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SPD-Plan: Langzeiterwerbslose sollen gemeinnützige Arbeit leisten

0zymandias

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#1
Es war zwar schon im Koalitionsvertrag beschlossen, aber es ist trotzdem ernst gemeint:

Der neue Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (SPD), will Langzeitarbeitslose mit Hilfe eines Milliardenprogramms in gemeinnützige Arbeit bringen. "Wir wollen Langzeitarbeitslose nicht von einer kurzfristigen Maßnahme zur nächsten schubsen, sondern vier Milliarden Euro bereitstellen, um Menschen eine langfristige Perspektive auf einem sozialen Arbeitsmarkt anzubieten", sagte Heil den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
[...]
Die Grünen begrüßten den Vorstoß für Langzeitarbeitslose grundsätzlich, forderten aber mehr Arbeitsmarktnähe. [...] Allerdings sei es der falsche Weg, nur gemeinnützige Arbeit im Blick zu haben. Geförderte Beschäftigung müsse arbeitsmarktnah sein.
[Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...-gemeinnuetzige-arbeit-leisten-a-1198692.html ]
Mehr Arbeitsmarktnähe: Vielleicht die Dieselumrüstung für VW?
Oder die Sanierung von Schultoiletten? :biggrin:

Nachtrag zur Ergänzung aus dem Koalitionsvertrag, PDF-Seite 50:
Mit einem ganzheitlichen Ansatz wollen wir die Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt vorantreiben. Unser Ziel ist, bei der Betreuung der Langzeitarbeitslosen die ganze Familie in den Blick zu nehmen.

Die Teilhabe am Arbeitsmarkt erfolgt dabei sowohl auf dem ersten Arbeitsmarkt als auch auf dem sozialen Arbeitsmarkt z. B. durch Lohnkostenzuschüsse. Das schließt Arbeitgeber der freien Wirtschaft, gemeinnützige Einrichtungen und Kommunen ein. Bei den sozialversicherungspflichtig bezuschussten Arbeitsverhältnissen im sozialen Arbeitsmarkt orientiert sich der Zuschuss am Mindestlohn. Dazu schaffen wir u. a. ein neues unbürokratisches Regelinstrument im Sozialgesetzbuch II „Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“. Wir stellen uns eine Beteiligung von bis zu 150.000 Menschen vor. Die Finanzierung erfolgt über den Eingliederungstitel, den wir hierfür um vier Milliarden Euro im Zeitraum 2018 bis 2021 aufstocken werden. Wir ermöglichen außerdem den Passiv-Aktiv-Transfer in den Ländern. Der Bund stellt dazu die eingesparten Passiv-Leistungen zusätzlich für die Finanzierung der Maßnahmen zur Verfügung.

Wir erhöhen die Restmittelübertragung für das Sozialgesetzbuch II auf 400 Millionen Euro jährlich und entfristen die Regelung.
Dazu noch Erbauliches aus der WELT:
Der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Christoph M. Schmidt, beurteilt die Pläne der großen Koalition zur Zukunft des Arbeitsmarkts skeptisch. Mit dem Ausbau des sozialen Arbeitsmarktes gebe man mehr oder weniger das Ziel auf, Langzeitarbeitslose doch irgendwann wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren, sagte der Wirtschaftsweise WELT AM SONNTAG. Mit der geplanten Einschränkung befristeter Beschäftigung würden die Einstiegshürden für Langzeitarbeitslose sogar noch erhöht.
[...]
Flexiblere Regelungen sollen es Jobcentern zudem ermöglichen, mehr Geld für die Aktivierung von Langzeitarbeitslosen einzusetzen. „Vor allem junge Erwerbslose werden künftig intensiver begleitet, denn wir müssen den Teufelskreis der vererbten Armut jetzt durchbrechen, solange die gute Arbeitsmarktlage die Chance dazu gibt“, sagte Peter Weiß, Sozialexperte der Union.
 
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Bananenbieger

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#2
Oder wie Erwin Pelzig in Pelzig stellt sich
- die Arbeitlosen sollen sich bei Flaute vor die Windräder stellen und pusten.
- Arbeitslosen sollen sich an die Hauswände stellen, um die Häuser zu isolieren.
- Arbeitslose sollen sich in die Schlaglöcher (Straßen) legen.

Nichts ist so absurd, dass...
 

Solanus

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#3
Das Einzige, was ich daran absurd finde, ist dass Arbeitslose diese Arbeiten ohne Lohn ausführen sollen.

M. E. sinnvoll wäre, einfach einen Arbeitsmarkt zu schaffen in dem Langzeitarbeitslose durch BEZAHLTE Arbeit Ihre Unterstützung aufbessern können.

Sprich die geleistete Arbeit wird regulär vom Bund/Land/Gemeinde entlohnt und muss immer Gemeinnützig sein. Sprich es darf sich kein kommerzieller Anbieter finden, der die Arbeiten ausführen kann oder anbietet.

Im Gegenzug werden diese Arbeitslosen aus der Statistik rausgenommen und haben alle Rechte und Pflichten normal Beschäftigter in regulären Beschäftigungsverhältnissen. Sprich Urlaubsanspruch, Freizügigkeit, Arbeitsgerichtsbarkeit....etc.

Dann und nur dann wäre dies ein gerechtes und soziales Projekt.

M. E. müsste dann allerdings auch die Regel geschaffen werden, wer mindestens 3 Stunden erwerbsfähig ist, wird auf diese Arbeitsstellen verwiesen. Ausschließlich Krankheit, Kindererziehung, Familienpflege und 100%ige Erwerbsunfähigkeit wären Gründe weiterhin die Leistung ohne so ein Arbeitsverhältnis in Anspruch nehmen zu können.
 
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#4
Sollen gemmeinnützige Arbeite leisten, sie leisten schon welche ...

=> ABM 1988-2010? 2010 gab es nur noch 1000 ABM Stellen.
=> 1€ Jobs seit 2004, auch bekannt als AGH, MAE, §16d SGB II ...
=> Bürgerarbeit
=> §16e SGB II Jobs
=> Kommunal-Kombi-Lohn

auf freiwilliger Basis
=> BundesfreiwilligenDienst / BUFDI

Und jetzt kommt ein weiterer Dünnpfiff-Einfall wetten?
Achso, ganz ganz früher gabs auch den Reichsarbeitsdienst ....

Bei keinem Modell, hat man richtig nachhaltig profitiert - nur die Beschäftigungsträger. Von allen Modellen war noch die ABM am fairsten geregelt - Renten Ansprüche und Arbeitslosengeld Ansprüche wurden erworben.

Ich denke mal, die lassen sich nur einen neuen kreativen Namen einfallen, man wird paar alte Gesetze umschreiben - wobei der Inhalt in etwa gleich bleiben wird => Alter Wein in neue Schläuche halt.

HEILARBEIT 1.0

„Vor allem junge Erwerbslose werden künftig intensiver begleitet, denn wir müssen den Teufelskreis der vererbten Armut jetzt durchbrechen, solange die gute Arbeitsmarktlage die Chance dazu gibt“, sagte Peter Weiß, Sozialexperte der Union.
Schreibt jemand, der
Begleitung => Coaching, also die schon existenten Programme wie LZA, gut findet. Also noch mehr oder neue Coaching- / Verfolgungsbetreuungs- Programme. Ein neuer, gut klingender Name muss her:

WEISS-HEIL-PROGRAMM

Schreibt jemand, der von Biologie keine Ahnung hat - gibt es ein Armutsgen? Vererbung, häh? Armut ist politisch gewollt. Noch weniger Ahnung hat der Sozialexperte im sozialen Bereich.
 
Zuletzt bearbeitet:

wolf77

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#5
Arbeit verschafft uns der Herr HEIL!

EDIT:
@hartzerkaese
Ja, der Name hat schon was... der hat viel Potential für Wortspiele
 

0zymandias

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#6
Also eigentlich setzt die GroKo damit das Wahlprogramm der AfD 2017 um, von PDF-Seite 52:
Die AfD setzt sich ferner für die Schaffung eines Angebots
zur Bürgerarbeit ein.

Unter Bürgerarbeit ist die Ausübung gemeinnütziger
Arbeit durch Langzeitarbeitslose zu verstehen, die nicht in
Konkurrenz zum Arbeitsmarkt steht. Bürgerarbeit soll ca. 30
Wochenstunden umfassen und sozialversicherungspflichtig
entlohnt werden.

Den Langzeitarbeitslosen wird so die Ausübung sinnvoller
Tätigkeiten eröffnet und die Gesellschaft erhält einen Gegenwert
für die Unterstützungsleistungen. Langzeitarbeitslose
können so wieder an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt
werden.
:biggrin:
 
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#7
Sollen gemmeinnützige Arbeite leisten, sie leisten schon welche ...

=> ABM 1988-2010? 2010 gab es nur noch 1000 ABM Stellen.
=> 1€ Jobs seit 2004, auch bekannt als AGH, MAE, §16d SGB II ...
=> Bürgerarbeit
=> §16e SGB II Jobs
=> Kommunal-Kombi-Lohn

auf freiwilliger Basis
=> BundesfreiwilligenDienst / BUFDI
Naja, auf "freiwilliger" Basis verläuft das wohl alles, irgendwie, denn von richtiggehendem Zwang ist ja glücklicherweise, auch ausgehend von diesen Plänen jetzt, noch nicht zu sprechen und die Frage im konkreten Einzelfall eher, welchen Preis man bereit ist dafür zu zahlen. Ich glaube zu wissen manche einen sehr hohen. Aber davon mal ab, auf freiwilliger - ich nenne es lieber privater - Basis ist ja weitaus mehr möglich. So soll's Leute geben, die pflegen Angehörige, engagieren sich ehrenamtlich, mähen Rasen, führen Hunde aus, entwickeln Open Source Software, etc. pp. Aber ich bin eh der Auffassung: Wer will, der kann auch und wer kann, der will für gewöhnlich auch.

Weshalb man ganz gut beraten scheint, diesen (Wieder)aufguss nicht überzubewerten. Ob aus optimistischer oder pessimistischer Perspektive. Ein angeblich geplantes Maximum von bis zu 150.000 zu schaffenden (!) Möglichkeiten lässt anges. etwa einer Mio. Betroffener nicht gerade eine Revolution erwarten. Wobei ich eh annehme, dass man sich da auch ein Stück weit an der Nachfrage orientiert, denn so zum Spaß wird sich niemand den Kopf zerbrechen. Nur manch einer kann sich sowas natürlich durchaus vorstellen, muss man auch bedenken.

Also eigentlich setzt die GroKo damit das Wahlprogramm der AfD 2017 um, von PDF-Seite 52:

:biggrin:
Der Film läuft und nicht von ungefähr ja in Ungarn unter Orbán z.B. schon geraume Zeit, wenn auch mutmaßlich die etwas härtere Gangart. Das heißt schon eher im Sinne von Zwangsarbeit. Glaube in Dänemark gab's ähnliche Experimente? Für den dahingehend ganz großen Wurf müsste hierzulande wohl in der Tat die AfD an die Regierung. Aber das schafft man hier fürcht ich bald auch noch. :doh:

M. E. müsste dann allerdings auch die Regel geschaffen werden, wer mindestens 3 Stunden erwerbsfähig ist, wird auf diese Arbeitsstellen verwiesen. Ausschließlich Krankheit, Kindererziehung, Familienpflege und 100%ige Erwerbsunfähigkeit wären Gründe weiterhin die Leistung ohne so ein Arbeitsverhältnis in Anspruch nehmen zu können.
Aha. Und widrigenfalls? Verhungern/erfrieren lassen? Das hätte man ja längst haben können, ist schon rein rechtlich in diesem Land aber gar nicht so einfach; mancher hält das für Fortschritt. :biggrin: Dabei leuchtet mir der erste Vorschlag ja noch ein. Leistung aufbessern können. Ja sicher! Aber warum dann gleich müssen? Oder warum dann nicht gleich höher ansetzen, und darunter gar nix mehr zahlen? Doch völlig unsinnig. Und wer erwerbsunfähig ist, kriegt jetzt schon kein ALG II.
 

Dinobot

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#8
Arbeit verschafft uns der Herr HEIL!
Welche ARBEIT? Zunächst sollte man dazu wissen: Ein verurteilter Straftäter kann einen Antrag auf gemeinnützige Arbeit anstatt Verbüßung der Ersatzfreheitsstrafe stellen.

Hierbei kann er schon heute sogar seine bevorzugten Arbeitszeiten oder Arbeitsort gegenüber der Staatsanwaltschaft mitteilen.

Insofern bewegen sich dann möglicherweise die Straftäter zusammen mit den Elo auf einem Terrain.

Wo die Elo dann welche Geldstrafe welcher Straftat? ableisten sollen?
 

Gollum1964

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#9
nabend,

ich tippe mal, wenn man die zugewiesene Tätigkeit ablehnt, wird man natürlich sanktioniert.
Das Modell ist ja in den USA auch unter dem Begriff "Workfare" seit den 90 er Jahren am laufen und dient ungeschönt der "Aktivierung" der Erwerbslosen in die Richtung, jeden Sch..job auf dem 1. Arbeitsmarkt anzunehmen.
Allerdings ist das bestehende Hartz4-Regime ohnehin nicht mehr allzuweit von dieser Schreckensvision entfernt. Also was solls.
 

0zymandias

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#10
Den Fokus der Zielgruppe sah der DGB NRW am 14.03.18 bei den älteren Erwerbslosen:
"In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD auf Bundesebene endlich den Weg für einen sozialen Arbeitsmarkt freigemacht, der seinen Namen verdient. Durch jährlich 1 Milliarde Euro und den vereinbarten Passiv-Aktiv-Transfer könnten bis zu 50.000 Jobs für Langzeitarbeitslose in NRW geschaffen werden. Die Landesregierung muss sich nun dafür starkmachen, dass die Gelder schnellstmöglich vor Ort ankommen und gute Beschäftigungsverhältnisse entstehen. Das heißt: Die neu geschaffenen Jobs müssen unbefristet, sozialversichert und tariflich bezahlt sein." Vor allem die öffentliche Hand sei gefordert, Stellen auf dem sozialen Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen, sagt Weber. "Durch kluge Konzepte kann der soziale Arbeitsmarkt zur Win-win-Situation für Langzeitarbeitslose und Kommunen werden. So könnte die Attraktivität von Städten und Gemeinden zum Beispiel durch eine bessere Pflege von öffentlichen Gebäuden und Grünanlagen spürbar erhöht werden."

Während sich der soziale Arbeitsmarkt vor allem an ältere Langzeitarbeitslose richte, müsste bei den unter-35-Jährigen Bildung im Mittelpunkt stehen, fährt Weber fort.
Man sieht vor dem geistigen Auge so richtig die GGGs[1] durchs Grüne huschen. :biggrin:

[1] Grauhaar-Gärtner-Gang ;)
 

HartzVerdient

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#11
Du kriegst was du wählst! Bätschi sag ich da nur... Bätschi... Bei den Politikern müsste Bildung auch im Mittelpunkt stehen (ein Auge nach links guck, das andere Auge nach rechts guck und "Mit HartzIV ist man nicht arm" und "hätte Mutti mich mal weggemacht" gesagt). Bätschi...
 
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#12
Den Fokus der Zielgruppe sah der DGB NRW am 14.03.18 bei den älteren Erwerbslosen:


Man sieht vor dem geistigen Auge so richtig die GGGs[1] durchs Grüne huschen. :biggrin:

[1] Grauhaar-Gärtner-Gang ;)
Aber nur wenn die Grauhaar-Gärtner-Gang alles gutgläubig und ungeprüft vor Ort beim Bildungsträger oder Armutsindustrieunternehmer (Pseudosozialfirma) unterschreibt. Bin mir sicher, es werden wieder eklige Fliegen in der angebotenen Suppe drin sein. Da man immer noch die Schröderschen Ekelrezepte dem Volk verschreibt, die Rezepte und Zutatenliste nur etwas umformulieren, dass ändert nichts. Shice bleibt Kacke, auch wenn Kacke jetzt Shice heißen tut.

Ähnlich für die Jüngeren - nur sinnvolle, nachhaltige Umschulungen/Weiterbildungen sind gut - also man dann später auskömmliche Arbeit hat.
 

XxMikexX

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#13
Gemeinnützige Zwangsarbeit für lau, das kann ja nur von der SPD kommen.:biggrin:

Für Sozialleistungen arbeiten müssen, das Traumprojekt von so manchen Sadisten wird bald wahr.:eek:
 

noillusions

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#14
Das heißt: Die neu geschaffenen Jobs müssen unbefristet, sozialversichert und tariflich bezahlt sein.
...schreibt der DGB.
...sagt VIELLEICHT die SPD.
...verhindert spätestens die Union.

--> Fertig ist der umgelabelte Ein-Euro-Job.
 

Wholesaler

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#15

Sowhat

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#16
Da sieht man es ja wieder, wir sind doch vom Gutmenschtum weit entfernt. Am liebensten wieder Arbeitslager für Menschen Ü50. alte und kranke einführen.Wo soll das noch hinführen?
Ich bin Mitte 50 und schwerbehindert, hoffentlich muss ich da nich auch irgendwo rumkrabbeln und Unkraut zupfen oder Schmutz auf sammeln. Naja ändern wird man es ja eh nicht können.

Aber irgendwann werden ja die Gruppen heruntergekommener, hinkender, grauhaariger Dreck aufsammelnder Menschen doch das Bild der Städte stören. Dann müssen Reservate eingerichetet werden.
 

Aurora

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#17
SPD fordert Solidarisches Grundeinkommen für Langzeitarbeitslose

Hallo,

gerade habe ich bei Welt (früher mal N24 glaube ich) bei den Nachrichten den Beitrag gesehen.
Die SPD fordert, dass Langzeitarbeitslose für Mindestlohn, 1500 EUR brutto, von der Kommune einen festen Arbeitsplatz angeboten bekommen. Also das was früher mal die Ein Euro Jobs waren soll laut deren Vorstellung jetzt zu einer festen Beschäftigung werden.
Die FDP ist natürlich dagegen. Die Position anderer Parteien wurde nicht benannt.

Was haltet ihr von der Idee? Der Nachrichtensprecher nannte es ein Recht auf Arbeit. Ich sehe es etwas anders. Wir definieren uns hier viel zu sehr durch bezahlte Arbeit. Das halte ich für nicht gesund.
 
G

Gast1

Gast
#18
AW: SPD fordert Solidarisches Grundeinkommen für Langzeitarbeitslose

Hi Aurora,

das Thema hatten wir gestern schon hier:

https://www.elo-forum.org/news-disk...ter-michael-mueller-spd-schluss-hartz-iv.html

=> Da stehen Originalinfos von Michael Müller drin (komplettes Interview mit ihm zum Thema). Die "Welt" hat die Darstellung des "solidarischen Grundeinkommens" sicherlich verkürzt dargestellt.

Was ich an dem solidarischen Grundeinkommen gut finde:

1. Der ALG-II-Leistungsbezieher kann eine öffentlich geförderte Arbeit aufnehmen. Er oder sie wird dazu nicht gezwungen (keine Androhung von Sanktionen). Lehnt er oder sie diese Arbeit ab, kann er weiterhin ALG II beziehen

2. Über die Ausübung dieser öffentlich geförderten Arbeit werden Beiträge in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Das heißt, der ehemalige Leistungsbezieher baut sich durch diese Arbeit einen Anspruch auf ALG I auf. So etwas gab es bisher nicht seit Einführung von Hartz IV, also bei Ein-Euro-Jobs, Bürgerarbeit und diesen LZA-Programmen.

3. Diese öffentlich geförderten Stellen sind unbefristet.

4. Es wird Mindestlohn gezahlt. Bei einer 40-h-Woche kommen dabei ca. 1500 € brutto und 1200 netto bei rum. Der Unterschied zwischen den ALG-II-Leistungen und diesem Nettolohn kann sich lohnen, und zwar dann, wenn der Leistungsbezieher (eine Single-BG) vergleichsweise geringe Mietkosten bezahlen muss. Sprich: In Gegenden mit niedrigen Mieten lohnt sich so ein Job, aber z.B. nicht in München.

5. Es werden Beiträge in die Rentenversicherung abgeführt.

Im Großen und Ganzen finde ich dieses "solidarische Grundeinkommen" schon mal nicht schlecht, jedenfalls für Leute, die jeweils eine Single-BG bilden.
 

Aurora

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#19
AW: SPD fordert Solidarisches Grundeinkommen für Langzeitarbeitslose

Ich sehe es ehrlich gesagt etwas kritischer.
In einem Punkt, dass es zwangsfrei ist, gebe ich dir Recht. Das ist gut. In der Theorie. Wie es in der Praxis aussehen wird muss sich dann wohl zeigen wenn es denn so kommt.
Dennoch finde ich den Mindestlohn generell zu niedrig. Aber das ist eine andere Diskussion denke ich. Und um die 1.100 EUR dürfte treffender sein als die 1.200 von dir. Finde ich für einen Fulltime Job zu niedrig. unter 1.500 Netto halte ich es für nicht gerechtfertigt 40h oder mehr zu arbeiten.
Ich sehe in Arbeit ein Mittel zum Zweck, nämlich mein Leben genießen zu können, ich hab schließlich nur das eine. Für Mindestlohn kriegt der Arbeitgeber auch nur Mindestleistung und Überstunden gibts auch nicht.
Dummerweise sehen wir hier in Deutschland das Leben als Mittel zum Zweck der Arbeit.
 
G

Gast1

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#20
AW: SPD fordert Solidarisches Grundeinkommen für Langzeitarbeitslose

Ich sehe es ehrlich gesagt etwas kritischer.
In einem Punkt, dass es zwangsfrei ist, gebe ich dir Recht. Das ist gut. In der Theorie. Wie es in der Praxis aussehen wird muss sich dann wohl zeigen wenn es denn so kommt.
Das ist mir bewusst. Michael Müller stellt ja erstmal Maximalforderungen auf. Was dann am Ende dabei rauskommt (falls seine Idee überhaupt in irgendeiner Weise umgesetzt wird durch die GroKo), ist wahrscheinlich irgendein weichgekochter Murks zu Ungunsten der Leistungsbezieher.

Ich finde es nur erstaunlich, dass von Seiten der SPD mal ein vergleichsweise vernünftiger Vorschlag in Bezug auf Hartz IV kommt. Warum hat das die SPD nicht während des Bundestagswahlkampfs gemacht?

Dennoch finde ich den Mindestlohn generell zu niedrig.
Da gebe ich Dir Recht.

Und um die 1.100 EUR dürfte treffender sein als die 1.200 von dir.
Stimmt, habe das grade mal mit nem Brutto-Netto-Rechner ermittelt: Netto kommen da ca. 1116 € bei rum.

Finde ich für einen Fulltime Job zu niedrig.
Da gebe ich Dir Recht.

unter 1.500 Netto halte ich es für nicht gerechtfertigt 40h oder mehr zu arbeiten.
Finde ich auch.

Dummerweise sehen wir hier in Deutschland das Leben als Mittel zum Zweck der Arbeit.
Jupp.
 

Aurora

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#21
AW: SPD fordert Solidarisches Grundeinkommen für Langzeitarbeitslose

Das ist mir bewusst. Michael Müller stellt ja erstmal Maximalforderungen auf. Was dann am Ende dabei rauskommt (falls seine Idee überhaupt in irgendeiner Weise umgesetzt wird durch die GroKo), ist wahrscheinlich irgendein weichgekochter Murks zu Ungunsten der Leistungsbezieher.
Ich sehe hier schon eine Neuauflage der Ein Euro Jobs auf uns zukommen. Wenn es ein unbefristeter Vertrag ist dann hat er auch eine Probezeit. Ich wäre nicht erstaunt, wenn kurz vor Ende der Probezeit eine Entlassungswelle stattfinden würde.

Ich finde es nur erstaunlich, dass von Seiten der SPD mal ein vergleichsweise vernünftiger Vorschlag in Bezug auf Hartz IV kommt. Warum hat das die SPD nicht während des Bundestagswahlkampfs gemacht?
Naja, die Parteien wollen doch jetzt Kante zeigen und sich untereinander differenzieren. Außerdem könnte man doch auf die Idee kommen, sie vielleicht mal dafür zur Verantwortung zu ziehen was sie im Wahlkampf versprochen haben.

Stimmt, habe das grade mal mit nem Brutto-Netto-Rechner ermittelt: Netto kommen da ca. 1116 € bei rum.
Da bei Arbeitsaufnahme die Kosten im allgemeinen steigen (vermehrter Nahrungsbedarf, Fahrkosten, Kleidungsbedarf ggf. witterungsbedingt) dürften die knapp 300 EUR mehr (also in meinem Fall) die gestiegenen Kosten gerade so abdecken. Am Ende wäre es für mich, und wahrscheinlich für viele andere auch, ein + - Null Spiel, nur mit dem Unterschied dass man sich nun wieder abstressen muss.
 

Solanus

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#23
Diese ganze Diskussion geht ein einer einzigen Kardinalfrage vorbei.

WARUM ARBEITSLOSIGKEIT UND HILFLOSIGKEIT VERWALTEN UND KEINE JOBS SCHAFFEN?

Jeder soll doch das soziokulturelle Mindesteinkommen, was allerdings auch höher wie der derzeitige H4 Satz sein muss, haben. Mindesteinkommen sollte 40 stunden mal gesetzlicher Mindestlohn mal 52 Wochen durch 13 Monate sein und 13 mal im Jahr gezahlt werden.

Aber warum sollen die Bevölkerungsteile, die jetzt nur verwaltet werden und nach Arbeit händeringend suchen, nicht auch Arbeit bekommen?

Die Privatwirtschaft ist daran nicht interessiert, der Staat aber verpflichtet das Existenzminimum zu gewährleisten und Millionen suchen einen Job und bekommen dafür mehr oder weniger Geld, dass sie verwaltet werden.

Was ist daran schlecht, wenn der Staat Jobs schafft, die dem Gemeinwohl dienen und dafür eine faire und ausreichende Bezahlung gewährleistet wird. Der Staat schafft den Mindestlohn um Lohndumping zu unterbinden und bietet selbst nichts besseres an, ich meine damit AGH und 1-EURO-Jobs und gibt Milliarden für Verwaltung aus.

M. E. sollte jeder heutige H4 Bezieher, der in der Lage (Kriterium sind die gleichen Bedingungen wie für "normale AN") ist, einen Job bekommen in dem er sich sein Lebensunterhalt verdienen kann. Dazu zählen halt der gesetzliche Mindestlohn, dazu zählen die gleichen Rechte und aber auch Pflichten wie "normale" AN in der Privatwirtschaft.

Aufstocker bekommen Ihren Lohn in Mindestlohn/Stunde umgerechnet und dann kann der Restbetrag, der noch fehlt zusätzlich erarbeitet werden.

Wichtig dabei sollte sein, niemand wird gezwungen, jeder kann für sich entscheiden, ob er Aufstocken möchte oder nicht. Wenn nicht, dann hat er halt weniger zum Leben, weniger wie ein wirklich Hilfsbedürftiger.

Ich persönlich sehe keine Benachteiligung, wenn der Staat reguläre Jobs schafft und damit Arbeitslosen die Möglichkeit gibt, wie jeder AN sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, halt beim Staat angestellt und in gemeinnütziger Arbeit.
 

Aurora

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#24
M. E. sollte jeder heutige H4 Bezieher, der in der Lage (Kriterium sind die gleichen Bedingungen wie für "normale AN") ist, einen Job bekommen in dem er sich sein Lebensunterhalt verdienen kann.
Na bei der Aussage krieg ich aber Bauchschmerzen. Arbeit um der Arbeit willen kann kein Ansatz sein. Das steigert nur den Frust und führt zu Depressionen.
 
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#25
AW: SPD fordert Solidarisches Grundeinkommen für Langzeitarbeitslose

Daher auch zusammengeführt.
TazD, das "solidarische Grundeinkommen" von Michael Müller ist aber was Anderes als dieses neue LZA-Programm vom neuen Arbeitsminister Hubertus Heil.
 

Archibald

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#26
Wenn dieses "Recht auf Arbeit" nicht mit einem extrem heruntergerechneten Mindestlohn verquickt werden würde wäre das sogar ganz annehmbar. Da hier aber lediglich Mindestlohn bezahlt werden soll ist das unannehmbar weil sich insbesondere Kommunen an Arbeitslosen "gesundstossen" können indem freie reguläre Stellen mit Niedriglöhnern besetzt werden.

Aber was rede ich. Was könnte man von einer SchröderPD noch anderes erwarten als solche lebensfeindlichen Pläne die ja nur Arbeitslose treffen. Erst etablieren die mit hartzIV minderwertigstes neoliberales Gedankengut, dann schiessen sie das Land für Rechts sturmreif und dann wollen sie mit etwas glänzen das im BSHG bereits besser vorhanden war, aber eben von dieser SPD abgeschafft wurde, ein Quasirecht auf Arbeit und damals war das auch nicht für einen Billiglohn der Fall denn 2004 waren 1200 Euro noch ein beachtliches Einkommen welches heute bei 1900 Euro liegen müsste.
Weiter SO SPDler Projekt 9% ist so garantiert.
 

Solanus

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#27
Na bei der Aussage krieg ich aber Bauchschmerzen. Arbeit um der Arbeit willen kann kein Ansatz sein. Das steigert nur den Frust und führt zu Depressionen.
Na und ich erst bei Deiner Aussage, du implizierst, dass jeder das Recht hätte nicht zu arbeiten aber dafür Geld zu bekommen.

Nein so ist es nicht, jeder kann frei wählen ob er arbeiten möchte und was, aber Geld bekommen nur wirklich Hilfsbedürftige, die tatsächlich nicht arbeiten KÖNNEN. Das sollte der Ansatz sein.
 

Aurora

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#28
Na und ich erst bei Deiner Aussage, du implizierst, dass jeder das Recht hätte nicht zu arbeiten aber dafür Geld zu bekommen.
Hierfür müsste man erstmal definieren was Arbeit ist.

Und wenn Arbeit für dich ist, für etablierte Unternehmen unter Zuständen und Mindestlohn zu arbeiten die jeder Beschreibung spotten dann ja, dann vertrete ich das Recht, nicht arbeiten zu wollen und Geld zu erhalten.
Arbeit ist auch, jemanden zu Pflegen, Kinder aufziehen macht sich auch nicht von allein oder so nebenbei. Dann gibt es auch noch freiwillige, soziale Arbeit die in der Regel auch nicht bezahlt wird.

Ich will einen Job der mir Spaß macht in einem Umfeld in dem ich mich wohl fühle mit einem Lohn der mir meinen Lebenstil garantiert. Und das ist nicht zuviel verlangt.
 

Archibald

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#29
Nein so ist es nicht, jeder kann frei wählen ob er arbeiten möchte und was, aber Geld bekommen nur wirklich Hilfsbedürftige, die tatsächlich nicht arbeiten KÖNNEN. Das sollte der Ansatz sein.
Ach und alle die Erwerbsbehindert sind, weil sie auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Arbeit bekommen, sollen für Dumpinglöhne arbeiten müssen die sie auf Mindestsicherungsniveau halten?
Das hielte ich für asozial! Und wegen Rente... Die Bezüge die sich durch dieses Lohnniveau erwerben lassen sind schändlich weil sie nur Augenwischerei sind die einen trotz Arbeit auf Grundsicherung im Alter angwiesen sein lässt.
 

hansklein

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#30
4. Es wird Mindestlohn gezahlt. Bei einer 40-h-Woche kommen dabei ca. 1500 € brutto und 1200 netto bei rum. Der Unterschied zwischen den ALG-II-Leistungen und diesem Nettolohn kann sich lohnen, und zwar dann, wenn der Leistungsbezieher (eine Single-BG) vergleichsweise geringe Mietkosten bezahlen muss. Sprich: In Gegenden mit niedrigen Mieten lohnt sich so ein Job, aber z.B. nicht in München.
Da würde doch wieder die Aufstockung greifen - und schon "lohnt sich das"? Ansonsten müssten die Einkommen selbstverständlich regional unterschiedlich ausfallen...
 

Solanus

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#31
Ach und alle die Erwerbsbehindert sind, weil sie auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Arbeit bekommen, sollen für Dumpinglöhne arbeiten müssen die sie auf Mindestsicherungsniveau halten?
Du hältst es also für asozial, das gesunde Menschen Ihren Lebensunterhalt selbst verdienen sollen und das gleiche EInkommen haben wie andere Menschen, die zu diesem Geld im regulären Arbeitsmarkt arbeiten müssen?

Das hielte ich für asozial! Und wegen Rente... Die Bezüge die sich durch dieses Lohnniveau erwerben lassen sind schändlich weil sie nur Augenwischerei sind die einen trotz Arbeit auf Grundsicherung im Alter angwiesen sein lässt.
Stimmt, im H4 gibt es aktuell keine Rentenpunkte, da wird nichts mehr einbezahlt. Das ist also fair und sozial!

Was für eine schlechter Stellung, Rentenpunkte zu erwerben, statt in Maßnahmen geparkt zu werden.

Merkst Du eigentlich was Du für ein Scheiß erzählst? Oder glaubst Du etwas daran?
 
E

ExitUser

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#32
Diese ganze Aufstockerrei ist doch nur ein weiterer Anreiz keine vernünftigen Löhne zu zahlen.

Sobald ich als Alleinstehender meine 1200 € brutto erreicht habe, macht es vom Verdienst her keinen Sinn, einen höheren Lohn zu bekommen. Jeder € mehr geht dann für Steuern, Abgaben und Verringerung des Alg-II drauf. Soviel dazu, dass Arbeit sich lohnen soll.

Zum Thema heute auf den NDS:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=43058#h02

Vor allem der Leserkommentar ganz unten trifft es ganz gut. Bei den Arbeitszeiten anzusetzen kommt niemanden in den Sinn. Da waren die Gewerkschaften vor 30 Jahren schon weiter.
 

Solanus

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#33
Da würde doch wieder die Aufstockung greifen - und schon "lohnt sich das"? Ansonsten müssten die Einkommen selbstverständlich regional unterschiedlich ausfallen...
Ist der H4 Satz in München höher wie in Emden oder Flensburg?
 

Solanus

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#35
Die Leistungen insgesamt sind durch die KdU höher, auch sind die Löhne in größeren Städten und deren Nachbarregionen im Normalfall höher.
Aha, H4 Regelsatz ist gleich und der gesetzliche Mindestlohn? Ist der höher?
 

0zymandias

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#36
Zuerst erklären sie einem, dass man in einer sozialen Marktwirtschaft leben würde.

Dann wird daraus eine (schröderistische) Marktwirtschaft, weil die Arbeitgeber so empfindlich sind und so viel Pflege brauchen.

Dann stellt sich heraus, dass das nur für die Bürger gilt und die "Unvermittelbaren" neuerdings in eine nationale, sozialistische Planwirtschaft gehören.

Wenn das nicht Appetit auf die Fortsetzung macht, dann weiß ich es auch nicht. :icon_kotz: :biggrin:

Haben denn alle "New"-Comer jetzt ihre Netze am rechten Rand ausgeworfen?
Oder kommt noch mehr Auswurf? :icon_hihi:
 

Aurora

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#37
Das Problem ist doch, dass die Politik gar nicht daran interessiert ist, einen Langzeitarbeitslosen in Arbeit zu vermitteln.
Unsere Politiker spielen doch die Langzeitarbeitslosen gegen die Geringverdiener aus um die davon abzulenken wie schlecht es denen eigentlich geht und um Angst vor dem sozialen Abstieg (aka Arbeitslosigkeit) zu schüren.
 

Sowhat

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#38
Ich seh uns Ü50jährige (mancher sieht ja inzwischen wie 60 aus, leider) grauhaarig und hinkend durch Parks schlurfen und Schmutz aufspiessen und Hundehäufchen beseitigen und Unkraut zupfen.

Irgendwann wird das sicher das Stadtbild stören und die Leistungsträger werden auf uns zeigen und sagen: "Guckt mal jetzt müssen die Senioren aus dem Altenheim auch noch arbeiten.
 

Zeitkind

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#39
Bei den Arbeitszeiten anzusetzen kommt niemanden in den Sinn.
Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen wäre m.E. für alle Beteiligten die beste Lösung.
Dem vermeintlichen Problem des vollen Lohnausgleich könnte mit Umverteilung ohnehin bestehender Quersubventionen begegnet werden.
Allerdings müßten die AG ihre Produkte zum tatsächlichen Herstellungswert verkaufen und Mehrwert durch Fortschritt an die AN weitergeben.
Das kann wegen entstehender globaler Wettbewerbsnachteile aber nicht funktionieren, da es im Zusammenhang das Kapitalsystem infrage stellt.
Es nützt also nichts, an einer Schraube zu drehen, wenn es das ► ganze Konstrukt destabilisiert.
 

Archibald

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#40
Du hältst es also für asozial, das gesunde Menschen Ihren Lebensunterhalt selbst verdienen sollen und das gleiche EInkommen haben wie andere Menschen, die zu diesem Geld im regulären Arbeitsmarkt arbeiten müssen?
Ja, weil niemand absichtlich arbeitslos ist und deshalb bestraft oder herabgesetzt werden sollte. Das entspricht dann der Würde des Menschen wie ich sie auffasse. Und niemand verdient das gleiche (Tarif) wie auf dem ersten Arbeitsmarkt sondern den staatlich, absichtlich gering gehaltenen Mindestlohn! Ein Mindestlohn unterhalb von 12 Euro ist erbärmlich und schändlich für Deutschland, entwürdigend für jeden der erzwungen dafür arbeiten gehen soll.

Was für eine schlechter Stellung, Rentenpunkte zu erwerben, statt in Maßnahmen geparkt zu werden.
Das ist hier nicht Thema, ich bin auch gegen derlei "Maßnahmen". Zugleich aber auch gegen alles das auf das Selbe hinausläuft. :icon_evil:
Zudem erwirbst du "Rentenpunkte" die dich auf Grundsicherung im Alter belassen. Wie gesagt ist das "Argument" Augenwischerei. Gut gemeint vielleicht, allerdings letztlich völlig wirkungslos ob ich nun im Alter 50 oder 200 Euro aufstocken muss - ich bleibe als Betroffener SozialSklave der Ämter.

Merkst Du eigentlich was Du für ein Scheiß erzählst? Oder glaubst Du etwas daran?
Auf das Niveau bekommst du mich nicht runter. :idea:

LG, Archibald
 

Wholesaler

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#41
AW: SPD fordert Solidarisches Grundeinkommen für Langzeitarbeitslose

Das heißt, der ehemalige Leistungsbezieher baut sich durch diese Arbeit einen Anspruch auf ALG I auf.
Und dieses ALG1 wird dann aufgrund des niedrigen Lohns derart "üppig" ausfallen, dass mit Hartz4 aufgestockt werden muss. So lange kein auskömmliches Gehalt gezahlt wird, ist dieses Modell für die Katz.
 

Etrax

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#43
Die ganze Idee ist für die Katz.
a) entweder man schafft Jobs, die durch den Staat subventioniert werden und damit reguläre Jobs vernichten
b) man schafft Jobs, die durch den Staat subventioniert werden, aber keine regulären Jobs vernichten.
c) es sind Jobs, die vom Staat subventioniert werden und bisher unbezahlt waren - Ehrenamt zb.

Ich sehe da tatsächlich keine brauchbare Lösung außer c) und selbst damit nimmt man Ehrenamtlichen ihre Aufgaben weg wenn sich "langzeitarbeitslos" und "ehrenamtlich" nicht zufällig in der Person überschneiden.

Gemein gesagt klingt das ganze etwas nach Reichsarbeitsdienst.
 

Solanus

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#44
Ja, weil niemand absichtlich arbeitslos ist und deshalb bestraft oder herabgesetzt werden sollte.
Wer sagt denn das? Ich sage, wer arbeiten kann und kann auch arbeiten gehen, dafür dass er Geld bekommt. Dabei ist egal, wer das Geld zahlt, ob der Staat oder eine Private Firma. Der Staat soll ja als Arbeitgeber zu den selben Rechten und Pflichten normaler Arbeitnehmer die jetzt Arbeitslosen beschäftigen. Sprich es wird ein Arbeitsmarkt geschaffen für all diejenigen, die auf dem privaten Arbeitsmarkt keine Arbeit finden.

Zu den gleichen Konditionen und mit den gleichen Rechten. Dabei ist es m. E. rein finanziell völlig egal, ob ich fürs nichts tun H4 bekomme oder für jede Stunde die ich für die Gemeinschaft arbeite auch von der Gemeinschaft einen fairen Stundenlohn bekomme. Nur beim letzten Modell gewinnt auch die Gemeinschaft.

Das entspricht dann der Würde des Menschen wie ich sie auffasse. Und niemand verdient das gleiche (Tarif) wie auf dem ersten Arbeitsmarkt sondern den staatlich, absichtlich gering gehaltenen Mindestlohn! Ein Mindestlohn unterhalb von 12 Euro ist erbärmlich und schändlich für Deutschland, entwürdigend für jeden der erzwungen dafür arbeiten gehen soll.
Also lieber H4 und keinen Tariflohn, als gemeinnützige Arbeit und einen gesetzlich fixierten Lohn. Einen Lohn, den jetzt schon 5,3 Mio AN zum Leben haben.

Lohn gegen Arbeit ist also unsozial, lieber keine Arbeit und Stütze als gemeinnützige Arbeit und gleicher Lohn wie 5,3 Millionen Arbeiter und Angestellte im ersten Arbeitsmarkt.

Was für eine Einstellung! Kein Wunder dass die AL immer wieder beschimpft und erniedrigt werden.

Allein für die Verwaltung und die Leistung der H4 Bezieher werden Jahr für Jahr 44 Milliarden verbraten. Wenn man diese Milliarden nur als Lohn auszahlen würde, wären dies allein über 10.000 EUR pro H4 Empfänger und Jahr, sprich also 853 EUR im Monat, mehr wie der doppelte Regelsatz.
 

Etrax

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#45
Wer sagt denn das? Ich sage, wer arbeiten kann und kann auch arbeiten gehen, dafür dass er Geld bekommt.

Nur musst du den Arbeitslosen dann eben mindestens den Mindestlohn zahlen, weil du sonst wieder reguläre Jobs vernichtest.

Was gewinnt denn die Gemeinschaft bei deiner Aussage? Eine kostenlose Arbeitskraft, die einen Job verrichtet, der normalerweise besser bezahlt würde, entsprechend mehr Steuern und Abgaben zurück in den Staatssäckel zahlt?
Wo siehst du da einen Gewinn?


Man sollte sich halt mal fragen, ob wir als Gesellschaft eventuell mal den Sinn von Vollbeschäftigung um jeden Preis weiter beten wollen oder uns langsam mit den Zukunftsproblemen auseinandersetzen, die uns in den nächsten 10-30 Jahren drohen. Also Verdienst von Arbeit zumindest teilweise entkoppeln.
Wir werden bei fortschreitender Technisierung in den nächsten 10 Jahren so viele Jobs verlieren, dass man den Leuten Tätigkeiten anbieten muss, die sie freiwillig machen, die verfügbar und bei denen sie nicht auf Lohnarbeit angewiesen sind, weil ihre Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und ihre Renten trotzdem sicher sind.

Mit den aktuellen Pfeifen in der Politik wird das natürlich nicht möglich sein, aber ist ja auch kein Wunder bei den Wählern.
 
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Solanus

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#46
Nur musst du den Arbeitslosen dann eben mindestens den Mindestlohn zahlen, weil du sonst wieder reguläre Jobs vernichtest.
Ups, wovon rede ich denn die ganze Zeit?

Was gewinnt denn die Gemeinschaft bei deiner Aussage? Eine kostenlose Arbeitskraft, die einen Job verrichtet, der normalerweise besser bezahlt würde, entsprechend mehr Steuern und Abgaben zurück in den Staatssäckel zahlt?
Wo siehst du da einen Gewinn?
Oh, ich wußte garnicht, dass wir unendlich viele Firmen haben die gemeinnützige Arbeiten verrichten, für die sich der erste Arbeitsmarkt (Was für ein schwachsinniger Name!) nicht lohnt.

Gehe Durch Deine Stadt und guck Dich um, du findest mit Sicherheit tausend Jobs, die für die Gemeinschaft sinnvoll wären, aber im regulären Arbeitsmarkt keinen Anbieter finden.

Man sollte sich halt mal fragen, ob wir als Gesellschaft eventuell mal den Sinn von Vollbeschäftigung um jeden Preis weiter beten wollen oder uns langsam mit den Zukunftsproblemen auseinandersetzen, die uns in den nächsten 10-30 Jahren drohen. Also Verdienst von Arbeit zumindest teilweise entkoppeln.
Wir werden bei fortschreitender Technisierung in den nächsten 10 Jahren so viele Jobs verlieren, dass man den Leuten Tätigkeiten anbieten muss, die sie freiwillig machen, die verfügbar und bei denen sie nicht auf Lohnarbeit angewiesen sind, weil ihre Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und ihre Renten trotzdem sicher sind.
Genau, dies wird passieren und damit wird die Zahl der Arbeitslosen steigen, immer mehr Menschen werden zu Hause sitzen und warten, das die anderen etwas tun. Anders ausgedrückt immer mehr Menschen werden immer mehr Menschen ohne Arbeit verwalten, und in der Gemeinschaft wird immer mehr wegbrechen, weil es immer weniger gibt die diese Arbeiten ausüben, weil sie ja verwaltet werden müssen udn abwarten, dass sich was tut.

Mit den aktuellen Pfeifen in der Politik wird das natürlich nicht möglich sein, aber ist ja auch kein Wunder bei den Wählern.
Darüber streiten wir ja nicht, dass wissen wir ja alle.
 

RobbiRob

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#47
@Solanus:

Du bringst das Problem auf den Punkt.
Die meisten sind halt nicht bereit zu einem „verkappten Workfare“

Bringen wir es auf den Punkt:

- Muss man für Sozialleistungen arbeiten?
- Besteht ein Anrecht auf Sozialleistungen ohne Gegenleistung?

Meiner Meinung nach befinden wir uns jetzt am Scheideweg.
Eine wie auch immer geartete Form des Workfare wird kommen.

Das ganze wird beschleunigt durch die Flüchtlingsdebatte.
Das wird spätestens gegen Ende des Jahres im Alg2-Bezug zahlenmäßig eine Bombe werden.

Die Afd und deren Kumpane werden das auskosten und Dinge fordern, die der Stammtisch dann lauthals mitfordern wird.

Das ganze wird garniert mit einer moderaten Regelsatzerhöhung.
Wenn es wieder 3,x % Rentenerhöhung gibt, wird die Kommission entsprechend handeln.
Ebenso beim Mindestlohn. 9,24€ mein Tipp.

Ich sehe das ernsthaft so kommen, Spahn war da nur eine Randfigur.

Hubertus Heil?
Was sollte der denn machen, was Nahles nicht hätte machen können?

Ich persönlich wünsche mir eher eine Abgrenzung der Lebensleistung, also Menschen die Jahrzente gearbeitet haben und nach 12 oder 15 ... Monaten im SGB2 landen müssten wieder den Ausgleich aus der Anfangszeit bekommen.

Das ist aber genau wie die Rückkehr zur Arbeitslosenhilfe von keiner gestaltungsfähigen Partei gewünscht.
 

Solanus

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#48
...Eine kostenlose Arbeitskraft, die einen Job verrichtet, ....
Die jetzt schon jeden Monat Geld kostet, ohne etwas zu tun, ohne etwas der Gemeinschaft zurück zu geben.

Eine Arbeitskraft ist also schlechter wie ein Arbeitsloser...ist kein Gewinn für die Gemeinschaft. Wenn Du es so siehst, bin ich hier raus...das ist mir zu dumm....
 
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#49
Wir werden bei fortschreitender Technisierung in den nächsten 10 Jahren so viele Jobs verlieren, dass man den Leuten Tätigkeiten anbieten muss, die sie freiwillig machen, die verfügbar und bei denen sie nicht auf Lohnarbeit angewiesen sind, weil ihre Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und ihre Renten trotzdem sicher sind.
Der (Alp-) Traum vom Leben ohne Arbeit aber mit staatlicher Alimentierung wird ein Traum bleiben. Da sei' Dir sicher!
 
E

ExitUser

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#50
Aha, H4 Regelsatz ist gleich und der gesetzliche Mindestlohn? Ist der höher?
Die Grundsicherung ist nicht gleich und das ist entscheidend.

Worauf willst du eigentlich hinaus? Höher als was? Er beträgt m.W. brutto 8,85 zur Zeit. Für mich ziemlich irrelevant, weil dafür nicht aufstehen würde.

p.s. Hier ist ja mal wieder die Minusgilde unterwegs.

Es scheint schwer vorstellbar, aber der Gedanke, Arbeit gerechter zu verteilen und zu entlohnen ist offensichtlich zu komplex.

Wir werden bei fortschreitender Technisierung in den nächsten 10 Jahren so viele Jobs verlieren,
Und auf welche Prognose bzw. Entwicklung berufst du dich da? Das Arbeitsvolumen steigt doch gerade wieder etwas an.
 

Etrax

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#51
Oh, ich wußte garnicht, dass wir unendlich viele Firmen haben die gemeinnützige Arbeiten verrichten, für die sich der erste Arbeitsmarkt (Was für ein schwachsinniger Name!) nicht lohnt.
Im Prinzip ist jeder Job im Dienstleistungsgewerbe exakt das. Viele davon lohnen sich heute nur durch quersubventionieren.
Man könnte sicherlich darüber diskutieren welche Dienstleistungen sowas betrifft, aber doch, die gibt es schon.

Gehe Durch Deine Stadt und guck Dich um, du findest mit Sicherheit tausend Jobs, die für die Gemeinschaft sinnvoll wären, aber im regulären Arbeitsmarkt keinen Anbieter finden.
Klar, du findest immer "etwas zu tun", aber ein Großteil dieser Arbeitsmöglichkeiten war entweder mal bezahlt und wurde wegrationalisiert oder ist sehr spezifisch und du kannst nicht irgendwen dort zuweisen.

Ich greife das jetzt mal meine "Straße" als Beispiel raus. Das Haus gehört einer Baugesellschaft, die einen Hausmeister (Selbstständiger) abrechnet, die Gärten um die Häuser wurden früher von einer Firma (Selbstständig) betreut. Es gibt niemanden mehr, der sich um die Gärten kümmert, aber die Grünflächen zwischen den Wohnblocks fallen in die Zuständigkeit des Hausmeisters. Die Pflege der Gärten erledigen freiwillig (unbezahlt) die Bewohner, sofern sie Spaß daran haben.
Man könnte jetzt als Stadt/Kreis/etc. Leute dafür bezahlen, dass sie diese Gärten pflegen. Doch warum sollte man das? Eigentlich ist die Baugesellschaft dafür zuständig. Die sollte entweder jemanden anstellen, der das tut oder die Anwohner, die das freiwillig tun durch Vergünstigungen (Miete, Nebenkosten) dafür entschädigen.
Die Straße durchs Wohngebiet gehört der Stadt. Die Stadt hat kein Geld, entsprechend viele Schlaglöcher gibt es und gekehrt wird hier seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Anwohner pflegen/kehren auch nur die Straßen, die nicht im Besitz der Stadt sind (immerhin zahlen sie bereits Steuern und Abgaben). Würde man hier Arbeitslose einsetzen, wäre zwar gekehrt, aber dann ständen die Arbeitsplätze beim Bauhof auf dem Spiel. Das nicht regelmäßig gekehrt und gepflegt wird liegt nicht primär am Desinteresse der Stadt, sondern daran dass es Geld kostet.

Das Problem löst man nicht über den Reichsarbeitsdienst, sondern über mehr Stellen aufgrund von Bedarf, aber dazu müsste man von der schwarzen Null abweichen und Leute einstellen, sowie den Kommunen mehr Steuergelder zugestehen.

Ich hätte kein Problem damit, wenn man Leute, die etwas gemeinnütziges freiwillig tun, seitens der Kommunen/Staat bezahlt, aber das ist ja nicht was "Hubsi Heil" will.

Genau, dies wird passieren und damit wird die Zahl der Arbeitslosen steigen, immer mehr Menschen werden zu Hause sitzen und warten, das die anderen etwas tun. Anders ausgedrückt immer mehr Menschen werden immer mehr Menschen ohne Arbeit verwalten, und in der Gemeinschaft wird immer mehr wegbrechen, weil es immer weniger gibt die diese Arbeiten ausüben, weil sie ja verwaltet werden müssen udn abwarten, dass sich was tut.
Die Problematik ist doch, dass du, sobald du den Staat da ranlässt, einen Zwang schaffst über die übliche Argumentation "wenn du nicht die Kinder nach der Schule betreust, kürzen wir dir das Geld". Viele Leute, auch die in Hartz4, würden ja gerne arbeiten oder arbeiten ehrenamtlich oder betreuen Verwandte, Nachbarn, etc. Nur funktioniert das nicht, wenn du es von oben befiehlst.

Ich bin trotz Arbeitslosigkeit nicht arbeitslos. Ich mache viel freiwillige Arbeit in der Partei, mache die Einkäufe meiner alten Nachbarin mit, trainiere eine Jugendmannschaft. Da gehen etliche Stunden pro Woche drauf. Würde ich das als Selbstständiger machen, wäre nichts davon für die Betreffenden finanzierbar. Der Verein könnte mir nicht mal den Mindestlohn zahlen, die Partei vielleicht, die Oma nicht.

Die jetzt schon jeden Monat Geld kostet, ohne etwas zu tun, ohne etwas der Gemeinschaft zurück zu geben.

Eine Arbeitskraft ist also schlechter wie ein Arbeitsloser...ist kein Gewinn für die Gemeinschaft. Wenn Du es so siehst, bin ich hier raus...das ist mir zu dumm....
Darum geht es doch überhaupt nicht. Es geht darum, dass du theoretisch jeden, der einer Arbeit nachgeht, vernünftig bezahlen musst.
Du kannst nicht einerseits von jemanden, der monatlich von durchschnittlich 800€ (Hartz4+Miete) lebt zu einer Arbeit zwingen, die eigentlich 1200€ netto einbringt.
Damit zerstörst du halt den "Wert der Arbeit". Und genau das hatte man doch schon mit ABM und 1€ Jobs. Etliche dieser "Ideen" haben reguläre Arbeit aus dem Markt genommen.
Und diese Subventionierung von Unternehmen durch den Staat sollte halt NIE stattfinden.
Diesselbe Subventionierung von Unternehmen hast du durch Zeitarbeit und Werksverträge und durch die "Probezeit" bei Langzeitarbeitslosen.
Wenn es nur darum geht sich an der Arbeitslosenquote zu ergötzen, mag das der richtige Weg sein, aber um eine Gesellschaft zu gestalten taugt das halt nicht.
 
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Etrax

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#52
Und auf welche Prognose bzw. Entwicklung berufst du dich da? Das Arbeitsvolumen steigt doch gerade wieder etwas an.
Selbstfahrende Fahrzeuge, Umstellung von komplexen Antrieben in Fahrzeugen zu Elektromobilität, besser agierende KI im Maschinenbau und fortschreitende Rationalisierung in der Kundenbetreuung.

Das steigende Arbeitsvolumen in Deutschland ist ja leider auch stark subventioniert.
Wir feiern ja gerade die "niedrigste" Arbeitslosenquote seit .. usw.
Ist aber auch kein Wunder, wenn der Staat diese Arbeitsplätze quer subventioniert. Es ist kurzfristig für Unternehmen halt billiger 10 Leute für den Mindestlohn einzustellen (oder eben weniger) als erst mal einige Millionen in Modernisierung der Produktion zu stecken.
Das diese 10 Arbeitsplätze bzw. die Arbeiter, die sie aktuell inne haben, ohne staatliche Hilfe davon nicht leben können und auch so gut wie nichts an Rente kriegen, interessiert ja keinen, weil das sind ja die Probleme von 2040 und bis dahin sind die Politiker ja alle nicht mehr im Amt.
 

Gollum1964

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#53
Viele Leute, auch die in Hartz4, würden ja gerne arbeiten oder arbeiten ehrenamtlich oder betreuen Verwandte, Nachbarn, etc. Nur funktioniert das nicht, wenn du es von oben befiehlst.
Hallo Etrax,

genau das ist der entscheidende Punkt, ob man das Modell auf Freiwilligkeit aufbaut. Ich habe hier schon starke Zweifel. Sofern Sanktionsdruck aufgebaut wird, liegt dann eher "Workfare" oder eine abgeschwächte Form des Reichsarbeitsdienstes vor.
Müllers Vorschlag aus Berlin wäre zumindest eine Überlegung wert.
Mir wurde seitens meiner SB vor knapp einem Jahr der Vorschlag gemacht, es doch einmal mit BufDi zu versuchen.
Kein Problem hätte ich damit, wenn meine Existenz durch ein BGE abgesichert wäre. In der jetzigen Form für mich aber ein NoGo, weil ich nicht der Karriere meiner SB zwecks Statistikverschleierung dienlich sein möchte und indirekt womöglich reguläre Arbeitsplätze verdränge.
2 Ehrenämter habe ich auch schon inne, allerdings selbstgesucht und nicht durch das Jobcenter aufoktruiert.

Das diese 10 Arbeitsplätze bzw. die Arbeiter, die sie aktuell inne haben, ohne staatliche Hilfe davon nicht leben können und auch so gut wie nichts an Rente kriegen, interessiert ja keinen, weil das sind ja die Probleme von 2040 und bis dahin sind die Politiker ja alle nicht mehr im Amt.
und wieder ins Schwarze getroffen.
Allerdings kommt auch noch hinzu, das sich vorhersehbar immer mehr unproduktive Arbeitskräfte (Jobcenter, Maßnahmenindustrie) um immer mehr freigestellte Arbeitskräfte (Elo´s) kümmern müssen. Für einen unbedarften Außenstehenden ist das allerdings nicht so einfach zu durchschauen, sofern er die Struktur des Arbeitsmarktes nicht genau durchleuchtet, wie es für den durchschnittlichen Max Mustermann wohl der Fall ist.
 
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jwd1

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#54
Als Beispiele von Herrn Müller waren Schulhausmeister usw. Diese werden nach öffentlichen Dienst bezahlt!!! Wenn da jetzt massenhaft ELO-Stellen geschaffen werden, müssen die auch nach Verdi-Tarif bezahlt werden.
Desweiteren wäre zu Klären- Streikrecht. Wenn ich arbeite, muß mir dieses Recht gegeben sein, um bessere Tarife zu erkämpfen.
In meinen Augen ist das ganze nur eine Mogelpackung um mit billigen Arbeitskräften Druck aufbauen zu können. Die Argumente, das soundso viele Menschen für Mindestlohn arbeiten ist keine Rechtfertigung für noch mehr Mindestlohnstellen, sondern kann nur heißen, das der Mindestlohn auf regulären Tariflohn (Durchnitt) angehoben werden muß. Das ausspielen zwischen prekär Beschäftigten und ELO´s ist einfach nur zum Kotzen.
 

dagobert1

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#55
Die ganze Idee ist für die Katz.
a) entweder man schafft Jobs, die durch den Staat subventioniert werden und damit reguläre Jobs vernichten
Du siehst das zu negativ. :biggrin:
Stell dir mal vor, die tariflich bezahlten JC-MA dürfen nach Hause gehen und statt dessen arbeiten im JC künftig die Leute von der Elo-Ini ... :peace:
... auch wenn Minimindestlohn nicht sehr viel Motivation aufkommen läasst.
 
E

ExitUser

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#56
Das steigende Arbeitsvolumen in Deutschland ist ja leider auch stark subventioniert.
Verstehe ich nicht, dass müsste ja unterm Strich zu Lasten des BIP, der Gewinne oder der Einkommen gehen, aber die wachsen auch, nur nicht unbedingt gerecht verteilt.

Die Automatisierung der Produktion ist weitgehend abgeschlossen. Digitalisierung wird uns sicher beschäftigen, aber in welchem Ausmaß und Tempo, dass weiß heute noch niemand, es sei denn er hat eine Glaskugel, wie die Demographen. Heute wissen wir, dass ihre Prognosen, die zu umfassenden Reformen geführt haben, bisher nicht eingetreten sind.

Ein ähnlich abstraktes Angstszenario wie der Klimawandel. Man wird gewisse Interessen damit durchpeitschen, aber wirklich etwas dran ändern oder Vorhersagen treffen, kann man nicht. Wir Menschen sind nicht besonders gut darin vorausschauend zu handeln.
 

Gollum1964

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#57
In meinen Augen ist das ganze nur eine Mogelpackung um mit billigen Arbeitskräften Druck aufbauen zu können.

Das ausspielen zwischen prekär Beschäftigten und ELO´s ist einfach nur zum Kotzen.
Moin jwd1,

der Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt aber darin, das der sPD-Plan vermutlich auf Sanktionszwang aufbaut, während der Müller-Plan Freiwilligkeit voraussetzt, was in meinen Augen ein sehr wichtiger Unterschied ist.
Das die Gehälter insbesondere für Familien mit Kindern oder Alleinerziehenden nicht ausreichen, um eine Erleichterung ggü. dem Hartz4-Bezug zu erreichen, das ist mir schon klar.
 

Solanus

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#58
Es ist doch immer wieder interessant zu lesen, welche Argumente H4 Empfänger und Arbeitslose aufbringen, wieviel Geist sie aufbringen, um Arbeit zu vermeiden. Kein Wunder, dass die Medien dies lieben und sich darauf stürzen.

Dies ganze Diskussion ist so was von abartig...ich bin raus!
 

Albertt

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#59
Die Politiker sollten sich lieber um das körperliche und geistige Wohlergehen ihrer Bevölkerung kümmern. Wenn dann nämlich so weitergeht wie bisher, dann können auch die Propaganda-Medien nichts mehr vertuschen. Danach folgt 30 Tage Dunkelheit.

M. E. müsste dann allerdings auch die Regel geschaffen werden, wer mindestens 3 Stunden erwerbsfähig ist, wird auf diese Arbeitsstellen verwiesen. Ausschließlich Krankheit, Kindererziehung, Familienpflege und 100%ige Erwerbsunfähigkeit wären Gründe weiterhin die Leistung ohne so ein Arbeitsverhältnis in Anspruch nehmen zu können.
Artikel 12GG interessiert dich offensichtlich nicht. Dann würde ich vorschlagen, dass du mit gutem Beispiel voran gehst und den Erwerbslosen mal zeigst, wie toll es ist, wenn noch mehr Gesetze an Hartz4 angepasst werden, nur damit die Milliardäre sich weiterhin den Wohlstandsbauch vollstopfen können.

Sag', reibst du dir auch gerade deinen Wohlstandsbauch?

Es ist doch immer wieder interessant zu lesen, welche Argumente H4 Empfänger und Arbeitslose aufbringen, wieviel Geist sie aufbringen, um Arbeit zu vermeiden. Kein Wunder, dass die Medien dies lieben und sich darauf stürzen.
Noch viel interessanter finde ich die Reaktionen derer, die ganz offensichtlich weder im Hartz4-Bezug sind, noch von Arbeit im Niedriglohnsektor eine Ahnung zu haben scheinen. Das wenige Geld ist ggf. noch verschmerzbar, die Arbeitsbedingung (frotzelnde Arbeitskollegen, Lästerreien und ähnl.) sind es nicht.

Dies ganze Diskussion ist so was von abartig...ich bin raus!
:peace:
 

Katzenstube

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#60
Hallo Ihr,
ich verdiene nicht die Welt (vermutlich hat ein kluger Hartz4 Empfänger, dem Miete und Heizkosten gezahlt werden mehr als ich). Dennoch: es war die richtige Entscheidung - vielleicht nicht finanziell gesehen - ich würde meine Tage auch gut ohne Arbeit rumbringen .... Aber ich will nicht bei einer Behörde stehen und ständig als Bittsteller hoffen, dass meine Gelder weiter bewilligt werden. Die Vorstellung, deren Willkür ausgeliefert zu sein ist für mich viel schlimmer als ärmlich zu leben.

Und eines scheint mir gewiss: die Politik derzeit wird es allen Erwerbslosen noch schwerer machen! Ob SPD oder Müller ist doch Jacke wie Hose wenn ein SB vor einem sitzt, den nur Quoten interessieren und der alle Menschlichkeit (falls mal eine da war) an der Garderobe aufgehängt hat.

Gruß von Katzenstube
 

RobbiRob

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#61
..Das wenige Geld ist ggf. noch verschmerzbar, die Arbeitsbedingung (frotzelnde Arbeitskollegen, Lästerreien und ähnl.) sind es nicht.
Ah, das gibt es nur im Niedriglohnsektor.

Ich glaube eher, dass Du keine Ahnung von der Arbeitswelt hast.
Keine Frage, arbeiten im Niedriglohnsektor ist demotivierend.

In der Regel sind gerade im Niedriglohnsektor viele Jobs noch mit körperlicher Arbeit und Dreck verbunden.

Ich kann Dir aber versichern, dass es in jedem Bereich, Schei*sjobs und Lästereien etc. gibt.

Evtl. sollten aber manche den Horizont erweitern und nicht aus 5Sek. zugucken bei einer evtl. Stammbelegschaft seine Schlüsse ziehen.
Das sind eher Rückschlüsse der Frustrierten.

In jeder Stammbelegschaft gibt es auch Arxxxlöchxx., genau wie bei ZafMaB auch.

Gerade hier im Forum ist auch leider noch viel verbreitet, dass Arbeit nur körperliche Arbeit ist.

Bevor ich es vergesse:
Ich kenne beides und erlaube mir das Urteil, dass es abseits der Bezahlung schöner war Feierabend zu haben und dann mit nichts mehr was am Hut zu haben.

Trotzdem respektiere ich jegliche Form von Arbeit und bin auch froh, dass es noch Menschen gibt, die auch die notwendigen unangenehmen Dinge erledigen.

Bin auch raus hier.
Schade, aber man merkt sehr stark, dass vielen hier gegenseitig Schönreden lieber ist, als Realitäten zu verstehen.
 

hansklein

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#62
Es ist doch immer wieder interessant zu lesen, welche Argumente H4 Empfänger und Arbeitslose aufbringen, wieviel Geist sie aufbringen, um Arbeit zu vermeiden.
Ich finde, du siehst das ganz falsch. Es ist kein/kaum ein Anreiz, für lediglich den geschaffenen Mindestlohn arbeiten zu gehen. Davon ab, ich mache derzeit nen Teilzeitjob weil gehandicapt, aber nicht wegen dem tollen Verdienst und ich bin nicht alleine. Nicht alle Teil-EM-Renter,H4ér und Arbeitslose wollen Arbeit vermeiden.

Ich bin mir sicher, wenn die richtigen Anreize geschaffen würden und faire Bedingungen auf der Arbeit und beim Lohn, würden entsprechend auch viele Erwerbslose einen Sinn darin sehen, zu arbeiten. Wenn sie etwas Sinnvolles für sich bewirken können.

Die Löhne und Kosten im unteren Lohnsegment sind unverhältnismäßig abgesenkt worden, im Verhälltnis zu den gestiegenen Lohnnebenkosten und allgemeinen Kosten - dadurch, das die Löhne in den unteren Segmenten nicht hoch genug angepasst wurden. Heutzutage schafft es kaum jemand ohne Unterstützung in dem Segment, sich noch etwas zu leisten.

Es wird gearbeitet, um auf geringstem Nieveau zu leben. Sich mal nebenher - von seiner Arbeitsleistung - größeres Anzuschaffen, wie ein Auto, Motorrad oder Urlaub oder gar größeres, sitzt heute oft nicht mehr drin mit diesen Minimallöhnen und den Kosten, die jeder hat.

Das Geld, das heute als "Mindestlohn" - "Lohn zum Überleben" verdient wird, das hatte ich in den 80èrn / 90érn als Ungelernter im Fabrikationsbereich - nur das es wesentlich mehr wert war und ich davon etwas machen konnte - sogar Zukunftsplanung.

Dazu gab es noch Unterscheidungen - Arbeitslosenhilfe, Sozialgeld - was heute bis auf ALG in einen Topf geworfen wird, jeder ist gleich, ob er was getan hat oder nicht - das setzt fatale Zeichen. Auch wenn ich 20 Jahre am Stück gearbeitet habe und dann ungewollt Arbeitslos wurde, bin ich nach kurzer Zeit ein H´4er - und da kommen viele nicht mehr raus.

Selbst mit Arbeit auf dem "Lohn"-Nieveau, wirst du automatisch H4èr sobald du wieder Arbeitslos wirst, in Rente gehst und darfst ALG oder Rente wieder aufstocken lassen, da nicht genug ausbezahlt wird. "Das fördert die Lust am Arbeiten nat. alles ungemein."

Arbeit muss sich nicht nur lohnen, auch wenn sie nicht mehr ausgeführt werden kann, durch Gründe, die der AN nicht zu vertreten hat, sollte er nicht gleichgestellt werden mit allen anderen.

Der Zwangs- und Mindestlohn müsste mindestens so hoch angesetzt sein, das man auf keinen Fall zum Aufstocker mutieren muss, sich etwas davon leisten kann - und damit meine ich nicht nur ein Butterbrot mehr - und nicht dadurch bestraft wird, das man in H4-Nieveau fällt, wenn man Arbeitslos wird sondern etntsprechend mit höheren Leistungen belohnt wird, wenn man schon etwas macht.

Auch wenn der Staat erwartet, das Gemeinnützige Arbeit gemacht werden soll, muss er das entsprechend entlohnen. Das Ansehen steigt auch nicht gerade, wenn es heisst - ach schau ma - da arbeiten die ALG2 Empfänger endlich mal für ihr "Geld". Keine Arbeit ist so wenig wert, das lediglich der Mindestlohn gezahlt werden muss - der ist def. zu niedrig. Für den Bruttoarbeitslohn von ca. 1600.-€ sollten nicht mehr als 120 Std. gearbeitet werden, das wäre nach meiner Meinung ok.

Wobei sogleich der nächste Punkt käme. Nicht jeder Mensch will seine ganze Lebenszeit mit Arbeit verbringen.Da könnte man auch ansetzen und sogar vorhandene Stellen in Teilzeit wandeln, schon gibt es mehr reguläre Stellen.

Der Stellenabbau durch fortschrittliche digitale AN wird ebenso weiter voranschreiten, wie die Verlagerung von Arbeitsplätzen in das Ausland. Schon von daher müsste überlegt werden, das Mensch weniger arbeiten muss - und mehr Freizeit haben könnte.

Es gibt vieles, worüber nachgedacht und wo etwas geändert werden könnte - zum Vorteil aller Menschen. Nur ist das nicht gewollt, Logo.

Gewollt ist, das es möglichst billige Arbeitskräfte gibt, die unter allen Umständen möglichst viel arbeiten sollen und arm bleiben - bis an das bis dahin aufgestockte Lebensende.
 

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#63
In der BRD sheint man ausser der Anbetung des Gottes "Arbeit" absolut nichts zu kennen, keine Lebensfreude, kein Gemeinschaftsgefühl für Alle, keinen Spaß, keine Mitmenschlichkeit gegenüber Schwächeren.

Nur...Arbeit. Ist das nicht widerlich?
 

Archibald

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#64
Dein Ton ist schon bemerkenswert Bildhaft🐸
Es ist sollte in der Tat egal sein woher der Lohn kommt. ALLERDINGS soltte Lohn auch Lohn sein und nicht dieser lach- und alibihafte Mindestlohn. Ebenso spielt es keine Rolle dass bereits heute rund 5 Milliomen Menschen von diesem Mindestlohn darben müssen.
Arbeiten wer kann ja. Allerdings zu in Deutschland angemessen Löhnen. Geht das nicht sehe ich es als eine der grundlegenden Pflichten dieses Staates an Menschen vor Ausnutzung und Dumpinglöhnen zu schützen indem man ihnen das Existenzminimum gewährt. So herum wird ein Schuh draus der die Würde aller Menschen in DE zu schützen als oberstes Ziel in seiner "Verfassung" stehen hat. Im Moment wird nur die Würde jener berücksichtigt die im Millisekunden an den Börsen Abermilliarden verschieben können. Ihnen schützt man sogar die Finanzen während bei HartzIV sogar Minirenten und Kindergeld, ja sogar Erbetteltes Grundsicherungsmindernd angerechnet wird.

Wenn ich dann den staatstragenden Bücklingssprech lesen muss den ge bild ete hier so weit entfernt von Horizont und Weitblick im Bezug auf die langfristigen Folgen ihrer so "genial" einfachen Ansichten lese.. 🛢

Na dann viel Spass in dieser Zukunft für alle Kinder nicht gut situierter Existenzen. Was daraus nur erwachsen kann zeigen die gesellschaftlichen Erfolge von HartzIV bereits jetzt recht anschaulich. Spaltung, gegen- anstatt miteinander und sich immer mehr verhärtende Fronten sind bisher ein "löblicher" Erfolg dieses SPD Denken und Handelns.
 

Albertt

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#65
Ah, das gibt es nur im Niedriglohnsektor.
Habe ich nie behauptet. Es ist aber ein Unterschied, ob ich am Ende des Monats, für 1600 Netto gewisse Dinge erdulde, oder ob ich das für den Mindestlohn muss, weil mich sonst irgend wer zu etwas zwingt.

Keine Frage, arbeiten im Niedriglohnsektor ist demotivierend.
Und wie gedenkst du intrinsische Motivation zu erzeugen? Zwang?
Ist es in diesem Zusammenhang nicht etwas seltsam, dass der Dieselskandalverantwortliche, anstatt eine vor den Latz zu bekommen, mit einer Gehaltserhöhung belohnt wird? Und denen, die unten dienen (müssen) möchtest du zur Arbeit zwingen?

In der Regel sind gerade im Niedriglohnsektor viele Jobs noch mit körperlicher Arbeit und Dreck verbunden.
Und damiteinhergehend die negative Abwertung jener, die diese Tätigkeiten ausführen. Frauen wollen mit keinem Mann zusammen sein, der kein Geld in den Taschen hat.

Ich kann Dir aber versichern, dass es in jedem Bereich, Schei*sjobs und Lästereien etc. gibt.
Wie ich oben bereits schrieb, 1600 Netto VS 900 Netto. your choice.

Evtl. sollten aber manche den Horizont erweitern und nicht aus 5Sek. zugucken bei einer evtl. Stammbelegschaft seine Schlüsse ziehen.
Das sind eher Rückschlüsse der Frustrierten.
Nee, du. Es gibt Menschen, die wollen Ihre Arbeit erledigen und Abends entspannt nachhause gehen. Auf Affenkinder, die den ganzen Tag unsicher umherspringen, um Ihre Unsicherheiten zu verbergen, habe ich keine Lust. Da werde ich AGGRO!


Bevor ich es vergesse:
Ich kenne beides und erlaube mir das Urteil, dass es abseits der Bezahlung schöner war Feierabend zu haben und dann mit nichts mehr was am Hut zu haben.
Du darfst gerne für 900 Euro arbeiten gehen. Gar kein Problem.

Trotzdem respektiere ich jegliche Form von Arbeit und bin auch froh, dass es noch Menschen gibt, die auch die notwendigen unangenehmen Dinge erledigen.
Niemand hat etwas dagegen, unangenehme Arbeiten zu erledigen. Wenn diese aber nicht anständig entlohnt werden dann soll der AG diese gefälligst selber machen.

Bin auch raus hier.
Schade, aber man merkt sehr stark, dass vielen hier gegenseitig Schönreden lieber ist, als Realitäten zu verstehen.
Der Admin sollte hier unbedingt noch den Smilie einbauen, der einen anderen, mit dem Kopf gegen die Wand knallt. Den hätte ich hier nämlich verwendet. Uff.. :icon_kratz:

Meist du den unter "Weitere" erreichbaren -> :icon_neutral:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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#66
Es ist doch immer wieder interessant zu lesen, welche Argumente H4 Empfänger und Arbeitslose aufbringen, wieviel Geist sie aufbringen, um Arbeit zu vermeiden. Kein Wunder, dass die Medien dies lieben und sich darauf stürzen.

Dies ganze Diskussion ist so was von abartig...ich bin raus!
Es ist doch immer wieder interessant zu lesen, das Typen
wie du meinen, mit seinen Blagen und sonst wem,
saubere Stadtparks, Straßen und Kinderspielplätze (Instandhaltung)
in Anspruch nehmen zu können,
ohne dafür bezahlen zu wollen (Geiz ist Geil).

Dienstleistung kostet Geld, Stundenlohn, Rentenpunkte,
Urlaubsanspruch derer die diese Arbeiten erledigen.

Man sollte Herrn Scholz (SPD) beim Wort nehmen.
(12 Euro Mindestlohn, Olaf der "Schwätzer" Scholz)

Für solche Arbeiten 12,50 Euro Brutto die Stunde
mit allen Arbeitnehmerrechten.

Wenn ich Arbeite lass ich mir nicht vorschreiben was
ich Esse, was ich Rauche, was ich Trinke, wo ich Wohne.

Also, für den künstlich klein gerechneten Regelsatz,
denn man hat ja alle möglichen Dinge rausgestrichen,
Arbeite ich nicht, damit Typen wie du ihre, ich will alles
und Billig Mentalität ausleben können.

Warum bekommt der Kollege in Orange in der Straßenreinigung
Tariflohn und ein ALG2er soll das Gemeinnützig machen?
Geht`s noch?

Wieder diese abartige Doppelmoral, selber alles abgreifen
möglichst billig und andere als Faul dahinstellen, weißt du
was das ist, asozial!

Der Deutsche Arbeitslose und Arbeiter muss mal wieder lernen zu fordern
und sich nicht gegeneinander Ausspielen lassen.

Das sind Arbeiten die nicht Export abhängig sind,
also nix Hungerlohn, damit du Geiz ist Geil leben
kannst und dir alles abgreifst was geht.

12,50 Brutto die Stunde und ich bin dabei
auf Steuerkarte, mit bezahltem Urlaubsanspruch.

Wer das nicht zahlen kann oder will, muss die Arbeit eben selber machen,
aber Zwangsarbeit um die Ecke rum einführen, geht gar nicht.

Die unteren Lohngruppen gehören angehoben.
 

Solanus

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#67
...
Sag', reibst du dir auch gerade deinen Wohlstandsbauch?

Noch viel interessanter finde ich die Reaktionen derer, die ganz offensichtlich weder im Hartz4-Bezug sind, noch von Arbeit im Niedriglohnsektor eine Ahnung zu haben scheinen. Das wenige Geld ist ggf. noch verschmerzbar, die Arbeitsbedingung (frotzelnde Arbeitskollegen, Lästerreien und ähnl.) sind es nicht.
:peace:
Du hast Recht, ich bin NICHT MEHR im H4 Bezug.

Du hast Recht, ich habe vom Niedriglohnsektor keine Ahnung. Ich war nie in AGH/Maßnahmen/Ein-Euro-Jobs, bei ZAV, hatte nie eine EGV, nichtmal als VA.

Ich habe es aus eigener Kraft durch Selbständigkeit und Zweitjobs und Drittjobs geschafft mir einen Lebensstandard jetzt mit EINEM Job aufzubauen, von dem ich leben kann.

Ich habe kein Geld übrig, aber genug zum Leben und das ganze H4 System habe ich OHNE Hilfe von außen, mal abgesehen von der niemals freiwillig Gezahlten, immer per Gericht eingeklagten Leistung, hinter mir gelassen.

Insgesamt mit Unterbrechung 6 Jahre im H4 Bezug, waren mehr als Genug. Aber glaube mir, ich habe das System verstanden und begriffen. Deswegen und nur deswegen geht es mir jetzt gut.

Ich habe mit Sicherheit keine Ahnung von Euren Problemen, es sind Eure Probleme, aber ich habe meine Probleme gelöst, was viele hier nicht ansatzweise von sich behaupten können.
 

Albertt

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#68
Aber glaube mir, ich habe das System verstanden und begriffen. Deswegen und nur deswegen geht es mir jetzt gut.
Und genau das kann eben so nicht stimmen. Wenn man kein Geld übrig hat, dann kann man auch nicht gut leben. Zumindest nicht unter den gängigen Bedingungen. Unter Gut leben verstehe ich, mir auch mal etwas leisten zu können, ggf. in den Urlaub zu fahren, Hobbys pflegen zu können usw.

Sorry, viele reden sich Ihre Arbeit schön, um nicht tätig werden zu müssen. Das ist auch ok so. Aber es ist auch ok, wenn andere darauf keine Lust haben.
 

Schikanierter

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#69
Ich habe mit Sicherheit keine Ahnung von Euren Problemen, es sind Eure Probleme, aber ich habe meine Probleme gelöst, was viele hier nicht ansatzweise von sich behaupten können.
Dann freue dich doch, dass du dem Sumpf aus eigener Kraft entkommen bist anstatt hier auf andere - Schwächere - herumzuhacken.
 

Solanus

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#70
Und genau das kann eben so nicht stimmen. Wenn man kein Geld übrig hat, dann kann man auch nicht gut leben.
Wer sagt das? DU!!!!

Zumindest nicht unter den gängigen Bedingungen. Unter Gut leben verstehe ich, mir auch mal etwas leisten zu können, ggf. in den Urlaub zu fahren, Hobbys pflegen zu können usw.
Ja siehst DU, ich arbeite in und mit meinem Hobby, ich verdiene Geld mit dem Urlaubsgut, für das Andere viel viel Geld in der Woche ausgeben, soviel, dass sie sich dies nur einmal im Jahr für eine Woche leisten können.

Sorry, viele reden sich Ihre Arbeit schön, um nicht tätig werden zu müssen. Das ist auch ok so. Aber es ist auch ok, wenn andere darauf keine Lust haben.
Geld mit dem Hobby verdienen, kann man sich nicht gut reden, es ist gut. Andere bezahlen für ihr Hobby. Ich bekomme Geld dafür, dass ich mein Hobby ausführe. Andere bezahlen, dass sie verreisen können, ich bekomme Geld, dass ich verreise. Andere bezahlen für den Urlaub, ich bekomme Geld für den Urlaub.

Das ist genau, das was Du nicht verstanden hast. Ich habe genau soviel wie ich brauche um gut, gut in meinem Sinne, leben zu können. Und mehr brauche ich nicht, dafür nehme ich mir die Freiheit nichts zu tun. Ich arbeite maximal 12 Tage im Monat, DU auch? Ich arbeite, wann und wieviel ich möchte und mache nichts, wenn ich nicht möchte. Hast DU auch diese Freiheit?

Wie sagte mal der Dalai Lama:

„Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wieder zu erlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt; das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt; er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“
 

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#71
Ein möglicher Ausblick auf die Ausgestaltung unter http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...mma-des-sozialen-arbeitsmarkts-a-1198821.html :
Geförderte Arbeit muss
  • zusätzlich sein, also keine Tätigkeiten umfassen, die durch reguläre Arbeitskräfte verrichtet wird,
  • im öffentlichen Interesse liegen und
  • wettbewerbsneutral sein - also zum Beispiel nicht den Handwerks- oder Handelsbetrieb nebenan gefährden.
[...]
Einiges spricht dafür, diese strengen Regeln für den künftigen sozialen Arbeitsmarkt zu lockern: So sind die Umstände heute andere als früher: Damals herrschte Massenarbeitslosigkeit, auch unter gut Qualifizierten und sehr Leistungsfähigen. Menschen, die heute kein Problem haben würden, einen regulären Arbeitsplatz zu bekommen.
[...]
Dadurch wird auch klar, worum es in einem sozialen Arbeitsmarkt zuerst geht: Darum, auch diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, Kompetenzen und Selbstbewusstsein aufzubauen und an einer durch Erwerbsarbeit geprägten Gesellschaft teilzuhaben.
[...]
Und geförderte Arbeitsplätze alleine werden nicht reichen - zusätzlich benötigen die Betroffenen sozialpädagogisch geschulte Berater an ihrer Seite.
[...]
Einen möglichen Lösungsansatz zeigt Ex-Caritas-Generalsekretär Cremer auf. Er plädiert dafür, die strikten bundesweiten Regeln zu lockern - und den lokalen Jobcentern weitgehende Freiheiten zu lassen.
Also nichts Vernünftiges, aber gegenüber AGHs gelockerte Regeln zum Wohle der Arbeitgeber.
Und natürlich soll die Sozialmafia, die hier schon im Konzept Laut gibt, inkludiert sein (MTs, Diakonien, Sozialpädagogen, ...).

Und das Ganze selbstverständlich zur Hintergrundmelodie wohlwollenden Mitleids. :biggrin:

[...]
Wie sagte mal der Dalai Lama:
Ich bin raus? :icon_hihi:
 

Aurora

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#72
Und natürlich soll die Sozialmafia, die hier schon im Konzept Laut gibt, inkludiert sein (MTs, Diakonien, Sozialpädagogen, ...).
Früher waren das die Wehrdienstverweigerer bzw. Zivildienstleistenden. Und da BufDi ja auch nicht so läuft müssen da wohl jetzt die Langzeitarbeitslosen ran.
 
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#73
Meines Erachtens muss es hierfür eine entsprechende gesetzliche Grundlage geben. Nach § 1 SGB II ist es das Ziel seinen Lebensunterhalt unabhängig von Grundsicherungsleistungen zu bestreiten. Um dieses Ziel zu erreichen muss ich eine Erwerbstätigkeit nachgehen, die entsprechend bezahlt wird. Gemeinnützige Arbeit erfüllt diesen Zweck nicht. Schon die Ein Euro Jobs gerieten in die Kritik, weil sie Wettbewerbsverzerrung darstellen. Bei der gemeinnützige Arbeit wird die Kritik nicht weniger werden.

Es geht den Politikern nur darum die Statistiken mit solchen Methoden weiter zu schönen und die Erwerbslosenindustrie weiter anzukurbeln.
 

Etrax

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#74
Verstehe ich nicht, dass müsste ja unterm Strich zu Lasten des BIP, der Gewinne oder der Einkommen gehen, aber die wachsen auch, nur nicht unbedingt gerecht verteilt.
Die steigenden Einkommen liegen an den letzten Tarifabschlüssen, die aber gemessen an der Produktivität noch viel zu niedrig sind und von denen nicht alle unteren Lohngruppen profitieren.
Deutschland hatte in den letzten 20 Jahren eine durchschnittliche Produktivitätssteigerung von rund 30%. In einer funktionierenden Marktwirtschaft bedeutet das, dass die Löhne normalerweise im selben Rahmen oder minimal darunter ansteigen müssten.
Die Lohnsteigerungen lagen im selben Zeitraum aber bei rund 10%. Das heißt die arbeitenden Bevölkerung ist fleissiger, aber das schlägt sich so gut wie nicht im Lohn nieder.

Das die oberen Einkommen massiv steigen, liegt eben auch daran, dass die ihr Geld nicht hauptsächlich mit Lohnarbeit verdienen und an Bonussysteme gekoppelt sind. Also Bonuszahlungen für "tolle" Arbeit, Aktienpakete deiner Firma, Aktien von anderen Firmen, Steuerersparnisse (die man in unteren Lohngruppen nicht erhält), usw.

Die Automatisierung der Produktion ist weitgehend abgeschlossen. Digitalisierung wird uns sicher beschäftigen, aber in welchem Ausmaß und Tempo, dass weiß heute noch niemand, es sei denn er hat eine Glaskugel, wie die Demographen. Heute wissen wir, dass ihre Prognosen, die zu umfassenden Reformen geführt haben, bisher nicht eingetreten sind.
Die Automatisierung der Produktion ist, speziell in Deutschland, noch lange nicht abgeschlossen. Wenn du dir ein neues Logistikzentrum von Amazon und im Vergleich dazu die Produktion von BMW ansiehst, würdest du mit den Ohren schlackern. Bei Amazon findest du in einer Werkshalle vielleicht 3 Arbeiter, die einfach nur da auftauchen, wenn ein Computer einen Fehler meldet. Bei BMW stehen dagegen noch 10-15 Leute am Band. Nach der Modernisierung laufen dann noch 2 Ingenieure/Informatiker rum, die schauen das Soft- und Hardware nicht ausfallen.
Das es in Deutschland nicht recht schnell vorangeht hat eben mehrere Gründe. Zum einen ist unsere Infrastruktur veraltet, auch in den großen Unternehmen (siehe IT), dann hast du fein durchsubventionierte Arbeitsplätze durch Hartz4/Mindestlohn/Werksverträge/Zeitarbeit, dass es sich noch nicht lohnt hohe Millionenbeträge zu investieren und die Produktion umzustellen. Da nimmt man lieber noch massive Gewinne mit.

"Die Geschwister Stefan Quandt und Susanne Klatten erhalten von BMW in Kürze 1,1 Milliarden Euro aufs Konto. Der Autokonzern hat im vergangenen Jahr 8,7 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Nach dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sollen 30 Prozent davon als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden."

Das man das Geld lieber einsteckt, als es ins Unternehmen zu reinvestieren ist in meinen Augen nur möglich, weil wir in Deutschland eine lächerliche Steuerpolitik/Vermögenspolitik haben. Dieses Geld wird nie wieder zurückfließen, sondern in Stiftungen enden, wo der Staat keinen Cent sieht.


Ein ähnlich abstraktes Angstszenario wie der Klimawandel. Man wird gewisse Interessen damit durchpeitschen, aber wirklich etwas dran ändern oder Vorhersagen treffen, kann man nicht. Wir Menschen sind nicht besonders gut darin vorausschauend zu handeln.
Der Klimawandel ist doch in vollem Gange. Ich weiß halt nicht was deine Ansprüche an das Klima sind. Tropische Strände wirst du in Mitteleuropa nicht kriegen.

Es ist doch immer wieder interessant zu lesen, welche Argumente H4 Empfänger und Arbeitslose aufbringen, wieviel Geist sie aufbringen, um Arbeit zu vermeiden. Kein Wunder, dass die Medien dies lieben und sich darauf stürzen.

Dies ganze Diskussion ist so was von abartig...ich bin raus!
Du machst es dir halt sehr einfach mit deiner fehlenden Argumentation. Entweder fehlt dir die Fähigkeit längere Texte zu verstehen oder du suchst einfach bewußt Streit und ignorierst jegliche Argumente.
Kannst du natürlich machen wie du willst, sieht halt aus wie inhaltsloses Gejammer.
 
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Archibald

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#75
Die jetzt schon jeden Monat Geld kostet, ohne etwas zu tun, ohne etwas der Gemeinschaft zurück zu geben.
Was soll hier wer der Gemeinschaft zurückgeben!? Du verwechselst hier schon wieder so einiges. Nehmen wir mich.
Ich arbeite, verdiene Geld bin mit meinen Möglichkeiten ehrenamtlich tätig. Ich gebe der Gemeinschaft also bereits was ich kann, so wie die allermeisten in Deutschland denn so funktioniert das System.

Nichts gegen Arbeit, sie muss sich aber so lohnen dass auch jene in diesen 2.Arbeitsmarkt-Stellen sich Urlaub, Weihnachten und Ostern leisten können und nicht das Gefühl haben müssen für Almosen arbeiten gehen zu müssen. Dann hat das ganze Erfolg in jedem anderen Fall dreht man sich im Kreis.
Nun komme ich in die Bredouille Sozialleistungen beantragen zu müssen und muss mir von Leuten wie dir vorhalten lassen ich hätte mit dem Erhalt von Sozialleistung noch einmal etwas "an die Gemeinschaft zurück zu geben"!?

Sorry, aber ich muss mich wiederholen. So können nur geBILDete denken weil sie nicht in der Lage sind Kausalitäten, Moral und Anstand von dem zu trennen was man ihnen Medial eingebläut hat.

Komm mir jetzt bitte auch nicht mit den berühmten "Generationen in Sozialhilfe" denn das ist eine vom Staat gewollte und den betroffenen Menschen exakt so antrainierte Lebensweise.

Jahrzehnte lang wurden diese Menschen daran gewöhnt wenn sie ihre Bedürfnisse gering halten, abstumpfen, um in Umgebungen leben und existieren zu können die der Rest der Bevölkerung nur angewidert umfährt und dann noch ihre restlichen intellektuellen Fähigkeiten in Drogen und Alkohol ertränken, dann, ja dann werden sie gerade so am Leben erhalten. Motto: "Halt du sie dumm, ich halte sie ruhig."

Daher konnte die Agenda2010 im gesellschaftspolitischen Sinne nur scheitern wie vorliegend. Wieder nach dem alten Motto nur mit vorgeschoben "anständigeren" Regeln. Die sind aber lediglich von Nutzen wenn man dem Stammtisch huldigen will, real kommt eine Spaltung dabei heraus weil man die Betroffenen nicht MITNIMMT, ihnen zeigt dass Arbeit Erfolg bedeutet und sie wieder nur mit minimalistischen Einkommensausreden abspeist.

Du magst ja Erfolg haben, nur bist du nicht das Licht am Ende des Tunnels sondern machst dich mit deinem Verhalten zur Ursache zum Licht an dem Zug der im Tunnel erneut auf Betroffene zurauscht.

Eine Arbeitskraft ist also schlechter wie ein Arbeitsloser...ist kein Gewinn für die Gemeinschaft. Wenn Du es so siehst, bin ich hier raus...das ist mir zu dumm....
An dem wie du etwas siehst solltest du sowieso mal arbeiten denn dein Blickwinkel ist so klein dass du durch dein Handeln genauso ein Eigentor produzierst wie unsere Parteien mit ihren ewig gestrigen Vorgehensweisen. Dein Blickwinkel hat relativ zum benötigten die enge und schärfe eines Lasers der diese Gesellschaft zertrennt anstatt sie zu einen. Du gibst das weiter was du im Bezug gelernt hast denn nach der selben Denke handeln zu viele ArGe-Mitarbeiter mit weit hin sichtbarem "Erfolg".
 
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Etrax

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#76
Abgesehen davon hat das niemand behauptet, was er im letzten zitierten Satz schreibt.

Keine Ahnung wie man das aus meinem Beitrag rauslesen kann. :doh:
 
E

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#77
@Solanus
Es ist doch immer wieder interessant zu lesen, welche Argumente H4 Empfänger und Arbeitslose aufbringen, wieviel Geist sie aufbringen, um Arbeit zu vermeiden. Kein Wunder, dass die Medien dies lieben und sich darauf stürzen.
Dies ganze Diskussion ist so was von abartig...ich bin raus!
du erinnerst dich schon noch daran, in welchem Forum du dich hier befindest, oder? Ich meine nach 12 Jahren "Aktivität" hier im Forum? Du weisst schon auch (inzwischen), dass - abgesehen von deinem unqualifizierten Brass - die von dir verwendeten Begriffe diskriminierend und verletzend sind?

Ich finde es gut, dass du "raus" bist. Nur warum erst jetzt nach 12 Jahren? Was hat dich eigentlich überhaupt hier in diesem Erwerbslosenforum interessiert und so lange Zeit "gehalten"? Und was passt denn da für dich plötzlich nicht mehr? -> Bist du noch ganz bei Sinnen??!!!

Ich würde einfach mal (hauptsächlich für dich selbst(!)) hoffen, dass da grad nur momentan bei dir in der Birne oder in der Ausdrucksweise einfach ganz gehörig was "schiefgelaufen" ist:biggrin: denn eigentlich hätte ich deine Grundhaltung angesichts deiner bisherigen Posts (hab ja nicht alle gelesen) eigentlich völlig anders eingeschätzt!

Aber so kann man sich täuschen und besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende und egal, ich wünsche dir an anderem Ort unter "Deinesgleichen" trotzdem alles Gute.

P.S.: Schade find ichs schon und ich hätts nicht gedacht. Zumindest dir hätte ich zugetraut, dass ausgerechnet du den Unterschied zwischen Arbeit und Arbeit erkennst. Und die Diskrepanz zwischen der Menge an (auskömmlichen) Arbeitsplätzen und der Menge der erwerbslosen und arbeit-suchenden Menschen.

Und nein, existenzsichernd allein genügt eben nicht. Ich gehe nicht einzig und allein dafür arbeiten, um arbeiten gehen zu können und sonst nichts. Und ich habe auch nicht umsonst gelernt, studiert und geackert, um mich für Almosen in Form von Pseudoarbeit bedanken zu müssen.

Wenn es keine Arbeitsplätze gibt, nützt auch das beste Herbeireden nichts!!! Und Leute dafür zusätzlich zu ihrer Not dafür fertigzumachen, dass sie die darauf basierende Perspektivlosigkeit für ihr gesamtes zukünftiges Leben hinterfragen und kritisieren, grenzt für mich beinahe an Sadismus oder an blankem Irrsinn:sorry:

PPS.: oder bist du einer von "denen" und hast deine Pension endlich durchgekriegt:biggrin: (wohlmöglich mit Abschlägen und deswegen der Hass? Auf ARBEITSLOSE und HARTZ4-EMPFÄNGERINNEN)

@Uhlenspegel
Die Automatisierung der Produktion ist weitgehend abgeschlossen.
das ist Quatsch, das fängt grad erst richtig an.
Digitalisierung wird uns sicher beschäftigen, aber in welchem Ausmaß und Tempo, dass weiß heute noch niemand, es sei denn er hat eine Glaskugel, wie die Demographen.
das Ziel des Ausmaßes ist völlig klar und das Tempo ist berechenbar, da es genug Erfahrungswerte gibt.
Heute wissen wir, dass ihre Prognosen, die zu umfassenden Reformen geführt haben, bisher nicht eingetreten sind.
??
Ein ähnlich abstraktes Angstszenario wie der Klimawandel.
Ja klar, Klimawandel ist reines Angstzenario der Verschwörer, isch schwör:doh:
Man wird gewisse Interessen damit durchpeitschen,
die da beispielsweise wären?:popcorn:
 
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E

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#78
@etrax

Ja, richtig, aber es ging doch darum, dass in den nächsten 10 Jahren sehr viele Arbeitsplätze wegfallen sollen, sprich das Arbeitsvolumen drastisch sinken müsste.

Wenn Automatisiserung nicht wirtschaftlich oder nicht beherrschbar ist, wird sie auch nicht in dem Maße genutzt, wie es möglich wäre. Warum sollte sich das zukünftig ändern?

Ich lasse mir von solchen Prognosen keine Angst machen. Das läuft darauf hinaus, dass dann bei einer Agenda 2030 die Menschen noch mehr Angst haben sollen, ihre Arbeits zu verlieren und noch schlechtere Arbeitsbedinguen akzeptieren werden.

Nochmal ein Schnitzel weniger auf dem Teller. Vegetarische Kost ist eh gesünder.
 
E

ExitUser

Gast
#79
@Ulenspegel: die "Produktivität" steigt ganz ohne weiteres menschliches Zutun. Und:
Nochmal ein Schnitzel weniger auf dem Teller. Vegetarische Kost ist eh gesünder.
offensichtlich noch so einer, der seine Schäflein im Trockenen hat. Immer wieder "interessant" zu sehen, wie "Erwerbslosen-Debatten" von Leuten bestimmt und beherrscht werden, die nicht mal ansatzweise wissen, worum es überhaupt geht.

Korrektur: offensichtlich sehr wohl wissen, worum es geht und trotzdem oder gerade deswegen ihre "Weisheiten" verbreiten.

Erklärung für "solche Leute": es geht hier nicht um ein Schnitzel sondern um den blanken A.rsch. Die Kohle, die für die Miete PLUS nicht reicht, muss knallhart vom RS bezahlt werden, um nicht unter der Brücke zu landen. Da stehen weder Schnitzel noch Braten zur Debatte. Da kauft man auch nicht mehr das "normale" Klopapier sondern das harte. Da überlegt man sich plötzlich, ob man sich noch die Tasse Kaffee leisten kann jeden morgen. Brot kauf ich schon seit Jahren nicht mehr, weil ich mir keine Butter leisten kann. Ich überlege mir auch, wie oft ich meine Wäsche wasche und wann und wie ich bade oder/und dusche und wie oft ich aufs Klo gehe und ob oder wie ich SPÜLE!

Ich kann diese menschenunwürdige Liste des alltäglichen Horrors eines "AlgII-Berechtigten" endlos weiter führen. Nur wird das voraussichtlich wenig bringen, denn "was nicht sein darf, auch nicht sein kann". Und wenn es schon an solchen Basics hapert, braucht man da meiner Erfahrung nach auch nicht weiter auf "Verständnis" zu hoffen, denn da stecken dann oftmals ganz "andere Motivationen" dahinter:icon_pause:
 
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Dirk B.

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#80
Ohne das ich meine Schäflein jetzt im Trockenen hätte, muss ich doch anmerken, dass ich deinen Betrag von der Emotionalität her doch für sehr übertrieben halte.

Ich gestehe, dass ich auch gelegentlich ein Schnitzel esse. Mehr vom Schwein und weniger vom Kalb. Wenn ich mir allerdings bei jedem Gang aufs Klo oder jedem Spülen überlegen würde, ob ich mir das gerade leisten kann, wäre ich vermutlich todunglücklich. Zudem hast du ja dann durch dein Verhalten und dem daraus resultierenden Empfindungen auch die Buße, die dir die arbeitende Bevölkerung aufzwingen möchte, bereits vollkommen verinnerlich.

Für mich ein absolutes NO GO. Niemand wird mir irgendwann mal so eine Haltung aufzwingen. Ich hoffe, ich habe die Ironie in deinem Beitrag übersehen.
 
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#81
Wenn ich mir allerdings bei jedem Gang aufs Klo oder jedem Spülen überlegen würde, ob ich mir das gerade leisten kann, wäre ich vermutlich todunglücklich.
bin ich auch.
Zudem hast du ja dann durch dein Verhalten und dem daraus resultierenden Empfindungen auch die Buße, die dir die arbeitende Bevölkerung aufzwingen möchte, bereits vollkommen verinnerlich.
Richtig, das hab ich inzwischen auch.
Für mich ein absolutes NO GO. Niemand wird mir irgendwann mal so eine Haltung aufzwingen. Ich hoffe, ich habe die Ironie in deinem Beitrag übersehen.
hast du leider nicht, weils da keine gibt.

Kurz erläutert: Ich hab vom JC eine Kostensenkungsaufforderung für meine KDU erhalten, die ich nicht ohne Umzug bewerkstelligen kann und es gibt keine "angemessenen" Wohnungen hier. So. Jetzt kann ich eigentlich nur noch meine Tage zählen. Kämpfen tu ich schon. Und wer es wissen will, der weiss, dass sowas lange dauern kann. Und sowas schlägt schonmal aufs KONTO!
 
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#82
offensichtlich noch so einer,
Wenn du eine Frage hast, dann frag doch einfach anstatt deine Zeit mit unzutreffenden Spekulationen und "Erklärungen", - Verleumdungen wäre zutreffender - zu verschwenden.

Wenn ich mich recht entsinne, war der Spruch mit dem Schnitzel von der INSM, um die Akzeptanz der Agendapolitik zu steigern.

Digitalisierung wird nun die Märchen von Globalisierung und demographischem Wandel als Erklärung für die nötigen Einschnitte ergänzen und offensichtlich funktioniert diese Gehirnwäsche ja immer noch ganz gut.

p.s. Anstatt hier willkürlich Unbekannte anzugiften, solltest du lieber die Auseinandersetzung mit deinem JC vorantreiben. Da scheint ja einiges im Argen zu sein.

Manche Leute kennen sowas nicht.

Hartes Klopapier kann man doch gar nicht mehr im Einzelhandel kaufen. Vermutlich muss man dafür Ommas an der Klopapiertafel wegschubsen und mit Orientalen mit genetischer Bevorzugung konkurrieren.
 

Solanus

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#83
Was soll hier wer der Gemeinschaft zurückgeben!? Du verwechselst hier schon wieder so einiges. Nehmen wir mich.
Ich arbeite, verdiene Geld bin mit meinen Möglichkeiten ehrenamtlich tätig. Ich gebe der Gemeinschaft also bereits was ich kann, so wie die allermeisten in Deutschland denn so funktioniert das System.
Glaubst Du wirklich Du wärst da der Einzige?

Nichts gegen Arbeit, sie muss sich aber so lohnen dass auch jene in diesen 2.Arbeitsmarkt-Stellen sich Urlaub, Weihnachten und Ostern leisten können und nicht das Gefühl haben müssen für Almosen arbeiten gehen zu müssen. Dann hat das ganze Erfolg in jedem anderen Fall dreht man sich im Kreis.
Dann solltest Du mal meine Beiträge von Anfang an lesen und nicht nur irgendwas am Ende...
Nun komme ich in die Bredouille Sozialleistungen beantragen zu müssen und muss mir von Leuten wie dir vorhalten lassen ich hätte mit dem Erhalt von Sozialleistung noch einmal etwas "an die Gemeinschaft zurück zu geben"!?
Oh getroffene Hunde bellen immer wieder, auch wenn man nur mal scharf hinguckt ohne zu beschuldigen...

Sorry, aber ich muss mich wiederholen. So können nur geBILDete denken weil sie nicht in der Lage sind Kausalitäten, Moral und Anstand von dem zu trennen was man ihnen Medial eingebläut hat.
Na zum Glück weiß ich nur jemanden der dieses Schmierenblatt liest und wer einen TV hat. Dann kannst Du ja nicht von mir reden...

Komm mir jetzt bitte auch nicht mit den berühmten "Generationen in Sozialhilfe" denn das ist eine vom Staat gewollte und den betroffenen Menschen exakt so antrainierte Lebensweise.
Na das bringst Du nun ins Spiel, von mir stammt das bestimmt nicht oder kannst Du mir ein Zitat zeigen?

Jahrzehnte lang wurden diese Menschen daran gewöhnt wenn sie ihre Bedürfnisse gering halten, abstumpfen, um in Umgebungen leben und existieren zu können die der Rest der Bevölkerung nur angewidert umfährt und dann noch ihre restlichen intellektuellen Fähigkeiten in Drogen und Alkohol ertränken, dann, ja dann werden sie gerade so am Leben erhalten. Motto: "Halt du sie dumm, ich halte sie ruhig."
Traurig aber wahr, bei vielen hat es Erfolg gehabt, wie man hier immer wieder sieht.

Daher konnte die Agenda2010 im gesellschaftspolitischen Sinne nur scheitern wie vorliegend. Wieder nach dem alten Motto nur mit vorgeschoben "anständigeren" Regeln. Die sind aber lediglich von Nutzen wenn man dem Stammtisch huldigen will, real kommt eine Spaltung dabei heraus weil man die Betroffenen nicht MITNIMMT, ihnen zeigt dass Arbeit Erfolg bedeutet und sie wieder nur mit minimalistischen Einkommensausreden abspeist.
no comment, das muss man nicht kommentieren. Die Realität ist Kommentar genug.

Du magst ja Erfolg haben, nur bist du nicht das Licht am Ende des Tunnels sondern machst dich mit deinem Verhalten zur Ursache zum Licht an dem Zug der im Tunnel erneut auf Betroffene zurauscht.
Oh, Danke dass Du mir weltbewegende Kraft zu sprichst, aber sorry, mir reicht es, wenn ich mein Leben bewege....

An dem wie du etwas siehst solltest du sowieso mal arbeiten denn dein Blickwinkel ist so klein dass du durch dein Handeln genauso ein Eigentor produzierst wie unsere Parteien mit ihren ewig gestrigen Vorgehensweisen. Dein Blickwinkel hat relativ zum benötigten die enge und schärfe eines Lasers der diese Gesellschaft zertrennt anstatt sie zu einen. Du gibst das weiter was du im Bezug gelernt hast denn nach der selben Denke handeln zu viele ArGe-Mitarbeiter mit weit hin sichtbarem "Erfolg".
Das was ich sehe, habe ich in dem letzten halben Jahrhundert gelernt zu interpretieren, da brauche ich auch keinen besonderen Blickwinkel. Da muss man nur die Augen aufmachen und zuhören und beobachten...
 
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#84
Ulenspegel sagte :
Digitalisierung wird nun die Märchen von Globalisierung und demographischem Wandel als Erklärung für die nötigen Einschnitte ergänzen und offensichtlich funktioniert diese Gehirnwäsche ja immer noch ganz gut.
Ebensogut wie dein nichtvorhandener Klimawandel.

p.s. Anstatt hier willkürlich Unbekannte anzugiften, solltest du lieber die Auseinandersetzung mit deinem JC vorantreiben. Da scheint ja einiges im Argen zu sein.
Anstatt persönlich zu werden, würde ich mich an deiner Stelle mal an sachlichen Argumenten probieren.
 

Katzenstube

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#86
Hallo Beretta1,
auch als nicht ELO kenne ich das was Du schreibst aus meinem Leben. So ist es nämlich auch gestrickt.... Diese Belastungen sind furchtbar, Lebensfreude, nun die ist zuweilen so schwer zu fühlen.

Ja, auch bei mir hat es gewirkt: Bedürfnisse gering halten einfach deshalb, weil mir meine Seele mehr wert ist und die Unabhängigkeit unserer ach so sozialen Behörden. Lieber ganz gering vor mich hin leben als dort bitte sagen um dann durch eine Formularflut getrieben zu werden.

Wobei ich stark vermute, dass es bestimmt einigen in der Gesellschaft so geht - egal ob mit oder ohne Job! Ich drück Dir die Daumen, dass Du wehrhaft werden/bleiben kannst.

Gruß von Katzenstube
 
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Albertt

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#88
Wer sagt das? DU!!!!
Das lese ich zwischen den Zeilen. Du ärgerst dich, weil andere nicht wollen. Dieses Verhalten zeigen mehrheitlich geknechtete, die - aus welchem Grund auch immer - sich nicht zu wehren in der Lage sind. Diese Menschen wollen, dass es anderen genau so schlecht geht wie Ihnen.


Ja siehst DU, ich arbeite in und mit meinem Hobby, ich verdiene Geld mit dem Urlaubsgut, für das Andere viel viel Geld in der Woche ausgeben, soviel, dass sie sich dies nur einmal im Jahr für eine Woche leisten können.
Wenn das alles so toll ist, wieso ärgert es dich, dass andere keine Lust darauf haben?

Geld mit dem Hobby verdienen, kann man sich nicht gut reden, es ist gut.
Studien belegen, dass die intrinsische Motivation verschwindet, wenn monetäre Entlohnung für das ausüben von Hobbys gezahlt wird.


Das ist genau, das was Du nicht verstanden hast. Ich habe genau soviel wie ich brauche um gut, gut in meinem Sinne, leben zu können. Und mehr brauche ich nicht, dafür nehme ich mir die Freiheit nichts zu tun.
Wenn dich bereits, die fehlende Motivation unbekannter Dritter auf Touren bringt, dann kann es dir unmöglich gut gehen.
 
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#90
katzenstube sagte :
Wobei ich stark vermute, dass es bestimmt einigen in der Gesellschaft so geht - egal ob mit oder ohne Job! Ich drück Dir die Daumen, dass Du wehrhaft werden/bleiben kannst.
danke dir für deine guten Wünsche, das freut mich sehr. Allerdings alleine geht sowas nicht dauerhaft und langfristig.

Mir persönlich fällt es auch eher leichter, anderen Leuten einen guten Rat zu geben. Aber sobald es hingegen nur ansatzweise um MeinDings geht, hört komischerweise irgendwie alles auf.

Da bin ich dann plötzlich offensichtlich nicht einmal mehr dazu in der Lage, die Problemlage halbwegs nachvollziehbar zu kommunizieren noch die entsprechenden Belege halbwegs unfallfrei (richtig geschwärzt) reinzustellen.

Also wenn ich schon im Ansatz bei den banalsten Sachen derart einfältig an mir selbst scheitere, wie sollte oder könnte da auch nur ansatzweise irgendwas mit anderen Leuten funktionieren:icon_pause:
 

Rotten

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#91
Ah, das gibt es nur im Niedriglohnsektor.
Zumindest werden fast alle ktuellen Stellen im Niedriglohnsektor geschaffen, oder es entstehen niedrig bezahlte Arbeitsstellen mit Ausbeutungscharakter, die nicht im Niedriglohn angesiedelt sind, aber dennoch unverschämt unterbezahlt sind.

Keine Frage, arbeiten im Niedriglohnsektor ist demotivierend.
Klug deshalb , wer sich da nicht reinpressen lässt bei den ALG2-Beziehern.

In der Regel sind gerade im Niedriglohnsektor viele Jobs noch mit körperlicher Arbeit und Dreck verbunden.
Diese Stellen sind den Dreck nicht wert, den sie verursachen.
Und doch entstehen inflationär viele davon. Warum?

Ich kenne beides und erlaube mir das Urteil, dass es abseits der Bezahlung schöner war Feierabend zu haben und dann mit nichts mehr was am Hut zu haben.
Am schönsten ist es, sowas gar nicht erst zu beginnen. Auch, wenn die Unternehmer das traurig macht...

Trotzdem respektiere ich jegliche Form von Arbeit und bin auch froh, dass es noch Menschen gibt, die auch die notwendigen unangenehmen Dinge erledigen.
Sklavenarbeit akzeptierst du dann auch?
Und absolut unterbezahlte Arbeit, mit der sich Arbeitgeber eine goldene Nase verdienen, die Arbeitnehmer aber einen Herzinfarkt?

Schade, aber man merkt sehr stark, dass vielen hier gegenseitig Schönreden lieber ist, als Realitäten zu verstehen.
Das Schönreden der extrem inhumanen deutschen Arbeitswelt iegt doch eher bei dir!
 

Katzenstube

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#92
Hallo Beretta1,
ich will Dir mal meine Story erzählen: arbeitslos geworden durch Tod des Arbeitgebers, finanziell mit 600 Euros ALG1 Miete gezahlt, Wasser gespart, dafür dann eben ein Rohrbruch weil im Winter das duschen im Bad zu kalt war und somit das normale Wasser der Toilette nicht reicht zum durchspülen der alten Rohe....

Wie man sich dreht und wendet es geht nichts - ich habe nun den Vorteil einen Brunnen in ca. 80 m Entfernung zu haben. Ich hole meine Gießkannen und weil ich mit Holz heize (was auch nicht immer schön, weil harte Arbeit) spare ich mir so einiges an Wassergteld. Was bei den meisten nicht geht. Wasser auf dem Holzherd ist also zum spülen und putzen da.

Nein, es geht nicht lange, das hältst Du nicht lange durch. Hast Du einen guten Arzt? Wenigstens Deine Gesundheit sollte überprüft werden wenn alles an die Substanz geht. Auch bei mir war Merkfähigkeit ect. verschlechtert. Es war alles zu viel. Hier solltest Du versuchen gut auch Dich zu achten, denn ein Zusammenruch geht schnell.

Runterkommen ist jetzt schwer - wäre aber so wichtig .... ich weiss ja, geht dann nicht wenn der Kopf sich Gedanken über Strom und Miete macht... Ich schlage mir pausenlos was an, weil ich über irgendwas drüberdümple vor lauter, ach spar Dir das Licht.

Lass uns hoffen, dass sich für Dich bald ein Lichtlein auftut.

Gruß von Katzenstube
 

noillusions

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#93
Wenn das so kommt mit diesem "gemeinnützigen" Arbeitsmarkt werden bestimmt hohe Qualifikationen zum Mindestlohn abgerufen werden --> Lohndumping.
Von der Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen noch gar nicht gesprochen - wer weiß was da für Giftpillen reingetan werden.
 

Gollum1964

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#94
Von der Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen noch gar nicht gesprochen - wer weiß was da für Giftpillen reingetan werden.
nabend noillusions,

im Rahmen der Sozialhilfe gab es ja früher schon einmal das Modell der gemeinnützigen Arbeit und ich vermute, das darauf der Heil-Plan basiert:

1) weiterhin Gewährung ALG2 + Almosen, wahrscheinlich ähnlich wie bei den EEJ
2) wer nicht will, wird sanktioniert
3) es verschwinden diese 150.000 Zwangsbeglückten aus der Statistik und man hat das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit wieder erheblich verringert.
 

Sowhat

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#95
Regt euch nicht weiter auf. Heute hat Frau Merkel gesagt, dass wir 2025 Vollbeschäftigung haben, wenn die Wirtschaft mitspielt.
Dann haben wir alle einen Job. Gut ich und einige werden dann schon Ende 60 sein, aber mal sehen wo dann das Rentenalter ist.
 
E

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#97
Wo würdet ihr eure eigene Grenze beim Stundenlohn ziehen?
Stundenlohn ist doch eher kein Messwert mehr. Jahresbruttogehalt ist spannender. Es gibt mittlerweile Viele, die werden doch gar nicht mehr nach Stunden bezahlt.

Alles über 100 EUR / brutto am Tag ist ein netter Anfang.
 
E

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#99
Das ist wo und wessen Definition? Wird dabei auch die Arbeitszeit berücksichtigt?

Viele Löhne wären ja in Vollzeit durchaus auskömmlich. Aldi und zahlt z.Bsp. über 17 €/h, vergibt aber nur Teilzeitstellen. So wird z.Bsp. eine alleinerziehende Mutter damit aufstocken müssen, wenn sie nur halbtags arbeitet. Ist das nun ein Niedriglohn?

Dagegen gehört man mit 1200 € Nettoeinkommen, meine ich, schon zur unteren Mittelschicht. Ich frage mich, ob jeder diese Begrifflichkeiten so nutzt, wie es ihm gerade passt.

Es gibt mittlerweile Viele, die werden doch gar nicht mehr nach Stunden bezahlt.
Weil sie umsonst Überstunden kloppen oder warum? Akkordarbeit ist heute eher selten.

Ich finde ohne den Bezug auf die Arbeitsstunde gibt es keine Vergleichsmöglichkeit.

Mit 100€ am Tag wären wir schon "Besserverdiener". Da würde ich in meiner Branche keinen AG finden. Selbst mit akademischen Abschluss wäre das schwierig.
 
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Mit 100€ am Tag wären wir schon "Besserverdiener". Da würde ich in meiner Branche keinen AG finden. Selbst mit akademischen Abschluss wäre das schwierig.
100 EUR * 20 Tage = 2.000 EUR / Monat. Brutto.
Mit Berufsausbildung und Branchenkenntnis ist das nun wirklich kein Problem. Natürlich nicht als "Regalauffüller" oder "Kurierdienstfahrer".
 
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