"So will die Bundesagentur für Arbeit Hartz IV umbauen"

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humble

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"Wie weiter mit Hartz IV? Interne Papiere der Bundesagentur für Arbeit machen deutlich, was sie von Vorschlägen wie einem längeren Arbeitslosengeld I hält - und wie dringend der Handlungsbedarf hinter den Kulissen ist."

Sanktionen seien keine Willkür und Strafe...

Ist klar :icon_neutral:
In diesem Forum sehen wir es all zu oft, dass es eben Willkür und Strafe ist. SBs, die sich als Götter aufspielen und die ELOs "motivieren" wollen.

Allerdings fordert auch die BA, die deutlich schärferen Sanktionsregeln für unter 25-Jährige abzuschaffen und niemals das Geld für die Warmmiete zu streichen, weil sonst Obdachlosigkeit drohe.

Ist man endlich auch zu der Einsicht gelangt...
Dieses Jahr wird jedenfalls einiges an Änderungen bringen. Hoffentlich positive für die ELOs.
 

Medy79

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Das der Chef der Bundesagentur für Arbeit in der Sache keinen Handlungsbedarf sieht war ja klar. Er wird auch wissen wieso man mal keine wissenschaftliche Untersuchung macht, inwiefern Sanktionen die Menschen schneller laut seiner Aussage in Arbeit bringen. Die Jobcenter Bonis zukommen zu lassen die besonders ambitioniert zu Werke gehen, halte ich für ein fatales Signal. Man sollte außerdem endlich mal ein Qualitätsmanagement für Maßnahmen und deren Vergabe einführen. Der Bundesrechnungshof hatte schon 2018 kritisiert das jährlich bis zu 190 Millionen Euro Schaden entstehen, das Hartz 4 Empfänger in unnötige und unpassende Maßnahmen zugewiesen werden. Wenn die Sachbearbeiter der Jobcenter noch nicht einmal dafür in Lage sind, dann frage ich mich ernsthaft, wie sollen jene in Zukunft erkennen welche Qualifikationen ein ELO nötig hat.

Entweder können es die Mitarbeiter nicht besser, was dann die Frage nach der Qualität der Ausbildung der Mitarbeiter aufwirft, oder die haben einfach keine Lust dazu. In beiden Fällen hat auf jeden Fall die Dienstaufsicht versagt. Die Jobcenter in Deutschland müssen wohl in ihrer eigenen Blase leben. Anders kann man sich das Verhalten schon gar nicht mehr erklären.
 

lino

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Oder es ist so gewollt, Wäre auch eine Erklärung. Das man mit 5 Millionen Alos bei 1 Mio vorhandenen Stellen keine Vollbeschäftigung haben kann, sollte jedem klar sein. Da bleiben immer 4 Mio Alos übrig. Egal, wie man das dreht.
Die Arbeitsverwaltung hats in 20 Jahren auch nicht geschafft, für Vollbeschäftigung zu sorgen.
Also liegt der Sinn und Zweck irgendwoanders drin. Um den rauszufinden, betrachtet man einfach die andere Seite der Medaille.
Der liegt darin, Angst und Schrecken bei denjenigen zu verbreiten, die (noch) einen Job haben. Die Reallöhne sind in den letzten 20 Jahren auch nicht gestiegen.
"Niedriglohnsektor" bezieht sich demnach nicht nur auf die Aufstocker, sondern auch auf höhere Einkommen.
Vollbeschäftigung wäre kontraproduktiv, das will kein Politiker.
 

Merkur

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Vollbeschäftigung wäre kontraproduktiv, das will kein Politiker
Wo lebt man denn ? Beim Kaiser kehrten 100 Mann die Straße und heute fährt ein Mann mit der Kehrmaschine ! Die Politik hätte eine Maschinen-Steuer einführen müssen für die Leute welche heute von der Maschine abgelöst werden. Die Zeit wird moderner und durch die Automaten fallen fast alle Stellen weg. Mir Arbeit aufteilen auf Alle wo Jeder geringe Einkommen hat und noch weniger Rente ist es nicht getan. Und die Leute als Faul abstempeln ist Schwäche der Politik welche Ihre Hausaufgaben nicht erfüllt hat. Die Menschheit muss mal umdenken wie A.
 

Surfing

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Vorschläge kommen derzeit aus allen Richtungen. Auch das Ifo-Institut hat welche gemacht. Die BA-Vorschläge ändern am Kern von H-4 nichts, die Entschärfung der Vollsanktionen bei U-25 und KdU wurden auch in der Verhandlung beim BVerfG angeboten.
 

lino

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Wo lebt man denn ? Beim Kaiser kehrten 100 Mann die Straße und heute fährt ein Mann mit der Kehrmaschine ! Die Politik hätte eine Maschinen-Steuer einführen müssen für die Leute welche heute von der Maschine abgelöst werden.
Wenn es nach dem gesunden Menschenverstand geht ja, aber bei den Politikern regieren Eitelkeit und Egoismus.
Dann leben wir im freiheitlich-demokratischen Kapitalismus, wo die Freiheit der Bedürfnisbefriedigung des Einzelenen höher hängt als die kollektive Zufriedenheit.
Wenn ein Unternehmer die Produktion durch eine Investition um 300% erhöht, die Arbeiter aber den gleichen Stundenlohn bekommen wie vorher, kann er sich die Differenz selber einstecken. Steuervorteile kommen noch dazu, damit lässt sich richtig Asche machen.
Dadurch steigt die Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die man nur mit einem Unterdrückungsinstrument wie Hartz4 unter Kontrolle hat.
In naher Zukunft werden sich aber Konflikte auftun, da die gutverdienende Mittelschicht ihre Arbeitsplätze ersatzlos verlieren wird.
Alleine bei den Banken und Siemens fallen demnächst 40000 Arbeitsplätze weg. Bei den Leuten ist das Konfliktpotential weitaus höher als bei den Empfängern von Arbeitslosenhilfe 2004, da sind die Politiker im Zugzwang.
 

erwerbsuchend

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Wenn ein Unternehmer die Produktion durch eine Investition um 300% erhöht, die Arbeiter aber den gleichen Stundenlohn bekommen wie vorher, kann er sich die Differenz selber einstecken.

Dieser finanzielle Vorteil für die AG existiert nur solange die AN diese Mehrproduktion auch kaufen. Wird diese Mehrproduktion nicht am Markt verkauft, haben die AG diesen finanziellen Vorteil nicht mehr. Autos kaufen keine Autos ;)
 

lino

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Ohne Nachfrage kannst du nichts verkaufen, logisch. Das ist aber ein reales Beispiel einer realen Firma aus der realen Wirtschaft.
Ist über 20Jahre her, die Firma gibts immer noch.
Also sind sie ihren Krempel wohl losgeworden.
 
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