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SPD: Kampf um die Mitte

wolliohne

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#1



Seit einigen Tagen hat sich in der SPD eine Debatte über die Wirtschaftsfreundlichkeit der Partei entwickelt. Den Auftakt dazu gab der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil mit seinem Aufruf, die Partei solle sich nicht nur um Soziales kümmern, sondern auch um die Erwirtschaftung unseres Wohlstandes – sonst werde sie bei Wahlen im 20-Prozent-Turm gefangen bleiben. ” Die SPD darf sich nicht damit zufriedengeben, sozusagen für das Soziale zuständig zu sein” sagt Sigmar Gabriel dazu. Einen weiteren Akzent in diesem Zusammenhang setzte Jörg Asmussen, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium. Er plädierte in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Berliner Republik” dafür, der “arbeitenden Mitte” in Deutschland, “neue und erweiterte Angebote” zu machen. Die Politik der SPD dürfe sich nicht in der Bekämpfung von Niedriglöhnen erschöpfen. Bei seinen Vorschlägen bleibt er allerdings vage.
Mit dem neuen Begriff “arbeitende Mitte” soll offenbar von dem Begriff “Neue Mitte”, der einstigen Wortschöpfung Gerhard Schröders, abgerückt werden. Er gilt in der Sozialdemokratie inzwischen als verpönt. Von Walter Edenhofer
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KristinaMN

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#4
Der Begriff müßte lauten "arbeitende arme Mitte".

Das waren früher auch mal die Zielkunden für ein "soziales" Gleichgewicht.
 

Gommer

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#5
"nicht nur um Soziales kümmern" das ist der größte Schwachsinn das ich je gehört habe! Die SPD ist für mich die un-sozialeste Partei die es je gab. und für die meisten auch damit nicht mehr wähl bar.......

Wenn sie denn selben weg gehen wie die FDP ist mir das nur recht. :icon_lol:
 

XxMikexX

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#6
Da die SPD nie sozial war, soll sie sich jetzt im Gegensatz zum Schröder-Kurs, nicht mehr um die "Neue Mitte", sondern um die "arbeitende Mitte" besonders kümmern.

Also damit keine Mißverständnisse entstehen, nicht um die "nicht arbeitende Mitte".

Ich hoffe der neue SPD-Kurs ist jetzt klar geworden.:biggrin:
 

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#10
Den Kampf um die sogenannte Mitte hat seit langem die CDU gewonnen.

Anstatt glaubwürdige Statements zusetzen, lässt sich die SPD auch noch als Abnicker ins Koalitionsboot holen - die eigentliche sozialdemokratische Wählerschaft wird da wohl eine Weile nachtragend sein. Frau Merkel freut´s...

Übrigens:

SPDler wie Riester, Clement, Steinmeier, Steinbrück, Schröder etc. wären auch in der FDP nicht aufgefallen....


Man muss aber auch feststellen dürfen: Zum Verarxxxen gehören mindestens immer zwei ...sprich Parteien und Wähler.

Dass das Gefüge im sog. Sozialstaat eine mehr als leichte Schräglage hat, kann man auch ohne VWL-Studium in einer ruhigen Minute mal für sich nachrechnen.
 

XxMikexX

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#11
SPDler wie Riester, Clement, Steinmeier, Steinbrück, Schröder etc. wären auch in der FDP nicht aufgefallen....
Doch, nämlich positiv für die FDP.:biggrin:

Mit solchen Schwergewichten wäre die FDP heute noch im Bundestag.
 
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#12
Die SPD ist m. M. nach mit die verlogenste Partei im ganzen Land.

Solange die SPD an dem Dogma "Partei der Arbeit" festhält, wird es da wohl auch kein Ende geben. Wollen wir hoffen, dass sie das gleiche Schicksal wie die FDP ereilt!
 

EyeODragon

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#13
Partei der Arbeit ist ja nicht verkehrt, und war mal in der Vergangenheit der Hauptgrund jene zu wählen, nur ist die Umsetzung in den letzten 10-12 Jahren völlig aus dem Ruder gelaufen, und hat mit der ursprünglichen SPD nichts mehr zu tun.

Da sind viel zu viele Leute in der Partei, die vieles sind, aber sicher keine SPDler, wie man jene erwarten darf.

Vor allem zerstört die Mehrheit des Seeheimer Kreises die Leitlinie der SPD.

Und das Bittere an der Ganzen Sache ist, sie sind damit nicht mehr wählbar und es gibt keine starke Gegenpartei zur CDU/CSU mehr.
 

XxMikexX

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#14
Das Fatale ist, daß Arbeitnehmer und erst recht Arbeitslose politisch nicht mehr vertreten werden.

Die SPD fischt im selben Teich wie die Union und auch die Grünen.

Deshalb funktioniert auch die GROKO so gut, denn beide Parteien lassen sich kaum noch unterscheiden.

Vielleicht fällt es der SPD mal auf, wenn sie unter die 20% Marke fällt.:biggrin:
 

EyeODragon

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#16
Was bei der SPD schon lange läuft,nennt man innere Zersetzung.

Gegensteuerung,massenhafte neueintritte in die SPD.

Was von außen nicht klein zubekommen ist,muss man von innen angreifen.
Und die Urgesteine haben es ignoriert und nicht sehen wollen. Das ist mir auch aufgefallen und meinte ich mit meiner Aussage, das da mittlerweile viel zu viele Leute sind, die da überhaupt nicht reingehören, wenn man sich Aussagen anhört. Tiefschwarzes Gedankengut in sehr vielen Meinungen bei verantwortlichen SPDlern ist zu hören, kaum noch Rotes.

Die SPD wurde vor Jahren durch gezielte Neueintritte zerstört, und keiner hat's bemerkt.
 

XxMikexX

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#17
Die SPD wurde vor Jahren durch gezielte Neueintritte zerstört, und keiner hat's bemerkt.
Bemerkt wurde das bestimmt schon, aber die SPD-Basis hat sich komplett verarschen lassen!

Das die sich dagegen nicht wehren und immer dieselben fragwürdigen Figuren an die Parteispitze wählen, das ist das Problem.

Dieses ist mittlerweile anscheinend unlösbar geworden.
 

jockel

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#18
Partei der Arbeit ist ja nicht verkehrt, und war mal in der Vergangenheit der Hauptgrund jene zu wählen, nur ist die Umsetzung in den letzten 10-12 Jahren völlig aus dem Ruder gelaufen, und hat mit der ursprünglichen SPD nichts mehr zu tun.

Da sind viel zu viele Leute in der Partei, die vieles sind, aber sicher keine SPDler, wie man jene erwarten darf.

Vor allem zerstört die Mehrheit des Seeheimer Kreises die Leitlinie der SPD.

Und das Bittere an der Ganzen Sache ist, sie sind damit nicht mehr wählbar und es gibt keine starke Gegenpartei zur CDU/CSU mehr.
Georg Schramm als August über die SPD und die Linke - Anstalt - HD - Folge 35 - Part 12 / 12

Georg Schramm über die Peinlichkeit der Oberschicht

Die SPD war mal in Ihrer Anfangszeit bis kurz vorm 1. Weltkrieg eine echte Arbeiterpartei, wo August Bebel und Wilhelm Liebknecht diese Partei während der Herrschaft vom Reichskanzler Bismarck führten.

Nach dem I. Weltkrieg unter Reichspräsidenten Friedrich Ebert und Reichsministerpräsidenten Philipp Scheidemann und ihrem Bluthund Reichswehrminister Gustav Noske während der Weimarer Republik kann man die SPD ununterbrochen bis in die Gegenwart als Arbeiterverräterpartei und Hinternkriecher des Kapitals = geschmierte, bestechliche Cholerapartei bezeichnen.

Ebert und Noske sind verantwortlich für die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Szene aus Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse

Die SPD hat nichts aus der Verfolgung von Arbeiterparteien durch Nazis gelernt. Nazis ließen sich durch die Privatwirtschaft in ihre Ämter hieven und mit genau dieser Privatwirtschaft machte auch SPD ihre Geschäfte und Postenschachereien.

Kurt Schumacher - der Kommunistenhasser läßt grüßen. Er war für die Spaltung der Arbeiterbewegung.

Was sagte Ernst Thälmann zum Thema Solidarität in der Arbeiterbewegung sinngemäß?

Jeden einzelnen Finger kann man nacheinander brechen - eine geschlossene Faust nicht.

Szene aus Ernst Thälmann - Führer seine Klasse

Der Haken an den beiden Thälmann-Filmen

  • Thälmann - Sohn seiner Klasse und
  • Thälmann - Führer seiner Klasse
aus der rückblickendenden Sicht des Regisseurs Kurt Maetzig

Kurt Maetzig: Propagandafilm über Ernst Thälmann (1)

Kurt Maetzig: Propagandafilm über Ernst Thälmann (2)

Stopp der Liberalisierungstendenzen
 

götzb

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#20
Die SPD in Richtung Projekt 18.
Das was der FDP Traum war, kann die SPD locker erreichen.
Es ist dieser Partei zu gönnen, mit tiefsten Herzen. :icon_hihi:
 

XxMikexX

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#21
Das Gefasel mit der "Mitte" geht mir sowieso auf den Keks.

Sind deren Stimmen mehr wert?

Zählen die doppelt oder so?

Mitte heißt auch nur mitten durch, man positioniert sich nirgendwo mehr!

Opportunismus pur.
 

0zymandias

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#22
Der einzige Kampf um die Mitte ist um die des Sigmar Gabriels entbrannt.

Und genau da bewegt sich was bei der SPD. Sachte wogend.

Der Rest ist die bekannte Brioni-Suppe à la Agenda-Gerd.
 

HajoDF

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#23
Den Kampf um die sogenannte Mitte hat seit langem die CDU gewonnen.

Anstatt glaubwürdige Statements zusetzen, lässt sich die SPD auch noch als Abnicker ins Koalitionsboot holen - die eigentliche sozialdemokratische Wählerschaft wird da wohl eine Weile nachtragend sein. Frau Merkel freut´s...

Übrigens:

SPDler wie Riester, Clement, Steinmeier, Steinbrück, Schröder etc. wären auch in der FDP nicht aufgefallen....


Man muss aber auch feststellen dürfen: Zum Verarxxxen gehören mindestens immer zwei ...sprich Parteien und Wähler.

Dass das Gefüge im sog. Sozialstaat eine mehr als leichte Schräglage hat, kann man auch ohne VWL-Studium in einer ruhigen Minute mal für sich nachrechnen.
Das ist direkt mir aus der Seele geschrieben.:danke:
 
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