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Sozialpolitiker von SPD und Union fordern Mindestrente

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Woodruff

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#1
Düsseldorf. Sozialpolitiker von SPD und Union machen sich für eine Mindestrente stark. "Wir müssen Geringverdienern im Alter einen Mindestlebensstandard bieten", hieß es. Die Mindestrente soll Arbeitnehmern zugute kommen, die mindestens 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben.
Weiter: Sozialpolitiker von SPD und Union fordern Mindestrente - Nachrichten - DerWesten


Ist ja alles schön und gut und wäre sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wer wird in Zukunft schon 35 Beitragsjahre erreichen?
 
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#4
Zuwenig sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, die ein auskömmliches Leben garantieren.

LG
Auf Dauer? Die Bevölkerungszahl nimmt in Deutschland ab. Damit die Zahl der Menschen, die keinen Arbeitsplatz bekommen können auch. Langfristig dürfte es mehr Arbeitsplätze als Arbeitnehmer geben.
 

Woodruff

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#6
Das Problem ist, dass es für viele nur befristete Beschäftigungsverhältnisse gibt und daher in den Erwerbsbiographien immer mehr Zeiten mit Erwerbslosigkeit auftauchen. Jemand, der z.B. "nur" 30 Jahre eingezahlt hat, wird davon nicht profitieren können.
 
E

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Gast
#7
Auf Dauer? Die Bevölkerungszahl nimmt in Deutschland ab. Damit die Zahl der Menschen, die keinen Arbeitsplatz bekommen können auch. Langfristig dürfte es mehr Arbeitsplätze als Arbeitnehmer geben.
Das bezweifle ich. Allein der PC hat zigtausende von Arbeitsplätzen vernichtet, Automaten, Roboter, und auch in der Dienstleistungsbranche ändert sich was.
Z.B. scheint es, dass wir die alte Kassiererin wir bald nicht mehr haben werden. Wer bei Ikea mit Karte zahlt, kann seine Einkäufe selbst einscannen. Wenn das die Runde macht, werden in Kürze noch mehr Menschen auf der Strasse stehen.

LG
 
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#8
Das bezweifle ich. Allein der PC hat zigtausende von Arbeitsplätzen vernichtet, Automaten, Roboter, und auch in der Dienstleistungsbranche ändert sich was.
Z.B. scheint es, dass wir die alte Kassiererin wir bald nicht mehr haben werden. Wer bei Ikea mit Karte zahlt, kann seine Einkäufe selbst einscannen. Wenn das die Runde macht, werden in Kürze noch mehr Menschen auf der Strasse stehen.

LG
Das Statistische Bundesamt hat bereits 2006 veröffentlicht, daß im Jahr 2050 nur noch 69 - 74 Millionen Menschen in Deutschland leben, also ca. 10 Millionen weniger als jetzt.

Außerdem lässt sich Automatisierung nicht beliebig fortführen.
 

pinguin

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#9
Wer bei Ikea mit Karte zahlt, kann seine Einkäufe selbst einscannen.
Es liegt am Kunden, der es für sich akzeptiert und nicht weit genug denkt, daß er sich als AN damit eventuell selber wegrationalisiert. An Automaten gehe ich normalerweise grundsätzlich nicht; so eine Kasse würde ich also ignorieren, wie ich auch die Bahnautomaten meistens nicht beachte und an den Schalter laufe.

ciao
pinguin
 
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#10
Es liegt am Kunden, der es für sich akzeptiert und nicht weit genug denkt, daß er sich als AN damit eventuell selber wegrationalisiert. An Automaten gehe ich normalerweise grundsätzlich nicht; so eine Kasse würde ich also ignorieren, wie ich auch die Bahnautomaten meistens nicht beachte und an den Schalter laufe.
Ich würde es davon abhängig machen, an welcher Kasse ich am schnellsten weiterkomme. Wenn ich überlege, wie viele Leute erstmal nicht wissen, wie sie den Scanner bedienen, dann die Sache, ob sie die EC-Karte auch richtigrum in den Leser einstecken, PIN vergessen...

Ich seh' da in absehbarer Zeit keine Chance für Kassen ohne Personal. Zumal sehr viele Leute in bar bezahlen wollen.
 

Woodruff

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#11
Das Statistische Bundesamt hat bereits 2006 veröffentlicht, daß im Jahr 2050 nur noch 69 - 74 Millionen Menschen in Deutschland leben, also ca. 10 Millionen weniger als jetzt.
Bei Prognosen, die sich auf einen Zeitraum von 41 Jahren erstrecken, bin ich prinzipiell skeptisch.
 

theota

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#12
da es anscheinend schon zu viel Arbeit ist, dem link aus dem anderen thread zu folgen, stelle ich den mal, mit Erlaubnis der vorgenannten poster, direkt hier ein:

http://img87.imageshack.us/img87/1488/861205seite3tq4.png

P.S.: möchte niemandem zu nahe treten, aber vorsichtshalber: sobald ihr mit dem Mauszeiger über den Text "fahrt", wird aus dem Mauszeiger eine kleine Lupe und durch einen einmaligen Klick auf den Text vergrößert sich dieser so, daß er dann gut zu lesen ist :icon_wink:

o.g. ist ein doc aus dem Jahre 1986 - vieles, was bereits damals vorhergesehen werden konnte, ist bereits eingetreten

Und folgendes Interview stammt aus dem Jahre 2004 (spätestens, da er eine Prognose für das kommende Jahr 2005 abgibt!)

beginnend Seite 3, Auszug:
"2005 wird die Zahl der Privatinsolvenzen die Zahl der Ehescheidungen übertreffen."
 

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#13
Bei Prognosen, die sich auf einen Zeitraum von 41 Jahren erstrecken, bin ich prinzipiell skeptisch.
Sicher, aber irgendeine Prognose ist besser als keine, oder? Denn sie führt ja nur die bisherige Entwicklung fort. Und die ist keine Prognose, sondern Fakt.
 

HartzDieter

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#14
Auf Dauer? Die Bevölkerungszahl nimmt in Deutschland ab. Damit die Zahl der Menschen, die keinen Arbeitsplatz bekommen können auch. Langfristig dürfte es mehr Arbeitsplätze als Arbeitnehmer geben.
Nimmst Du Drogen?

Auf Dauer? Die Bevölkerungszahl nimmt in Deutschland ab.
Möglich, kann man entgegensteuern. Man holt einfach Leute aus dem Ausland, die vielleicht billiger...
Damit die Zahl der Menschen, die keinen Arbeitsplatz bekommen können auch. Langfristig dürfte es mehr Arbeitsplätze als Arbeitnehmer geben.
Nein. Computer und Maschinen übernehmen die Arbeit. Menschen werden entsorgt. Es gibt keine Arbeit mehr für Menschen. Maschinen brauchen Energie, da liegt das Problem...die Energieversorgung. Gibt es keine Energie, wird der Mernsch wieder gebraucht.
 
E

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Gast
#15
Es liegt am Kunden, der es für sich akzeptiert und nicht weit genug denkt, daß er sich als AN damit eventuell selber wegrationalisiert. An Automaten gehe ich normalerweise grundsätzlich nicht; so eine Kasse würde ich also ignorieren, wie ich auch die Bahnautomaten meistens nicht beachte und an den Schalter laufe.

ciao
pinguin
Ja, du hast schon recht, doch ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es einfach keine Schalter und Schaltermitarbeiter mehr geben wird.
Sie werden einfach wegrationalisiert. Egal, was der Kunde möchte.
Man denke doch nur an die profanen Fahrkartenautomaten. Früher konnte man seinen Fahrschein am Bahnhof bei einem Angestellten kaufen - heute stehen da nur noch Automaten, wo man dann einen Knopf drückt - fertig.

Und ich kann mir vorstellen, dass man diesen Automatenpark immer weiter ausbauen wird.
Bis hin in die Arztpraxen. Wo der Kassenpatient der Zukunft nicht mehr von der Sprechstundenhilfe empfangen wird, sondern sich in einer Schalterhalle wiederfindet, wo er einen Automaten mit seinem Krankenkassenchip füttert, auf dem alle relevanten Daten gespeichert sind, und man nur noch die aktuellen Beschwerden eintippen muss. Dann flutscht mit der Kassenkarte ein Wartenümmerchen heraus, man setzt sich in eine Wartehalle bis man von einer künstlichen Stimme ins Sprechzimmer 27 aufgerufen wird.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es nur noch wenig Arbeit für ganz wenige gibt, daher stellt sich die Frage, was macht man denen, die nie mehr Arbeit finden werden?
Wie gehen wir mit ihnen um?
Wie sollen sie leben und wovon?

LG
 

Bambi_69

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#16
Hi,

ich sehe es genauso. Schöne neue Welt. Wer weiß denn schon wie weit die technische Entwicklung in 10, 20, 30 oder gar 40 Jahren sein wird? Wer hätte denn vor 20 oder 40 Jahren daran gedacht, wie es heute aussehen wird?
Solange Rohstoffe und Energiegewinnung einigermaßen gesichert sind, wird auch die Automatisierung weiter und weiter fortschreiten. Das wäre im Grunde nicht schlimm, sofern man endlich die Existenzberechtigung eines Menschen nicht mehr an (körperliche) Arbeit knüpft.
Langeweile muss deshalb nicht aufkommen. Denn etwas haben wir den Maschinen immer noch voraus: Kreativität und Vertrauensschaffung (nicht jeder Mensch vertraut einem Automaten). Solange das NOCH so ist, dürfte es in Zukunft auch noch Beschäftigungsmöglichkeiten geben, aber es muss nicht so sein, dass wir nur ausschließlich davon leben können/müssen.
Problematisch wird es erst, wenn Maschinen ebenfalls kreativ werden oder gar ein eigenes Bewustsein entwickeln könnten. Aber das führt jetzt eher in den Bereich Science Fiction ;)

Liebe Grüße
Bambi_69
 

pinguin

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#17
Man denke doch nur an die profanen Fahrkartenautomaten. Früher konnte man seinen Fahrschein am Bahnhof bei einem Angestellten kaufen - heute stehen da nur noch Automaten, wo man dann einen Knopf drückt - fertig.
Nee, bei uns nicht mehr. Zwar ist unser Bahnhof total umgestaltet und hat mit Bahn nicht mehr viel zu tun, nur wurde inzwischen ein Service-Store aufgestellt, wo es auch all das gibt, was im Automaten auch erhältlich ist und noch vieles andere mehr. Dieses Häuschen ist zwar klein, hat aber von Fahrscheinen über Zeitungen, Getränken bis zum Imbiß alles im Angebot und beschäftigt nunmehr ganztägig etwa 4 Leute. Die Höflichkeit läßt zwar so manches mal bei den jüngeren Mitarbeiterinnen zu wünschen übrig und die eine oder andere scheint auf ihren Ohren zu sitzen, aber ansonsten ist's ok.

Und ich kann mir vorstellen, dass man diesen Automatenpark immer weiter ausbauen wird.
Nein, ich mir nicht. Der Mensch ist bequem und geht eher in den Store, weil er dort beispielsweise noch Zeitung oder Kaffee besorgen kann.

Bis hin in die Arztpraxen. Wo der Kassenpatient der Zukunft nicht mehr von der Sprechstundenhilfe empfangen wird, sondern sich in einer Schalterhalle wiederfindet,
Wird nicht passieren, zumindest nicht bei uns; selbst auf dem Amt gibt's bei uns schon lange keine Marken mehr.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es nur noch wenig Arbeit für ganz wenige gibt, daher stellt sich die Frage, was macht man denen, die nie mehr Arbeit finden werden?
Es mögen sich sicherlich bestimmte Bereiche in Bezug auf Jobs verschieben.

Winterwonderland sagte :
Ich würde es davon abhängig machen, an welcher Kasse ich am schnellsten weiterkomme.
Ich nicht; sicherlich mag auch ich nicht lange anstehen, doch diese überzogene Technisierung unterstütze ich nicht. Eher gehe ich nochmal im Geschäft eine Runde, als daß ich mich am Automaten oder an einer langen Schlange anstellen würde.

Technik ist dazu da, um uns die Arbeit bzw. das Leben zu erleichtern; zu nichts anderem. Wenn Technik jedoch infolge seiner Nutzung zur erheblichen Reduzierung von Jobs führt, sollte man den Einsatz von Technik überdenken. (Was aber zugegebenermaßen schwierig ist).

Sinnvolle Technik, (Beispiele):
eigentlich alles, was man im privaten Haushalt verwenden kann; funktionierende Fahrstühle; Gabelstapler, Elektrohubwagen; Windräder;

Überflüssige Technik, (Beispiele):
Paketautomat; Fahrkartenautomat; sprechende Mülleimer, (manch einer führt die ganze Nacht Selbstgespräche); Müllfahrzeuge mit einem Greifarm für die Tonnen, (weil hier nur noch einer beschäftigt wird);

gibt's beim Adel; Mitarbeiter klingt schöner.

ciao
pinguin
 
E

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Gast
#18
Nee, bei uns nicht mehr. Zwar ist unser Bahnhof total umgestaltet und hat mit Bahn nicht mehr viel zu tun, nur wurde inzwischen ein Service-Store aufgestellt, wo es auch all das gibt, was im Automaten auch erhältlich ist und noch vieles andere mehr. Dieses Häuschen ist zwar klein, hat aber von Fahrscheinen über Zeitungen, Getränken bis zum Imbiß alles im Angebot und beschäftigt nunmehr ganztägig etwa 4 Leute. Die Höflichkeit läßt zwar so manches mal bei den jüngeren Mitarbeiterinnen zu wünschen übrig und die eine oder andere scheint auf ihren Ohren zu sitzen, aber ansonsten ist's ok.
Ich streite ja nicht ab, das es noch in der einen oder anderen Ortschaft solche Stores, Buden oder Imbiss-Schalter gibt, nur werden sie lediglich punktuell sein und nicht flächendeckend.

Nein, ich mir nicht. Der Mensch ist bequem und geht eher in den Store, weil er dort beispielsweise noch Zeitung oder Kaffee besorgen kann.
Richtig, wenn er an einer Bude seinen Krimskrams zusammenkaufen kann, und gleichzeitig eine Fahrkarte - klar, dann wähle ich auch diese Variante, aber das ist nunmal nicht (mehr) in allen Städten so.
Wird nicht passieren, zumindest nicht bei uns; selbst auf dem Amt gibt's bei uns schon lange keine Marken mehr.
Bei uns auch nicht. Im Zeitalter des PCs, wird man am Schalter beim SB angemeldet, der eine PC-Meldung erhält, dass vor seiner Tür Herrr X hockt.

Ich nicht; sicherlich mag auch ich nicht lange anstehen, doch diese überzogene Technisierung unterstütze ich nicht. Eher gehe ich nochmal im Geschäft eine Runde, als daß ich mich am Automaten oder an einer langen Schlange anstellen würde.
Nur werden wir uns irgendwann nicht mehr die Fage stellen, ob wir uns an einem Automaten anstellen oder an einen Tresen.

Technik ist dazu da, um uns die Arbeit bzw. das Leben zu erleichtern; zu nichts anderem. Wenn Technik jedoch infolge seiner Nutzung zur erheblichen Reduzierung von Jobs führt, sollte man den Einsatz von Technik überdenken. (Was aber zugegebenermaßen schwierig ist).
Einen Weg zurück wird es nicht geben. Hätte man sich vor 50 Jahren vorstellen können, dass in einer Automontagehalle nur Roboter statt Blaumänner zu sehen sind? Nein!
Hätte man sich vor 50 jahren einen Automaten vorstellen können, mit dem man Briefe schreiben kann, Post versenden, Telefonieren, sich per Tastatur unterhalten und gleichzeitig die Zeitungen lesen kann? Nein. Damals spannte man noch vier Blatt, dazwischen das Kopierpapier ein, und dann wurde getippt, bis die Finger rauchten. Zeitungen wurden separat gekauft, Post einzelt versandt und im Zweifel gings an den Fernschreiber.
Und in vielleicht schon 10, 20 Jahren findet man die PCs von heute im Technikmuseum.

Sinnvolle Technik, (Beispiele):
eigentlich alles, was man im privaten Haushalt verwenden kann; funktionierende Fahrstühle; Gabelstapler, Elektrohubwagen; Windräder;
Du sagst sinnvoll, doch auch diese technischen Errungenschaften haben Arbeitsplätze vernichtet.
Den Fahrstuhlführer, den Gabelstaplerfahrer, Müller einer manuellen Mühle

Überflüssige Technik, (Beispiele):
Paketautomat; Fahrkartenautomat; sprechende Mülleimer, (manch einer führt die ganze Nacht Selbstgespräche); Müllfahrzeuge mit einem Greifarm für die Tonnen, (weil hier nur noch einer beschäftigt wird);
Genau, weil nur einer beschäftigt ist. Ein Automat stellt keine Ansprüche. Er will keine Pausen, keinen Urlaub, wird nicht krank. Er fordert keinen höheren Lohn, Weihnachtsgeld oder streikt. Ein Automat steht uns 24 Stunden ohne Klagen zur Verfügung, und deshalb ist die Wirtschaft auch dabei immer weiter zu automatisieren, vergisst dabei aber auch, dass Automaten keine Produkte kaufen!
Henry Ford sagte einmal: "Autos kaufen keine Autos",
und gab seinen Arbeitern 5$ mehr Lohn in der Woche.
Nur unsere "Wirtschaftsweisen" haben das noch nicht verstanden.

LG
 
E

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#19
Weiter: Sozialpolitiker von SPD und Union fordern Mindestrente - Nachrichten - DerWesten


Ist ja alles schön und gut und wäre sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wer wird in Zukunft schon 35 Beitragsjahre erreichen?
Ich habe jetzt lange überlegt, was wohl SPD und Union bewegen könnten, eine Mindestrente einzusetzen. Mindestrente wird es geben, so oder so, da habe ich keine Zweifel. In welcher Form ist die andere Frage. Warum also SPD und Union?

Die einzige Erklärung ist, um den Menschen schmackhaft zu machen um jeden Preis und möglichst durchgehend ihre Arbeitsleistung zu Konditionen unter aller Sau verkaufen. Keine Experimente mit Selbständigkeit wagen, bloss nicht versuchen auszubrechen, irgendwie, denn dann kriegt mensch die 35 nicht zusammen, und durchgehend und um jeden Preis für billigste Arbeitsleistung prostituieren.

Die 35 sind so berechnet, dass man auch Akademiker dumpen kann, die aufgrund längerer Ausbildungszeit anderenfalls die 40 oder 45 nicht voll kriegen könnten.

Jemand eine andere Idee?


Emily
 

HartzDieter

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#21
Im September ist Wahl...:icon_twisted:

Übrigens, mit der Forderung nach einer Mindestrente, von wem fordern die das eigentlich, ist die Debatte um ein Grundeinkommen wohl wieder vom Tisch. Ein Grundeinkommen hat hier wohl nur eine kleine Chance, wenn es in der Schweiz eingeführt ist. Dort gibt es übrigens eine Demokratie.

Was wohl mit dem verfilzten Parlament machbar ist, ist eine baldige Diätenerhöhung. :icon_pause:
 
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