Soziologe: Hartz IV ist wie schwarze Hautfarbe in den amerikanischen Südstaaten

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Paolo_Pinkel

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Forscher: Hartz IV wirkt für Betroffene wie ein Stigma

Eine Studie der Universität Jena bescheinigt den Hartz-Reformen fatale Folgen: Hartz-IV-Empfänger würden stigmatisiert, in die Passivität getrieben, statt zu mehr Engagement angestachelt.
Jena (dpa) - Nach einer Studie der Universität Jena werden Hartz-IV-Empfänger stigmatisiert. Dieses Stigma sei für die Betroffenen inzwischen vergleichbar mit der schwarzen Hautfarbe im Süden der USA, sagte der Soziologe Klaus Dörre im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Er plädiert dafür, die Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher aufzuheben und mehr Beschäftigung etwa im Pflege- und Bildungssektor zu schaffen. «Die Hartz-IV-Logik produziert das Gegenteil von dem, was sie leisten will: Sie erzeugt Passivität, wo sie Aktivierung vorgibt», sagt der Wissenschaftler.
==> Forscher: Hartz IV wirkt für Betroffene wie ein Stigma » arbeitsrecht.de
 

0zymandias

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Schön fand' ich auch:

Der erste Schritt müsste sein, die Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger aufzuheben. Ein solcher Gängelungsapparat, der bis in private Lebensbereiche hineinwirkt, ist unsinnig und rechtfertigt die Kosten nicht. Der zweite Punkt ist: Es muss sinnvolle Beschäftigung geschaffen werden. Es gibt im Dienstleistungssektor großen Nachholbedarf bei pflegenden, erziehenden und bildenden Tätigkeiten. Und wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn.
(Quelle: Forscher: Hartz IV wirkt für Betroffene wie ein Stigma » arbeitsrecht.de )

Also kann man es als Außenstehender DOCH verstehen, ohne auf tumbe Totschlag-Argumente zurückzufallen.


Übrigens:
https://www.elo-forum.org/news-diskussionen-tagespresse/114263-hartz-wirkt-stigma.html
 
E

ExitUser

Gast
jedem sollte klar sein warum h4 geschaffen wurde
nicht um menschen in arbeit zu bringen nein
sondern auf eine ganz einfachen art und weise Geld einzusparen bei den elos
in dem man sie solange quält bis sie fehler machen und die Behörde ein grund hat Sanktionen auszusprechen

ggf das viele zukünftigen abgeschreckt werden und kein alg2 beantragen

das ist sinn und zweck von h4 und nix anderes
die Regierung kann keine arbeit schaffen wo man von leben kann
aber sie kann Gelder mit Sanktionen einsparen und das jede menge
 
H

hass4

Gast
Hartz-IV-Empfänger werden ausgegrenzt

08. August 2013
Leistungsempfänger würden augrund des Stigma als "Hartzi" vom Alltag ausgeschlossen werden, so Dörre.

Sein Urteil ist vernichtend, seine Wortwahl drastisch. Hartz-IV-Empfänger, so der Jenaer Soziologie-Professor Klaus Dörre, würden ausgegrenzt und stigmatisiert.

„In der Gesellschaft als Hartzi identifiziert zu werden, ist ähnlich wie dunkle Hautfarbe zu haben im Süden der USA“, sagte Dörre im Interview mit dpa. Das hätten siebenjährige Untersuchungen der Uni Jena ergeben, für die ALG-II-Empfänger wiederholt befragt wurden. Langzeitarbeitslosen würde zu Unrecht unterstellt, sie würden es sich „in der Hängematte des Wohlfahrtsstaates bequem machen“, so Dörre.

Tatsächlich sei eine große Mehrheit der Betroffenen von sich aus aktiv, aber nur „ganz, ganz wenige“ würden den Sprung raus aus Hartz IV schaffen. Das sagen auch Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit, über die B.Z. am Mittwoch berichtete: Danach findet nur jeder dritte Langzeitarbeitslose dauerhaft einen Job. Die Folgen für die Betroffenen sind nach Angaben des Soziologen fatal. „Sie meiden Leute, die Arbeit haben“, so Dörre, „sie gehen nicht mehr in die Kneipe.“ Es sei dringend nötig, „die Sanktionen gegen Hartz IV-Empfänger aufzuheben“. Ähnlich argumentiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands: „In Hartz IV zu fallen, bedeutet brutale Ausgrenzung.“ Noch schlimmer sei es „für die Betroffenen, dass sie von außen als faul stigmatisiert werden“.

Im Bundesarbeitsministerium weist man das zurück. „Ausgrenzung würde stattfinden, wenn es keine Unterstützung vom Staat gäbe“, so eine Sprecherin zur B.Z. Das ALG II diene aber gerade dazu, „die Würde des Menschen zu schützen“.

Auch der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP, Johannes Vogel, weist die Kritik zurück. „Mit der Agenda 2010 haben wir die Arbeitslosigkeit massiv gesenkt und über einer Million Menschen eine neue Perspektive gegeben“, sagte er der B.Z. Gleichwohl müsse man das System weiter verbessern und zum Beispiel die Zuverdienstgrenzen erhöhen, um den Weg aus Hartz IV zu ebnen. Vogel: „Wer stattdessen den weltweit anerkannten deutschen Sozialstaat immer nur schlechtredet, stigmatisiert die Menschen, die ihn brauchen.“
 
S

Steamhammer

Gast
AW: Hartz-IV-Empfänger werden ausgegrenzt

Die FPD mal wieder, die Wurzel des Übels..
 

roterhusar

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==> Jena (dpa) - Nach einer Studie der Universität Jena werden Hartz-IV-Empfänger stigmatisiert. Dieses Stigma sei für die Betroffenen inzwischen vergleichbar mit der schwarzen Hautfarbe im Süden der USA, sagte der Soziologe Klaus Dörre im Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Das nannte man früher "Kind mit dem Bade ausschütten". Das Stigma mag für den Süden der USA der Vorobamaära gelten, er sollte nicht vergessen, dass die Situation für Menschen mit dunkler Hautfarbe in Deutschland ungleich mieser ist, speziell in den sogenannten "national befreiten Zonen".
Klaus Dörre hat diesen einen Zusammenhang nur einmal kurz erwähnt in seinem langen Aufsatz. Warum hebst Du das hervor?
 
H

hass4

Gast
AW: Hartz-IV-Empfänger werden ausgegrenzt

ich frage mich nur von welcher perspektive dieser "VOGEL" von der fdp spricht?

nach feierabend flaschen sammeln, däumchen drehen, schäfchen zählen und auf die nächste sanktionsandrohung oder kürzung der aufstockung warten.
 

jelly

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Mir gefällt der Vergleich auch nicht - die Schwarzen in den Südstaaten wurden damals gehalten wie "Sklaven" (bzw. zunächst war es ja sogar noch Sklaverei) - so ein Vergleich ist vielleicht ein bisschen gefährlich!
 
E

ExitUser

Gast
AW: Hartz-IV-Empfänger werden ausgegrenzt

Im Bundesarbeitsministerium weist man das zurück. „Ausgrenzung würde stattfinden, wenn es keine Unterstützung vom Staat gäbe“, so eine Sprecherin zur B.Z. Das ALG II diene aber gerade dazu, „die Würde des Menschen zu schützen

frage mich wo ?
die berechung der regelsätze zeigt deutlich auf das ein teilhabe am sozialen leben und kulturellen leben nicht möglich ist
dann das vorleisten der bewerbungsverpflichtungen per EGV-VA jeden Monat kommt noch dazu das es garnicht mehr geht da diese Gelder zweckentfremdet werden müssen
und wenn dann noch eine Sanktion eintritt dann ist der offen ganz aus

also wo soll da die würde des menschens geschützt sein
 

hartaber4

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Aus Beitrag 1 (Zitat):

Sie erzeugt Passivität, wo sie Aktivierung vorgibt», sagt der Wissenschaftler.

Dazu (selten so gelacht) aus Broschur "Was will ich werden AzubIZ 2013":
 

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  • JC Bespaßung.pdf
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Detmo2009

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Der Vergleich mag etwas krass sein, aber die Aussage dahinter sollte doch jeder verstehen, vor allem wer selbst betroffen ist...

Hartz4 bedeutet den Ausschluss aus der Gesellschaft. In den Medien wird man als Schmarotzer oft genug abgestempelt so dass die breite Bevölkerung das ganze wirklich glaubt und entsprechend auf Leute wie uns schimpfen... Im grunde also eine Minderheit die von der Mehrheit kaum bis gar nicht tolleriert wird...
 

Nimschö

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AW: Hartz-IV-Empfänger werden ausgegrenzt

Wen verblüfft das noch? Aus dem Bundesarbeitsministerium kommt doch eh nur Lug&Betrug um das selbstgebastelte Verelendungssystem zu schützen. Ein erwischter Einbrecher, mit 1000EUR Unterhaltungselektronik auf dem Arm würde auf ähnliche Weise versuchen sich rauszureden...
 

obi68

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AW: Hartz-IV-Empfänger werden ausgegrenzt

Im Bundesarbeitsministerium weist man das zurück. „Ausgrenzung würde stattfinden, wenn es keine Unterstützung vom Staat gäbe“, so eine Sprecherin zur B.Z. Das ALG II diene aber gerade dazu, „die Würde des Menschen zu schützen“.

Großer Gott, wie verlogen oder blind kann man sein?
 
S

Snickers

Gast
AW: Hartz-IV-Empfänger werden ausgegrenzt

Das ALG II diene aber gerade dazu, „die Würde des Menschen zu schützen“

Alle Parteien die wir "haben" sind so blöd, die würden noch dafür sorgen, das in der Wüste der Sand ausgeht!
 

spin

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So schürt man die Angst vor H·IV. Dann werden alle Arbeitnehmer (und Gewerkschaften) erpressbar. Mei, sind die alle blöd! Letztendlich verstärken sie ihre eigenen Ängste.
 

Sprotte

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Mei, sind die alle blöd!

Das sind sie solange,bis sie "betriebsbedingt" gekündigt werden,der nächste Laden in die Insolvenz geht (auch eine Art teure Leute los zu werden),dann merken sie wie lang ein Jahr tatsächlich ist.....und das Arbeit nicht an Bäumen wächst.
Langsam aber sicher geht so manchem ein Licht auf.......dunkel bleibt es eher bei den Pensionären und Rentnern,die noch eine gute Rente bekommen.Sie hatten Jobs in einer Zeit,als der Spruch "Wer arbeiten will,wird auch welche finden" noch stimmte.Dazu noch die "Neu"rentner,die nicht einmal so clever sind,das sie wissen,das sie nur Glück hatten,weil ihre Branche (noch)nicht betroffen ist/war.
Die schlimmsten und neugierigsten Denunzianten findet man in diesen Reihen.........

........und zum Scluss das allerschlimmste,sie dürfen nicht nur noch wählen,sie tun es auch : CDU+SPD+̶F̶̶D̶̶P̶ +Joschka...weil es immer so war..... :icon_cry:
 
N

Nuckel

Gast
Der Vergleich mit einem Farbigen hinkt. :icon_rolleyes:

Das stimmt.

Nennen wir es mal ähnliche Diskriminierung und Stigmatisierung von Elos, welche halt in Deutschland stattfindet.

Herr Dörre schreibt von einem "ähnlichen Effekt" !

Nach altem deutschen Rezept könnte man Elos wieder bestimmte Zeichen an die Kleidung nähen und das hätte dann die ähnliche Wirkung wie eine andere Hautfarbe.

Sanktionen bis zum Hungertod ist dann ein Schießbefehl auf Raten.
Schießbefehle gab es ja auch schon zu bestimmten Zeiten in Deutschland.

Nun geht mal alle die richtigen wählen !

Leider fand diese Studie auch nur mit 120 Betroffenen statt.
Man spricht ja von ca. 7 Millionen Elos.

Was mag denn diese sinnlose Studie gekostet haben, die auch nichts ändert ???

Ein Teil der Arbeitslosenindustrie ?

Unis, Jobcenterangestellte, Anwälte, Richter, Maßnahmeträger, Ärzte etc.
Alle verdienen ihr Geld mit Arbeitslosen. :icon_eek:
Sollte da noch jemand an Vermittlung interessiert sein, wenn es dadurch weniger würden ???

Vielleicht sollte eine Studie gemacht werden, wie viel Millionen Steuergelder durch diese Arbeitslosenindustrie verpulvert werden.
Wird aber auch ohne Interesse und Folgen bleiben.
 
N

Nuckel

Gast
Die Forscher können auch Studien durchführen, wie Richter sich zunehmend mit den Jobcentern regelrecht verbünden.

Denn wenn eine Rechtslage eindeutig ist, sollte unabhängig entschieden werden und nicht das Haar in der Suppe gesucht werden und der Elo in den meisten Fällen auch vom Gericht als Verweigerer hingestellt werden.

Meines Erachtens hätten es Sozialgerichte durchaus in der Hand, den Jobcentern durch schnellere und gerechtere Entscheidungen auf die Finger zu klopfen.
Aber da könnte es ja weniger Klagen geben und die Juristen, die zunehmend auch keine Arbeit mehr finden, da ein Überschuss vorhanden ist, wären "Kunden" des Jobcenters.

Sogar Bagatellfälle erreichen zunehmend das BSG, obwohl die Rechtslage schon in vielen Fällen ein "Hobbyjurist" im Vorfeld erkennen könnte.

So verschafft man sich lieber vorher gegenseitige Beschäftigung und quält und drangsaliert seine Opfer. :icon_eek:
 
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