Sozialbetrug Dänische Kommunen rufen zur Denunziation auf

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wolliohne

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Ein Grund mehr,hier den Druck weiterhin hoch zu halten!




Kommunen in Dänemark gehen radikal gegen den Missbrauch von Sozialleistungen vor. Bei der Wahl der Mittel sind sie nicht zimperlich: Sie setzen auf Denunzianten unter den Nachbarn.


Berlin - Die einen bezeichnen es als legitime Form der sozialen Kontrolle, andere hingegen schlicht als Denunziation. Dänen, die Indizien dafür finden, dass Freunde, Bekannte oder Nachbarn unberechtigt Sozialleistungen in Anspruch nehmen, sollen dies künftig an die Behörden melden. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, sollen dafür eigens Mail-Adressen und Onlineformularen eingerichtet werden. "Wir sind auf die Unterstützung der Bürger angewiesen, weil wir nicht bei den Leistungsempfängern vorbeischauen können", sagte Berit Forum von der süddänischen Gemeinde Haderslev der Zeitung.

Sozialbetrug: Dänische Kommunen rufen zur Denunziation auf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
 


Kaleika

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Der Blockwart ist scheins wieder begehrt!

Tja, es ist schon ein bisschen schwieriger mal eben auf einem Schweizer Numernkonto vorbei zu sehen.

Die kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen!
 
E

ExitUser

Gast
Es gibt einen Denunzianten-Paragraphen im SGBIII. Nämlich §331, Abs.1. Darin heißt es:

Die Agentur für Arbeit kann die Zahlung einer laufenden Leistung ohne Erteilung eines Bescheides vorläufig einstellen, wenn es Kenntnis von Tatsachen erhält, die kraft Gesetzes zum Ruhen oder zum Wegfall des Anspruchs führen und wenn der Bescheid, aus dem sich der Anspruch ergibt, deshalb mit Wirkung für die Vergangenheit aufzuheben ist. Soweit die Kenntnis nicht auf Angaben desjenigen beruht, der die laufende Leistung erhält, sind ihm unverzüglich die vorläufige Einstellung der Leistung sowie die dafür maßgeblichen Gründe mitzuteilen, und es ist ihm Gelegenheit zu geben, sich zu äußern.
Eine Verbindung zum SGBII findet man natürlich im SGBII. §40, Abs. 2 ist hier interessant.

Um das klar zu sagen. Hier reicht es schon, wenn ein Nachbar, "Freund" oder Bekannter der ARGE einfach etwas erzählt, was zur Zahlungseinstellung führen kann. Und wie bekannt ist, werden auch anonyme "Anzeigen" angenommen. So hat der Betroffene keine Möglichkeit, gegen unhaltbare Anschuldigungen vorzugehen. So sehen auch in Deutschland die Tatsachen aus und so wird es auch in Deutschland praktiziert.
 
E

ExitUser0090

Gast
Der eigentlich Skandal neben dieser Blockwartförderung per anonymer Anzeige steht ganz unten im Artikel.

Juristen kritisierten allerdings, dass die Kommunen den Betrug nicht beweisen müssten. Bislang obliegt es dem Verdächtigten, Einspruch einzulegen.
Na da wird einem doch warm ums Herz.

"Sozialschmarotzer" überführen ist vermutlich RTL II nächstes Format nachdem mit "Tatort Internet" Quote gemacht wurde.
 

ladydi12

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Hallo ThisIsTheEnd,

das mit den angeblichen Sozialschmarotzern lief doch schon auf dem "kleinen" Bruder RTL, man erinnere sich da nur an den Kreis Offenbach ( oder war es Offenburg? Bin mir da nicht mehr so ganz sicher:icon_kinn:))...ist also insofern nichts neues...

meint ladydi12

Der eigentlich Skandal neben dieser Blockwartförderung per anonymer Anzeige steht ganz unten im Artikel.

Na da wird einem doch warm ums Herz.

"Sozialschmarotzer" überführen ist vermutlich RTL II nächstes Format nachdem mit "Tatort Internet" Quote gemacht wurde.
 

Waschbär

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Schon lustig irgendwo. Bis vor kurzem waren die skandinavischen Ländern doch immer die "Guten". Die Vorzeige-Länder, die besonders "sozial" waren.

So schnell kann's gehen.
 

physicus

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nun die dänen sind auch nicht dämlich, nur weil eine kommune dazu aufruft, muss das nicht auch passieren...^^
 
E

ExitUser0090

Gast
^ In der Überschrift titelt der Spiegel im Plural. Vermutlich Propaganda des ehemaligen Nachrichtenmagazins, wer kann das schon genau unterscheiden.

Aber da meine dänisch Kenntnisse doch arg beschränkt, oder besser ausgedrückt nicht vorhanden sind, kann ich das nicht abschließend beurteilen.

Hallo ThisIsTheEnd,

das mit den angeblichen Sozialschmarotzern lief doch schon auf dem "kleinen" Bruder RTL,
Ja, kann sein, ich habe nicht alle boulevard Medien und Formate parat, zum Glück. :icon_smile:
 

Panikaxel

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Es gibt einen Denunzianten-Paragraphen im SGBIII. Nämlich §331, Abs.1. Darin heißt es:

Eine Verbindung zum SGBII findet man natürlich im SGBII. §40, Abs. 2 ist hier interessant.

Um das klar zu sagen. Hier reicht es schon, wenn ein Nachbar, "Freund" oder Bekannter der ARGE einfach etwas erzählt, was zur Zahlungseinstellung führen kann. Und wie bekannt ist, werden auch anonyme "Anzeigen" angenommen. So hat der Betroffene keine Möglichkeit, gegen unhaltbare Anschuldigungen vorzugehen. So sehen auch in Deutschland die Tatsachen aus und so wird es auch in Deutschland praktiziert.
Vor 70 Jahren klang das ähnlich und war im Sinne der Partei
 

yellowgirl

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Haderslebener Task-Force gegen Sozialbetrug auf Erfolgskurs

Seit dem März des Vorjahres gibt es in Hadersleben eine kommunale »Task-Force«, die Sozialbetrug aufdeckt. In den ersten neun Monaten ihrer Existenz bestand diese Kontrollgruppe aus einer einzigen Frau: Berit Forum. Allein hat sie im Vorjahr 1,8 Millionen Kronen für die Kommune und für die Staatskasse wieder hereingeholt, indem sie Anzeigen von Bürgern und Hinweisen der Polizei nachging. Bingo! »An etwa 90 Prozent der Hinweise, die bei uns eingehen, ist etwas dran an dem Sozialbetrugsverdacht«, sagt Berit Forum, die seit Anfang dieses Jahres eine Kollegin bekommen hat. 65 Hinweise sind seit Januar 2010 bei der Kontrollgruppe eingegangen – und 3,5 Millionen Kronen in die öffentlichen Kassen zurückgeflossen....
https://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/20094.asp?artid=26643
 

Rote Socke

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Berit Forum...Toller Name:icon_lol:
Zur Sache.
Da gibt es nur eins, die Behörden mit falchen anonymen Anzeigen überfluten.
Aber bitte keine tatsächlich Hilfbedürftigen.
Beispielsweise Mitarbeiter (Nutznießer von gGmbhs u.s.w.)
Dann haben Argen die wenigstens einen Job, denn es muß alles nachgegangen werden.
 
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