Soll ich trotz 'hohem' Einkommen und starker Verminderung dessen im nächsten Monat für diesen Monat H4 beantragen?

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Cati

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Hallo liebes Forum,

ich habe mich schon ein paar Stunden durch die Beiträge geklickt und auch schon ein paar hilfreiche Infos gefunden, aber noch nichts, was konkret meine Frage Beantwortet.

Hier meine Situation:

Ich bin Studentin im Teilzeitstudium (50%), bin Mitte September von Berlin nach Leipzig gezogen und möchte jetzt gern hier H4 beantragen, da ich keinen Job habe. Ich bin auch Selbstständig, aber daraus beziehe ich im Moment kein Einkommen. Im September habe ich allerdings noch Einkommen von meinem alten Job usw gehabt. Das sah so aus:
442 € Gehalt vom Minijob (also ohne Abzüge)
300 € Unterhalt Eltern
102 € Wohngeld

KdU in Leipzig sind 200 € kalt + 90 € Betriebs- und Heizungskosten. Diesen Monat habe ich 210 € Miete in Berlin gezahlt und werde noch 150€ in Leipzig zahlen, was aber noch nicht abgebucht ist.

Laut Harz4-Rechner, würde ich diesen Monat (September) nur 8 € H4 bekommen, was ja nicht viel ist, aber dafür müsste ich meine KKV nicht selbst bezahlen, was ja auch 180 € ausmacht!

Also würde ich schon gerne für September beantragen, aber ich frage mich, ob es sich lohnt? Ab Oktober habe ich kein Einkommen mehr und daher würde ich extra Aufwand und Unsicherheit investieren müssen, um dann ab Oktober den vollen Betrag zu bekommen.

Ich müsste dann wohl das Formular Veränderungsmitteilung ausfüllen und beweisen, dass ich im Oktober kein Geld mehr bekomme. Ich habe ein Kündigung vom Job und eine Bestätigung, dass der Unterhalt nicht weiter gezahlt wird. Wohngeld bekomme ich ja aus Berlin eh nicht mehr.

Ich wäre wirklich dankbar für einen Ratschlag. Was meint ihr? Lohnt es sich für September zu beantragen, oder könnte es doch schlauer sein, einfach für Oktober zu beantragen, wo ich ja eh nix verdiene?

Vielen Dank schonmal!
Cati
 

Claus.

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Also würde ich schon gerne für September beantragen, aber ich frage mich, ob es sich lohnt?
Die Frage stellt sich eigentlich gar nicht ...
Denn wolltest du "irgendwann" AlgII beantragen, dann ist eben "irgendwann" die Beantragung notwendig. Ob der Antrag im September gestellt wird, oder erst im Oktober, oder erst im November, ist im Endeffekt völlig egal. Wenn du in einem Monat keinen Anspruch auf AlgII haben solltest, bekommst du halt für diesen Monat eine Ablehnung. Und auch bei einer Ablehnung gilt ´wer nichts wagt, der nichts gewinnt´ ...

Lasse es doch 2 oder gar 3 Stunden Aufwand sein, die sich dann vielleicht nachträglich als Unnütz herausstellen. Aber bleiben wir doch einfach mal bei dem Beispiel mit den 180€ KV; ohne Antrag können die dir von Haus aus nicht erspart bleiben. Und solltest du den KV-Beitrag vom JC kriegen ... ich mache bei sowas immer die Rechnung auf vonwegen xxx€ durch xh Aufwand = macht so gesehen einen Stundenlohn i.H. xx,xx€ :icon_mrgreen:.

Wichtig ist, daß erst ab Antragstellung gezahlt werden kann. Der Antrag wirkt dabei auf den Monatsersten zurück (bzw. in deinem Fall nur bis zum Zuzugstag). Heisst auf deutsch: wenn du gerne noch den Versuch unternehmen wolltest zum deinen September-KK-Beitrag vom JC zu bekommen, dann -> muß der Antrag nachweisbar bis zum 30.09. um 24 Uhr beim JC eingegangen sein.

Geht er dagegen erst z.B. am Vormittag des 01.10.2018 beim JC ein, kannst du jegliche theoretische Ansprüche aus dem September knicken; usw. .
Daher eben äußerst wichtig -> alles nachweisbar - via Fax mit qualifiziertem Sendenachweis, persönlich Eingangsstempel holen, o.ä. .

Du brauchst für die Beantragung auf "eventuelle" AlgII-Leistungen auch nicht sofort den ganzen vollständig ausgefüllten Antragswust. Sondern es gilt (erstmal) die Nichtförmlichkeit des Verwaltungsverfahrens. Also, einfaches Schreiben reicht:
"Absender, Empfänger, Datum
Herzallerliebste Damen und Herren des JC,
hiermit beantrage ich AlgII.
MfG. Gruß. Unterschrift. geboren am: xx.xx.xxxx". Fertig.

Die rühren sich dann schon. Und starten ggf. auch umgehend einen Versuch, den (noch) rechtzeitigen Antragseingang anzuzweifeln -> darum alles nachweisbar.
Den Formularberg füllst du dann ganz in Ruhe aus; und die kommen dann schon auch mit irgendwelchen ganz tollen nur mehr oder weniger schwer erfüllbaren Nachweisforderungen daher. Schon von letzterem her lieber etwas zugeknöpft bleiben, nicht denen auch noch "Tips" geben für neue unsinnige Nachweisforderungen ... und die Zeit geht ganz von allein ins Land.
Einen "unpassenden" Antrag kann man sich übrigens auch passend machen. Man braucht ja ggf. nur einfach was frei lassen, mit dem handschriftlichen Hinweis ´siehe Anlage Nr. x´. Um dann dort auf stinknormalen weißen Blättern z.B. die Einkommensmonate einzeln aufzuschlüsseln. Formularmäßig erzeugtes Problem gegessen ...

Zu guter letzt lassen die sich auch noch schnell 3-4-6 Wochen Zeit bis se den vollständig ausgefüllten Papiertiger endlich bearbeitet haben, und dann dauert es ggf. nochmal ne Woche bis das erste Geld angewiesen ist. Also du brauchst so oder so schon jetzt die Tage erste Ideen, wie du eventuell deine September- und Oktober- Miete bezahlen könntest.
 
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