Soll ich das Jugendamt informieren oder soll ich mich raushalten? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

E

ExitUser

Gast
Ich brauche mal einen Rat bezüglich meiner Nachbarin.
In der Wohnung neben mir wohnt seit Anfang des Jahres eine Frau mit ihrer ca. 12 Jahre alten Tochter.
Die Tochter verlässt die Wohnung nie und macht auf mich einen Verwahrlosten Eindruck.
Wobei ich sie nur sehe weil sie manchmal die Wohnungstür einen Spalt öffnet wenn wir auf der Treppe sind.

Am Anfang habe ich gedacht die Frau wohnt alleine dort, dann habe ich Sie einmal zusammen mit der Tochter in ein Auto einsteigen gesehen. Das war das einzige Mal das die Tochter außerhalb der Wohnung gesehen habe.
Hören kann man sie jedoch häufiger weil sie sehr oft laut ist.

Meiner Frau hat die Nachbarin erzählt ihre Tochter würde aufs Gymnasium gehen aber unser Sohn geht zum einzigen Gymnasium hier und er hat sie auch noch nie das Haus verlassen oder in der Schule gesehen.
Sie hat auch kein Fahrrad müsste also zu Fuß laufen, was sie bei ihrer Körperfülle gar nicht schaffen würde, bzw. sie wäre warscheinlich viel schlanker wenn sie mal raus käme und sich bewegen würde.

Ich denke mir dass alle Kinder der Schulpflicht unterliegen. Selbst wenn sie behindert sein sollte oder ähnliches gibt es Schulen dafür.
Deshalb frage ich mich ob ich mich mal an das Jugendamt wende oder mich überhaupt nicht einmischen soll?

Grüße
Murphy
 

vidar

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Ich würde versuchen zu der Nachbarin einen Kontakt aufzubauen. Eine Möglichkeit wäre z.B., wenn man der Nachbarstochter ggf. Nachhilfe durch den Sohn anbieten könnte, falls es in einem Fach Probleme gegen sollte. Man könnte so zumindest man schon einmal erfahren, ob das Mädchen überhaupt auf das selbe Gymnasium geht. Es könnte ja schließlich auch sein, dass hier eine Schule in einem anderen Ort aufgesucht wird.

Weiter könnte man auch ermitteln, ob das Mädchen überhaupt die Wohnung morgens verlässt. Da die Schulanfangsstunden am Gymnasium bestimmt gleich zu denen des Sohnes sein werden, dürfte hier, als direkter Nachbar, eine Überprüfung leicht möglich sein.
 
E

ExitUser

Gast
Weiter könnte man auch ermitteln, ob das Mädchen überhaupt die Wohnung morgens verlässt.
Das sagte ich doch bereits, sie verlässt die Wohnung nie.

Von unserer Küche kann man den Eingangsbereich komplett überblicken.
Mein Sohn steht jeden Morgen um 0600 Uhr auf und holt dann erst mal die Zeitung rein. Dann sitzt er in der Küche und liest diese. Wenn ich wach werde sitze ich auch in der Küche und die Treppe draußen knarzt, so das man jede Person hören würde die die Treppe hinunter geht.
Sicher kann sie die Wohnung verlassen ohne das wir das jeden Tag bemerken würden, denn wir legen es ja nicht drauf an sie zu überwachen, aber in 10 Monaten hätte man sie sicherlich das ein oder andere Mal sehen müssen.
Aber wie gesagt, kein einziges Mal hat sie die Wohnung verlassen.

Murphy
 

vidar

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Um dich selbst zu beruhigen bleibt dir dann wohl nichts anderes übrig, als einen persönlichen Kontakt zur Nachbarin aufzunehmen. Nur durch dieses Gespräch könntest du ggf. erfahren wieso das Mädchen nicht das Haus verlässt. Vielleicht gibt es ja auch gesundheitliche Probleme warum dies so ist. Bevor du hier nichts näheres in Erfahrung gebracht hast, würde ich erst einmal den Gang zum Jugendamt vermeiden.
 
E

ExitUser

Gast
Kontakt aufnehmen geht nicht weil die Frau das strikt verweigert.
Ich glaube da ist noch einiges mehr im Argen.
Mit mir spricht sie gar nicht, antwortet nicht einmal auf guten Morgen oder ähnliches.
Mit meiner Frau spricht sie ab und zu aber sie erzählt ihr auch viele Dinge die sich entweder sofort oder später als Lügen heraus stellen.

Murphy
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wenn das persönliche Gespräch (bzw. das deiner Frau) nichts bringt, dann ist der Weg ganz klar der zum Jugendamt.

Es kann etwas "harmloses" dahinter stecken, das Kind ist krank, mein spontaner Gedanke bei so zurückgezogen lebenden Menschen war, dass sie vielleicht gerade häuslicher Gewalt entflohen sind oder es sind überchristliche Homeschooler (die ich in vielen Fällen wirklich noch für "relativ" harmlos halte, manchmal aber natürlich auch nicht).
Aber es kann auch etwas weniger harmloses sein - oder die Mutter weiß sich selbst nicht mehr zu helfen... Wie auch immer. In der Regel weiß das Jugendamt mit solchen Meldungen umzugehen.
 

vidar

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In dem Haus gibt es bestimmt noch mehr Nachbarn. Wenn es bei der genannten Familie Probleme gegen sollte, dann dürften bestimmt weitere Anwohner des Hauses sich darüber äußern können. Nur weil eine Familie - aus welchen Gründen auch immer - zurückzogen lebt, muss es noch lange nicht bedeuten, dass sich hier die stärksten Befürchtungen auch bewahrheiten müssen.
 

Badener

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Hallo,
keine Frage !
Es gibt kein wegschauen!
Wenn die Frau nicht "ansprechbar" ist, muss um sicher zu sein das, mit dem Kind "alles" stimmt, "jemand" eingeschalten werden.
Das Jugendamt bietet sich an.
LG
 

Katzenstube

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Ich für mich persönlich würde auch aktiv werden. Sind die schlimmsten Berfürchtungen falsch: SEHR GUT! Im anderen Fall aber kann Hilfe gegenen werden. Kinder sind schutzlos, wie auch manche gehemmte Erwachsene. Wegseher haben wir schon viel zu viele in dieser Geselllschaft.

Wer weiß, was der Mama widerfahren ist? Vielleicht benötigt auch sie Hilfe, die sie sich nicht holt und deshalb einigelt. Probleme müssen nicht gehört werden .... wenn ein Mensch gefühlsmässig vernachlässigt wird, so muss das kein umstehender mitbekommen. Wenn dann alle Nachbarn nichts hören ist niemand schuld an dem, was sich hinter der geschlossenen Türe abspielt.

Gruß von Katzenstube
 

Fabiola

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Es kann etwas "harmloses" dahinter stecken, das Kind ist krank,
Dazu passt aber nicht wirklich die Aussage der Nachbarin (aus Post #1)
Meiner Frau hat die Nachbarin erzählt ihre Tochter würde aufs Gymnasium gehen
es sei denn, das Mädchen wäre seit 10 Monaten krank. Und selbst dann stünde doch wohl ab und an ein Arztbesuch an.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Dazu passt aber nicht wirklich die Aussage der Nachbarin (aus Post #1)
Ich denke, es gibt sehr viele Menschen, die über Krankheiten nicht reden möchten, weil es ihnen selbst schwer fällt, weil sie kein Mitleid erregen wollen, weil sie nicht wissen wie, weil es ihnen schlicht peinlich ist.
Natürlich sind inzwischen zehn Monate schon eine sehr lange Zeit, aber im Endeffekt weiß man als Außenstehender nicht, was dahinter steckt.

Ändert aber alles nix daran, dass es Sinn macht, das Jugendamt einzuschalten, wenn die Mutter eben leider nicht zugänglich ist.

Murphy, hat deine Frau die Mutter denn mal richtig konkret auf eure Sorgen angesprochen? Vorsichtiges Nachfragen ist ja eine Sache, aber vielleicht braucht es ein "Was ist denn bei Ihnen los? Wir sehen Ihre Tochter nie, auch nicht zur Schule gehen. Inzwischen machen wir uns so große Sorgen, dass wir das Jugendamt einschalten wollen. Können wir Ihnen irgendwie helfen?" um wirklich eine Reaktion zu bekommen.
 

noillusions

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In dem Haus gibt es bestimmt noch mehr Nachbarn. Wenn es bei der genannten Familie Probleme gegen sollte, dann dürften bestimmt weitere Anwohner des Hauses sich darüber äußern können. Nur weil eine Familie - aus welchen Gründen auch immer - zurückzogen lebt, muss es noch lange nicht bedeuten, dass sich hier die stärksten Befürchtungen auch bewahrheiten müssen.
Richtiger Anfang.
[...] vielleicht braucht es ein "Was ist denn bei Ihnen los? Wir sehen Ihre Tochter nie, auch nicht zur Schule gehen. Inzwischen machen wir uns so große Sorgen, dass wir das Jugendamt einschalten wollen. Können wir Ihnen irgendwie helfen?" um wirklich eine Reaktion zu bekommen.
Boah! ganz schön schnell! Es ist nicht immer alles perfekt in Familien.

Das was vidar in #7 vorschlägt funktioniert ja manchmal auch ungesteuert über Klatsch und Tratsch.
 

gila

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wenn die Wahrnehmung "stimmt": verwahrloster Eindruck etc. ... und alles andere bereits über einen längeren Zeitraum so beobachtet wurde, HAT man ja schon gut hingeschaut.

Man kann sich selbst dabei noch zusätzlich "überprüfen", in dem man einen anderen vertrauenswürdigen Nachbarn einbezieht (ist Ihnen auch aufgefallen ... was ist da Ihre Meinung?)...

Natürlich kann man auch die Mutter direkt - aber etwas weniger "ausforschend" ansprechen: Ich habe bemerkt, dass Ihre Tochter in letzter Zeit ;-) so wenig raus geht - fehlt ihr etwas? Ist sie krank ... oder nur schüchtern? Kann ich irgendwas für Sie tun?...

Je nach Einschätzung einer Antwort wäre aber wohl auch ein Gang zum JA das nächste ... denn nach den paar Schilderungen scheint da das Kindeswohl schon etwas "im Argen" zu liegen ...
Dort kann man auch eine gewisse "diskrete Vorgehensweise" verlangen - sollte die Tochter eine Behinderung haben, wäre der Fall sicherlich ohnehin bekannt.
Und auch bei vielen Alleinerziehenden hat das JA schon mal den ein oder anderen Kontakt gehabt. Auskunft dürfen die nicht erteilen - aber das willst du ja auch nicht - aber du kannst deine Sorge mitteilen.

Manchmal löst aber auch ein gutmeindes freundliches Zugehen auf jemand, der wohl auch in einer für ihn neuen Hausgemeinschaft so seine Probleme haben könnte ... etwas auf.
 

gila

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Manchmal kommt es auf die Qualität eines Nachfragens und aufeinander Zugehens an.
Und ein 2. Versuch ... mit einer anderen Strategie und Fragestellung ... dürfte ja nicht "schaden".
 

Fairy11

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@Murphy Slaw
Vielleicht wäre es für dich auch eine Möglichkeit, dich an den Kinderschutzbund oder an eine der sozialen bzw. kirchlichen Organisationen in deiner Umgebung zu wenden.
 

ArNoN

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vielleicht kann auch auch der Sohn mal in der Schule (Sekretariat) das ganze ansprechen - der Nachname sollte ja bekannt sein... Es muessen ja keine privaten Daten herausgegeben werden, aber ein "den Namen haben wir hier nicht" kann man ja auch datenschutzrechtlich ok verpacken...

Viel Erfolg!
 
E

ExitUser

Gast
Das läuft gerade in eine Richtung die nicht die meine ist.
Ich bin kein Sozialarbeiter und werde auch keine Zeit aufwenden um hinter meiner Nachbarin her zu spionieren. Das würde ich nur machen wenn mich jemand dafür bezahlt.

Dafür gibt es das Jugendamt und es stellt sich mir nur die Frage Jugendamt informieren oder nicht. Eine dritte Option gibt es für mich nicht.

Das Mädchen verlässt definitiv nicht das Haus.
Nicht am Tag, nicht in der Nacht. Nie.
Auch nicht am frühen Morgen.

Die Mutter hat wechselnden Herrenbesuch. Auch über Nacht. Das versucht sie zu verheimlichen indem sie das Haus verlässt, die Herren auf der Strasse trifft oder und dann mit den entsprechenden Herren ohne Klingeln wieder hoch in die Wohnung läuft.
Denn das klingeln hört man auch bei uns ganz laut.

Mir sind diese Herren egal, aber ich treffe diese immer mal wieder durch Zufall im Treppenhaus oder sehe das geheime Treffen auf der Strasse. Oder man kommt zusammen gerade hinten herum durch den Garten geschlichen zur Haustür und ich komme von vorne mit meinem Fahrrad.

Manchmal ist auch der eine Mann in der Wohnung und sie steht mit dem anderen vor der Haustür und lügt dem was vor warum er jetzt nicht in die Wohnung darf.

Das alles sehe ich ohne schnüffeln und spionieren, einfach weil ich hier lebe und weil ich meine Wohnung auch mal verlasse.

Die Tochter sehe ich aber nicht.
Nicht auf der Treppe, nicht auf dem Flur, nicht vor dem Haus.
Nur ab und zu steht sie in der Tür und lauert wer da gerade die Treppe hoch kommt.
Sie verlässt das Haus definitiv nicht.

Ich hab das bis jetzt weggelassen weil ich nicht den Eindruck erwecken wollte das es etwas persönliches ist was ich mit den Nachbarn habe, aber wenn ich verwahrlost sage dann meine ich das auch so.

Sie stinkt bestialisch.(die Tochter)
Wenn die Tochter an der offenen Tür steht muss ich mich fast übergeben. Sie hat lange total verfilzte und fettige Haare und trägt immer die gleiche Kleidung.
Sie ist etwa 12 bis 14 Jahre alt, fast so groß wie ich, also zwischen 175 und 185 aber 3 Mal so schwer wie ich. Das Gesicht total aufgedunsen und ein völlig fahle Hautfarbe weil sie nicht in die Sonne oder an die frische Luft kommt.

Ich denke ich werde das Jugendamt informieren und dann sollen die sehen was los ist.

Grüße
Murphy
 

bobby99

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Ich weiß ja nicht was Du hier für Antworten erwartest? Du weißt doch am besten was bei euch abgeht! Mach es oder laß es! Ich wüßte nicht was dagegen sprechen sollte! Wenn die nix finden ist doch alles gut! Wenn sie was finden ist auch gut!
 
E

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So, mal kurz ein Update.
Ich habe letzte Woche einen Brief ans Jugendamt geschrieben auf den ich keine Antwort erhalten habe.
Hatte ich aber auch nicht erwartet.
Das dass Jugendamt tätig geworden ist konnte ich daran sehen das meine Nachbaring mich jetzt immer sehr böse angeschaut hat.
Heute allerdings war nicht so schön.
Ich hatte einen Besoffenen agressiven Mann im Treppenhaus vor meiner Wohnung der mir ans Leder wollte.
Ins Treppenhaus konnte der nur kommen wenn meine Nachbarin ihn rein gelassen hat.
Und er wollte das mit mir klären.

Murphy
 

erwerbsuchend

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Das dass Jugendamt tätig geworden ist konnte ich daran sehen das meine Nachbaring mich jetzt immer sehr böse angeschaut hat.
Bist du der einzige Nachbar in diesem Haus oder könnten auch andere Nachbarn das Verhalten jener Familie in Bezug auf deren Tochter bemerkt und an das Jugendamt gemeldet haben? Woher weiß sie, dass nur du es gewesen sein kannst?

Ich hatte einen Besoffenen agressiven Mann im Treppenhaus vor meiner Wohnung der mir ans Leder wollte.
Ins Treppenhaus konnte der nur kommen wenn meine Nachbarin ihn rein gelassen hat.
Und er wollte das mit mir klären.
Was sagt die Hausordnung über das Hereinlassen von fremden Personen, die nicht in dem Haus wohnen?
Weiß der Vermieter über diesen Zwischenfall Bescheid?
 
E

ExitUser

Gast
Auf diesem Flur wohnen nur wir und die Nachbarin. Der Flur hat hat einen extra Eingang von draußen und auch eine eigene Treppe. Der Eingang wird immer verschlossen.

Der Vermieter weis noch nichts davon, aber das werde ich natürlich ändern.

Murphy
 

ArNoN

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Vermieter hin, Vermieter her, in so einem Fall (Bedrohung durch alkoholisierte Personen) wuerde ich auf jeden Fall uniformierte Hilfe hinzuziehen. Und damit meine ich keinen Securitas oder so einen.......
 
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