Soziologe Ulrich Beck unterstützt die Grundeinkommens-Idee

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Kaydo

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Der Soziologe Ulrich Beck spricht sich für ein Bedingungsloses Grundeinkommen aus.

International ist Beck einer der bekanntesten und anerkanntesten Sozialwissenschaftler.[25] Innerhalb der deutschen Soziologie nimmt er, schreibt Rainer Erd, „eine herausragende Position ein.
Beck plädiert volkswirtschaftspolitisch dafür, neue Prioritäten zu setzen. Vollbeschäftigung sei angesichts der Automatisierung und der Flexibilisierung der Erwerbsarbeit[27] nicht mehr erreichbar, nationale Lösungen seien unrealistisch, »neoliberale Medizin« wirke nicht. Stattdessen müsste der Staat ein bedingungsloses Grundeinkommen garantieren und dadurch mehr Bürgerarbeit ermöglichen.[28]
Interessant. Einige Leute erkennen doch die Zusammenhänge.


Eine solche Lösung sei nur realisierbar, wenn auf europäischer Ebene bzw. – im besten Fall – auf diversen transnationalen Ebenen einheitliche wirtschaftliche und soziale Standards gelten würden. Nur so sei es möglich, die transnational agierenden Unternehmen zu kontrollieren. Zur Eindämmung der Macht transnationaler Konzerne (TNKs) plädiert er daher für die Errichtung Transnationaler Staaten als Gegenpol.[29] So würde auch die Durchsetzung einer Finanztransaktionssteuer möglich, die Handlungsspielräume für ein soziales und ökologisches Europa eröffnet.[30]
Das klingt gut. Die Finanztransaktionssteuer wird auch von Attac zurecht gefordert. »Einheitliche wirtschaftliche und soziale Standards« ergeben sich aus den Menschenrechten und der Definition dessen, was für alle Menschen existenzsichernd ist (Höhe des Geldbetrages, Menge der Güter: Energie, Wohnraum, Nahrung, Kleidung).


„Zygmunt Bauman hat darauf hingewiesen“, sagt Beck im Gespräch mit Johannes Willms, „was diese monströse, neue Armut von der alten Armut unterscheidet: Diese Menschen werden schlicht nicht mehr gebraucht. Marx‘ Rede vom Proletariat oder Lumpenproletariat unterstellt immer noch aktuelle oder potenzielle Ausbeutung im Arbeitsprozess. Dort, wo die Zivilisation in ihr Gegenteil, in bewohnte Müllhalden umschlägt, ist selbst der Begriff ‚Ausbeutung‘ ein Euphemismus… Weder innerhalb von noch zwischen Nationalstaatsgesellschaften bildet der Klassenbegriff die entstandene Komplexität radikal ungleicher Lebensverhältnisse ab. Er gaukelt vielmehr eine falsche Einfachheit vor.“[46]
Hier wird darauf hingewiesen, dass der »Klassenbegriff«, den selbst heute noch die Linken verwenden, zu unscharf ist und die realen Verhältnisse nicht mehr widerspiegelt. Die »Arbeiterklasse« meinte früher den durch den Fabrikbesitzer ausgebeuteten Arbeitnehmer, der arm war. Heute sind die Armen die Arbeitslosen und Hartz4-Empfänger, die überhaupt nicht mehr im Wirtschaftsprozess drinstecken. Und zu diesen »Armen« gehören heute Schulabbrecher, Volksschüler, Sonderschüler, Realschüler, Gymnasiasten, Hochschulabsolventen. - Eben der ganze Querschnitt der Bürgerinnen und Bürger.

Das war in der Klassengesellschaft zu Marx Zeiten auch nicht der Fall.


Alle Zitate aus Wikipedia:
Ulrich Beck


Mit Grüßen
 

Nasenbohrer

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So und nun mal Klartext zum BGE von meiner Seite her:

Zum Verständniss unwissender User, ich bin selbst HE.

Das BGE wird nie kommen, egal wer dazu seinen Senf einbringt!

Da immer noch die Mehrheit der Deutschen, der Meinung ist:
"Wer nicht arbeitet, soll auch nichts essen"
"ALG II Empfänger vermehren sich wie die Ratten"
"Faullenzer soll man nicht unterstützen"
wäre beliebig fortzuführen.

Ist also die Frage, wer wählt die Regierung in D?
Ich sage es euch:

Rentner/innen, Unwissende, sich zur Elite fühlende noch Arbeitnehmer, Pfaffen die von der Kanzel das Wohl verkünden,
etc. mehr möchte ich gar nicht aufzählen.

Jetzt frage ich euch?
Ist mit denen die Wende zu schaffen?
Nie und nimmer, solange die wählen können und dürfen.
 

Babbelfisch

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Na da schau her - der Einfachheit aus Wiki kopiert, habe aber auch noch drei Bücher von ihm und kann das gerne ergänzen - da hat der Beck aber eine tolle Wende hingelegt:

Beck hatte 1996/1997 in einem Bericht der Bayerisch-Sächsischen Zukunftskommission von Kurt Biedenkopf und Meinhard Miegel das Konzept der Bürgerarbeit und des Gemeinwohlunternehmers für alle, für Arbeitslose und Erwerbstätige vorgeschlagen. Er ging also in diesem Konzept davon aus, dass es wahrscheinlich nicht mehr Arbeit für alle geben werde. Bürgerarbeit sollten diejenigen bei sogenannten „Gemeinwohlunternehmern“ ableisten, die keine Erwerbsarbeit mehr finden können. [...] Manche warfen ihm sogar vor, die Bürgerarbeit sei das technokratische Horrorszenario eines modernen Arbeitshauses, denn die Arbeitslosen würden behördlich unter Kuratel der Arbeitsethik gestellt, indem ihnen ersatzweise eine staatlich kontrollierte Bürgerarbeit bereitgestellt werde, die sie gegebenenfalls zum Einkommenszuverdienst anzunehmen gezwungen seien. Ulrich Beck hat in den letzten Jahren auch länderübergreifend und regierungsflankierend mit Anthony Giddens ein Intellektuellenbündnis unterhalten, das die rot-grüne Politik der Agenda 2010 von Gerhard Schröder bzw. die Arbeitsmarktreformen von Tony Blair in England sympathisch begleitete.
 
E

ExitUser

Gast
Na, dazu passt doch mein Threat von gestern 15:14:

"Befürworter von bedingungslosem Grundeinkommen sollten hier unterzeichnen"

Bisher aber scheinbar wenig Interesse ... :-(

Jivan
 

zuteuer

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So und nun mal Klartext zum BGE von meiner Seite her:

Zum Verständniss unwissender User, ich bin selbst HE.

Das BGE wird nie kommen, egal wer dazu seinen Senf einbringt!

Da immer noch die Mehrheit der Deutschen, der Meinung ist:
"Wer nicht arbeitet, soll auch nichts essen"
"ALG II Empfänger vermehren sich wie die Ratten"
"Faullenzer soll man nicht unterstützen"
wäre beliebig fortzuführen.

Ist also die Frage, wer wählt die Regierung in D?
Ich sage es euch:

Rentner/innen, Unwissende, sich zur Elite fühlende noch Arbeitnehmer, Pfaffen die von der Kanzel das Wohl verkünden,
etc. mehr möchte ich gar nicht aufzählen.

Jetzt frage ich euch?
Ist mit denen die Wende zu schaffen?
Nie und nimmer, solange die wählen können und dürfen.

klare Aussage, die ich leider angesichts der Zustände in D teilen muss.
Nicht zu vergessen die "Parteien": Alle haben die Doktrin "Vollbeschäftigung" im Programm - auch die Linken. Bis auf die Piraten. Und ob die wählbar sind, ich weiß nicht....

Also die Denke des deutschen Volkes ist auf Arbeit getrimmt. Und irgendwie nimmt der indoktrinierte Durchschnittsdeutsche auch gar nicht wahr, dass es nie mehr genug Arbeit für alle geben wird, im Gegenteil, die Arbeit wird auch weiterhin immer weniger werden. Angesichts dieser Tatsachen bräuchten wir dringendst ein bGE. Denn wenn nur noch 20 % der Bevölkerung arbeiten und Steuern zahlen und konsumieren, wer soll dann Deutschland noch finanzieren?

Aber sowas leugnet der Deutsche, die Politik und eben alle, die in Deutschland meinungsbildend sind.
 
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