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SPD: Familienministerin Giffey Kampf gegen Kinderarmut hat Priorität und sie sieht im Ehrenamt großes Potential

Dagegen72

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Link: http://www.deutschlandfunk.de/giffey-kampf-gegen-kinderarmut-hat-prioritaet.1939.de.html?drn:news_id=861507

Bei der Amtsübernahme in Berlin erklärte die SPD-Politikerin, die Menschen müssten in ihrem Alltag konkret Verbesserungen erleben und Gerechtigkeit empfinden. Nach wie vor erhielten nicht alle Kinder einen Kitaplatz. Deshalb sei es eine zentrale Aufgabe, mehr Erzieherinnen und Erzieher auszubilden. Dafür sei auch eine bessere Bezahlung notwendig.

Giffey sieht darüber hinaus im ehrenamtlichen Engagement ein großes Potenzial der Gesellschaft. Es gehe nicht nur immer darum, was der Staat leisten könne, sondern auch ein bißchen darum, was jeder einzelne für das Land tun könne.
wenn ich das schon höre und lese! Kinderarmut gibt es nicht erst, seit Giffey im Amt ist, warum soll gerade sie es nun lösen, mehr ErzieherInnen ausbilden zu lassen??
Und was soll der Mist mit Gratisarbeit? Von Gratisarbeit kann man sich keine Miete leisten und es können auch nur Kranke oder RentnerInnen oder Reiche die nicht arbeiten müssen tun, denn andere müssen gegen Geld arbeiten (ihre Arbietskraft verkaufen) oder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen! (oder ich muss beim SB betteln, dass er mir die Gelegenheit zum gratis arbeiten zugesteht, was dann womöglich noch in die EGV als seine Idee zum Fördern und Fordern ausgelegt wird ?? tz )

es ginge nich darum was der Staat leisten könne, sondern darum was jede,r Einzelne tun kann. Gut, wie das aussieht, habe ich ja oben schon geschildert.

ja, seid ehrenamtlich aktiv, nehmt an Demonstrationen gegen Waffenhersteller wie Rheinmetall teil, gegen Waffenexporte wie sie auch die SPD unterstützt oder gegen Aufrüstung, oder gegen AKW, gegen rechts, wie letzten Samstag, am 17.03.18 gegen den Parteitag der Afd im baden-württembergischem Heidenheim, ist meine Meinung zur Ausscheidung von Giffay. Diese Art von Ehrenamt unterstütze ich natürlich. Prinzipiell auch das Ehrenamt für die Flüchtlinge und wie man ihnen helfen kann. Trotzdem finde ich es nicht ok, dass das so selbstverständlich gratis sein soll, man kann doch einen Arbeitsplatz draus machen - dann braucht es auch nicht den solidarischen Grundeinkommen-Mist, wie ich heute im Radio wieder davon gehört habe!

In der heutigen Dlf-Presseschau, Link: http://www.deutschlandfunk.de/presseschau-aus-deutschen-zeitungen.2287.de.html
DER TAGESSPIEGEL wirbt für eine Alternative zu Hartz IV: "Das solidarische Grundeinkommen liegt als Vorschlag von Berlins Regierendem Bürgermeister und Bundesratspräsident Michael Müller auf dem Tisch. Es geht Müller nicht um die Pflicht, sondern das Recht auf Arbeit, das durch bezahlte gemeinnützige Tätigkeiten erfüllt werden könnte. Die Gemeinschaft könnte davon etwa mit einem gepflegteren öffentlichen Raum und sozialen Dienstleistungen profitieren. Das solidarische Grundeinkommen ruft nach einer Prüfung, nach einem Modellversuch in Deutschland. Hartz IV hatte 13 Jahre lang die Chance, sich zu bewähren. Mit einem neuen System könnte vieles besser werden", ist DER TAGESSPIEGEL aus Berlin überzeugt.
:icon_kotz2:
das ist doch nichts anderes als das Werben für Nulleurojobs im Mantel des viel diskutierten Wortes Grundeinkommen.

(zu Afrin steht auch was im heutigen Dlf-Presseschau-Artikel)
 

Gehatzter

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Die ist noch naiver und abgehobener als die berühmte Antoinette. Wir sind wohl ziemlich sicher im letzten Drittel der Lebensdauer des Systems. Mal gucken, wie das Ende diesmal aussehen wird.
 

Pixelschieberin

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Giffey sieht darüber hinaus im ehrenamtlichen Engagement ein großes Potenzial der Gesellschaft.
Wer solche Töne spuckt, wird sicher unverzüglich mit allerbestem Beispiel voran gehen. :biggrin:
 

TazD

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Und was soll der Mist mit Gratisarbeit? Von Gratisarbeit kann man sich keine Miete leisten und es können auch nur Kranke oder RentnerInnen oder Reiche die nicht arbeiten müssen tun, denn andere müssen gegen Geld arbeiten (ihre Arbietskraft verkaufen) oder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen!
Vielleicht solltest du mal einen Blick über den Tellerrand werfen.

Ehrenamtliches Engagement gehört zum Alltag

Sich ehrenamtlich engagieren macht Spaß und bringt neue Erfahrungen. Die Ergebnisse des 4. Freiwilligensurveys bestätigen es: Mehr als 40 Prozent der Deutschen über 14 Jahren sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich tätig. Das sind zehn Prozent mehr als noch vor 15 Jahren.
Rund 31 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich. [...]
Quelle: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/04/2016-04-14-freiwilligensurvey.html
Klar, alles nur Rentner und Kranke

Komischerweise kenne ich wesentlich mehr Berufstätige, die sich zusätzlich noch ehrenamtlich engagieren als Rentner und Kranke.
Entweder machen die Berufstätigen irgendwas falsch oder vielleicht machen die doch verdammt viel richtig.

Mein Dank und Lob an der Stelle an alle Ehrenamtlichen. Sei es Rettungssanitäter, Fußball-Trainer, Flüchtlingshelfer, Seniorenbegleiter, Freiwillige Feuerwehr, usw und so fort.
 

Dagegen72

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ja, also da kann man ja mal googlen, etwa "Giffey ehrenamtlich aktiv" oder so. Also, ich habe gerade nichts gefunden auf die Schnelle, lediglich, dass sie Bezirksbürgermeisterin in Neukölln ist und Wünsche an den Senat hat, nämlich, dass die Koalierenden, also SPD und CDU, den normalen (!) Bürgern das was man so braucht ermöglicht, also, Bürgeramt, Ordnungsamt, Schulen, Müllabfuhr usw.
Aha - Koalierende sind also keine normalen BürgerInnen oder doch? CDU und SPD und andere PolitikerInnen sind also keine normalen BürgerInnen?
und ich persönlich erwarte ein bischen mehr vom Leben, als das, was der Staat mir aufzwingt zu tun wie Ordnungsamt, Bürgeramt ( überteuerte Personalausweise usw.) Müllabfuhr !

Müllabfuhr ist wichtig, aber ich erwarte mehr vom Leben, als das mein Müll abtransportiert wird. Darüber, wenn wir schon bei den Basics sind, hinaus erwarte ich eine erleichterte Müllentsorgung. Wenn der Deckel nicht zugeht, wird doch manchmal der Müll nicht mitgenommen oder sowas!

Link: https://www.morgenpost.de/bezirke/neukoelln/article208754269/Was-Franziska-Giffey-in-Neukoelln-jetzt-anpacken-will.html

Und dann habe ich gegooglet, was ein Bürgermeister verdient. Bei Focus online wird der Düsseldorfer Oberbürgermeister erwähnt, er hätte seine Einkünfte offengelegt, bei ihm seien es um die 13.000 Euro.
Jetzt ist Giffey ja "nur" Bezirksbürgermeisterin, darüber hinaus ist sie eine Frau, wird also vermutlich etwas weniger verdienen, Grundgehalt sei so um die 10.000 Euro, weiß Focus online.

wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgermeister
Die Verwaltungsvorsteher eines Bezirksamtes in einem der zwölf Bezirke Berlins trägt die Bezeichnung Bezirksbürgermeister.
Also, ich weiß es nicht. Ich meinte auch zu wissen, das einige Bürgermeister nur eine Aufwandsentschädigung erhalten. Was evtl. mit der Einwohnerzahl des Ortes zusammenhängen könnte. Entlohnung könnte in Berlin Beamtentarif sein.
Ich fand mal das :
Stadträte werden zu Beamten auf Zeit ernannt und nach B 4 bis B 6 besoldet, das heißt, ein Stadtrat erhält in Berlin ein Grundgehalt von 7533,07 Euro, der Bürgermeister bekommt 8465,63 Euro, sein Stellvertreter liegt mit B 5 dazwischen.
Als Familienministerin erhält sie vielleicht auch noch was, oder gehen beide Jobs gleichzeitig nicht?
Wie auch immer - Gratisarbeit geht gar nicht , sie arbeitet auch nicht umsonst!!!
Ich will auch Geld für mein tätig sein!!!! Was fällt denen ein, schon am Boden Liegende noch mehr schinden zu wollen, in dem Fall mit Gratisarbeit. Sollen sie doch selbst, man!
Vorschlag: sie erhält Nulleurojob und eine Grundsicherung, also solidarisches Grundeinkommen ihres Kollegen SPD Müller, ich mein, die sind in der selben Partei, also wird sie doch gut finden, was ihr Kollege sagt?? Oder sie nimmt ALG II (auch eine Erfindung von SPD, gut nicht allein, aber eben doch auch, die Grünen waren auch mit bei, oder ALG II und irgendein gratis oder fast gratis - Job - und ich, nehme den Job der Familienministerin Wie wärs?
Oder na ja, sie kann ja auch Ehrenamt machen, also gratis Arbeit - sie findet es ja so toll. Da steckt ja soviel Potential drin.

@TazD: über welchen Tellerrand soll ich schauen, über den von Hartz IV?

Du bist wie es sich hier in den Beiträgen mal ergab auch nicht erwerbslos angeblich.
Und wenn die Berufstätigen noch ehrenamtlich was tun wollen, sollen sie doch.

Und es ist traurig, dass manche gratis nebenbei arbeiten müssen, damit in der Freizeit was laufen kann, aber wenn sie es freiwillig tun wollen ist es ihre Sache.

Das Problem ist die Ausdehnung von Ehrenamt. Manches und immer mehr, geht nur noch weil Freiwillige graits arbeiten. Und denen danke ich nicht, die haben mein Mitgefühl (Empathie), weil ich weiß, das manches ohne gratis-Arbeit nicht geht.
Ich bin aber auch dafür, mal Generalstreiks in punkto Ehrenamt zu tätigen!
Man soll Jobs draus machen, da bin ich für man!

Nachtrag: also die Ehrenamtlichen haben auch meinen Dank, nicht nur den, sondern auch Hochachtung.
Gut, da darf ich mir auf meine eigene Schulter klopfen, denn Ehrenamt, Ein-Euro-Jobs, Praktika (was ist das anderes als Gratisarbeit?) kenne ich doch gut aus meinem eigenem Arbeitsleistungsspektrum.
 
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swavolt

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Ehrenamt? - das machen die Armen.
Die Reichen machen keine Ehrenämter - die gründen eine Stiftung und lassen sich darüber ihren Lebensunterhalt bezahlen.

Die Armen helfen - die Reichen nicht(sonst wären sie nicht reich).

Warum gibts den Spendenaufrufe? Spendengalas wo Promis und Reiche dazu aufrufen zu spenden anstatt selbst zu spenden oder besser den Staat aufzufordern hier zu helfen.
Warum hilft denn der Staat bei Hungersnöten usw. nicht?
Ja ich weiß, jetzt kommt wieder - ja was ist mit den anderen Ländern, wieso soll Deutschland das alleine zahlen.
Das Problem auf andere abwälzen löst es nicht. Hier muss man vorangehen und die die nicht helfen über Politik, Markt, Handel usw. bestrafen.
 

TazD

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Ehrenamt? - das machen die Armen.
Ich will die "Reichen" nicht in Schutz nehmen, denn da gebe ich dir Recht. Aber ich zitiere aus der von mir oben verlinkten Untersuchung:
Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen aber engagieren sich fast doppelt so oft ehrenamtlich wie Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen.

Unterschiede gibt es auch zwischen Männern und Frauen (Männer engagieren sich etwas häufiger ehrenamtlich), Jung und Alt (Junge engagieren sich häufiger als über 65-Jährige) und regional. So ist der Anteil der freiwillig Engagierten in Westdeutschland höher als in Ostdeutschland. Und in Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit engagieren sich mehr Menschen als in Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit.
Wobei das auch kein Vorwurf an die sein soll, die nicht helfen.
Bei älteren Menschen scheitert es oftmals an der körperlichen Fitness, dass man nicht mehr so helfen kann, wie man will.
Und wer arbeitslos ist und zusieht, dass er irgendwie über die Runden kommt, hat den Kopf auch erstmal bei anderen Sachen als bei einem Ehrenamt.

Ich bin aber auch dafür, mal Generalstreiks in punkto Ehrenamt zu tätigen!
Wenn man den Gedanken des Ehrenamts konsequent weiterdenkt, dann ist auch das Engagement der Nutzer hier im Forum eine ehrenamtliche Tätigkeit. Und das oftmals weit über die durchschnittlichen zwei Stunden pro Woche hinaus, die bei der Untersuchung angeführt wurden.
Bist du dir sicher, dass ein Streik daher sinnvoll wäre?
 
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Dagegen72

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@TazD: Gratis-Arbeit also Ehrenamt füllt mir nicht den Teller, also ist es in diesem Hinblick schwer, über den Tellerrand zu schauen, da ich vorerst mal noch hineinschau (und am suchen bin) :biggrin:

Ich sagte ja, dass ich mir in punkto Ehrenamt auch selbst auf die Schulter anerkennend klopfen kann und meine Tätigkeit hier im Forum leiste ich gerne zugunsten des Allgemeinwohls, stimmt.

Das Männer mehr Ehrenamt leisten sollen als Frauen glaube ich nicht. Meine persönlichen und praktischen Erfahrungen bestätigen das nicht.

Im Dlf gab es eine Doku über das Dorf Klausen. Das Dorf soll erhalten bleiben, tja, bloß leider ist die Gemeinde angeblich überschuldet, können nur das Nötigste sich leisten, die Kindergartensanierung hätte ein großes Loch gerissen und angeblich will auch niemand weg und junge Leute würden gerne bleiben wollen oder nach dem Studium zurückkommen wollen, hört, hört.
Der Nachteil: das Dorf kann sich halt nichts leisten. Wenn es schön und gut sein soll, dann müssen alle mithelfen. Deshalb gibt es - > Ehrenamt-RentnerInnenkolonnen, damit was (gratis) geschafft wird. Bspw. der Park. Mit dem die Gemeinde sich jetzt in der Öffentlichkeit präsentieren kann.
http://www.deutschlandfunk.de/nachhaltiges-dorfleben-wie-viel-staatliche-unterstuetzung.1771.de.html?dram:article_id=413416

Man kann sich das hier als Podcast im Link anhören. http://www.deutschlandfunk.de/nachhaltiges-dorfleben-wie-viel-staatliche-unterstuetzung.1771.de.html?dram:article_id=413416
ich denke mir halt: warum soll man was erzwingen, d.h. zwingend erhalten hihi. Selbst Ärzte wollen nicht mehr aufs Land, das kann ich bestätigen. Zwei Praxen schlossen hier im Ort. ganz, weil sie keine Nachfolger fandne, ein dritter Arzt geht auch in Rente bald, findet ebenfalls keinen Nachfolger. Oder gibt es ehrenamtliche Ärzte schon?? die aufs Land wollen?

wenn es stimmt und passt, ist Ehrenamt ok. Aber, ein Brotjob ist es nun mal nicht. Und wer was schaffen will, muss auch was essen.

Und ich weigere mich, die Ehrenamt-Notwendigkeit, die es ja eher ist heutzutage, schön zu reden! Das können PolitikerInnen tun, sie sollten es aber nicht. Und Weltfremde können es von mir aus auch.
Und ich lasse mich auch nicht mehr verar* . Verhar*t bin ich ja leider schon.
 

TazD

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@TazD: Gratis-Arbeit also Ehrenamt füllt mir nicht den Teller, ....
Hat auch niemand behauptet. Wenn man ein Ehrenamt natürlich nur aus dem Blickwinkel betrachtet, dann ist man fürs Ehrenamt ohnehin die (oder der ) Falsche.
 

noillusions

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Ehrenamt? - das machen die Armen.
Die Reichen machen keine Ehrenämter - die gründen eine Stiftung und lassen sich darüber ihren Lebensunterhalt bezahlen.

Die Armen helfen - die Reichen nicht(sonst wären sie nicht reich).
[...]
Gibt schon Reiche die Ehrenamt machen, z.B. Ehefrauen reicher Männer bei den Tafeln und natürlich helfen die auch, aber immer auch sich selbst indem sie ihr Image aufpolieren, das ist die Spendengala auf lokaler Ebene. Naja und während sie bei der Tafel generös Essen ausgibt betreibt der Mann Steueroptimierung...
Ich will die "Reichen" nicht in Schutz nehmen, denn da gebe ich dir Recht. Aber ich zitiere aus der von mir oben verlinkten Untersuchung:

Wobei das auch kein Vorwurf an die sein soll, die nicht helfen.
Bei älteren Menschen scheitert es oftmals an der körperlichen Fitness, dass man nicht mehr so helfen kann, wie man will.
Und wer arbeitslos ist und zusieht, dass er irgendwie über die Runden kommt, hat den Kopf auch erstmal bei anderen Sachen als bei einem Ehrenamt.
So wird auch umgekehrt ein Schuh draus: Lasst die Menschen nicht arm bleiben, dann haben sie Ressourcen sich zu engagieren.

Wenn man den Gedanken des Ehrenamts konsequent weiterdenkt, dann ist auch das Engagement der Nutzer hier im Forum eine ehrenamtliche Tätigkeit.
Wenn man das mal konsequent weiterdenkt, dann sehen Leute wie Spahn, Clement, Heil, Sinn usw. dieses Engagement als Förderung des Sozialschmarotzertums an, korrekterweise sollte das Interessenvertretung heissen.

Und nicht zu vergessen: Gratisarbeit ist immer auch eine Form der Chancenverschwendung von Erwerbslosen, die dort für Geld arbeiten könnten, und Geld für die Sozialversicherungen abführen würden, das dann auch den Menschen wieder zugute käme.
 

TazD

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Und nicht zu vergessen: Gratisarbeit ist immer auch eine Form der Chancenverschwendung von Erwerbslosen, die dort für Geld arbeiten könnten, und Geld für die Sozialversicherungen abführen würden, das dann auch den Menschen wieder zugute käme.
Mit Sicherheit nicht "immer".
Der Trainer im Sportverein oder die Vorlese-Oma oder der Helfer im Tierheim nimmt bestimmt niemandem einen bezahlten Job weg.
 

noillusions

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Mit Sicherheit nicht "immer".
Der Trainer im Sportverein oder die Vorlese-Oma oder der Helfer im Tierheim nimmt bestimmt niemandem einen bezahlten Job weg.
Wo ist denn da bitte dann die Grenze? Wenn man das einmal anfängt sowas...
Das ist ja auch der positive Aspekt an der Diskussion um den sozialen Arbeitsmarkt: Solange es Erwerbslose gibt, gibt es keine "zusätzliche Arbeit", sondern nur reguläre Arbeit.

Immerhin wurde ja von SPD-Seite auch schon der Mindestlohn ins Spiel gebracht und das Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden sollen.
Wenn dann nicht Sozialpädagogen hochqualifizierte Tätigkeiten zum Mindestlohn machen, wäre das schon ein Fortschritt.

Daher sollte die Diskussion nicht sein wie kriegen wir arme Leute von denen es dicke Akten bei den Ämtern gibt, bei denen haarklein aufgelistet werden kann, was diese den Staat kosten, in Gratisarbeit gedrückt.
Sondern wie kriegen wir ausreichend Information über den riesigen Reichtum bei einigen Wenigen und wie kann das ausreichend besteuert werden, damit niemand erwerbsloses mehr Gratisarbeit machen muß.
 
E

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Wo ist denn da bitte dann die Grenze?
Die Grenze ist dann erreicht, wenn ein Ehrenamt nicht mehr nur stundenweise ausgeübt werden kann (denn so ist es bei den meisten Ehrenämtern), sondern quasi zum Vollzeitjob wird.

Ich war vor meiner Erkrankung z.B. jahrelang in der Freiwilligen Feuerwehr.
Und die besteht in kleinen Städten, Gemeinden und Dörfern generell aus Ehrenämtlern.

Weil eben für eine Vollzeitbeschäftigung nicht so viele Einsätze (zum Glück) vorhanden sind.

Ebenso bei Fußballtrainern, die auch nur wöchentlich stundenweise ein Training leiten.
 
E

ExitUser

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Die Grenze ist dann erreicht, wenn ein Ehrenamt nicht mehr nur stundenweise ausgeübt werden kann (denn so ist es bei den meisten Ehrenämtern), sondern quasi zum Vollzeitjob wird.
Ja, das mit der Feuerwehr geht natürlich nicht. Die Einsätze sind nicht vorhersehbar.

Bei einem Fußballtrainer sieht das aber anders aus. Und meines Wissens erhalten die doch eine Aufwandsentschädigung und Fahrtkosten, oder?
 

Zeitkind

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Ich sagte ja, dass ich mir in punkto Ehrenamt auch selbst auf die Schulter anerkennend klopfen kann
und meine Tätigkeit hier im Forum leiste ich gerne zugunsten des Allgemeinwohls, stimmt.
Klingt nach Selbstbeweihräucherung.
Darf man fragen, welche Tätigkeit Du hier im Forum leistest?
Ich meine natürlich eine, welche Dich von anderen Usern abhebt. :icon_wink:
 

TazD

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Bei einem Fußballtrainer sieht das aber anders aus. Und meines Wissens erhalten die doch eine Aufwandsentschädigung und Fahrtkosten, oder?
Das ist unterschiedlich und kommt auf die Größe des Vereins, die Qualifikation des Trainers und die finanziellen Möglichkeiten des Vereins an.
 

Dagegen72

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Giffey kündigt Ausbau von Jugendfreiwilligendiensten an.
http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/Politik/Giffey-kuendigt-Ausbau-von-Jugendfreiwilligendiensten-an
für ein Taschengeld, Sozialversicherungsbeiträge und 25 Euro Fahrkartenzuschuss.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will die Freiwilligendienste in Deutschland deutlich ausbauen. Gesellschaftliches Engagement solle allen jungen Menschen ermöglicht werden, die das wollten, sagte Giffey bei der Vorstellung eines neuen Konzeptes zum "Jugendfreiwilligenjahr". Demnach soll mittelfristig ein Rechtsanspruch für unter 27-Jährige geschaffen werden, damit eine Vereinbarung für den Freiwilligendienst vom Bund gefördert wird. Mehr als 80.000 junge Bundesbürger machen nach Ministeriumsangaben jedes Jahr einen Freiwilligendienst in Deutschland. Möglich sei es, diese Zahl auf bis zu 120.000 junge Menschen pro Jahr zu steigern, hieß es.
ich empfinde es als Ausbeutung von jugendlichen Arbeitskräften und Bundesfreiwilligendienst empfinde ich auch als Ausbeutung und Verar* - man kann dafür auch normales Gehalt dafür bezahlen. Vielleicht etwas weniger als Ungelernte, aber Gehalt.

Außerdem ist in der Diskussion ja das Soziale Pflichtjahr
https://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Pflichtjahr
aha - CDU :icon_kotz: hier ein pro und contra in der Ärztezeitung
https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/article/969021/zustimmung-skepsis-kontroverse-soziales-pflichtjahr.html

AWO lehnt es ab:
„Die AWO lehnt den Vorschlag, einen allgemeinen Pflichtdienst einzuführen als Sommerlochidee ab. Die Idee eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres ist eine doppelte Mogelpackung: weder stärken wir die Solidarität und den Gemeinsinn junger Menschen, wenn wir sie in einen Pflichtdienst zwingen, noch erreichen wir damit etwas gegen den Fachkräftemangel im sozialen Bereich. Die AWO ist grundsätzlich davon überzeugt, dass ein soziales Jahr ein großer Gewinn für junge Menschen sein kann, aber nur, wenn es freiwillig erfolgt.
https://www.awo.org/awo-lehnt-soziales-pflichtjahr-ab
 

Pixelschieberin

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Pflichtjahr und Arbeitsdienst?
Klingt fatal nach den Erzählungen der Elterngeneration.
Denen wurden Geborgenheit, jugendliche Unbekümmertheit und zu großen Teilen der Freundeskreis, bzw. potentielle Väter ihrer Kinder gestohlen.
Geht bei Gelegenheit auf einen Soldatenfriedhof und rechnet euch vor jedem Schild kurz aus, wie viele Lebensjahre denen zugebilligt worden sind.
Ich habe auf Kreta sehr gestaunt und habe das nicht vergessen.

Meine Eltern wuchsen in totalitären Systemen auf und wurden zur Belohnung für eingeimpften Helden-Idealismus und selbstloses Dienst-Engagement in einem Krieg verheizt, den sie sich weder ausgedacht noch gewünscht hatten.

Jetzt komm mir keiner mit der denkwürdigen, von Frau Riefenstahl auf Zelluloid gebannten Großveranstaltung.
Die ist genau so repräsentativ wie Heavy-Metal-Konzerte wo der gut gelaunte Einheizer vorgibt, daß jetzt alle die Arme hochzureißen hätten, eine La-Ola-Welle vorzuführen oder ein passender Text mitzugröhlen sei.
Wenn ich DAS sehe, bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut.
Nicht weil ich mich mit-freue sondern weil mir schlagartig wieder bewußt wird, daß sich in puncto Manipulation der Massen und Herdentrieb nichts - aber auch gar nichts - geändert hat.

Wenn ich die Entwicklung der Medienlandschaft durchleuchte, überstrahlt in meinem Kopfkino immer öfter die Szene vom Frosch, der in kaltem Wasser aufgesetzt wird weil er nicht beizeiten merken soll, daß es in Bälde kochen und ihm ernsthaft schaden wird, das bunt-banale Kaleidoskop.
Vom GEZ-Zahler gesponsert mähren sich Hofberichterstattungsjournalisten über Nebensächichkeiten aus, allein um einschneidende Themen auszublenden, die in Frankreich zu Konsequenzen führten.
In manchen Formaten wollen sich gut dotierte Redaktionsstäbe gar totlachen.
Über Mißsstände, deren Aufdeckung vor vierzig Jahren noch dazu geführt hätte, daß Politiker- und Beamtenkarrieren abrupt beendet waren.
Ohne daß die jeweilige Pfeife noch erkleckliche Frührentenbezüge hinterher geworfen bekam.
Die durften - so wie der gemeine Bürger auch - entweder stempeln gehen oder paßgenaue Pfeifenarbeiten ausführen.

Immer öfter beschleicht mich das Gefühl, auf etwas vorbereitet werden zu sollen, was den Bürgern nicht gut tun wird.
Die herrschende Polit-Klasse muß nicht aus der Geschichte lernen, die schirmen sich gut ab.
 
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