Späterer Stellenantritt, Verzicht auf ALG - worauf ist zu achten?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Strathman

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Oktober 2018
Beiträge
6
Bewertungen
0
Liebe Forenmitglieder,

da ich über die SuFu kein Thema gefunden habe, das mein Anliegen vollständig klärt, bitte ich auf diese Weise um Eure Hilfe.

Kurz zum Sachverhalt: mein befristeter Vertrag im wissenschaftlichen Betrieb ist zuletzt nicht mehr verlängert worden. Ich habe mich daher zum 01.07. arbeitslos gemeldet und ALG I beantragt. Eine neue Stelle war schnell gefunden, als Arbeitsbeginn wurde der 15.10. vorgesehen. Allerdings war die Personalabteilung (urlaubsbedingt) personell unterbesetzt, sodass sich alles Weitere verzögert hat und ich die neue Stelle erst zum 01.12. antreten kann. Dies habe ich der AfA mitgeteilt und einen ziemlich unfreundlichen Umgang erlebt.
Nun hat sich mir eine wesentlich attraktivere Stelle eröffnet, die ich gern antreten würde. Sie wird allerdings erst zum 15.01. frei. Da ich keine Lust mehr auf die garstigen Kommentare vom Amt habe und auf das Geld lieber verzichte, wollte ich fragen, ob ich meinen Arbeitslosenstatus und die ALG-Zahlungen einfach zum 31.11. "auslaufen" lassen kann oder mich nochmal bei der AfA melden muss. Letzteres würde ich sehr gern vermeiden, da der Kontakt beim vorigen Mal äußerst herabsetzend war.


Für Eure Hilfe wäre ich Euch wirklich dankbar!
Liebe Grüße und einen schönen Abend :)
 
E

ExUser 2606

Gast
Keiner zwingt dich, ALG zu beziehen. Du kannst dich per Veränderungsmitteilung einfach abmelden.

Aber denke an die Krankenversicherung.

Allerdings hast du für ALG I Beiträge gezahlt und das Geld steht zu. Ich wuerde nicht darauf verzichten.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Januar 2015
Beiträge
4.606
Bewertungen
15.135
Willkommen im Forum. :welcome:Rezeption
... wollte ich fragen, ob ich meinen Arbeitslosenstatus und die ALG-Zahlungen einfach zum 31.11. "auslaufen" lassen kann
oder mich nochmal bei der AfA melden muss.
Letzteres, allerdings genügt hier eine schriftliche Erklärung, welche nachweisbar einzureichen wäre.
Dazu mal aus einem Beitrag des Leitfadens:

Leistungsverzicht

Umstände können es erforderlich machen, auf Sozialleistungen zu verzichten.
Ein Verzicht muß nicht begründet werden, erfordert aber eine Absichtserklärung gegenüber dem LT.
§ 46 SGB I - Verzicht meinte:
(1) Auf Ansprüche auf Sozialleistungen kann durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Leistungsträger verzichtet werden;
der Verzicht kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
(2) Der Verzicht ist unwirksam, soweit durch ihn andere Personen oder Leistungsträger
belastet oder Rechtsvorschriften umgangen werden.
 

Strathman

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Oktober 2018
Beiträge
6
Bewertungen
0
Vielen Dank für die freundlichen Auskünfte und die Begrüßung. :)Schade, dass trotz der nicht weiter bezogenen Leistungen eine Mitteilung an die AfA nötig ist.
Mit der Krankenkasse habe ich bereits nach dem letzten Anruf bei der AfA Rücksprache gehalten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Schade, dass trotz der nicht weiter bezogenen Leistungen eine Mitteilung an die AfA nötig ist..
Ja, aber wo ist das Problem?

Ich kann Dir versichern, dass in diesem Fall ein kurzer Anruf bei der Hotline ausreicht.
Kundennummer bereithalten.

Oder Du faxt einen Zweizeiler, oder eine Veränderungsmitteilung.

Beim Verzicht auf Leistungen werden sonst keine weiteren Hürden aufgebaut werden. ;-)

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass eine jetzt neu mitgeteilte Abmeldung zum 15.01. wegen Arbeitsaufnahme der bessere Weg ist.

Im Gegensatz zum Alg2 sprechen wir hier eben immer noch von einer Versicherungsleistung, die Du mit entsprechenden Beiträgen in der Vergangenheit finanziert hast.

Deine Mitwirkung hast Du ja erfüllt und bist bald wieder in Arbeit.

Und ich bin ja so ein Zukunftsmensch und wer weiss, ob Dir diese 2 Monate nicht später mal fehlen bei der Rentenanwartschaft?!
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.928
Bewertungen
3.225
Wenn ich das richtig sehe hat er sich doch schon wegen arbeitsaufnahme zum 1.12. abgemeldet, da ist dann keine weitere Mitteilung notwendig.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Wenn ich das richtig sehe hat er sich doch schon wegen arbeitsaufnahme zum 1.12. abgemeldet, da ist dann keine weitere Mitteilung notwendig.

Ja klar, das würde ich aber persönlich korrigieren.
Gerade auch wenn mir da einer blöd kommt.

Wir sind hier im Alg1 und verlieren kann TE ja gar nicht, wenn man sein ursprüngliches Vorhaben ansieht.

Eine gute Übung für den Umgang mit Behörden und Gesetzen. ;-)
 

Strathman

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Oktober 2018
Beiträge
6
Bewertungen
0
AW: Späterer Stellenantritt, Verzicht auf ALG - worauf ist zu achten?

Vielen Dank auch an die Verfasser der neuen Beiträge! :)
Richtig ist, dass ich der AfA mitgeteilt habe, zum 01.12. eine neue Stelle anzutreten - Leistungen beziehe ich also bis zum 30.11. Wäre eine erneute Mitteilung also doch entbehrlich, wenn ich vom 01.12. bis zum 15.01. von meinem Ersparten leben will? Ich möchte einfach nicht, dass es da zu Problemen oder gar Rückforderungen kommt, wenn ich nicht "rechtzeitig" eine Stelle antrete.

Ich kann jeden verstehen, der mir zum weiteren Bezug von ALG I rät, doch wäre mir die Mitteilung einer verlängerten Inanspruchnahme wirklich sehr unangenehm. Mit der Sachbearbeiterin will ich ungern nochmal zu tun haben.

edit: Umlaute wurden nicht angezeigt.
 

Strathman

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Oktober 2018
Beiträge
6
Bewertungen
0
Vielen Dank auch diesmal, KerstinK!

Um es zu rekapitulieren: ich habe mich bereits (nachweisbar) zum 01.12. abgemeldet, beziehe ab diesem Tag keine Leistungen mehr. Wenn ich nun ohne weiteres "Vorsprechen" erst zum 15.01. eine neue Stelle antrete, verhalte ich mich nicht rechtswidrig. Ein schriftlicher Verzicht ist nicht nötig, da meine Leistungen durch Mitteilung der Arbeitsaufnahme ohnehin zeitlich begrenzt sind. Habe ich das richtig aufgefasst?
Bitte entschuldigt das Nachhaken - ich will einfach sichergehen. :sorry:
 
E

ExUser 2606

Gast
Genau. Außerhalb desleistungsbezuges kannst du so oft die Stelle Wechsel, wie du magst. Must nur auf den lückenlosen krankenversicherungsschutz achten. Und niemand zwing dich ALG zu beziehen.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Felix39

Elo-User*in
Mitglied seit
7 September 2018
Beiträge
9
Bewertungen
2
Bitte beachte, dass du dich dann vom 1.12. bis 15.1. freiwillig krankenversichern musst, der Beitragssatz basiert dabei auf deinen persönlichen Einnahmen.
Auch ich respektiere natürlich deinen Entschluss, und ich weiß, dass es einige furchtbare Mitarbeiter bei der Agentur gibt, allerdings kann man ja auch weitgehend schriftlich mit denen kommunizieren. :wink:
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten