch wenn im § 10 SGB II genau diese Jobsuche einschließlich der Schund- und Sudeljobs erwartet wird.

Die UN-Menschenrechtserklärung und die Verfassung (Grundgesetz) steht über den Regelungen des SGB II und hat Vorrang vor diesem unterzuordnenden Rechtsvorschriften. Du hast die freie Berufswahl und kannst den Umfang Deiner Bewerbungsbemühungen frei entscheiden, andernfalls hat der Forderer das kostendeckend zu finanzieren.

Du bist nicht verpflichtet ein Mehr an Bewerbungsaufwand aus dem Alg-II-Regelsatz zu bezahlen, weil dafür kein Kostenbestandteil zum Bewerben vorgesehen ist. Das Alg II dient ausschließlich zur Finanzierung des Lebensunterhalts und selbst dafür langt das Alg II nicht hinten und vorn, da Alg II nicht existenzsicjhernd ist.

Die Unternehmerganoven wollen jobsuchende Arbeitslose für umsonst beschäftigen. Also muß man das asoziale Verhalten der Unternehmer endlich amtlich sanktionieren und nicht die Arbeitslosen, die wegen dieser menschlichen Respektlosigkeit und Raffgier der Unternehmer keine Jobs erhalten.

Was will man aber von Ämtern der Arbeitslosenverwahrlosung (Arbeitsagenturen und Jobcenter) erwarten, die Büttel und Lakaien der Unternehmerverbände sind.

Du mußt in schlüssiger Art die Nachweise erbringen, daß der jobsuchende Erwerbslose seine zumutbaren Eigenbemühungen erbracht hat. Die Schriftform, also das Kopieren der vollständigen Bewerbungen ist nicht zwingend zu erfüllen, da es fürs Ausdrucken und damit verbundenen Materialkosten nichts vom Amt als Kostenersatz gibt!!!!

Das Amt hat bei jobsuchenden Erwerbslosen die Nachweisanforderungen in Grenzen zu halten, zumal im Regelsatz von Alg keine derartigen Kostenerstattungen dafür vorgesehen sind.

Es gilt der Grundsatz: Wer die Musik bestellt (eben das Amt der Arbeitslosenverwahrlosung) - hat auch die Musik zu bezahlen!!!!

Rufe jede einzelne der abgeschickten E-Mails auf und dann den Menübefehl "Antworten". Dadurch entsteht eine mehrzeilige Kopfleiste mit den Versendedaten. Die markiertst Du mit Strg+C und kopierst jeweils E-Mail um E-Mail diese Kopfleisten nacheinander in eine Textverarbeitung in Form einer Liste.

Ein tatsächliches "Antworten" führst Du natürlich nicht durch, sondern brichst es wieder ab. Es dient nur dazu, um an die Kopfleisten jeder E-Mail heranzukommen.


Daneben richtest Du Dir eine ständig aktualisierte Excelliste ein, wo
  • das Versendedatum
  • der umworbene Beruf bzw. Stellenbezeichnung - handelt es sich um ein Jobangebot aus der Jobbörse der Bundesagentur - noch die Registrierungsnummer
  • die postalische Anschrift der beworbenen Firma
  • der Name, Telefon-, Fax- und E-Mail-Kontakt der Ansprechperson
  • Art der Firmenantwort per Brief, Anruf, E-Mail
  • Art der Firmenantwort:
    • Einladung zum Vorstellungsgespräch - ja / nein
    • Einstellung in den Job - ja / nein
    • Zwischenbescheid - ja / nein
fortlaufend ausgewiesen wird. Mehr darf der Sachbearbeiter des Arbeitslosenverwahrlosungsamtes nicht erwarten dürfen.

Damit hast Du 2 Nachweisübersichten
  • diese Antworten-E-Mail-Nachweise und
  • die Bewerbungsnachweise aus dem Excel.
Diese beiden Listen verschickst Du wieder per E-Mail an die E-Mail-Adresse des Arbeitsteams im Arbeitslosenverwahrlosungsamt.

Das war's!

Mehr gibt es nicht!!!!

Sollte der Sachbearbeiter Dir nicht trauen, soll er doch gefälligst die Ansprechpersonen telefonisch kontaktieren und den Eingang der Bewerbungs-E-Mails bestätigen lassen, wobei Du als Versender nicht verpflichtet bist, zu garantieren, daß auch tatsächlich die Bewerbungsmails bei diesen Firmen ankommen.

Dein Mitwirkungsnachweis beschränkt sich auf die Absendeseite, nicht auf die Empfangsseite.
 
E

ExitUser

Gast
Klar, aber einige User haben das noch nicht geblickt. :biggrin:
Sag mal geht's noch, Flodder?

Ver**** Dich, wenn Du nichts anderes zu tun hast,
als hier Leute zu verunglimpfen und anzugreifen.

Und mal eine ganz diskrete Frage:
Hast DU noch nie einen Fehler gemacht?

Flodder von Gottes Gnaden - oder was?

Einfach nur krank, was hier zurzeit von Deiner Seite her abgeht .... :icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:

Wenn Dir nicht passt, was ich schreibe, oder dass ich hier konstruktive Ratschläge gebe, dann schreib das per PN oder beschwere Dich bei der Forenleitung.

Dsa was ich geschrieben habe, greift gleichermaßen bei ALG 1 und ALG 2.

Vielleicht solltest Du mal Dein Gehirn einschalten,
bevor Du hier Beleidigungen ablässt.

Ich bin raus hier.
So langsam kotzt mich das alles hier an!
 
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