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Sperrbogen Fragen beantworten ohne Sperre

Rächerchen

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#1
Hallo liebe Community,

Ihr habt mir damals sehr gut geholfen und nun braucht meine Frau Hilfe, da sie nach vielen, vielen Jahren Arbeitslos geworden ist mit einem Aufhebungsvertrag.

Nun muss sie natürlich schreiben wieso sie das Arbeitsverhältnis beendet hat, um einer Sperre zu entgehen.

War wir schon haben ist ein Attest, dass es aus gesundheitlichen Gründen empfohlen wurde dort nicht mehr zu arbeiten.

Weiterhin steht im Aufhebungsvertrag der Arbeitgeber hätte das Verhältnis aufgelöst.

Was sollte sie also in diesen Sperrbogen schreiben. Was ist am klügsten?

Liebe Grüsse
 

Fritz Fleißig

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#2
Mit dem "Sperrbogen" ist vermutlich ein Anhörungsbogen zur Ermittlung der Hintergründe des Abschlusses eines Aufhebungsvertrages gemeint.

Die richtige Antwort wäre, daß der eigene Arzt aus gesundheitlichen Gründen zur Aufgabe der Tätigkeit geraten hat. Ein entsprechende Bescheinigung hat deine Frau offenbar schon, ich würde sie gleich in Kopie beifügen.

Ob im Aufhebungsvertrag steht, der Arbeitgeber hätte ansonsten den Arbeitsvertrag gekündigt, ist weniger wichtig. Dies muß nicht nur so angegeben sein, es muß vor allem auch stimmen oder zumindest glaubhaft sein. Ob der Arbeitgeber bei einer langjährig Beschäftigten und bei angenommenem Kündigungsschutz den Arbeitsvertrag überhaupt hätte kündigen können (aus welchen Gründen? aus gesundheitlichen/personenbedingten Gründen?), ist doch die Frage.

Deine Frau kann das aber gleichfalls ergänzend angeben, wenn es stimmt - beispielsweise in der Form, daß ansonsten der Arbeitgeber aus gesundheitlichen/personenbedingten Gründen (nachlassende Leistungsfähigkeit und Unfähigkeit, die Arbeit weiter zu verrichten) eine Kündigung ausgesprochen hätte und dazu auch berechtigt gewesen wäre.

Wichtiger aber ist die Arztbescheinigung, zumal sich nur damit ein kurzfristiges Ausscheiden ohne Einhaltung der Kündigungsfrist rechtfertigen läßt.
 

Rächerchen

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#3
Sehe gerade dass da noch mehr Fragen warten ^^

1. Aus welchen Gründen haben Sie das Verhältnis beendet? Gründe angeben usw.
2. Haben Sie versucht diese Gründe zu beseitigen?
3. Wäre es möglich gewesen, das Verhältnis erst zu einem späteren Zeitpunkt zu beenden?
4. Haben Sie das Verhältnis beendet, um eine Arbeitgeberkündigung zu vermeiden?
5. Wurde Ihnen durch Ihren Arbeitgeber eine betriebliche Kündigung mit Bestimmtheit in Aussicht gestellt?

Oh mann...
 

Fritz Fleißig

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#4
Du mußt nicht sklavisch an den Vorgaben des Fragebogens kleben - das ist schließlich kein vorgeschriebenes Formular, sondern nur eine Arbeitshilfe. Du kannst durchaus auch frei formulieren oder zusammenfassen, falls etwas nicht ganz passend erscheint.

Konzentrieren muß sich deine Frau darauf, daß gesundheitliche Gründe eine Arbeitsaufgabe unverzüglich notwendig gemacht haben.

Vorschlag für Antworten:

1. gesundheitliche Gründe - Arzt hat zur unverzüglichen Aufgabe der Tätigkeit geraten (siehe beigefügte Arztbescheinigung)
2. entfällt
3. nein - unverzügliche Beendigung der Beschäftigung war aus gesundheitlichen Gründen notwendig
4+5. Arbeitgeber hätte überdies wegen gesundheitsbedingter und betrieblicher Gründe (nachlassende Leistungsfähigkeit) eine Kündigung ausgesprochen, siehe Aufhebungsvertrag

Du mußt das auch ein bißchen auf den Inhalt von Aufhebungsvertrag und Arztbescheinigung abstimmen, damit sich keine Widersprüche ergeben.

Wenn man eine Arztbescheinigung hat, in der klar drinsteht, daß der Arzt aus medizinischen Gründen die Aufgabe der Berufstätigkeit empfohlen hat, reicht das normalerweise völlig aus, um eine Sperrzeit zu vermeiden.
 

Rächerchen

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#5
Danke sehr .

Kleines Detail noch : der Arzt hat die Aufgabe in der Praxis empfohlen . Die Tätigkeit kann sie weiter ausüben. Muss man in seinen Antworten echt aufpassen .

Muss man sgen wieso weshalb warum oder geht das das Amt nix an ? Das Klima hat ja viel dazu beigetragen sowie das Verhalten vom Chef hinsichtlich ihrer Rückkehr nach der Elternzeit.
 

Fritz Fleißig

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#6
Ja, aufpassen muß man. Aus den Antworten sollte sich kein Widerspruch zu den Angaben in Attest und Aufhebungsvertrag ergeben.

Die Antworten würde ich so knapp wie nur möglich halten. Je mehr man unnötigerweise ins Detail geht, desto eher könnten sich Angriffsmöglichkeiten ergeben. Wenn beispielsweise geschildert wird, daß die Arbeitsverhältnisse unerträglich und gesundheitlich belastend waren, könnte die Arbeitsagentur fragen: haben Sie denn was dagegen unternommen und zunächst die Aussprache mit dem Arbeitgeber gesucht? Wann und wie, und warum hat das nichts gefruchtet? Wäre es nicht möglich gewesen, bis zum nächsten Kündigungstermin zu warten? (siehe Fragen 2 und 3)

Wenn also im Attest steht, daß der Arzt aus gesundheitlichen Gründen die unverzügliche Arbeitsaufgabe empfohlen hat, dann ist das einfach so und sollte nicht weiter kommentiert werden. Normalerweise reicht das auch. Sollte die Arbeitsagentur offiziell und schriftlich rückfragen, kann man immer noch ausgewählte Einzelheiten schildern.
 
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