Sparbuchauflösung vor ALG II (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

NochEine

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ich schubs mal :icon_rolleyes: bin frisch angemeldet, hatte heute ein schei....ähm..bescheidenes Beratungsgespräch (beim Fachanwalt sogar) und bin nu total unwissend und unsicher..


Im Falle einer Sparbuchauflösung (vor dem Sozialhilfeantrag)
kann das Amt das zurückverfolgen?
Falls ja, wie lange?
Auch den Betrag der darauf war?
 

Nicky1607

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Da Du Dein Sparbuch bei Antragstellung auch vorlegen musst, kann man sehen wann was ein- bzw. abgegangen ist.

Man hat doch einen gewissen "Schonbetrag" den man sich erspart hat?
Ich meine das waren pro Lebensjahr 150,- und dann noch zusätzlich 750,- für den "Ernstfall".
...oder hat sich da wieder etwas geändert?

Liegt denn Dein Vermögen darüber?
...da kann man sich doch vorher evtl. noch eine Reparatur der Waschmaschine "leisten", oder!?
*s*

Warst Du wirklich bei einem Fachanwalt?
*grübel*

Wie dem auch sei, hier sind sehr viele Profis, die Dir da viel genauer helfen können!

LG, Nicky
 

unemp

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Ein halbes Jahr zurück werden Kontoauszüge wohl routinemäßig gecheckt. Aber für zehn Jahre zurück bestehen die Möglichkeiten (Finanzamt usw.). Wenns rauskommt: Sozialbetrug.
Legal: Selbstgenutztes Wohneigentum.
 

Aras

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Würde es denn das Schonvermögen übersteigen?

Mit dem was es drüber ist sollte man die Wohnung noch renovieren und energiegünstige Geräte kaufen, das kann man sich mit H4 nicht mehr leisten.
 

Nicky1607

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@unemp

"Kontoauszüge" bei einem Sparbuch?
*grübel*

Also mal ganz plump gedacht, wäre es doch egal, was man noch alles mit seinem Geld erledigt BEVOR man ALG II beantragt.
...und bei uns werden Kontoauszüge von max. 6 Monaten und nur ein Blick in das Sparbuch verlangt.

...wenn man natürlich jetzt vorher noch schnell sein Haus, sein Boot, seinen Ferrari etc. vertickt...
;-)
 
X

xyz345

Gast
@NochEine:
Nein! Wenn es aufgelöst ist, ist es out.
Was da drauf war, erfahren die Mobcenter eh nie!
Bei Kontoabfrage über - bestehende - Konten erfahren die eh nur den Kontoinhaber und/oder Zeichnungsberechtigten. Niemals den Kontostand.

Fazit für dich: Konto ist erloschen, Unterlagen vernichtet. :cool:
:biggrin:

Merke: BEI Beantragung von Sozialhilfe und Co. ist relevant, was möglicherweise noch an Vermögen vorhanden ist. Die Vergangenheit ist für Leistungsbezug niemals relevant! Schaut in die Gesetze, dort steht es klar und deutlich drin.

:biggrin:
 

Aras

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Nicht nur einer musste sich hier aber schon zu längst erloschen Konten rechtfertigen...
 
S

silka

Gast
Hallo,
so ganz egal ist es leider nicht.
Das ist ein weit verbreiteter Irrtum, daß man schnell noch VOR Antragstellung sein Vermögen *vertickt*.
Das Sparbuch zeigt doch ganz genau, wann welche Summe abgehoben wurde.
Was gibts da zu verfolgen?

Beispiel:
Wenn du 20.000 einen Monat vor Antragstellung vom Sparbuch holst und dann nur der genaue Schonvermögens-Freibetrag nach § 12 SGB II draufbleibt, wird man schon nachfragen, was du mit dem geld gemacht hast.
Kannst du belegen, daß du es (noch schnell) für ein angemessenes KFZ, eine neue WM, ein paar neue Möbel oder eine Versicherung eingesetzt hast, ists gut und nicht schädlich.

Ansonsten wird man dir Entreicherung unterstellen.
Das geht ja nur rückwärts.
Und sichtbar wird es auch über den Datenabgleich nach § 52 SGB II und die Zinsen.
§ 52 SGB II Automatisierter Datenabgleich

In welchem Gesetz klar und deutlich steht, daß es keinen etwas angeht, was man vorher hatte, wüßte ich gern von @xyz345.
Ziemlich forsche Aussage das!
 

NochEine

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Hallo,

Danke für Eure Antworten!

Also beim Sparbuch gibt es ja keine Kontoauszüge, allerdings weißt die Bank und das Finanzamt ja darüber Bescheid?!

Würde man ein Teil abheben, so bleibts ja auch bestehen..
Was bei einer Auflösung an Daten noch gespeichert werden, weiß ich ja nicht?
Darum ja der Thread hier.


Hatte mich ja etwas hier eingelesen... Wenn man bewußt vorher auflöst, bzw. seine Gelder verschiebt, sofern man denn welches hätte.. so wäre das Betrug..

Wenn Leute das anlegen wollen / bzw. anlegten bereits fürs Alter, erwartet das Amt dass sie jenes erst verbrauchen..

Wenn aber einer seine Kohle vorher in nen Casino verzockt, kriegt der vom Amt Hilfe.. :icon_neutral:

Inzwischen krieg ich immer mehr Frust und Hass auf die Leutchen da oben.. Beschei*en selbst ohne Ende, und wenn die abtreten weil der Beschiß rauskam, kriegens ne Rente pro Jahr die nen Normalrentner in 10 Jahren vielleicht bekommt..
 

SusanneD

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Hallo,
wenn Du wirklich Hilfe und auch Rat benötigst, dann beantworte doch einfach mal die Fragen der User.
Sie können die Sache so viel besser einschätzen, Dir also noch kompetenter weiter helfen.

Nur mal so als Info, von einer, die bestimmt bald Dresche wegen "ihren Romanen" bekommt!
:icon_smile:

Schönen Abend noch, die SuSi
 
S

silka

Gast
Hallo,
Deine Frage zum Sparbuch:
Ein Sparbuch ist ein Konto. In dem Sparbuch ist ganz genau ersichtlich, welche Summe wann abgehoben wurde (Einzahlungen natürlich ebenso ersichtlich).
D.h. das Sparbuch selbst ist der Kontoauszug.
Wieso sollte das Finanzamt Bescheid wissen über Geldabhebungen vom Sparbuch?

Betrug? Wieso das denn?
Du kannst mit deinem Geld auf dem Sparbuch machen, was du willst.
Welche vernünftig denkende Mensch verschleudert es, um dann schnurstracks Hartz IV zu beantragen?

Nein, das Amt (Jobcenter) erwartet nicht, daß du das Geld erst verbrauchst.
Jeder hat einen Vermögens-Freibetrag und einen Vorsorge-Freibetrag.
Lies den § 12 SGB II und rechne dir für deine Lebensjahre doch mal aus, was du *behalten* darfst.

Ich weiß nicht, was dich persönlich nun interessiert oder welche Situation vorliegt.
Was hat dein Sparbuch mit denen da oben zu tun?
Die da oben haben vielleicht kein Sparbuch nach Oma´s Sitte?
 

o0Julia0o

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Ein halbes Jahr zurück werden Kontoauszüge wohl routinemäßig gecheckt. Aber für zehn Jahre zurück bestehen die Möglichkeiten (Finanzamt usw.).
hier steht:
"Üblicherweise werden Sie aufgefordert,
die Kontoauszüge der letzten ein bis drei Monate
im Amt vorzulegen. Viele Jobcenter bzw. Sozialämter sind
dazu übergegangen, grundsätzlich die Vorlage der Kontoauszüge
der letzten drei Monate zu verlangen"
-> https://www.datenschutzzentrum.de/blauereihe/blauereihe-alg2.pdf

Ist 6 Monate bei euch wirklich üblich?

Und wenn er vom Sparbuch vorm Antrag etwas abholt - wieviel dürfte er da abholen? 100€, 500€, 1000€? Also wenn er vorher über der Freigrenze läg.
 

GlobalPlayer

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sag doch du hast hohe schulden das geld ist weg fertig, keine weiteren erklärungen.

dann bunker das geld woanders und nicht auf dem alg 2 konto.
 

Hamburgeryn1

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Im Falle einer Sparbuchauflösung (vor dem Sozialhilfeantrag)
kann das Amt das zurückverfolgen?
Falls ja, wie lange?
Auch den Betrag der darauf war?
Um solchen Problemen bereits im Vorwege zu begegnen riet ich kürzlich einem jungen Mann im befristeten Arbeitsverhältnis seine Ersparnisse statt auf einem Sparbuch/ Girokonto zu lagern in der häuslichen Sparbüchse aufzubewahren.

Die paar Zinsen auf dem Sparbuch wiegen weder die ganze Nerverei mit dem JC, noch das Geschacher um Freibeträge auf. Dazu kommt, dass man die Verwendungs-Autonomie seiner Ersparnisse bei Antragsstellung verliert und gezwungen wird, mit seinen (oft sehr bescheidenen) Rücklagen bis zu einer genau definierten Grenze den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wo es umsetzbar ist, sollte in Anbetracht gallopierender Massenarbeitslosigkeit in Verbindung mit prekärer Schinderei in befristeten Arbeitsverhältnissen und der ständigen Gefahr lebenslänglich unter die gesetzliche Betreuung eines JC gestellt zu werden, jede Art von Ersparnis nach Altvätersitte weit ab von staatlichem Zugriff in der heimischen Matratze stattfinden.

Just my two cents....
 

Roter Bock

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Damit hat Hamburgeryn komplett recht. Sinnvoll ist eine komplette Auflösung ein bis zwei Monate vor dem ALG II Antrag. Bitte eventuell Freistellungsaufträge nicht vergessen.

Roter Bock
 
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