-Spahn's Trick - Beiträge zur Krankenversicherung steigen - nach der Bundestagswahl-

Atze Knorke

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An die Forumsrunde,

die Beiträge und Preise werden deutlich in allen Lebensbereichen und Branchen steigen:

Soziale Sicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Auszug:

Der Hintergrund ist ein bisschen kompliziert, für die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen aber folgenreich. Am 13. Oktober 2020 hat der GKV-Schätzerkreis – bestehend aus Experten des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesamtes für Soziale Sicherung und des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) – beraten. Dabei kam es nicht zu einer einheitlichen Bewertung von Ausgabenentwicklungen im laufenden und im nächsten Jahr.

Das Bundesgesundheitsministerium geht für 2020 von Ausgaben in einer Höhe von 257,8 Milliarden Euro aus, der GKV erwartet hingegen 258,6 Milliarden Euro. Für 2021 zeigt sich ein ähnliches Bild: Bundesgesundheitsministerium: 274,9 Milliarden Euro – GKV 276,6 Milliarden Euro.

Aus diesen Schätzergebnissen ergibt sich für 2021 eine Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes um 0,2 bzw. 0,3 Prozentpunkte auf 1,3 bzw. 1,4 Prozentpunkte. Das Bundesgesundheitsministerium wird am 1. November 2020 den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2021 bekanntgeben. (Der Zusatzbeitrag wurde zum 1. Januar 2015 in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt. Begründet wurde er damit, den Krankenkassen zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen und den Wettbewerb zwischen den Kassen zu fördern.)
 

Kerstin_K

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Der Hammer ist aus meiner Sicht, dass die privaten Karnkenversicherungen sich nicht voll an den Kosten für Covid-19 Tests und wohl auch nicht an den Impfungen beteiligen.
 

Kerstin_K

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Doch, aber de PKVen beteiligen sic wohl nicht voll an den Kosten. Diese Tests weren ja nicht einzeln mitden Krankenversicherungen abgerecchnet.

Was da genau läuft weiss ich nicht, aber die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann hat negrfac auf Pressekonferenzen gesagt, dass sich da was ändern müsse und die PKVen stärker beteiligt werden müssen.

Eine Arbeitskollegin, die selber privat versichert ist, sagte mir, dass die irgendwas zahlen. Mehr wusste ie auch nicht. Ihc vermute, dss es einfach zu wenig ist. Das würe beeuten, dass die gesetzlich Versicherten quasi für die mit zahlen, sie sich aus der Solidargemeinschaft verabschiedet haben. Wenn das stimmt, und danach sieht es für mich aus, ist das nicht in Ordnung.
 

FriedrichShulze

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@ Kerstin_K
Das heisst die GKV überweist an die PKV damit sie für Ihre Versicherten, u.a, ja auch viele Beamten, die Test bezahlen ?
Wäre mir neu.
 

Kerstin_K

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Nein. Die PKV zahlt für die Tests und die PKV zahlt für die Tests. Aber die PKV zahlt einen zu geringen Anteil.
 
E

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Also so wie du @Kerstin_K das beschreibst, läuft das wohl eher nicht.

Wenn ein PKV Versicherter zum Arzt geht, bekommt er von dem Arzt für jede einzelne Leistung etwas in Rechnung gestellt. Wenn die PKV dann, sagen wir mal von angenommenen 100 Euro, nur 80 Euro erstattet, dann bleibt der Versicherte auf der Differenz von 20 Euro sitzen. Zahlt also die jeweilige PKV nicht den vollen Betrag für den Test, ist es ausschließlich das Problem des jeweiligen Patienten.

Es gibt allerdings auch Gegenden in Deutschland, u.a. Bayern/München, da kann sich jeder der will, auf Kosten des Bundeslandes Bayern testen lassen. Das wird dann aber rein aus Steuermitteln bezahlt. Da kommen weder GKV noch PKV ins Boot.
 

Kerstin_K

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Wie gesagt, ich weiss nicht, was da genu läuft. Ich gehe allerding davon aus, dass eine niedersächsische Gesundheitsministerin das weiss und dass es einen Grund hat, warum sie das immer wieder anspricht.
 
E

ExUser 70372

Gast
@Kerstin_K

Ich weiss jetzt natürlich auch nicht genau worum es geht.

Ich vermute mal, dass es da wohl eher um Kosten der „Infrastruktur“ geht. Also z.B., dass die Krankenhäuser Geld dafür bekommen, dass sie alles verschieben was nicht notwendig ist um Betten frei zu halten, dass die PKV‘en sich nicht an den Bonis für Pflegepersonal beteiligen, etc. etc.

Tatsächlich erbrachte Leistungen werden die schon zahlen.
 

ZynHH

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Es wird wohl um die ganzen Tests gehen, die nicht vom Arzt sondern am Flughafen, auf dem Marktplatz und wer weiss wo sonst noch durchgeführt werden.
 

Atze Knorke

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An die Forumsrunde,

herauslesbar aus dem Link:
Umso „unverständlicher“ findet Roland Sing, dass sich die „hochgelobte“ private Krankenversicherung weder an den zusätzlichen Schutzausrüstungen in den Krankenhäusern noch am bundeseinheitlichen Ausgleich für vorgehaltene Intensivbetten oder an der Corona-Prämie für Pflegekräfte in den Pflegeheimen „adäquat beteiligt“ habe:

Ob die Arbeitskollegin von Kerstin_K hier Gerechtigkeitsprobleme zwischen GKV und PV aufmacht?

Dazu erheben Bündnis90/Die Grünen folgende Anfrage:


Das PV-Problem im Beitrag Dlf mit dem Gesundheitsökonom Jürgen Wasem bereits im Juni 2020.
 

aldi110

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Ich glaube denen kein Wort.


Ende Mai hieß es noch die Kassen sparen ja weil die Leute nicht zum Arzt gehen, jetzt "plötzlich" ein Riesen Loch was es zu stopfen gilt? Ich glaube das die Coronakrise hier nur her halten muss als Argument für die Beitragserhöhung, so versteht es das Volk wenigstens.

Das wird dann übrigens auch bei den Beiträgen für die Arbeitslosenversicherung so kommen, da wurden die Reserven ja wohlwollend an die Unternehmen verteilt um die Leute in Kurzarbeit zu schicken. Zum Ende des Jahres wird dann die Insolvenzwelle losrollen und alles war für die Katz weil die ehemaligen Kurzarbeiter dann arbeitssuchende sind.

Was war bei den Renten? ach ja die CDU will ja ne Nullrunde für die Rentner, die haben ja in den letzten Jahren fette Erhöhungen bekommen, das ich nicht lache. Auch hier wird es zu Erhöhungen der Beiträge kommen.

Ist alles nur meine Meinung :)
 

Atze Knorke

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Hallo aldi110,

das dicke Ende rückt näher und Corona ist dabei ein gutes Beitragserhöhungsmittel zum kranken Töpflefüllezwecke.


Die KK-Töpfle im Gesamtüberblick:


Selbst KK-Verwaltung und Vorstände wollen finanziert sein. Dabei sind 105 GKV-Krankenkassen noch zuviel.
 

Harzfünfer

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Ist es denn jetzt überhaupt schon sicher, dass der Zusatzbeitrag steigt? Den legt doch jede Kasse selbst fast und er schwankt immer etwas.
 

Atze Knorke

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Ist es denn jetzt überhaupt schon sicher, dass der Zusatzbeitrag steigt? Den legt doch jede Kasse selbst fast und er schwankt immer etwas.

Liest du bitte dazu.

Nun ist es amtlich, wenn auch noch nicht beschlossen: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2021 wird angehoben. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Finanzminister Olaf Scholz in Berlin vereinbarten, steigt der Satz von derzeit 1,1 Prozent um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent an.
 

Woodruff

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Seit meiner Ausbildung bis zum Jahr 1996 war ich auch bei der DAK.

Da sich die DAK mir gegenüber bei Erstattungen (Fahrtkosten zum Facharzt etc.) absolut nicht kulant verhielt, habe ich die Gelegenheit ergriffen und dort gekündigt. Dann besaß die DAK noch die Unverschämtheit mir einen Aussendienstler auf der Arbeitsstelle vorbei zu schicken, um mich zu überreden doch die Kündigung zurück zu nehmen.

Den Wechsel zur AOK habe ich nie bereut, denn mit Erstattungen klappt es dort viel besser.
Es gibt auch sehr gute kostenlose Gesundheits- Programme die ich auch schon in Anspruch genommen habe.

Wahl der Krankenkasse und Wechsel der Krankenkasse​

Die frühere automatische Zuweisung in eine Krankenkasse nach dem Arbeitgeber bzw. die Wahlmöglichkeit abhängig vom ausgeübten Beruf existiert seit 1996 nicht mehr. Seitdem besteht eine weitgehende Wahlfreiheit in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die einzige Ausnahme gilt derzeit noch für die Landwirtschaftliche Krankenkasse, die Landwirten vorbehalten ist. Jede Krankenkasse ist nach Ihrer Satzung bundesweit, für ein Bundesland oder mehrere Bundesländer zugelassen; Betriebs- und Innungskrankenkassen können auch betriebsbezogen sein und setzen dann ein Beschäftigungsverhältnis im jeweiligen Betrieb voraus.
Quelle: Wikipedia
 

Harzfünfer

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Ich habe von denen noch nie was erstattet bekommen. Wusste gar nicht, dass man Fahrkosten zu Fachärzten erstatten bekommen kann? Unter welchen Bedingungen?
Naja ich bin sowieso familienversichert, meine Eltern wollen da nicht raus. Die AOK ist ja eigentlich eher als die ganz arme, sozial schwache Kasse bekannt. Zumindest war das früher so.
 

Woodruff

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Ich habe von denen noch nie was erstattet bekommen. Wusste gar nicht, dass man Fahrkosten zu Fachärzten erstatten bekommen kann? Unter welchen Bedingungen?

Seit meiner Ausbildung bis zum Jahr 1996 war ich auch bei der DAK.

Meine Erwähnung der Fahrtkosten bezog sich auf Zeiten bis 1996.

Heute sind die Bedingungen ganz andere:

Wann zahlt die Krankenkasse die Fahrtkosten?


Quelle:
Sozialverband VdK Deutschland e. V.
Linienstraße 131
10115 Berlin
 

Kerstin_K

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Die AOK ist ja eigentlich eher als die ganz arme, sozial schwache Kasse bekannt. Zumindest war das früher so.
Veto. Ihc bin schon mein ganzes Leben AOK versichert. Mit der AOK in Hannover gab es viele Probleme, 1996 bin ihc dann in die AOK Rheinland gewechselt, damals war es noch so, dass man automatisch in die AOK kam, wo der Arbeitgeber seinen Sitz hatte. Sitdem null Probleme. Meinen letzten Rollstuhl, wo wir eigentlich alle schon in den Startlöchern standen, um einen Widerspruch zu schreiben, bwkm ich innerhlb von 2 Wochen bewilligt. Ihc käme niemals auf die Idee, die Krankenkasse zu wechseln.
 

Harzfünfer

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Ansonsten hat die DAK bisher aber ordentlich gearbeitet.
Mir fällt ein, ich bekam zwar noch keine Fahrt erstattet, aber mir werden die Kosten für Zahnreinigung erstattet.
 

Kerstin_K

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Für den Durchschnittspatienten, der eigentlich gesund ist, dürdte es keine grosse Rolle spielen, in welcher gesetzlichen Krankenkasse oder Ersatzkasse man ist. Was deine Krankenkasse wirklich taugt, das merkst du, wenn sie mal richtig zahlen müssen, bei Behinderung und laufender Hilfsmittelversorgung, Chroniker odder langfristig Krankengeld. Da gibt es kulantere Kassen und weniger kulante. Und dann liegt auch noch viel am Sachbearbeiter.
 
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