Soll 1 Euro Job machen

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qwert

Elo-User*in
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Hallo,

Folgendes Problem: Das Jobcenter will mir einen Ein-Euro-Job aufdrücken. Ich finde das ganze lächerlich, weil ich grade mal ein gutes halbes Jahr arbeitslos bin. Ich sehe nicht, inwiefern mich so eine AGH MAE weiterbringen soll.

Wahrscheinlich werdet ihr mich jetzt erschlagen, dass ich die EGV unterschrieben hab. Aber der Kerl hat mich im Termin damit regelrecht überfallen. Naja, in Zukunft werde ich keine EGV mehr vor Ort unterschreiben.

Ich vermute, nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und bevor ich noch mehr Unsinn anstelle, frage ich lieber hier mal nach, wie ich mich nun weiter verhalten soll. Besonders epicht bin nich nicht auf die Sache.

Hab auch schon ein wenig im Forum gelesen, da ist immer von "Zuweisung" die Rede. Alles, was ich bisher bekommen hab, hab ich mal fotografiert und stell ich hier ein. Eine Zuseisung ist das nicht, oder?

Ach ja, es geht wohl um eine Tätigkeit im kfm. Bereich. Beim Träger der Maßnahme soll ich mich die Tage vorstellen (Vorladung hab ich jetzt nicht gescannt, steht nur Datum, Zeit, Adresse und Rechtsfolgebelehrung drauf).

Meine Vermutung ist, dass die Tätigkeit nicht zusätzlich ist - kann eine kfm. Tätigk. überhaupt zusätzlich sein?

Irgendwo hab ich den Tipp gelesen, man solle sich in so einem Fall an den Bundesrechnungshof wenden. Hat das schon mal jemand versucht? Sinnvoll?

Danke schon mal für alle Tipps.

Gruesse
 

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Hamburgeryn1

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Dieses Hinweisblatt samt den geforderten Unterlagen würde ich nicht abgeben, sondern abheften.

Der Träger hat weder Anspruch auf meinen Lebenslauf, noch auf Zeugnisse (egal ob Schul -oder Arbeitszeugnis), oder auf meinen Alg II-Bescheid.

Für einen Träger verfügt man grundsätzlich weder über einen Führerschein, keinen PKW, hat kein Telefon/Handy und keine E-Mail-Adresse.

Eine AU wird ausschließlich beim JC abgeben, da man nur mit diesem in einem Rechtsverhältnis steht.
Der Träger wird allenfalls aus Kulanzsgründen angerufen, um begründungslos mitzuteilen dass man am Tag X nicht kommt.

Bei einem Träger wird nichts unterschrieben.
Keine Datenschutzerklärung, kein Hinweisblatt, keine Hausordnung, keine zusätzliche EGV, rein gar nichts!!!!

Man geht dort hin, und erfüllt haarklein die Aufgaben, welche das JC in seiner Zuweisung, EGV oder VA aufgelistet hat - mehr nicht!

Beim Träger der Maßnahme soll ich mich die Tage vorstellen (Vorladung hab ich jetzt nicht gescannt, steht nur Datum, Zeit, Adresse und Rechtsfolgebelehrung drauf).
Stelle die Vorladung bitte ein.
Meine Vermutung ist, dass die Tätigkeit nicht zusätzlich ist - kann eine kfm. Tätigk. überhaupt zusätzlich sein?
Dass eine kaufmännische Tätigkeit zusätzlich sein soll, ist mir neu.
Sollte sich herausstellen, dass sie nicht zusätzlich ist, kann man ggf. Werteausgleich einfordern.
 

gelibeh

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Wer bzw. was ist die Zentralstelle für Beschäftigungsförderung? Ist das eine Einrichtung der Kommune?
Edit:
Bist Du U25? Wenn ich googel komme ich nämlich auf eine Seite, bei der da von U25 geschrieben wird. Interessant ist die Adresse:biggrin:
Ach ja, es geht wohl um eine Tätigkeit im kfm. Bereich. Beim Träger der Maßnahme soll ich mich die Tage vorstellen (Vorladung hab ich jetzt nicht gescannt, steht nur Datum, Zeit, Adresse und Rechtsfolgebelehrung drauf).
Bitte trotzdem einscannen.
Um Dich rechtsgültig zuweisen zu können musst Du zumindest eine Zuweisung bekommen, in der die Art der Tätigkeit(ganz detailliert beschrieben), die Gesamtdauer, die tägliche Verteilung, die Höhe der Mehraufwandsentschädigung stehen muss. Dann muss auf der Zuweisung eine Rechtsfolgen- und eine Rechtsbehelfsbelehrung(Widerspruchsrecht) draufstehen.
Ohne Zuweisung musst Du nirgendwo anfangen. Ein Maßnahmeträger darf sich auch nicht aussuchen, wo er Dich einsetzen will. Das hat der SB vom Jobcenter zu machen und das in der Zuweisung festzulegen.
 
E

ExitUser

Gast
Wahrscheinlich werdet ihr mich jetzt erschlagen, dass ich die EGV unterschrieben hab. Aber der Kerl hat mich im Termin damit regelrecht überfallen. Naja, in Zukunft werde ich keine EGV mehr vor Ort unterschreiben.

Nur so ne Idee:
Warst du wenigstens mit Beistand dort? Ich befürchte ja fast nicht, aber falls doch könnte dieser bestätigen dass die Unterschrift erzwungen wurde.
 

qwert

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Hallo,

danke für eure Antworten soweit.

Nein, ich war nicht mit Beistand da und habe alles unterschrieben, auch das Hinweisblatt. Zudem noch eine Datenschutzerklärung, von der ich noch nicht mal eine Kopie habe :icon_pfeiff:. Da stand drauf, dass die ARGE Kontakt zum Maßnahmeträger aufnehmen dürfe.

U25 bin ich schon lange nicht mehr, schön wärs :icon_smile:.


Ich fasse mal zusammen, wie ich mich dann weiter verhalte: Ich geh zum Termin, unterschreibe nichts mehr/erbitte Bedenkzeit. FS und PKW habe ich sowieso nicht, und mein Telefon ist ohnehin kaputt (ungelogen). Dann beharre ich auf die Zuweisung.

Hier noch die Fotos der Vorladung.
 

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gelibeh

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Ich fasse mal zusammen, wie ich mich dann weiter verhalte: Ich geh zum Termin, unterschreibe nichts mehr/erbitte Bedenkzeit. FS und PKW habe ich sowieso nicht, und mein Telefon ist ohnehin kaputt (ungelogen). Dann beharre ich auf die Zuweisung.
Ja. Und zu dem Termin kannst Du auch einen Beistand mitnehmen.
 

Hamburgeryn1

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Ich geh zum Termin, unterschreibe nichts mehr/erbitte Bedenkzeit. FS und PKW habe ich sowieso nicht, und mein Telefon ist ohnehin kaputt (ungelogen). Dann beharre ich auf die Zuweisung.
Ich würde so vorgehen:

Mit Beistand zum Termin, und dort die Vorladung quittieren lassen, damit ein Nachweis besteht.

Dann sitzen bleiben bis der ganze Budenzauber vorbei ist.

Ggf. Notizen machen, z.B. Namen der JC-Mitarbeiter, Namen der Träger-MA, welche Funktion, was soll dort stattfinden ect.

Mehr nicht!

Es ist nicht die Aufgabe des Erwerbslosen auf eine Zuweisung zu bestehen, sondern fällt unter den Aufgabenbereich der SB diese zeitnah zu veranlassen.

Keine Zuweisung = Keine Maßnahme!
 

qwert

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So, Gespräch ist nun vorüber. Eine Begleitperson konnte ich auf die Schnelle nicht finden, in meinem Bekanntenkreis sind auch alle berufstätig, das wird generell schwer. War von daher alleine da.

Das ganze lief dann für mich ziemlich unerwartet. Das Gespräch war IMHO sehr nett, aber das muss ja nichts heißen.

Unterschriften, Zeugnisse, Lebenslauf, etc. wollte er nicht haben. Hat mir ca. eine halbe Stunde über die Organisation erzählt. Die betreuen wohl irgendwelche Leute in einer Art Arbeitslosentreff, sammeln Möbel ein, die dann verkauft werden, stehen auf Trödelmärkten, etc. Es sind dann wohl auch Listen zu führen, und das wäre der kfm. Part.

Dann wollte er wissen, ob ich daran "Spaß" hätte.

Ich hab mir ja alle Mühe gegeben, aber meinem Gesichtsausdruck war vermutlich anzusehen, dass ich unter "Spaß" was anderes verstehe.

Meine ehrliche Antwort war, dass ich was im kfm. Bereich suche, um dann auch wieder im kfm. Bereich in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen. Ich hab dann noch gefragt, ob es überhaupt eine Rolle spielt, ob ich "Spaß" daran habe und ich ja machen müsse, was mir das Amt zuweisen wird. Er meinte dann die Vorladung und die Hinweise (scans siehe oben) seien die Zuweisung. Das hab ich dann nicht weiter ausdiskutiert.

Er hat mir dann auf der Vorladung unaufgefordert (wie gesagt, von daher denke ich, dass er mir nichts Böses will) bestätigt, dass ich da war, und dass die Tätigkeit nicht passt, da zu wenig kfm. Anteile. So, sagte er mir, will er es auch ans Jobcenter melden.

Frage: Soll ich jetzt mit dem Jobcenter Kontakt aufnehmen, oder einfach warten?
 

Speedport

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Da hier gegen Entgelt verkauft wird, ist das ein gewerbliches Unternehmen und eine Arbeit dort ist nicht zusätzlich (es existieren genug Entrümpelungsfirmen, denen so schmutzige Konkurrenz gemacht wird).

Von daher sehe ich gute Chancen, den Job zu kippen, vermutlich mußt Du dafür aber vor das SG.
 

gelibeh

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Er meinte dann die Vorladung und die Hinweise (scans siehe oben) seien die Zuweisung. Das hab ich dann nicht weiter ausdiskutiert.
Da täuscht er sich aber, denn das war keine Zuweisung. Aber egal. Ich würde warten ob jetzt was kommt. War das jetzt ein Maßnahmeträger, bei dem Du Dich da vorgestellt hast oder war das ein Teil einer Behörde?
 

gelibeh

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Und mit dem zweiten Schreiben haben die Dich zu dem Maßnahmeträger eingeladen? Das wäre nicht rechtens gewesen. Denn dann muss da ein Mitarbeiter vom Jobcenter sitzen, um mit Dir zusprechen.
 

gelibeh

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Für Dich hat das keine Konsequenzen. Falls die Dir aber ans Bein pinkeln wollen, kann das für Dich sehr hilfreich sein.
 
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