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Spaltung drohtSozialwissenschaftler W.Heitmeyer über wachsende Gewalt u.Abstiegs

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wolliohne

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#1
Ein Gespräch mit dem Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer über wachsende Gewalt, Abstiegsängste der Mitte und den Einfluss der Rechtsextremisten

Dabei muss man aber vorsichtig sein mit einer vorschnellen Politikerbeschimpfung. Denn für den Zustand unserer Demokratie sind die großen Wirtschaftsverbände genauso verantwortlich wie soziale Bewegungen oder der kleine Mann auf der Straße.

ZEIT online: Was bedeutet es, wenn die Distanz zum politischen System zunimmt?

Heitmeyer: Da sind zwei Faktoren ausschlaggebend: Die gefühlte oder tatsächliche Machtlosigkeit - das müsste ein Warnsignal sein. Und zum Zweiten die sich ausbreitende Orientierungslosigkeit. Viele Menschen begreifen nicht mehr, nach welche Regeln eigentlich in dieser Gesellschaft gespielt wird und ob sie noch eine Möglichkeit haben mitzuspielen. Ein Beispiel dafür sind die horrenden Gewinne von Unternehmen bei gleichzeitiger Massenentlassung. Damit werden Regeln, die jahrzehntelang als selbstverständlich galten, außer Kraft gesetzt, nämlich dass bei Gewinnen auch entsprechend investiert wird und die Arbeitsplätze gesichert sind.


http://www.zeit.de/online/2007/15/gewalt-heitmeyer
 
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