Sollte ich noch vor Jahresende ein Gewerbe anmelden?

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Mampti

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Hallo zusammen.

Ich plane schon länger meine Selbständigkeit (positive Beurteilung eines Steuerberaters und der IHK) und hatte dbzgl. auch schon Gespräche mit der hiesigen Sachbearbeiterin, die sich um Selbständige kümmert. Dazu hatte ich ihr bereits meinen Businessplan vorgelegt (ich weiss, mittlerweile habe ich hier gelesen, dass man das niemals tun sollte). Anfangs sagte sie mir auch ihre Unterstützung zu und bot mir sogar an, einen Gründungsberater „zu übernehmen“. Ich habe also meine weiteren „Hausaufgaben“ gemacht, einen Gründungsberater gesucht (der auch mit Arbeitslosen arbeiten will, was hier leider eher selten ist), als plötzlich eine Zuweisung zu einer Maßnahme bei einem MT kam (Profiling). Auf Anraten des Forums hier habe ich bei der Maßnahme keinen Vertrag unterschrieben, was mir nun wohl übel ausgelegt wurde, denn es ist ein guter Partner des JC und eine vorab eingekaufte Maßnahme.

Ich erhielt dann von dieser SB etwas später eine Einladung, wo sie mit mir über den ersten Arbeitsmarkt sprechen wollte. Die Selbständigkeit war für sie wohl kein Thema mehr, es ging ihr nur noch um eine Anstellung, die ich mir suchen sollte. Ich habe dann aber dennoch einen Antrag auf einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (für den Gründungsberater) gestellt. Seitdem meldet sich meine Sachbearbeiterin aber nicht mehr. Trotz Einschreiben, trotz Mails, trotz Erinnerungsschreiben. Den Businessplan hat sie seit sieben Monaten vorliegen (und noch gar nicht reingeguckt), der Antrag wurde vor vier Wochen gestellt.

Jetzt meine Befürchtung: Da ich seit mehr als sieben Jahren im SGB II hänge, vermute ich, dass ich in dieses neue „Teilhabechancengesetz“ gesteckt werden soll. Mir fällt sonst nicht ein, warum überhaupt kein Reaktion kommt. Außer, dass auf Zeit bis zum 1.1.2019 gespielt wird.

Und nun meine Frage: Würde es mir helfen, wenn ich noch in diesem Jahr eine Selbständigkeit anmelde? (Die nichts mit der anderen, geplanten Selbständigkeit zu tun hat) Diese wäre ebenfalls Vollzeit, allerdings braucht es natürlich etwas, bis ich diese so aufgebaut habe, dass ich damit auch Geld einnehme, bzw. Gewinn erwirtschafte. Schützt diese (Vollzeit-) Selbständigkeit davor, dass ich einfach einem Arbeitgeber (oder Maßnahme) zugewiesen werden kann?

Es existiert übrigens bisher keine EGV, aber die Einladung dazu kann ja jederzeit kommen. Ich bin da momentan etwas ängstlich und möchte keinesfalls, dass ich vor Jahresfrist etwas verpasse/unterlasse.

Ich hoffe, ich habt da ein paar Ratschläge.
 

Couchhartzer

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Und nun meine Frage: Würde es mir helfen, wenn ich noch in diesem Jahr eine Selbständigkeit anmelde? (Die nichts mit der anderen, geplanten Selbständigkeit zu tun hat)
Das kannst mit absoluter Sicherheit nur du selber dir beantworten, denn es wird wohl niemand dich und deine ganz individuellen Verhältnisse sowie deine komplette geschäftlichen "Pläne" (sofern überhaupt irgendwie vorhanden - woran ich eher Zweifel habe, bei deinen eher völlig unbestimmten Beschreibungen) kennen um dir diese Frage beantworten zu können und es wird dir auch niemand deine eigene Entscheidung dazu abnehmen.

Und ich gehen mal davon aus, dass man - wenn man sich wirklich selbständig machen will - soviel eigene Entscheidungskraft, Willenskraft und eigenes Selbstvertrauen besitzt, sich darauf auch eine eigene Antwort geben zu können (wäre zumindest zweckmäßig, denn wie soll denn sonst eine Selbständigkeit aussehen und tragfähig werden können, wenn man nicht einmal das hinbekommt).
 

Mampti

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Erstmal danke für die Antwort. Aber genau das wollte ich vermeiden: Hast du dich gut vorbereitet? Sich selbständig machen ist nicht so einfach wie es sich anhört. Man muss den Markt und seine Kunden kennen, etc. etc. Zigfach hier nachzulesen, obwohl die Frage eine andere war.
Schreibt man dazu nichts und stellt die eigentliche Frage, dann kommen Nachfragen zum Wieso, Weshalb, Warum. Bisschen mehr Info wäre schon wichtig und und und.

@Couchhartzer: Das ist nicht böse gemeint, aber ich habe ja vorher schon quergelesen und genau dieses "Antwort-Frage-Muster" gesehen.
Sieht man sich meine Fragen an, dann erwarte ich hier auch keine Antworten aus der Glaskugel, ob ich reich werde und Ferrari fahre, sondern eine Einschätzung oder Wissen, ob eine Vollzeitselbständigkeit vor Schikanen des JC schützt oder nicht. Was hat das mit meinem Vorbereitungen zu tun?
 

Linuxfan

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Unter dem steuerlichen Aspekt wäre es vielleicht ganz sinnvoll, das Gewerbe erst 2019 zu starten. Ich selbst datiere meine Unternehmensgründung auf den 1.2.2012.

Vorteil ist halt, dass dann Steuerjahr und Kalenderjahr zusammenfallen und Du bei deiner Steuererklärung bei Einkünfte aus Gewerbebetrieb nur 2019 berücksichtigen musst.

Ist allerdings auch nur ein Kriterium und ich kann durch meine Erfahrung in einem 1-Eurojob ganz klar sagen, dass ich die Selbständigkeit klar vorziehe.

Wie ist denn der Arbeitsmarkt bei euch? Gibt es so viele Stellen auf die Du dich in Vollzeit bewerben kannst? Wenn Du etwas hast wo "der Markt" Bedarf hat: Warum das nicht dort anbieten?

Bei mir war es so, dass es zwar einige Nachhilfeinstitute gab, aber keine Anbieter für individuelle Nachhilfe, die meines Erachtens wesentlich effektiver ist. Mit einer Kleinanzeige in einem Portal eines ehemaligen Internetauktionshauses habe ich angefangen.
 

Mampti

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Nein, der Arbeitsmarkt gibt für mich, bzw. bei meiner Vita, wenig her hier. Aber meine SB hat mir schon eine Fleischfabrik "ans Herz" gelegt. Wie erwähnt, die wollen mich nicht mehr unterstützen, weil ich deren Spiel nicht mitgespielt und beim Maßnahmenträger nicht unterschrieben habe.

Mir geht es ja in erster Linie darum, ob mich eine Selbständigkeit vor sinnlosen Maßnahmen oder einer Zuweisung zu einem Arbeitgeber schützen würde. Vorausgesetzt, die Selbständigkeit erweist sich mittelfristig als tragfähig.
 

Couchhartzer

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Sieht man sich meine Fragen an, dann erwarte ich hier auch keine Antworten aus der Glaskugel, ob ich reich werde und Ferrari fahre, sondern eine Einschätzung oder Wissen, ob eine Vollzeitselbständigkeit vor Schikanen des JC schützt oder nicht. Was hat das mit meinem Vorbereitungen zu tun?
Also Glaskugeln und Ferraris haben nichts damit zu tun, weswegen ich auch sehr deutlich erkennbar rein gar nichts davon schrieb.
Und ob das Jobcenter nun mit "Schikanen" ankommt, darauf hat man leider keinen Einfluss, denn wenn da ein SB sitzt der sich allmächtig fühlen möchte (was ja leider immer wieder passiert), dann ist man davor niemals sicher, egal wie gut man sich vorbereitet hatte (wie man auch im Forum immer wieder nachlesen kann).
 
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