Sklavenhandel?

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pucki

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Hallo und gleich eine Frage. Durch meine Arbeitsagentur werde ich (langzeitarbeitslos und ohne Leistungsbezug) zum wiederholten Male, diesmal jedoch für 12 Wochen in eine "Trainingsmaßnahme" gesteckt. Im Rahmen dieser "Trainingsmaßnahme" ist beabsichtigt, dass ich in einem Unternehmen unentgeldlich arbeiten soll. Durch den Arbeitgeber werden keine Sozialabgaben geleistet. Die freiwillige Krankenversicherung zahlt zu 100% mein Ehepartner. Deshalb auch, man möge mir verzeihen, mein Titel "Sklavenhandel". Ein Sklave bekam von seinem Herren wenigstens noch etwas zum essen und zum trinken. In meinem Fall stelle ich meine Arbeitskraft für nichts zur Verfügung, im Gegenteil, mir entstehen möglicherweise noch Kosten.
Ich persönlich empfinde diese Vorgehensweise als unglaubliche Schweinerei und glaube die Ursache dafür zu kennen: Der Arbeitsagentur ist es ein Dorn im Auge, dass ich mich regelmäig als Langzeitarbeitslose ohne Leistungsbezug regelmäßig als arbeitssuchend melde und damit deren Arbeitslosenstatistik unnötig belaste. Ich hatte auch schon den Gedanken gehabt, mich bei der Arbeitsargentur abzumelden. Bitte gebt mir einen Rat. Wie soll ich mich verhalten? Welche Konsequenzen können mir drohen?
MfG
 
E

ExitUser

Gast
1. Die regelmäßige und unaufgeforderte Erneuerung der Arbeitssuchendmeldung für Nichtleistungsbezieher ist seit Anfang des Jahres weggefallen. Von Dir aus brauchst Du Dich daher nicht mehr beim Arbeitsamt zu melden, sondern nur, wenn die etwas von Dir wollen und Dich einladen.

2. Bist Du auf die Aufrechterhaltung der Arbeitslosmeldung noch angewiesen, bzw. welche Vorteile erhoffst Du Dir davon? Es gibt schon einige (z.B. Anrechnungszeiten in der Rentenversicherung), die aber kleiner sind, als viele denken. Ehe man sich dem ganzen Ärger aussetzt, sollte man sich fragen, ob sich das im Einzelfall überhaupt lohnt.

3. Finanzielle Konsequenzen sind bei Nichtleistungsbeziehern natürlich nicht möglich. Das Arbeitsamt könnte aber auf die Idee kommen, die Arbeitslosmeldung zu streichen, da Du nicht für die Arbeitvermittlung und die dafür - angeblich - erforderlichen Maßnahmen zur Verfügung stehst.
 

pucki

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Danke erst einmal Gurkenaugust!
Zu 2: Ich erhoffe mir immer noch einen Arbeitsplatz. Weiterhin möchte ich, dass auch in Zukunft Anrechnungszeiten von mir an die Rentenversicherung gemeldet werden.
Zu 3: Ich bin mir nicht sicher, dass das Arbeitsamt meine Arbeitslosenmeldung streichen kann. Durch zahlreiche Trainingsmaßnahmen habe ich in der Vergangenheit bewiesen, dass ich bereit bin meine Eignung für den Arbeitsmarkt feststellen zu lassen. Die Frage die sich mir stellt ist die, wie viele Trainingsmaßnahmen dazu noch erforderlich sind und warum sind es diesmal 12 Wochen?! Und zwar als Kassiererin an einer Ladenkasse!
Für mich ist dieses Vorgehen fast schon kriminell, wenn ein Unternehmen (Trainingszentrum) gegründet wird, welches Arbeitslose ohne Leistungsbezug in weitere Unternehmen unter dem Deckmantel "Trainingsmaßnahme" zur unendgeldlichen Arbeit vermittelt und in dem betroffenen Unternehmen dadurch reguläre Arbeitsplätze möglicherweise vernichtet werden! Weiterhin interessiert mich, wie sich dieses "Trainingszentrum" finanziert. Wenn genügend freie Arbeitsplätze zur Verfügung stehen würden könnte ich möglicherweise Verständnis für diese Maßnahme aufbringen, es ist aber der Gegenteil der Fall!
 
E

ExitUser

Gast
Hilfe bei der Stellensuche - na ich weiß nicht. Ich denke mal (auch in Anbetracht zahlreicher anderer Berichte, die man hier so liest), daß die Vermittlungsbemühungen des Arbeitsamtes nicht unbedingt eine große Effizienz und Erfolgsquote aufweisen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Eigene Bemühungen sind da wohl der bessere Weg.

Die Anrechnungszeiten bei der Rentenversicherung sind natürlich ein Argument. Diese führen allerdings nicht zu einer höheren Rente, sondern helfen eigentlich nur bei der Füllung der Wartezeit, die für die vorgezogene Rente nach 35 Jahren benötigt wird.

Die Streichung der Arbeitslosmeldung könnte man zumindest mit diesem Argument versuchen. Was dann rauskommt, ist eine andere Frage, denn Du kannst dagegen ja Rechtsmittel einlegen. Du könntest dann beispielsweise so wie von Dir beschrieben argumentieren, daß Dir diese sog. "Trainingsmaßnahme" offensichtlich nicht weiterhelfen wird. Insbesondere dann, wenn dieses "Training" nichts mit Deinem eigentlichen Beruf zu tun hat.
 
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