Sperre möglich? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

frija

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Hallo,

ich bin ziemlich verzweifelt. Hatte heute ein Vorstellungsgespräch nach einer Bewerbung, die ich schreiben musste (mit Rechtsfolgenbelehrung).
Das Schlimme daran ist, dass ich die Stelle bekommen würde, aber ich will sie nicht!!!! Das hat auch einen guten Grund: mir fällt es aufgrund einer psychischen Beeinträchtigung schwer, einen Teil der Arbeit zu meistern (verursacht Angstzustände).
Das weiß auch meine Vermittlerin und trotzdem schickte sie mir den VV!
Beim ersten Gespräch mit ihr habe ich ihr alles offen zu meiner Krankheitsgeschichte erklärt. Ich hatte danach noch einen Termin beim Psychol. Dienst, der laut Gutachten alle meine Aussagen bestätigt und ebenfalls rät, nicht mehr im alten Berufsfeld (jedoch im gleichen Beruf...ist etwas kompliziert) zu arbeiten. Ich dachte das läuft gut mit meiner Vermittlerin, habe zum Bsp. keine Bewerbungsanzahl pro Monat zu bringen. Soll ich selbst entscheiden. Und jetzt sowas?
Ich werde den Job definitiv nicht annehmen können -> eine AU ist vorprogrammiert...
Bekomme ich da jetzt ne Sperre??

Hoffe auf eure Hilfe!
 

Paolo_Pinkel

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[...]
Das Schlimme daran ist, dass ich die Stelle bekommen würde, aber ich will sie nicht!!!! Das hat auch einen guten Grund: mir fällt es aufgrund einer psychischen Beeinträchtigung schwer, einen Teil der Arbeit zu meistern (verursacht Angstzustände).
Das weiß auch meine Vermittlerin und trotzdem schickte sie mir den VV!
Dann hat das Vermittler-Gesindel grob rechtswidrig wider besseren Wissens gehandelt! Man hätte dir dieses Angebot deshalb garnicht erst unterbreiten dürfen, weil es für dich unzumutbar ist. Die Zumutbarkeit regelt beim ALG I der § 140 SGB III.
Beim ersten Gespräch mit ihr habe ich ihr alles offen zu meiner Krankheitsgeschichte erklärt. Ich hatte danach noch einen Termin beim Psychol. Dienst, der laut Gutachten alle meine Aussagen bestätigt und ebenfalls rät, nicht mehr im alten Berufsfeld (jedoch im gleichen Beruf...ist etwas kompliziert) zu arbeiten.
Noch ein Sargnagel für deinen SB! Sie hat sich nicht an das Gutachten gehalten. Darüber hinaus hättest du dem SB nicht sagen müssen, welche Diagnosen vorliegen, aber ok.
Ich werde den Job definitiv nicht annehmen können -> eine AU ist vorprogrammiert...
Bekomme ich da jetzt ne Sperre??

Hoffe auf eure Hilfe!
Ich würde den Job auch ablehnen und z.B. auf das Gutachten verweisen. Du musst abwarten was passiert. Wenn man dir eine Sperrzeit reindrücken will, dann solltest du sofort zu einem Fachanwalt für Sozialrecht gehen. Hier sehe ich gut Chancen, dass du da unbeschadet aus der Sache rauskommst und die BA ein nettes Anwaltshonorar zahlen darf:biggrin:
 

frija

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Danke für die beruhigende Antwort!!

Dann werde ich den Job auf alle Fälle ablehnen.
Müssen sich die SB an die psychol. Gutachten halten? Oder ist das nur so als Empfehlung zu sehen?
 

Paolo_Pinkel

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Danke für die beruhigende Antwort!!

Dann werde ich den Job auf alle Fälle ablehnen.
Müssen sich die SB an die psychol. Gutachten halten? Oder ist das nur so als Empfehlung zu sehen?
Das Gutachten soll zunächst abklären, on und wenn ja, inwiefern du arbeitsfähig bist. Der mD/pD gibt dann eine Einschätzung ab. Daran sollte sich dann der Vermittlungs-Trottel halten. Wie man sieht ist das aber nicht der Fall. Hast du dir vom Gutachten eine Abschrift geben lassen?
 
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@frija

Vielleicht solltest du mal deinen Vermittler schriftlich darüber aufklären, was genau es heißen soll, daß du "nicht mehr im gleichen Berufsfeld, aber im gleichen Beruf" arbeiten kannst. Das ist in der Tat nicht einfach zu verstehen.
 

frija

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@gurkenaugust
Das wurde schon genau definiert und steht auch im Gutachten mit drin. Ich wollte hier nur nicht so ins Detail gehen. Ich habe einen Beruf gelernt, der mir erlaubt verschiedene Arbeiten anzunehmen. Bestimmte Aufgaben kann ich aber nicht mehr machen.

@ Paolo_Pinkel
Habe noch keine Abschrift erhalten. Die Psychologin hat mit mir den Inhalt abgesprochen.
 
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Gut. Dann fordere auch eine Kopie des Gutachtens an, damit du für die Zukunft eine sichere schriftliche Grundlage für deine Argumentation hast. Darauf hast du einen Anspruch.
 
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