Sozialgericht hält Konzept des JC für ausreichend. Umzug nötig (1 Betrachter)

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snP1

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Hi. Ich hatte jetzt über ein Jahr ein Verfahren mit dem Sozialgericht laufen, da mir vor knapp zwei Jahren eine Kostensenkungsanforderung ins Haus geflattert ist. Widerspruch dagegen wurde abgelehnt, weil meine Wohnung nicht dem schlüssigen Konzept des Landkreises entspräche. Da dieses "schlüssige Konzept" ist vom Januar 2015 und orientierte sich dementsprechend an den Mietspiegeln von 2014 und war somit Ende 2016 schon beinahe zwei Jahre alt.
Also habe ich mir einen Anwalt genommen. Das Verfahren lief jetzt bis November - beziehungsweise die Entscheidung des LSG, ob das Konzept denn überhaupt schlüssig wäre.
Anfang Dezember kam jetzt die Hiobsbotschaft, dass das Konzept des Jobcenters schlüssig sei, auch wenn es inzwischen beinahe vier Jahre nicht aktualisiert wurde.

Ehrlich gesagt kann ich das genauso wenig glauben, wie meine Anwältin, da es im gesamten Kreis keinerlei Wohnungen gibt, die frei sind und diesem Konzept auch nur annähernd entsprechen. Laut sämtlicher Immobilienseiten, Wohnungsanzeigen und Aushängen, sind die Mietkosten zwischen 15% und 24% seit 2015 gestiegen. Ich habe monatlich Wohnungssuche aus allen möglichen Quellen nachgewiesen und mir wurden mehrere Umzüge verweigert (also die Übernahme der Kosten), weil die Wohnungen nicht den Vorgaben entsprachen.
Da ich die Kaution und Umzug nicht selber tragen kann, bleiben mir dank gekürzter KdU von den ~400€ Hartz4 ungefähr 300€ monatlich übrig. Mietschulden haben sich inzwischen auch über die Monate summiert, eine Nachzahlung der Heizkosten kommt mit Sicherheit auch noch.

Ich bin gerade einfach nur durch, weil ich keinerlei Ahnung habe, wie ich jetzt weiter vorgehen soll.
Umziehen kann ich mangels Wohnung und mangels Kostenübernahme nicht.
Miete voll zahlen geht in den meisten Fällen auch nicht und schon gar nicht fehlende Anteile nachzahlen - es sei denn ich höre auf zu essen für ein oder zwei Monate und senke sonstige Kosten auf 0.

Hat irgendjemand noch eine Idee?
Kann man das Jobcenter irgendwie dazu bewegen eine dieser Wohnungen, die es laut ihrem Konzept ja geben muss, mal zu vermitteln?

Mit ratlosen /schlaflosen Grüßen,

sn
 

Seepferdchen 2010

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Guten Morgen @snP1

. Ich habe monatlich Wohnungssuche aus allen möglichen Quellen nachgewiesen und mir wurden mehrere Umzüge verweigert (also die Übernahme der Kosten), weil die Wohnungen nicht den Vorgaben entsprachen.
und

Da ich die Kaution und Umzug nicht selber tragen kann, bleiben mir dank gekürzter KdU von den ~400€ Hartz4 ungefähr 300€ monatlich übrig. Mietschulden haben sich inzwischen auch über die Monate summiert, eine Nachzahlung der Heizkosten kommt mit Sicherheit auch noch.
Hier mal eine Verständnisfrage, wenn du dem JC deine Wohnungssuche nachgewiesen hast, dann sind die Kosten der Unterkunft weiterhin zu übernehmen.

Bitte lies mal hier in diesem Link, was bei einer Kostensenkung zu beachten ist,bist du so vorgegangen wie im Link beschrieben?

Und insbesondere der Beitrag von@Ipadoc und dem BSG - Urteil
Mitwirkungspflicht vom JC usw.

https://www.elo-forum.org/aufforderung-zur-senkung-der-kdu-zwangsumzuege-/103288-gegenwehr-kostensenkungsaufforderung.html
 
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