Sozialabgaben / andere Wichtigkeiten bei EM-Rente bzw. privater BU-Rente (1 Betrachter)

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KubaLibre

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Hallo liebes Forum - darf ich euch kurz meine Situation schildern.

Ich bin krankheitsbedingt aus meinem Beruf ausgeschieden und beziehe ALG 1 - bewilligt bis Juli 2014. Soweit - so gut.

Ich habe eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, bei der ich den Antrag auf Leistung gestellt habe. Hier erwarte/hoffe ich in den nächsten Wochen eine Lösung zu bekommen.

Ich habe mich außerdem bei der DRV generell informiert - auch was die EM-Rente anbelangt.

Ich habe jetzt ein paar Verständnisprobleme bzw. Verwirrungen in meinem Kopf (wär ja auch kein Wunder :redface:) und wollte hier nachfragen, ob ich das alles richtig verstanden habe bzw. ob ihr noch weitere wichtige Informationen für mich habt.

Gesetzt den Fall, die private BU wird bewilligt .....

1. Was muss ich dann an Sozialleistungen an wen abtreten? Ich weiß von Krankenversicherung (klar), Pflegeversicherung (auch klar), Rentenversicherung (eigentlich klar, aber jemand sagte mir, dass ich dafür "irgendwo ja angemeldet sein muss" - also z.B. Selbstständigkeit angemeldet haben). Und dann hieß es noch: Arbeitslosenversicherung.... (ok, ist eigentlich auch nahezu logisch... allerdings: wenn die private BU "durchgeht", dann hat sich das mit einer möglichen Arbeitslosigkeit für mich ja eh "erledigt" - oder sehe ich das falsch? Ist die Arbeitslosigkeitsversicherung quasi auch solidarisch für die "Anderen" zu entrichten, die arbeitslos werden?)

2. Welche "Art" von "irgendwo angemeldet sein" ist gemeint; außer Selbstständigkeit? Ein Minijob ja nicht; aber jede andere "sozialversicherungspflichtige Tätigkeit"? Unter Umständen auch Teilzeit? Das wirkt sich dann aber ja wieder auf die Höhe der z.B. Rentenbeiträge (negativ) aus, also, die zu erreichende Rente steigt nicht mehr so stark an, richtig? "Reicht" z.B. Tupper-Tante?

Gesetzt den Fall, ich erhalte EM-Rente (den Antrag werd ich wohl "vorsichtshalber" mal stellen, um das prüfen zu lassen - oder ist das eine dumme Idee?)

Aber - gesetzt den Fall: Welche Abgaben sind zu leisten (also im Prinzip nochmal Frage 1. von oben. Wobei in dem Fall dann die Rentenbeiträge ja nicht mehr zu entrichten sind.)

Wenn eine mögliche EM-Rente nach drei Jahren nicht mehr verlängert wird.... tritt dann automatisch wieder der obige Fall ein (nur private BU)?

Und noch eine Frage "nebenbei"..... - wenn die private BU bewilligt wird und rückwirkend ausbezahlt..... muss man ja bestimmte bereits erbrachte Leistungen zurückzahlen (Krankengeld, ALG 1). Stimmt es, dass man "das Höhere behalten" kann? Und wie wird so etwas dann geregelt? Hat man da ein paar Monate Zeit - oder bekommt man "alles auf einmal" und kann folglich auch alles auf einmal zurückbezahlen.

Sorry, wenn das alles zu viel auf einmal ist - oder zu durcheinander. Ich kann den Fred auch gerne noch aufteilen. Aber das ist ja irgendwie alles miteinander "verwurschtelt", deswegen kenn ich mich ja mitunter gar nicht mehr aus...... :frown:

Ich würd mich sehr, sehr, sehr über Beiträge freuen.....
 

KubaLibre

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Ja - danke für die Links.

Mein Problem ist aber eher individueller Natur. Ich habe ja schon diverse Informationen (aus dem Internet und auch von Beratungsstellen), und wollte nur eben nachfragen, ob ich das alles richtige verstanden habe.....

Deswegen ja die Fragen, die speziell mich betreffen.

Vielleicht versuche ich es nochmal auf den Punkt zu bringen.

MUSS ich z.B. Rentenversicherungsbeiträge bezahlen, wenn ich mich bis zum Eintritt des Rentenalters "selbst gut versorgen könnte" (also auch kein ALG 1 oder ALG 2) - und bis dahin keine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausübe. Natürlich bliebe die Rente bis dahin auf dem Betrag stehen, den sie jetzt erreicht hat. Aber: Bleibt der Anspruch generell trotzdem bestehen?

WIE müsste ich RV-Beiträge entrichten, wenn ich meinen Rentenanspruch weiterhin "wachsen" lassen möchte? Kann ich das auch, obwohl ich z.B. "nur in der Nase bohre", weil ich nicht arbeiten gehe und mich trotzdem selber versorgen kann.....

MUSS ich Arbeitslosenversicherung bezahlen, weil das ein solidarischer Beitrag ist für die Gesamtheit? Oder kann ich auch das "ablehnen", weil ich bis an mein Lebensende ohnehin "versorgt" bin - diese Leistung also nicht mehr in Anspruch nehmen werde.

Das sind alles Verständnisfragen und schildern eine theoretische Situation um für mich das Problem einzugrenzen und klar zu stellen. Also bitte keine Aussagen wie "Warum willst du nicht arbeiten?" oder "Hast du im Lotto gewonnen?"

Ich wäre wirklich sehr dankbar, wenn sich hier ein paar von den Experten zu Wort melden - DANKE!
 

Anna B.

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Hallo,

MUSS ich z.B. Rentenversicherungsbeiträge bezahlen, wenn ich mich bis zum Eintritt des Rentenalters "selbst gut versorgen könnte" (also auch kein ALG 1 oder ALG 2) - und bis dahin keine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausübe. Natürlich bliebe die Rente bis dahin auf dem Betrag stehen, den sie jetzt erreicht hat. Aber: Bleibt der Anspruch generell trotzdem bestehen?

wenn du keine Tätigkeit ausübst und auch kein ALG I beziehst, zahlst du keine Beiträge zur RV...

der Anspruch auf Altersrente !! bleibt bestehen..wenn die erforderliche Zeit vorliegt.

Aber...Anspruch auf Em-Rente könnte verloren gehen, da du bei Beantragung von EM-Rente bestimmte Vorversicherungszeiten erfüllen mußt, die innerhalb der letzten 5 Jahre vor Antragstellung der EM-Rente liegen.

bei weiteren Fragen..wieder fragen..

hast du dich mal direkt bei der DRV erkundigt, wie das in deinem speziellen Fall aussieht? gibt doch überall die Rentenberater oder die Versichertenältesten der DRV, die dir Auskunft geben können..

Deutsche Rentenversicherung - Versichertenberater & -älteste - Versichertenberater und Versichertenälteste
 

KubaLibre

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Danke, Anna....

wenn du keine Tätigkeit ausübst und auch kein ALG I beziehst, zahlst du keine Beiträge zur RV...
der Anspruch auf Altersrente !! bleibt bestehen..wenn die erforderliche Zeit vorliegt.
Dann ist das mit dem "irgendwo gemeldet sein" (siehe Anfangsbeitrag) also Unsinn. Mir wurde ja gesagt, dass ich eben doch noch "irgendwie" Rentenbeiträge zahlen MUSS, und daher z.B. selbstständig sein soll/kann......

Wenn ich nichts weiter einzahle - dann kriege ich halt bei Eintritt der Altersgrenze die bis jetzt erworbene Rente....., richtig?

Aber...Anspruch auf Em-Rente könnte verloren gehen, da du bei Beantragung von EM-Rente bestimmte Vorversicherungszeiten erfüllen mußt, die innerhalb der letzten 5 Jahre vor Antragstellung der EM-Rente liegen.
Also würde es Sinn machen, die EM-Rente zumindest mal zu beantragen. Was ist dann aber, wenn diese z.B. auf 3 Jahre bewilligt wird - und nach 3 Jahren aber nicht weiter bewilligt wird. Dann müsste ich also wieder "irgendwie" Beiträge einzahlen, damit der Anspruch nicht ganz verloren geht. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass später "nochmal" EM-Rente bewilligt wird, wohl eher gering ist.....


hast du dich mal direkt bei der DRV erkundigt, wie das in deinem speziellen Fall aussieht? gibt doch überall die Rentenberater oder die Versichertenältesten der DRV, die dir Auskunft geben können..

Ja - ich war schon bei der DRV (erst letzte Woche) und habe mich generell über den momentane Stand der Dinge aufklären lassen und z.B. über EM-Rente und wie es dann später weiter geht.

Aber durch andere/weitere Informationen von anderen Beratern haben sich diese "neuen" Info-Lücken ergeben, die mir den Kopf vernebeln.

Ich will noch ein bisschen warten und mir dann nochmal einen Termin bei der DRV oder einem dieser Versicherungsältesten geben lassen...... - ich denke halt, dass man da nicht jede Woche aufschlagen kann .....:rolleyes: und dann kann ich auch mit ganz konkreten Fragestellungen noch aufwarten, wenn ich bis dahin ein paar unterschiedliche Einschätzungen gehört habe.

Danke dir schonmal ....
 

saurbier

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Hallo KubaLibre,

Anna B. hat ja schon viel geschrieben.

Von mir einem eine kurze Nachfrage zur Situation, denn du schreibst ja nur das du jetzt ALG-I beziehst und eine private BU beantragt hast.

Du hast jetzt bei der privaten BU-Versicherung einen Antrag auf Leistung gestellt. Warst du denn bis jetzt selbstständig oder aber abhängig Beschäftigt.

Wenn du z.B. als Arbeitnehmer beschäftigt warst, dann sollte hier doch eigentlich ein anderer Weg vorliegen. Z.B. eine längere Krankheit mit Reha und entsprechender Aussteuerung bei der KV (78 Wochen KG) um danach ALG-I als Überbrückung bis zur Rentenentscheidung zu erhalten.

Das sollte man dir aber auch bei der AfA nahe legen (siehe § 145 SGB III).

Das versteht ich eben nicht so ganz, deshalb meine Nachfrage.

Wenn du ja (ganz gleich ob selbstständig oder abhängig Beschäftigt) bei der DRV Beiträge abgeführt hast/wurden, dann dürfte es auf jedenfall für die private BU-Versicherung von Vorteil sein, wenn du dort ebenfalls einen Antrag auf EMR stellst. Denn wenn die DRV dir eine EMR zuspricht, dürfte es für die private BU schwerer werden diese abzulehnen.

Stiftung Warentest hat ja schon vor Jahren einen ausführlichen Test diverser privater BU-Versicherungen durchgeführt und kam da zu keinem wirklich berauschenden Ergebnis, von wegen negativer Vertragsklauseln und Leistungsverweigerungen.

Ein Wink über die Vorgeschichte wäre vielleicht noch etwas hilfreicher.



Gruß saurbier
 

KubaLibre

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Hallo Saurbier,

ich war bisher Angestellte. Habe von 2001 an beim selben AG gearbeitet, war von August 2012 krank geschrieben und habe schließlich zu Ende Juli 2013 aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf aufgegeben - und mich ordnungsgemäß bei der AfA gemeldet.

Z.B. eine längere Krankheit mit Reha und entsprechender Aussteuerung bei der KV (78 Wochen KG) um danach ALG-I als Überbrückung bis zur Rentenentscheidung zu erhalten.

Das sollte man dir aber auch bei der AfA nahe legen (siehe § 145 SGB III).
Die 78 Wochen KG habe ich also noch nicht "voll". Eine Reha wurde noch nicht gemacht. War in dem ganzen Jahr AU nie "aufgetaucht" (hatte das eigentlich von der Krankenkasse schon erwartet - kam aber nie). Evtl. werde ich demnächst selbst eine Reha beantragen - schon allein auch wegen der eventuellen Möglichkeit, die EM-Rente prüfen zu lassen (wegen: "Reha vor Rente").

Die AfA hat mir hier überhaupt gar nix nahe gelegt. Dort "versucht" man im Moment eine Berufliche Rehabilitation (dafür reichen die Beitragsmonate bei der DRV nicht, deshalb über die AfA) - der "Erfolg" hier ist allerdings im Moment nicht abzusehen.



... dann dürfte es auf jedenfall für die private BU-Versicherung von Vorteil sein, wenn du dort ebenfalls einen Antrag auf EMR stellst. Denn wenn die DRV dir eine EMR zuspricht, dürfte es für die private BU schwerer werden diese abzulehnen.

Ich fürchte, dass dieser Weg bei mir nicht gegeben ist. Ich denke, dass ich eher im Sinne meiner privaten BU BERUFS-unfähig bin als im Sinne der DRV ERWERBS-gemindert. Aber ich werde das wohl auf jeden Fall mal prüfen lassen, indem ich EM-Rente beantrage. Mehr als abgelehnt kann es ja nicht werden?


Stiftung Warentest hat ja schon vor Jahren einen ausführlichen Test diverser privater BU-Versicherungen durchgeführt und kam da zu keinem wirklich berauschenden Ergebnis, von wegen negativer Vertragsklauseln und Leistungsverweigerungen.
Ich habe meinen Versicherungsvertrag letzthin von einer befreundeten Anwältin prüfen lassen. Problematisch können hier wohl allgemeine bzw. konkrete Verweisklauseln sein.... (wenn ich das noch recht in Erinnerung habe). Insofern ist bei meiner privaten BU es so in den Bedingungen geschrieben, dass ich eben nicht auf Tätigkeiten verwiesen werden kann, die meinem bisherigen Ausbildungsstand und Lebensstandard nicht entsprechen (oder wie auch immer das da in Kommentaren formuliert wurde).

Deswegen habe ich hier "eigentlich" bessere Chancen.
 

saurbier

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Hallo liebe KubraLibre,

danke für die konkreten Ausführungen, mit denen man viel mehr nachvollziehen kann.

Also wenn du wegen längerer krankheit deinen Job aufgegeben hast bzw. musstest ist das ja mal nicht schön.

In dem Zusammenhang wäre es vielleicht der bessere Weg gewesen, die 78 Wochen voll auszunutzen (hängt natürlich immer von der Krankheit ab). Innerhalb dieser wäre dir von der KV sicherlich nahe gelegt worden einen Antrag auf Reha zu stellen (schon aus Kostengründen).

Nun gut ist leider anders gelaufen.

Bevor die DRV dich in Rente schicken wird, gleich ob Teil- oder volle EMR wird sie sicherlich erst den versuch einer Rehabilitation unternehmen. So sieht es auch das gesetz vor.

Das hätte für dich den Vorteil, dass sollte die Reha misslingen, du über die DRV ggf. (hängt vom persönlichen Alter ab) eine Umschulung erhältst, bzw. wenn du weiterhin AU bist sich die Chance auf eine Teil-EMR wenn nicht sogar volle EMR erhöht.

Also stelle einfach mal den Antrag auf EMR, bestenfalls bekommst du damit vorab eine Reha bewilligt.

Das mit der privaten BU-Versicherung ist ja immer so eine Sache. ich hab früher mal die Dinger selbst an den Mann gebracht (Nebenbei) und da sind eben viele Fallstricke drin, je nach Gesellschaft. Meistens heist es da dann wie bei der DRV auch, Verweis auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Das würde dann bedeuten, dass du erst dann deine Rente bekommen würdest, wenn du selbst für allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr tauglich bist, also jede Arbeit. Steht da vielleicht glücklicher Weise drin, Tätigkeiten im bisherigen Umfeld, dann könntest du besser da stehen. Das aber würde auch bedeuten, dass du wiederum den Nachweis erbringen musst, deine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben zu können. Auch das ist nicht einfach.

Die DRV hat sich das früher auch immer einfach gemacht, indem man alle Antragsteller versucht hat auf Tätigkeiten wie Pförtner bzw. Telefonist oder im Callcenter zu verweisen.

Die heutige Rechtssprechung ist davon zum Glück aber abgekommen (mit ausgenomme des Kreises ohne berufliche Ausbildung), dafür wurde dann die Arbeitsmarktrente eingeführt, von der jedoch leider nur die Teil-EMR profitieren.

Wenn du jetzt den Versuch unternimmst, über die AfA eine anderweitige Fortbildung/Umschulung zu erhalten ist dies bestimmt nicht schlecht, aber da zahlt eben die DRV besser (eigene frühere Erfahrung). Aber auch da sind die Fallstricke nicht ohne, z.B. Abbruch der Maßnahme bei längerer krankheit etc..

Ich persönlich würde meinen, der Weg über die DRV wäre der bessere. Also EMR beantragen, ggf. Reha durchziehen um dann im Anschluss zu sehen wie es gesundheitlich überhaupt weiter gehen kann.

Am Rande mal die Frage, fühlst du dich denn jetzt wieder gesund um deine alte Tätigkeit aufzunehmen, bzw. überhaupt eine anstrengende Umschulung durchzustehen. Man sollte nicht vergessen, eine Umschulung schlaucht ganz schön, denn dort ist alles zeitlich extrem zusammen gestaucht. Meine nachbarin hat z.B. ihre Umschulung in zwei Jahren durchziehen müssen, für die normalerweise eine drei jährige Ausbildungszeit vorgesehen ist. Bei meiner war es z.B. genauso, von drei auf zwei Jahre verkürzt. Das bedeutet Stress pur, vor allem bei einer Familie.


Dennoch wünsche ich dir alles Beste für die Zukunft.


Gruß saurbier
 

KubaLibre

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Hallo Saurbier,



Das hätte für dich den Vorteil, dass sollte die Reha misslingen, du über die DRV ggf. (hängt vom persönlichen Alter ab) eine Umschulung erhältst, bzw. wenn du weiterhin AU bist sich die Chance auf eine Teil-EMR wenn nicht sogar volle EMR erhöht.
Laut meinen bisherigen Informationen ist die DRV nicht zuständig, weil dafür noch Beitragsmonate fehlen. Außerdem ist dieser Weg (also Umschulung) jetzt schon über die AfA "angeleiert" - und dann soll die DRV auch wieder nicht mehr zuständig sein, selbst wenn dann die Beitragsmonate erfüllt sind.

Also stelle einfach mal den Antrag auf EMR, bestenfalls bekommst du damit vorab eine Reha bewilligt.
Ja, das werd ich die nächste Zeit wohl als erstes dringlich in Angriff nehmen.


Verweis auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. (...) Steht da vielleicht glücklicher Weise drin, Tätigkeiten im bisherigen Umfeld, dann könntest du besser da stehen. Das aber würde auch bedeuten, dass du wiederum den Nachweis erbringen musst, deine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben zu können. Auch das ist nicht einfach.
Laut der Anwältin habe ich hier wohl den Fall, dass die mich NICHT zu einer anderen Tätigkeit bringen müssen/dürfen. Die Nachweise sind eigentlich (mehrfach) vorhanden - hier kann eigentlich "höchstens" noch ein zusätzliches Gutachten von der Versicherung selbst verlangt werden.



Ich persönlich würde meinen, der Weg über die DRV wäre der bessere. Also EMR beantragen, ggf. Reha durchziehen um dann im Anschluss zu sehen wie es gesundheitlich überhaupt weiter gehen kann.
Danke - du hast meine Gedanken eigentlich auf den Punkt gebracht. So schwebt es mir vor - es sind halt so viele Dinge, die man dabei an Infos bekommt und nachschauen muss - und irgendwann kennt man sich gar nicht mehr aus.

Am Rande mal die Frage, fühlst du dich denn jetzt wieder gesund um deine alte Tätigkeit aufzunehmen, bzw. überhaupt eine anstrengende Umschulung durchzustehen.
Meine alte Tätigkeit kann und werde ich auf keinen Fall mehr ausüben (können). Und was die zweite Frage betrifft: Tja, vor einem halben Jahr hätte ich hier ein deutliches "ja" geantwortet. Seither ist viel passiert, was mir wieder deutliche Grenzen aufgezeigt hat. Deshalb will ich ja demnächst eine Reha machen - denn im Moment wäre eine Umschulung wohl wirklich schlecht machbar.

Dennoch wünsche ich dir alles Beste für die Zukunft.
Ich danke dir... und vielen, lieben Dank für deine Einschätzung
 
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