Sparen mit/trotz Hartz4 (1 Betrachter)

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calla

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Hallo,
ich würde gerne monatlich 10-20 Euro ansparen für Notfälle. Mir schwebt dabei die Eröffnung eines Tagesgeldkontos vor.
Das hätte für mich erstmal einen rein psychologischen (Sicherheits)Hintergrund, eben weil ich auf diese Ersparnisse dann wirklich nur bei Engpässen oder für die Anschaffung z.B. eines Haushaltgerätes, Tierarztkosten o.ä. zugreifen würde.

Die Frage ist nun, würde das Jobcenter mir dann womöglich in die Quere kommen, wenn ich irgendwann, sobald ich es brauche, mein erspartes Geld (zwecks Überweisung oder generell) auf mein Girokonto umbuche (z.B. 150 Euro). Wäre das dann Geldzufluss, der mir anteilig angerechnet wird?
Ich mein, das wäre doch eigentlich alles dokumentiert und eindeutig auf eigene Rücklagen während ALG2-Bezug zurückzuführen - aber ich weiß ja nicht, wie die Ämter sowas bewerten.

Weiß das vielleicht jemand von Euch?
 

Flodder

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Hallo Calla

im Regelsatz sind ja angeblich ca 50 €/monat für Ersatzbeschaffungen Haushaltsgeräte, Bekleidung usw. enthalten. Sicher könntest du deinen Sparbbetrag auf ein Sparkonto einzahlen, Bei notwendiger Rücküberweisung auf dein Girokonto darf die aus dem Regelsatz angesparte Summe nicht als Einkommen verrechnet werden - theoretisch.

Praktisch kann das Jobcenter es aber rechtswidrig anders sehen, du müsstest mit Fragen rechnen.

Besser ist, das angesparte Geld in die ewig bewehrte Zuckerdose zu legen. Oder besser, das bewehrte Sparschwein ohne Schlüssel zum Öffnen. Da kannst da monatlich deinen 20er reinschmeißen, kommst aber nicht dran, ohne das Sparschwein zu zerstören :icon_mrgreen:
 

Cineast2

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Ich mache das auch so wie du. Einmal hat das JC die Nachberechnung nicht rechtzeitig hinbekommen, da musste ich Geld vom Sparbuch aufs Giro tun um die Miete überweisen zu können.

Ausserdem kannst du ja mit den Kontoauszügen beweisen, das dein Geld auf Sparbuch ging und somit ist es auch dein Geld. Darf NICHT angerechnet werden.



ciao
 
E

ExitUser

Gast
...Die Frage ist nun, würde das Jobcenter mir dann womöglich in die Quere kommen, wenn ich irgendwann, sobald ich es brauche, mein erspartes Geld (zwecks Überweisung oder generell) auf mein Girokonto umbuche (z.B. 150 Euro). Wäre das dann Geldzufluss, der mir anteilig angerechnet wird? [...] Weiß das vielleicht jemand von Euch?
Ganz ehrlich: Ich würde an deiner Stelle kein Tagesgeldkonto eröffnen, sondern das Geld sprichwörtlich "unterm Kopfkissen" verstecken.

Das Tagesgeldkonto bringt dir derzeit nicht wirklich was, da es momentan fast keine Zinsen gibt und da es, wenn man ein solches hat, in der Tat Probleme mit dem JC dergestalt geben kann, dass die SBs Kontoauszüge sehen wollen und dann darauf beharren, dass man, so man etwa mal ein Darlehen benötigt, erst einmal das komplette angesparte Geld aufbrauchen solle. Kommt dann ein zweiter unerwarteter Notfall, hat man nix mehr.

Überdies macht man sich bei manchen SBs verdächtig (im Sinne von: riecht nach Schwarzarbeit), wenn man bei der geringen Regelsatzhöhe auch noch imstande ist, monatlich etwas anzusparen. Genau das zu tun ist zwar offiziell eigentlich vorgesehen, aber faktisch ist nicht nur "Kunden", sondern auch den meisten JC-Mitarbeitern klar, dass man von dem knapp bemessenen Regelsatz in aller Regel nix mehr monatlich zurücklegen kann.

Wenn du es dennoch tust (das psychologische Bedürfnis nach Sicherheit kann ich voll nachvollziehen) und wenn es dann zu Kontobewegungen kommt, kann es in der Tat - erst einmal - Probleme geben. Wenn du alles gut dokumentiert hast, dürftest du diese Probleme bzw. kritischen Nachfragen seitens des JC zwar ausräumen können, aber erst einmal setzt du dich ggfs. einem unschönen Verdacht aus und schaffst dir Probleme durch Anhörungen/Korrespondenz.

Mein schnöder Tipp daher: Spar etwas, wenn es geht, aber lass es nicht auf dem Konto, sondern zuhause im Briefumschlag o.ä.
 
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