Snowden-Dokumente Briten-Geheimdienst plante Rufmordkampagnen im Netz (1 Betrachter)

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dersichdenwolfärgert

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Snowden-Dokumente Briten-Geheimdienst plante Rufmordkampagnen im Netz

Gefälschte Blogs, negative Web-Kommentare: Der britische Geheimdienst GCHQ wollte unliebsame Menschen online verleumden und diskreditieren. Das geht aus Dokumenten des Enthüllers Edward Snowden hervor. Unklar ist, ob die Späher ihre Cybermobbing-Pläne schon einmal umgesetzt haben.

Das US-Onlinemedium "The Intercept" hat neue Dokumente aus dem Fundus des Enthüllers Edward Snowden veröffentlicht. Die Unterlagen geben Einblick in verdeckte Online-Operationen des britischen Geheimdienstes GCHQ. Der Journalist Glenn Greenwald behauptet auf Basis der Dokumente, westliche Geheimdienste würden versuchen, mit extremen Taktiken wie Täuschung und Rufschädigung den Online-Diskurs zu manipulieren und zu kontrollieren. In Greenwalds Artikel geht es erneut um eine britische Arbeitsgruppe namens Joint Threat Research and Intelligence Group (JTRIG), deren Methoden zuletzt mehrfach im Fokus von Enthüllungen standen. Das Instrumentarium der JTRIG scheint breit, DDoS-Attacken im Stil von Anonymous zählen dazu, aber auch Sexfallen. Die neuen Präsentationsfolien liefern nun neue Details zum mutmaßlichen Vorgehen der JTRIG bei verdeckten Operationen. Zwei Präsentationsfolien nennen in Listenform Maßnahmen, um Zielpersonen oder ganze Unternehmen gezielt zu diskreditieren. Darauf finden sich Punkte wie:


  • ihre Fotos in sozialen Netzwerken ändern,
  • E-Mails oder SMS an ihre Kollegen, Nachbarn, Freunde schicken,
  • ein Blog führen, das den Eindruck erweckt, eins ihrer Opfer zu sein,
  • negative Informationen in den passenden Foren posten,
  • über Blogs etc. vertrauliche Informationen an Unternehmen / die Presse durchsickern lassen.
Quelle:GCHQ: Greenwald veröffentlicht weitere Snowden-Dokumente - SPIEGEL ONLINE
Das was man schon immer geahnt hat
ist nun Realität, und das nennen sie Demokratie.

Unsere Regierung aus SPD-CDU freut es, so bleiben
sie an der Macht.

So kann man politisch andersdenkende schön diffamieren ...


dsdwä
 

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Zitat von GCHQ: Greenwald veröffentlicht weitere Snowden-Dokumente - SPIEGEL ONLINE
[…] Das Instrumentarium der JTRIG scheint breit, DDoS-Attacken im Stil von Anonymous zählen dazu […]
Mit DDoS-Attacken von Unbekannten habe ich auch schon so meine Erfahrungen gemacht.

Und zwar startete ich vor einigen Jahren mit einem Internet-Freund (A) ein privates Projekt. Es ging um das Betreiben von modifizierten Spiele-Servern für einen Ego-Shooter.

Anstelle des ursprünglichen Spielprinzips, durch virtuelles Verletzen des Gegenspielers, zu punkten, muss bei dieser Mod der Ball durch Team-Arbeit im gegnerischen Tor landen. Dabei gehen Pässe genauso wie Torvorlagen und Tore in die Wertung des jeweiligen Spielers ein. Wo bei vielen anderen vergleichbaren Sportsimulationen der Spieler während des Spielens die einzelnen virtuellen Spieler künstlicher Intelligenz seines werbe-beladenen „Profi-Teams“ übernehmen kann, steuert er hier einen virtuellen Spieler aus der Ich-Perspektive eines Teams variabler Anzahl, ähnlich wie auf einem Bolzplatz.

Die Jahre zuvor hatte ich bereits auf ähnlichen Servern gespielt, welche dann aber nach und nach abgeschaltet wurden, weil die Betreiber wohl ihr eigenes Interesse daran verloren hatten. Auch hatte ich bereits die Gelegenheit dazu gehabt, einen solchen Server auf einem leistungsschwächeren System kostenfrei zu testen.

Jedenfalls finanzierte A den Server für das Projekt und ich kümmerte mich um die technische Administration sowie die Weiterentwicklung der Modifikation. Ein weiterer Internet-Freund (B), der, neben Servern mit dem ursprünglichen Spielprinzip, auch einen solch Selbst-Modifizierten betreibt, unterstützte mich hierbei.

Unser englischsprachiges Projekt lief von Anfang an sehr erfolgreich. Viele der späteren Stammspieler kamen aus den unterschiedlichsten Ländern.

Nach mehreren Jahren kam es dann zu einer DNS Amplification Attack auf die unterschiedlichsten Ports unserer IP – ein UDP-Flood ausgehend von über 1500 IP's gleichzeitig. Das Ergebnis war, dass der Provider die von uns bis dahin genutzte IP wegen des so erzeugten Traffic Peaks umgehend sperrte, anschließend nicht wieder freigeben wollte und für die Weiterführung des Vertrags, eine illusorische Zusicherung von A verlangte, dass so etwas in Zukunft nicht wieder vorkommen wird. Eine fristlose Kündigung wurde hingegen nicht akzeptiert, so dass A noch Monate für eine nicht genutzte Leistung zahlen musste.

Viele unserer ehemaligen Stammspieler trifft man nun auf einem Server einer größeren britischen Spiele-Community wieder.
 
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