Soll ich lachen oder weinen? BAB abgelehnt

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Carinaa

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Hallo,

ich weiß wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

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Meine Vorgeschichte:
Nachdem ich Mitte 2004 meine Ausbildung abgeschlossen habe, habe ich lediglich 1/2 Jahr in meinem erlernten Beruf gearbeitet, also bis Ende 2004.
Seitdem habe ich nur Jobs in anderen Bereichen gehabt, inzwischen über 4 1/2 Jahre.

Ich war ab Oktober 04 , dann ab Oktober 07 und jetzt seit März 09 arbeitssuchend gemeldet. Vom Januar 08 bis Juni 08 war ich arbeitslos und wäre ich im Moment nicht krank, wäre ich seit dem 01.07.09 wieder arbeitslos.
Als ich 08 arbeitslos war, hat man mich in einen Lehrgang gesteckt, um mich in meinem Beruf wieder fit zubekommen. Diesen musste ich dann auf Anweisung des Arbeitsamtes abbrechen, weil arbeiten und somit eigenes Geld verdienen Vorrang hat.

Auf Grund der fehlenden Berufserfahrung, ist es für mich fast unmöglich einen Job zu finden, zumal ich als Frau in einem Männerberuf arbeite, was das ganze noch schwierieger, bis unmöglich macht.

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Also habe ich mich entschieden eine neue Ausbildung zu beginnen, in der meine Chancen deutlich größer sind. Ich habe mich also beworben und auch eine Zusage erhalten.

Da Ende letzten Jahres das SGB 3 im Bezug auf die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) geändert wurde, habe ich einen entsprechenden Antrag gestellt.


Heute kam der Ablehnungsbescheid:
"Sie haben eine abgeschlossene Berufsausbildung als Industriemechanikerin. Trotz des aktuellen schwierigen Arbeitsmarktes hätten Sie in der Vergangenheit (Konjunkturhoch) in diesem Bereich dauerhaft integriert werden können. Die Ultima Ration der Förderung bei Zweitausbildung greift hier leider nicht!"
Dann folgt ein Text, wann die Förderung möglich ist. Dann kommt folgendes:
"Lediglich in Ausnahmefällen, nämlich dann, wenn im erlernten Beruf keinerlei Perspektive für eine dauerhafte Eingliederung besteht, kommt die Förderung einer Zweitausbildung als Ultimo Ratio gemäß §60 Abs. 2 Satz 2 SGB 3 in Betracht. ..."

Wollen die mich veräppeln? Mir fällt dazu echt nichts mehr ein.

Mal abgesehen davon, dass ich die Aussage, ich hätte dauerhaft integriert werden können, nicht verstehe, widerspricht sich die Begründung der Ablehnung doch. Wenn ich dauerhaft hätte integriert werden können, frage ich mich: warum hat es nicht geklappt und warum war und bin ich arbeitslos?

BAB bekommt man, wenn man keine Perspektive (=Zukunft) hat. Da ich aber "früher mal" integriert hätte werden können (= Vergangenheit), habe ich keinen Anspruch?
Das geht in meinen Kopf nicht rein. :icon_neutral:

Ich verstehe das so, dass man mir also recht gibt, dass ich jetzt nicht vermittelt werden kann, da es aber "damals" angeblich die Möglichkeit gab mich zu vermitteln, muss ich heute zusehen wie ich klar komme, obwohl die Vorschriften besagen, dass die aktuelle Situation maßgeblich ist ?!?!

Oder verstehe ich da irgendwas falsch?

Das ist jetzt etwas lang geworden, aber ich musste das mal loswerden.

Gruß
 

Carinaa

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Naja, sehr hilfreich ist es nicht, aber zumindest hast du mir meine Frage in der Überschrift beantwortet :biggrin:
 

ethos07

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Vielleicht eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen die SB, die diesen Schwach-Sinn verfasst hat? Öffentlichmachen in der Lokalzeitung
(natürlich mit geschwärzten Personenangaben etc.) ?

[ - ggf. dies gleich in der Fassung von dir & Isidoro... als Preisfrage: Lachen oder Weinen? - sorry, ich muss auch einfach lachen :))]
 

catwoman666666

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Also, du hast einen Antrag auf BAB gestellt. Der wurde abgelehnt. Dagegen kannst du Widerspruch einlegen, mit genau der Begründung, welche du hier geschrieben hast

catwoman
 

Mario Nette

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Genau. Und behaupten, dass es ein Konjunkturhoch gab und ja sooo viele Stellen in genau deiner Branche für dich zugänglich waren, kann jeder. Wenn das nicht bewiesen wird, müssen sie halt akzeptieren, dass es einen Widerspruch gibt. Ich würde mich darin auch gar nicht großartig auslassen, sondern mir das teilweise für eine spätere Klage aufheben.

Mario Nette
 

Carinaa

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Danke für eure Antworten.
Widerspruch werde ich auf jeden Fall einlegen. Ich war halt nur so baff, dass sowas als Begründung darin stand. Außerdem wollte ich wissen, ob ich mir das einbilde, dass die Ablehnung sich selbst widerspricht.
Ich hab den Bescheid inzwischen das x-te Mal gelesen und kann immer wieder nur den Kopf schütteln. :icon_neutral:
 

Carinaa

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Mir ist dazu noch was eingefallen:
Der Sachbearbeiter hatte mir vor Antragstellung erklärt, dass er mit meinem Arbeitsvermittler und der Abteilung für Berufsberatung über meine mögliche oder nicht mehr mögliche Eingliederung in den Arbeitsmarkt sprechen wird.

Als ich letzte Woche nach dem Stand der Bearbeitung gefragt habe, hat er mir gesagt, dass er Rücksprache mit meinem Arbeitsvermittler gehalten hat und die Unterlagen jetzt bei der Berufsberatung liegen und ihm bald wieder zurück geschickt werden.

Ich gehe also davon aus, dass darüber irgendetwas in meiner Akte steht. Habe ich das Recht, diese Unterlagen einzusehen und wenn ja macht es Sinn das zu machen, um eventuell den Widerspruch entsprechend verfassen zu können?
 

catwoman666666

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Ja, hast du. Schreib einen Widersrpuch gegen den ablehnenden Bescheid. Begründung wird nachgeliefert. Und dann Akteneinsicht beantragen, diese begründest du mit dem laufenden Widerspruchsverfahren.


Zitat:
§ 25 SGB X
Akteneinsicht durch Beteiligte

(1) Die Behörde hat den Beteiligten Einsicht in die das Verfahren betreffenden Akten zu gestatten, soweit deren Kenntnis zur Geltendmachung oder Verteidigung ihrer rechtlichen Interessen erforderlich ist. Satz 1 gilt bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens nicht für Entwürfe zu Entscheidungen sowie die Arbeiten zu ihrer unmittelbaren Vorbereitung.



catwoman
 
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