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Sozialstaat, Der Name "Hartz IV" muss endlich weg.

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wolliohne

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#1

Die Arbeitsmarktreform von Peter Hartz hat sich bewährt: Fünf Jahre nach ihrer Umsetzung geben ihr die meisten Forscher gute Noten – die beiden Prinzipien der Grundsicherung und der Eigenverantwortung funktionieren.
Doch die Reform hat auch zwei große Probleme, schreibt Heinrich Alt von der Bundesagentur.


Ps.Tarnen,Täuschen und vertuschen-aber klar es war nicht alles schlecht.
Mir ist nur noch zum ko. H.Alt

Sozialstaat: Der Name "Hartz IV" muss endlich weg - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
 
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Gast
#2
Nun, ganz sicher geben der Arbeitsmarktreform nach P. Hartz nicht die meisten Forscher gute Noten, wie hier der Anschein erweckt werden soll. Vielleicht die meisten Forscher im Dienste und im Dunstkreis des Bundesarbeitsministeriums und ähnlicher Institutionen, wie z. B. ein Herr Prof. Sinn. Diese Arbeitsmarktreform erlebe ich als eine, aufgrund seiner absolut hingeschluderten Machart und von einem Gerhard Schröder nach eigenem Gutdünken zurechtgestutztem Machwerk, der unwürdigsten und ausgrenzendsten Sozialreformen die wir je in Deutschland hatten. Ein Monstrum an Menschenverachtung produziert immer mehr Armut am unteren Rand der Gesellschaft unter allen dort, und es wird von politischer und wirtschaftlicher Seite in den "Finanzhimmel" gelobt. Besser kann sich die Durchtriebenheit und Wirtschaftshörigkeit der politisch Verantwortlichen, für den begriffsbereiten Bürger, nicht darstellen. Und ebenso zeigt sich seit "Hartz IV" die Blutrünstigkeit marktbeherrschender Unternehmen sehr deutlich. Ein Positives hat diese "Reform" tatsächlich, sie zeigt die "Bestie" in Wirtschaft und Politik auf. Drum, wer Augen hat, der sehe und wer Ohren hat der höre.
 

ShankyTMW

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#3
Nur auf die schnelle ohne den Artikel im gesammten gelesen zu haben:

Sozialstaat, Der Name "Hartz IV" muss endlich weg.
Stimm ich voll zu. Und zwar indem man Hartz IV komplett abschafft. :icon_daumen:
 

sogehtsnich

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#4
Forscher ???

Ja was forschen die denn?
Wie bekommen die oberen Zeahntausend am schnellsten ihre Taschen voll?
 

Merkur

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#7
Nicht nur der Name nein die ganze missglückte Reform muss weg.
Der ganze Artikel ist ein Hohn für die Betroffenen den diese Reform diente nur dazu um die Löhne zu senken .
 
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#8
mal abgesehn davon, dass das alles nur Rumgewische ist.

Das Wort selbst ist wirklich ein Schimpfwort, so empfinde ich das jedenfalls, denn mittlerweile heißt es im Fernsehen nicht mehr:
Der arbeitslose Vater macht blabla....
nein, es heißt "der Hartz4 Empfänger".
Wieso??
Um gleich klarzustellen, dass er einer der unteren ist? Dass er schon 12 Monate nix getan hat?
Oder warum?
Ist man mit H4 nicht mehr arbeitslos? Ist das dann gleich diese "Penner"schiene oder was soll das?

Ich jedenfalls sage Alg2, fertig.
Wenn mich jemand fragt, ob ich Hartz4 bekomme, sag ich. "nein ich bekomme Alg2"....oder wie soll man einen Namensgeber bekommen? :icon_neutral:
Hartz4 steht jedenfalls auf meinem Bescheid nicht drauf, auf eurem etwa? :biggrin:
 
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Gast
#9
Wohlfahrtsverband hält Hartz IV nach fünf Jahren für gescheitert

Kritik an Perspektivlosigkeit für Betroffene

"Hartz IV ist in jeder Hinsicht gescheitert." Diese Bilanz zieht der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband nach fünf Jahren Hartz IV. Wer die Leistung beziehe, der sei in der Perspektivlosigkeit, so der Verband.


Es sei nicht gelungen, die Zahl der Betroffenen merklich abzubauen. Zudem beziehe fast die Hälfte von ihnen die Leistung drei Jahre und länger, sagte DPWV-Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider der "Thüringer Allgemeinen".

Zahl der Aufstocker gestiegen

Schneider sagte laut Vorabmeldung: "Die Zahl der erwerbsfähigen Hartz-IV-Bezieher ist im Vergleich zu 2005 konstant geblieben. Es ist auch nicht gelungen, Langzeitarbeitslose häufiger in Arbeit zu vermitteln", kritisierte der DPWV-Geschäfsführer. Nach einer Analyse des Verbandes lag die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen im April 2009 mit 4,93 Millionen beinahe auf dem Niveau der Anfangsmonate von Hartz IV. Im September 2005 waren es demnach 5,15 Millionen.

.....

Vermittlung "chaotisch"

Die Vermittlungsbemühungen der Jobbehörden seien nach wie vor unabgestimmt und chaotisch. Zudem habe durch die Abschaffung jeglicher Zumutbarkeitsregeln und den hohen Druck auf die Arbeitslosen die Zahl der arbeitenden Armen zugenommen, sagte Schneider. Hartz IV habe auch deshalb scheitern müssen, weil der erste Arbeitsmarkt nicht genügend Jobs angeboten hat. "Es wurde eine Brücke aufgebaut, die ins Nichts führte", sagte der DPWV-Geschäftsführer.
Wohlfahrtsverband hält Hartz IV nach fünf Jahren für gescheitert - heute.de Nachrichten
 
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#10
lag die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen im April 2009 mit 4,93 Millionen
was will der uns eigendtlich erzählen? :eek:
In den Nachrichten kommt jeden Monat, dass wir nur noch 3,9 (oder sogar weniger?) Mio haben....Tendenz sinkend :icon_twisted:
Also was bitte stimmt denn jetzt?
Der kann doch sowas nicht einfach behaupten, das bringt doch ganze Weltbild der gläubigen Nachrichtengucker durcheinander!!


:icon_neutral:
 
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Gast
#11
was will der uns eigendtlich erzählen? :eek:
In den Nachrichten kommt jeden Monat, dass wir nur noch 3,9 (oder sogar weniger?) Mio haben....Tendenz sinkend :icon_twisted:
Also was bitte stimmt denn jetzt?
Der kann doch sowas nicht einfach behaupten, das bringt doch ganze Weltbild der gläubigen Nachrichtengucker durcheinander!!


:icon_neutral:

In den Nachrichten werden die Elos aufgezählt ohne "Beschäftigung", was er meinte, ist die Zahl der Elos inkl. denen, die in Maßnahmen, EEJs usw. sind.
 
E

ExitUser

Gast
#12
Nur auf die schnelle ohne den Artikel im gesammten gelesen zu haben:



Stimm ich voll zu. Und zwar indem man Hartz IV komplett abschafft. :icon_daumen:


Korrekt

Die Dünnpfiff Arbeitsmarktreform nun umzubennen ist für mich nur verschleierung eines Unrechtssytems.
 

klaus1233

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#13
Viele Menschen erfahren erstmals, dass ernsthaft und intensiv daran gearbeitet wird, gemeinsam mit ihnen einen Platz in der Arbeitsgesellschaft zu finden. Seit Bestehen der Bundesrepublik wurde noch nie so spürbar mit Menschen an ihren Integrationschancen gearbeitet wie seit Einführung der Grundsicherung. Doch warum wird das System nicht akzeptiert?
Was der Autor so alles weiß und "spürt" . Ich wünsche ihm mal eine paar Jahre Arbeitslosigkeit und Umgang mit BA und ARGEN.

Auch hier wieder die Elfenbeinillusionen: Es gibt Millionnen offener Stellen, jeder der arbeiten will, findet auch Arbeit, wir müssen den ach so hilfsbedürftigen und unmündigen Leuten nur helfen, sich im ausbeutenden Kapitalimus und einer die Unterschicht diskriminierenden Gesellschaft zu integrieren, damit sie fleißig weiter den Profit über Ober- und Mittelschicht erwirtschaften. Zur Not eben auch mit der MP. Schließlich möchte man selber ja nicht für 1,95 arbeiten.
 

ethos07

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#14
Dabei haben doch erst jüngst die ISNM-"Forscher(Jünger)" entdeckt: "Soziale Ungleichheit macht die Menschen glücklich".
Im Artikel von Herr Alt bei Welt-online ist ja alles noch sehr sehr platt blöd, während hier bei diesem sog. Glücks-Index die neoliberale Blödheit so siebenfach um sich selbst gedrechselt wird, dass man aufpassen muss, sich dabei die Augen nicht kaputtzudrehen :icon_dampf:

betr. Artikel von Alt: gut ist, dass Abstimmung und Kommentare dazu doch noch zeigen, dass die obrigkeitliche Kopfbesetzung durch den BA-Schwachsinn bei den Lesern doch immerhin noch auf Abwehr stößt
 

Fridoline

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#15
mal abgesehn davon, dass das alles nur Rumgewische ist.

Das Wort selbst ist wirklich ein Schimpfwort, so empfinde ich das jedenfalls, denn mittlerweile heißt es im Fernsehen nicht mehr:
Der arbeitslose Vater macht blabla....
nein, es heißt "der Hartz4 Empfänger".
Wieso??
Um gleich klarzustellen, dass er einer der unteren ist? Dass er schon 12 Monate nix getan hat?
Oder warum?
Ist man mit H4 nicht mehr arbeitslos? Ist das dann gleich diese "Penner"schiene oder was soll das?

Ich jedenfalls sage Alg2, fertig.
Wenn mich jemand fragt, ob ich Hartz4 bekomme, sag ich. "nein ich bekomme Alg2"....oder wie soll man einen Namensgeber bekommen?
Hartz4 steht jedenfalls auf meinem Bescheid nicht drauf, auf eurem etwa?

:icon_klatsch:

Und dieses Schimpfwort benutzen auch intelligente und prominente ! :icon_kotz:
Eigentlich sollte niemand den Namen eines vorbestraften in seinen Sprachgebrauch einbeziehen und andere Menschen danach betiteln.

Aber selbst Arbeitsgemeinschaften, die eigentlich gegen alles "ankämpfen" wollen, was mit ALG II zu tun hat, schmücken sich mit diesem Schimpfwort !
Tragen also noch zur Abwertung der Betroffenen und Verbreitung dieses Wortes bei. :icon_neutral:
Da ist der Sinn und Erfolg solcher AG dann gleich vorher abzusehen, wenn mit solch einem Potential an IQ gestartet wird ! :icon_twisted:

Es scheinen manche zu vergessen, dass diese Reform eine Erfindung eines Verbrechers ist.
Also sollte jeder sich überlegen, ob er dieses Wort in seinem Sprachgebrauch verwendet.

Rein rechtlich gesehen, könnte es Diskriminierung sein und könnte bestraft werden.
Nur so könnte dem entgegengetreten werden, dass die Bezeichnung als "Hartz IV-Empfänger" unter Strafe gestellt wird.
 
E

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Gast
#16
...Also sollte jeder sich überlegen, ob er dieses Wort in seinem Sprachgebrauch verwendet...
Bereits die Übernahme bestimmter Begriffe und Bezeichnungen in den eigenen Sprachgebrauch/Wortschatz stellt nach meinem Empfinden in gewisser Weise die Anerkennung des System-Baukastens „Hartz IV“ dar, auch oder gerade durch die Betroffenen.

Man hat (weichspülende) Begriffe wie „Jobcenter“, „Agentur für Arbeit“, „Teamleiter“ „Arbeitsgelegenheiten“ „“ „Fallmanagement“ usw., nur allzu bereitwillig angenommen. Klingt moderner und nimmt dem Tatsächlichen den (Ab-)Schrecken. Die eigene Wut und Ohnmacht wird abgemildert, abgeleitet.

Worte wie „Anstalt für Arbeit“, „Abteilungsleiter oder „Arbeitserziehungsmaßnahme“ würden die Situation viel schneller entzaubern und die Leute eher in Rage bringen. Das hat man wohl verhindern wollen und dann natürlich auch erreicht.

Ändert man nun den Namen, ändert sich eigentlich nichts. Es wird eben ein wohlklingenderer erfunden, der den gleichen Zustand bezeichnet. Wahrscheinlicher ist, dass bereits ein "neuer" Name darauf wartet, in der Öffentlichkeit erprobt zu werden, die Diskussion daum gibt es schließlich schon länger.
 
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