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Sklavenhändler GSUB Berlin

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Fridoline

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#1
So spart sich eine Kommune Gelder für Arbeitskräfte im öffentlichen und sozialen Bereich und vernichtet Arbeitsplätze:

AGH nach § 16 d SGB II, gefördert durch ESF (Erop.Sozialfonds), Träger GSUB vermittelt ALG II-Empfänger an Kindereinrichtungen als techn.Hilfskräfte oder Servicekräfte. :icon_kotz:

gsub - Gesellschaft fr soziale Unternehmensberatung - Programme / Projekte - StarterJobs (AGH) - Einstieg zum Aufstieg

Und dann wird dem faulen Alg II-Empfänger erzählt, dass er doch für sein Geld etwas leisten soll.
Und die Sklavenhalter bekommen es in den Rachen geschmissen, als Trägerpauschale.

Hier ein Beispiel eines "Vorschlages" :

Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung gem. § 16 d.............

im Rahmen...........das übliche bla,bla.

Bezeichnung der Tätigkeit : Hilfsarbeiter/in ohne nähere Tätigkeitsangabe

Beschreibung/Anforderungen : Helfertätigkeiten in Kindertagesstätten des Kitaeigenbetriebes....
15 techn.Hilfskräfte zur Unterstützung des Hausmeisters und der Umgestaltung der Gruppenräume ?
Mit Sicherheit Renovierungsarbeiten ! :icon_kotz:
Kleinstreparaturen an Spielzeug. Ausbesserung an Mobilar u.ä.

15 Servicekräfte für die Unterstützung der Erzieher in den Kindereinrichtungen von ....bei der Mithilfe bei Bastelarbeiten, beim Ein- und Abräumen der Speisetransportwagen, kleine Ausbesserungsarbeiten an Wäscheteilen (wessen Wäsche ? :eek:), Vorbereitung von Kinderveranstaltungen u.ä.

Bewerbungen vorab tel. bei Frau .... innerhalb der nächsten 3 Werktage nach Zustellung des Vermittlungsvorschlages unter Tel.........

Mehraufwandsentsch. : 1,50 €/h
Zeitlicher Umfang : Stunden/wchtl. Keine Angabe !
Lage und Verteilung : Teilzeit-flexibel
Dauer : 01.02.2010-31.07.2010
Maßnahmenummer : ...........
Kurzbezeichnung der Maßnahme : Helfertätigkeiten in Kindergärten.
Träger der Maßnahme : GSUB

Was werden wohl die vielen arbeitslosen Erzieherinnen dazu sagen.
Und die Eltern ? Dessen Kindern werden vollkommen unbekannte und unerfahrene Hilfskräfte vorgesetzt.
Selbst der SB hat die Person noch nicht gesehen, die er hier angeschrieben hat und ein Profiling gibt es auch nicht.

Oh Gott, lasse Hirn vom Himmel !

Gibt es überhaupt in Kitas zusätzliche Arbeiten ???
 
E

ExitUser

Gast
#2
Und die Eltern ? Dessen Kindern werden vollkommen unbekannte und unerfahrene Hilfskräfte vorgesetzt.
Selbst der SB hat die Person noch nicht gesehen, die er hier angeschrieben hat und ein Profiling gibt es auch nicht.
Ich fürchte, die werden erst dann richtig protestieren, wenn das arge Gesindel mal locker flockig einem Kinderschänder eine solche Arbeits-"Gelegenheit" zuweist.

Aber auch dann wären "die Arbeitslosen" wieder schuldig. Die Blöd-Zeitung würde gnadenlos verallgemeinern, die Arge von einem bedauerlichen Einzelfall sprechen.
 

Fridoline

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#3
Alles schon vorgekommen, mit dem Kinderschänder in Kitas ! :icon_neutral:
 

Mario Nette

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#4
Was, gsub vermittelt (jetzt) auch direkt? gsub ist eigentlich einer der drei(?) Treuhänder Berlins, um die Maßnahmelandschaft zu bepflanzen. Gibt dazu einen langen Artikel auf PR Sozial: pr-sozial | Akteure des Sozialmarkts in Berlin | Berlin, Httpwww, Gmbh, Awo, Spi, Ggmbh, Ndash, Stiftung

Bei diesem Angebot sollte unbedingt mal Kontakt mit der IHK aufgenommen und eine Stellungnahme zum Angebot erbeten werden. Ferner mal einen Blick in die Positivliste der IHK/HwK werfen - findet man im Netz.

Mario Nette
 

Fridoline

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#5
Nicht erst seit "jetzt" !

Habe schon vor 2 Jahren solche Vorschläge gelesen ! :eek:
 

ethos07

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#6
Na ja, wir haben doch auch bei dem anderen Treuhänder gesehen, die Übergänge zwischen Treuhand und selber die Erwerbslosen managen ist durchaus fließend.

So lange viele Erwerblose solchen "Jobs" selber gern wollen und wir keine Leute auf die Straße bekommen dagegen, nutzt unser Wissen über das entwürdigende Gesamtsystem der Ein-Euro-Jobs leider leidlich wenig.
Natürlich kann man, wenn man einen Ein-Euro-Job nicht will, den meist wegen Nicht-Zusätzlichkeit usw. angreifen.
Oder eben die EGV schon gar nicht unterschreiben.
 

Fridoline

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#7
Hallo ethos07 !

Lese ich hier eine Sympathie für solche Sklavenhändler, in diesem Fall Treuhänder, heraus ???
Ich hoffe, ich hatte einen kurzzeitigen Sehfehler ! :biggrin:

Servicekräfte in Kitas sind niemals zusätzlich und auch nicht im öffentlichen Interesse.
Hier ist also die Nicht-Zusätzlichkeit eindeutig.

Erziehung, oder Unterstützung dabei und hauswirtschaftliche Tätigkeiten sind niemals zusätzliche Tätigkeiten.
Diese Tätigkeiten wurden schon immer durchgeführt, nämlich von fest angestelltem Personal !

Das geht schon seit Jahren in Kitas so, dass langjährig angestellte Küchenkräfte eingespart werden und diese Arbeiten von Ein-Euro-Jobbern erledigt werden.
Und weil die meisten ALG II-Empfänger über solche Ausbeuterei noch glücklich sind oder Angst haben, sich dagegen zu wehren, läuft das alles schön weiter ! :icon_kotz:

Hier werden Ein-Euro-Jobber missbraucht, um öffentliche Haushalte zu sanieren, weil solche "Projekte" durch ESF gefördert werden und gleichzeitig noch die Mitnahmeeffekte von Maßnahmeträgern, in diesem Fall "Treuhänder" unterstützt ! :icon_kotz:
Eindeutige Wettbewerbsverzerrung und Vernichtung von Arbeitsplätzen.

Warum werden denn die Arbeitsuchenden nicht fest angestellt, z.B. längerfristig mit Förderung durch Lohnzuschuss für Arbeitgeber ???
Geht ja nicht ! Es müssen noch Zwischenhändler ran, damit es noch recht viel mehr kostet und der Sklave geht dann mit einem Hungerlohn nachhause.
Somit kann er dann glücklich sein, zu was er mit seiner Arbeitskraft alles beigetragen hat.
Oder er bekommt einen psychischen Knick !


@ Mario Nette

Danke für die Infos.
Leider wurden diese Positivlisten seit 2005 nicht mehr aktualisiert.
Vielleicht haben die Erfahrungen eine andere "Erleuchtung" gebracht.
Sind eben alles Theoretiker, die keine Ahnung haben, was wirklich abläuft.
Im Ernstfall auch nicht zuständig, um einzuschreiten.

Ist wie bei Frau von de(r)n Lai(ey)en :
........dann schauen wir genau.......

Das kann bei Mißbrauch von Fördergeldern, Subventionierungsbetrug oder Untreue im Zusammenhang mit Ein-Euro-Jobs, nur die Staatsanwaltschaft.
Wurde auch schon praktiziert. Leider zu wenig !
 
E

ExitUser

Gast
#8
Lese ich hier eine Sympathie für solche Sklavenhändler, in diesem Fall Treuhänder, heraus ???
Das lese ich da nicht.

Ich teile durchaus die Meinung, dass viele Erwerbslose dieses 1-Euro-Job-Verbrechen nicht nur nicht aktiv bekämpfen, sondern gerne mitmachen bzw. sogar nachfragen. Das ist unbestreitbar ein Teil des Problems und Wasser auf die Mühlen von Arge und Armutsindustrie.
 

Fridoline

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#9
Gerne mitmachen und den SB regelrecht die Türen einrennen.
Ich kenne solche Fälle !
Das sind dann die ersten, die über Altersarmut und zu geringe Rente jammern.
Denn das sie selbst dazu beitragen, zur Vernichtung von Arbeitsplätzen und somit keine Zahlungen in Sozialsysteme erfolgen, so weit reicht es nicht.

Fortsetzung von Beitrag 1 :

Die gleiche Person hat heute einen zweiten Vorschlag zu einer AGH bekommen.
Nr.1, s.o., ausgestellt am 14.01.2010
Nr.2, s.u., ausgestellt am 15.01.2010

Der übliche Briefkopf AGH § 16d..........

Bezeichnung der Tätigkeit :Hilfsarbeiter/in ohne nähere Tätigkeitsangabe
Beschreibung/Anforderungen : Unterstützung bei der Einrichtung des Kieztreffs xxxxx und Angebote für Kinder in Kitas und Grundschulen.
Zu besetzten durch Team xxx.????
Dieser Satz ist vermutlich versehentlich in den
Vorschlag gerutscht !
Jetzt müssen die Teams der ARGEN vermutlich AGH nach Vorgabe oder Leistung vergeben.
Tätigkeitsort(e) : Anschrift des MT angegeben
MAE : 1,50 €/h
Zeitlicher Umfang : 30 h/wöchentl.
Lage und Verteilung: Teilzeit-Schicht ???
Dauer der Tätigkeit : 01.02.2010-31.07.2010 gleicher Zeitraum wie im ersten Vorschlag !
Kurzbezeichnung der Maßnahme : Kieztreff xxxxxxxx
Träger der Maßnahme : Eine Gesellschaft für Ausbildung, innovativen Landbau und Arbeit e.V.

Also, die Ein-Euro-Job-Industrie läuft unter Hochdruck.
Man weiß vermutlich gar nicht, woher man so schnell genug Sklaven bekommt ! :icon_kotz:

Die SB sitzen nur noch in den Argen um AGH vorzuschlagen, EGV aufzudrängen und Sanktionen zu verordnen !
Und die Maßnahmen zu bewilligen.
Oder rennen in der Gegend herum, um Maßnahmeträger zu finden, die Ein-Euro-Jobber "betreuen".
Da bleibt natürlich keine Zeit für die eigentliche Aufgabe, Eingliederung in Arbeit.
Es gibt auch eine Vielzahl von MT, die bekommen Ein-Euro-Jobber regelrecht von Mitarbeitern der Argen aufgedrängt ! :icon_kotz:
 

Fridoline

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#10
Ich bedanke mich auch ! :biggrin:

Für die vielen Meinungen, ob Arbeiten (EEJs) in Kitas zusätzlich sind, da diese ja schon vorher verrichtet wurden und nicht erst für den EEJber "erfunden" wurden.

:icon_mued:
 
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#11
Wenn Du zum Vorstellungsgespräch gehst und denen sagst was Du nicht machen wirst, dann kannst Du sowieso gleich nach hause gehen.
Diese Leute haben es nur auf die Unwissenden abgesehen.

Dann einzige was legal wäre, ist eventuell das Spielen mit Kindern.
 

Fridoline

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#12
Ich muss da zum Glück nicht hin !
Wurde nur um Rat gefragt.

Aber so einfach wird das auch nicht sein, einfach zu sagen, was man nicht machen wird.
Das jemand nicht unwissend ist, dass sollte der Betroffene schon zeigen, durch kritisches hinterfragen.
Das man etwas nicht machen wird, kann als Nichtzustandekommen einer AGH gewertet werden und ist sanktionierbar.
Aber wenn eine AGH von vornherein rechtswidrig ist, muss sich auch niemand vorstellen.
Nur die pApnase schriftlich darüber aufklären.

Hier wird vermutlich die Zusätzlichkeit angezweifelt und dann ist das ganze Ding unzulässig.
Hinzu kommt noch, dass der "Vorschlag" zu unbestimmt ist.
Es fehlt der genaue Arbeitsort und die Wochenarbeitszeit.
Auch unzulässig, weil kein Eingliederungskonzept besteht, kein Profiling und auch keine EGV.
Leistungen zur Eingliederung müssen für die Eingliederung erforderlich sein, sonst ebenfalls unzulässig !

Es ist auch immer noch umstritten, welchen Weisungscharakter diese "Vorschläge" überhaupt haben.

Zusätzlichkeit bedeutet, dass zu einer regulären, fachlich begründeten Personalstruktur neue Stellen geschaffen werden, die ein Tätigkeitsfeld abdecken, das bisher nicht zu den eigentlichen Aufgaben des Trägers gehörte

oder :

Es muss sich um Arbeiten handeln, die zusätzlich sind, also ohne die Förderung nicht, nicht in diesem Umfang oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden würden.

Ein- und Abräumen der Speisewagen und Bastelarbeiten sind in einer Kita Alltag und keine Neuerfindung und können auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden !
Dies wurde schon immer von Erziehern und Hauswirtschaftspersonal durchgeführt.
Das Essen fliegt bestimmt von alleine auf die Teller, die dann in den Speisewagen stehen ! :icon_neutral:

Ist auch nicht einfach, da Ratschläge zu geben und dann mit zu leiden, wenn es Sanktionen gibt.
Das kann halt nicht jeder mit seinem Gewissen vereinbaren ! :icon_kinn:
 
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