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Sozialwohnung und Wartezeit

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calippo

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#1
Hallo,

ich weiß nicht, ob es einen solchen Fall hier schon mal gab. Ich hole mal etwas weiter aus:

Aufgrund des Verlustes meiner Ausbildungsstelle in Wiesbaden musste ich zum Arbeitsamt. Anstatt, dass man mir ALG II oder sonstiges "anbietet", schickte man mich zum Amtsarzt und zum psychologischen Dienst, wo ich satte 5 Stunden begutachtet wurde.

Letztlich wurde ich für 6 Monate als ausbildungsunfähig eingestuft und falle damit in die Grundsicherung nach SGB II, die ich mittlerweile auch beziehe.

Wäre alles kein Problem, wenn ich wenigstens noch ein Dach über dem Kopf hätte. Die meiste Zeit habe ich bei wechselnden Bekannten genächtigt und muss meine derzeitige "WG" in 3 Wochen verlassen.

Ich bin also heute mal wieder zum Sozialamt und habe meine Situation geschildert. Mal abgesehen davon, dass mein Sachbearbeiter nicht nur krank war, sondern auch noch meine Akte verschlampt hat, musste ich die ganze Geschichte nochmal der Vertretung erklären. Aufgrund der Entfernung zum Wohnort meiner Eltern, und meiner psychischen Erkrankungen/Medikation, ist das elterliche Haus nicht zumutbar (U25). So habe ich eine "Bescheinigung zur Vorlage beim Wohnungsamt" erhalten, die meine derzeitige Wohnsituation aufgrund der Erkrankung und drohenden Wohnungslosigkeit als dringlich einstuft.

Damit bin ich direkt zum kommunalen Wohnungsservice gerannt und habe einen Antrag auf Vermittlung einer öffentlich geförderten Wohnung gestellt.

Dann habe ich einen Wisch bekommen, so eine Bestätigung (Ich glaube, hier handelt es sich um den sagenumwobenen WBS), die besagt, dass ich ebenfalls privat nach einer Wohnung suchen kann, und dass die Vermittlung einer Wohnung selbst im Dringlichkeitsfall lange Wartezeit in Anspruch nähme.

Also dachte ich mir: "Alles klar, suchste erstmal privat". Leicht gesagt. Denn wer den Wohnungsmarkt im teuren Wiesbaden kennt, der weiß dass dort wohl kaum eine Wohnung zu finden sein wird, die meinen Kriterien, bzw. den des Sozialamtes entspricht. 1 ZKDB, 45qm, max. 260 EUR kalt. Ist also eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Wohnungsbaugesellschaften bieten derzeit keinerlei solche Wohnungen an, und die, die es tun, sind anteilspflichtige Genossenschaften.

Was bleibt mir also übrig? Ich muss wohl oder übel mich weiter durchwohnen/auf der Straße leben, bis ich mal ein Wohnungsangebot bekomme.

Hat jemand Erfahrung damit? Auf was für eine Wartezeit kann ich mich einstellen?
Und falls ich etwas privat finde, lehnt das Sozialamt sofort ab, wenn die Wohnung 10-20 EUR mehr kostet?

Würde mich um eine Antwort freuen.

Liebe Grüße,
calippo
 

Mario Nette

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#2
Ich kann nicht viel beitragen, aber dir zumindest raten, deine Wohnungssuche penibel zu dokumentieren. Das wird dir ggf. später mal als Begründungsgrundlage dienen.

Mario Nette
 
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