Soll Wohngeld beantragen und Nachweise bis 06.01.15 einreichen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Saschi

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Hallo,

habe folgendes Anliegen: Heute erreichte mich Post von der Leistungsabteilung, dass ich einen Antrag auf Wohngeld stellen und die Nachweise darüber bis zum 06.01.2015 einreichen soll.

Zur Information: Ich habe einen Vollzeitjob, mein Partner ist arbeitslos, wir sind dadurch beide im ALG II Bezug, da mein Einkommen nicht vollständig für uns beide ausreicht. Wir bekommen nur noch ein paar Euro zusätzlich, aber ohne die Leistung müsste mein Partner die Beiträge zur Krankenversicherung aus eigener Tasche bezahlen...

Jetzt zu den Fragen:

1. Was für Nachweise möchte das Amt jetzt haben? Dass ich den Antrag gestellt habe?
So, wie ich das bis jetzt gelesen habe, muss ich noch die Verdienstbescheinigung vom Arbeitgeber und die Mietbescheinigung von meinem Vermieter ausfüllen lassen.

Ich meine, heute ist der 17. Dezember, und ich weiß, dass ich ab dem 22.12. keinen mehr in der Buchhaltung meiner Firma erreichen werde; selbst wenn ich die Bescheinigung morgen zum Ausfüllen abgebe, weiß ich nicht, ob ich die noch dieses Jahr wiederbekomme.
Meinem Vermieter müsste ich die Bescheinigung ohnehin per Post zukommen lassen.

Kann ich den Antrag auch erstmal ohne diese Unterlagen stellen – zumindest, um einen Nachweis zu haben?

Oder soll ich besser ein Schreiben aufsetzen und um mehr Zeit bitten?


2. Was muss ich bei Antragstellung beachten? Weil, ALG II schließt ja Wohngeld aus, nicht dass der Antrag deswegen direkt abgelehnt wird.
Soll ich da das Schreiben vom Amt beifügen?


3. Gesetz dem Fall, dass Wohngeld bewilligt wird (Wohngeldrechner sagt nein, aber gut), wie sieht das mit den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung aus? Wir sind nicht verheiratet, mein Partner kann also nicht in die Familienversicherung.


Kennt sich hier jemand mit dem ganzen Prozedere aus? Wäre dankbar für ein paar Tips :icon_stern:
 

ela1953

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Antrag auf Wohngeld noch stellen - geht nicht rückwirkend. Dann bekommst du eine Liste mit den Unterlagen, die noch gebraucht werden. Hier ist es so, dass bei persönlicher Abgabe sofort gesagt wird, ob es Wohngeld gibt oder nicht.
 
E

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Wohngeld geht vor, allerdings nur, wenn ihr damit mehr Geld habt als mit Alg-II.

Du kannst mal einen Wohngeldrechner für dein Bundesland googlen und das selbst berechnen.

Solltet ihr durch Wohngeld schlechter gestellt sein, würde ich den Antrag gar nicht erst stellen, sondern einfach darauf hinweisen. Die haben doch alle nötigen Daten und können das selbst nachrechnen.

Ansonsten ist WG natürlich besser, weil ihr die Verfolgungsbetreuung durch das JC los seid.

p.s.: https://biallo.sueddeutsche.de/tz/sueddeutsche2/Soziales/Wohngeldrechner.php

Da könnt ihr auch die komplette Berechnung ausdrucken und dem JC schicken, falls nötig.
 

Seepferdchen 2010

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Da könnt ihr auch die komplette Berechnung ausdrucken und dem JC schicken, falls nötig.
Nein @en Jordi das reicht nicht, der TE braucht hier den schriftlichen Bescheid von der
Wohngeldstelle, nur der wird anerkannt.
 
E

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Gast
Wo steht das denn?

Es ist m.E. eine Frage der Verhältnismäßigkeit oder des Ermessens. Deshalb ja mein Rat, dass erstmal selbst auszurechnen. Aussichstlos einen umfangreichen Antrag zu stellen, käme mir nicht in den Sinn.
 

Seepferdchen 2010

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Wo steht das denn?
§ 12a SGB II Vorrangige Leistungen - dejure.org

2. Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz oder Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz in Anspruch zu nehmen, wenn dadurch nicht die Hilfebedürftigkeit aller Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft für einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens drei Monaten beseitigt würde.
Weil auch beim Wohngeld Unterlagen zur Berechnung eingereicht werden müßen, daraus ergibt sich dann der rechtsfähige Bescheid.
 
E

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Den entscheidenden Satz hast du unterschlagen.

Abweichend von Satz 1 sind Leistungsberechtigte nicht verpflichtet,
Daher: Erst rechnen, dann beantragen! Vorauseilenden Gehorsam und Beschäftigungstherapie für Sesselpupser beim Amt jibbet nich!
 
E

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Wo ich mir nicht sicher bin: Könnte man auf Aufstockung verzichten und sich mit weniger Wohngeld zufrieden geben?

p.s.: offensichtlich schon ...
 

ela1953

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Klar, könntest du auf Aufstockung verzichten. Dann musst du aber die Krankenversicherung selber zahlen und auch die GEZ.

Ich denke, wenn du (oder deine Partnerin) mit deinem letzten ALGII Bescheid hingehst, wird dir schnell die Bescheinigung ausgehändigt, dass du kein Wohngeld bekommen wirst.
 
E

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Gast
Bei deutschen Behörden wäre ich mir da nicht so sicher. Die wollen alles doppelt und dreifach.

Das hatte ich auch schon mal mit dem Sozialamt.

Eigentlich sind ja alle Informationen im Alg-II-Bescheid enthalten. Sie wollten dennoch alles doppelt.
 

Saschi

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Danke euch schonmal.

Den Wohngeldrechner kenne ich, habe ich schon ein paar Mal genutzt, wenn ich einen neuen Job angetreten habe. Es kommt immer auf dasselbe raus: Kein Wohngeldanspruch, da zuviel Einkommen.
Hatte auch mal herumprobiert, wenn ich ein Einkommen angebe, bei dem wir definitiv Anspruch hätten, heißt es, wir sollen ALG II beantragen, da das Gesamteinkommen unter dem Existenzminimum liegt.
Sähe anders aus, wenn wir Kinder hätten, da höhere Freibeträge.

Ja, auf die Aufstockung können wir nicht verzichten, da sonst die Krankenversicherung meines Partners selbst bezahlt werden müsste.

Ich weiß auch nicht, wie die jetzt darauf kommen, dass ich Wohngeld beantragen soll - arbeite ja nicht erst seit gestern.

Beim Antrag soll ja ohnehin der letzte ALG II Bescheid beigelegt werden, wenn man die Leistung bereits bezieht - aber das ist ja witzlos, wenn der Wohngeld-Antrag deswegen abgelehnt wird, ich soll ja schauen, ob das eine vorrangige Leistung wäre.

Meinetwegen reiche ich das ganze Zeugs auch ein, nur ist die Frage, WAS möchte das Amt bis zum 06.01.15? Einen Nachweis, dass ich den Antrag gestellt habe, oder dass ich einen vollständigen Antrag mit allen Unterlagen gestellt habe (was schwierig wird, da jetzt Weihnachtszeit ist)?
 

Seepferdchen 2010

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@Saschi gute Frage:

Meinetwegen reiche ich das ganze Zeugs auch ein, nur ist die Frage, WAS möchte das Amt bis zum 06.01.15? Einen Nachweis, dass ich den Antrag gestellt habe, oder dass ich einen vollständigen Antrag mit allen Unterlagen gestellt habe (was schwierig wird, da jetzt Weihnachtszeit ist)?
und was genau stand in dem Schreiben, weil du schreibst hier:

die Nachweise darüber bis zum 06.01.2015 einreichen soll.
da der Zeitraum sehr eng ist, würde ich davon ausgehen, das hier der Nachweis für die Beantragung reicht wohl aus.

:icon_pause:
 
E

ExitUser

Gast
Meinetwegen reiche ich das ganze Zeugs auch ein, nur ist die Frage, WAS möchte das Amt bis zum 06.01.15? Einen Nachweis, dass ich den Antrag gestellt habe, oder dass ich einen vollständigen Antrag mit allen Unterlagen gestellt habe (was schwierig wird, da jetzt Weihnachtszeit ist)?
Ein kurzer Anruf könnte diese Frage klären. :wink:

Da würde ich dann aber eher fragen, wie sie darauf kommen, dass das Wohngeld reichen könnte? Wenn du gar keinen Anspruch hast ist das doch absurd.

Wenn du den Antrag stellst und dann doch einen geringen Anspruch hast, was passiert dann? Wird der Antrag dann trotzdem beschieden? So wäre das bei mir. Ich hätte 20 Euro Wohngeld, bekomme aber wesentlich mehr Alg-II.

Ich würde nur die Berechnung einreichen ob vom Sozialamt oder vom Rechner. Manchmal sind sie ja auch einsichtig, wenn sie den Irrsinn ihres Tuns erkennen.
 

gelibeh

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Kann ich den Antrag auch erstmal ohne diese Unterlagen stellen – zumindest, um einen Nachweis zu haben?
Natürlich. Einen Antrag kann man sogar auf einem Stück Toilettenpapier stellen. Maßgebend ist nur, dass Du denen klarmachst, dass Du einen Antrag stellen willst.
 

Strolchenmann

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Stell doch einfach den Wohngeldantrag, macht nicht viel Arbeit, tut nicht weh und alle sind glücklich
 

Else Kling

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Lege eine Kopie des Schreibens vom Jobcenter dem Wohngeldantrag bei. In der Regel setzt sich die Wohngeldstelle dann mit dem Jobcenter in Verbindung und klärt, ob Wohngeld oder ALG II in Frage kommt.
 
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