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  Th.Starter/in  
#1
Hallo alle zusammen :icon_smile:

Ich habe ein großes Problem und weiß nicht, wie ich das händeln soll. Ich hoffe, dass hier Jemand gleiche/ähnliche Erfahrungen gemacht hat und vielleicht helfen kann.

Ich bin 24 und habe große gesundheitliche Probleme/Einschränkungen.
Ich habe eine Hypothyreose, eine Hashimoto Thyreoiditis, eine Insulinresistenz, was jetzt noch nichts mit meiner verminderten Erwerbsfähigkeit zu tun hat aber hinzu kommt eine stark ausgeprägte Skoliose, eine Beckenschiefstellung und ein verkürztes Bein.
Wenn ich "länger" stehe, kriege ich extrem starke Schmerzen in den Beinen, die so weit gehen, dass ich gar nicht mehr laufen kann und nur noch heule.
Ich habe mal eine Zeit lang bei McDonalds gearbeitet, weil die Arge auch Druck gemacht hat, ich bin jeden Abend nach Hause gekommen und hab nur noch geheult und fast geschrien vor Schmerzen.
Das Problem jetzt: Organische Ursachen haben die Schmerzen nicht. Es wurde auch ein Farbultraschall von den Venen gemacht, war auch alles in Ordnung mit der Durchblutung. Ich habe dennoch Kompressionsstrümpfe bekommen, die nicht helfen. Ich habe auch eine Schuheinlage und mache regelmäßig Sport. Dennoch, die Schmerzen bleiben. Sie kommen auch, wenn ich länger laufe.
Was ich jetzt also zu tun habe ist, dem AA klar zu machen, dass ich nicht im Stehen arbeiten kann. Ich habe aber Schwierigkeiten, ein Attest zu bekommen, weil eben diese Schmerzen "nicht greifbar" sind. Kein Arzt konnte bisher fest stellen, woher sie genau kommen.
Wie soll ich jetzt also vorgehen? Ich bin absolut ratlos und mir graut es davor, dass die Arge mir z.B. einen Job im Stehen anbietet und ich darf ja nicht einfach so ablehnen.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Sorry für den langen Text.
LG
 

Kerstin_K

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#2
Skoliose, Beckenschiefstand und ein verkürztes Bein und kein Arzt findet heraus, warum Du schmerzen hast? Das springt einem ja schon fast ins Gesicht!

Such Dir mal nen fähigen Orthopäden.
 
E

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  Th.Starter/in  
#3
Naja du musst dich wohl mal von einem Arzt richtig checken lassen , der dann ein Gutachten auch austellt indem diagonstiert wird das du nicht arbeitsfähig bist.

Wenn ein Jobangebot kommt dann muss abgeglichen werden ob du dafür in Frage kommst. Was ich bei dem geschilderten Sachverhalt bezweifel.

Ist dem JC deine Einschränkungen bekannt? Gibt es ärztliche Gutachten?

Wenn die dich zu was zwingen... geh zum Arzt und hole dir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Gesundheit geht immer vor Arbeit.
 
E

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  Th.Starter/in  
#4
Danke erstmal für die Antworten und Kerstin, du hast sehr wohl Recht!
Ich denke genauso.
Es gibt zumindest schon mal ein Gutachten, wo die Skoliose usw. diagnostiziert drinne steht.
Hab heute noch einen Termin beim Orthopäden. Ich hoffe, ich erreiche was.
Problem ist jetzt auch, ich hab ein Angebot bekommen, in einem Klamottenladen als Verkäuferin und soll da morgen gleich ein Probearbeiten machen. Mir graut es davor!
Kann ich das noch irgendwie abwenden?
Ich hatte da schon ein Vorstellungsgespärch mit der Zuständigen. Sie meinte, wir stehen hier immer von morgens halb zehn bis 16:00 Uhr alleine und ein Klo haben wir im Laden nicht, also is nich drinne.
Und dann meinte sie noch "Ich werd Sie gleich ins kalte Wasser schmeißen und sehen, was sie machen" Hallo? :icon_eek:
Ich hab keinerlei Erfahrung im Verkauf von Klamotten und der Kundenbetreuung.
 
E

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  Th.Starter/in  
#5
Problem ist jetzt auch, ich hab ein Angebot bekommen, in einem Klamottenladen als Verkäuferin und soll da morgen gleich ein Probearbeiten machen. Mir graut es davor!
Kann ich das noch irgendwie abwenden?
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt austellen lassen. Dann ist Ruhe.

Ich hatte da schon ein Vorstellungsgespärch mit der Zuständigen. Sie meinte, wir stehen hier immer von morgens halb zehn bis 16:00 Uhr alleine und ein Klo haben wir im Laden nicht, also is nich drinne.
Halte ich für Menschenverachtend. Ich weiss nicht woran man sich da wenden kann aber es gibt da eine Stelle wo man sowas melden kann

Und dann meinte sie noch "Ich werd Sie gleich ins kalte Wasser schmeißen und sehen, was sie machen" Hallo? :icon_eek:
Ich hab keinerlei Erfahrung im Verkauf von Klamotten und der Kundenbetreuung.
Du springst nur zu einem: ZU DEINEM HAUSARZT zwecks AU
 

Kerstin_K

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#6
wir stehen hier immer von morgens halb zehn bis 16:00 Uhr alleine und ein Klo haben wir im Laden nicht,
Das würde ich mal der Berufsgenossenschaft und dem Gewerbeaufsichtamt erzählen. Ich kann mir nicht vorstellen, das das in Ordnung ist.
 
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  Th.Starter/in  
#7
Danke erstmal für die Antworten und Kerstin, du hast sehr wohl Recht!
Ich denke genauso.
Es gibt zumindest schon mal ein Gutachten, wo die Skoliose usw. diagnostiziert drinne steht.
Hab heute noch einen Termin beim Orthopäden. Ich hoffe, ich erreiche was.
Problem ist jetzt auch, ich hab ein Angebot bekommen, in einem Klamottenladen als Verkäuferin und soll da morgen gleich ein Probearbeiten machen. Mir graut es davor!
Kann ich das noch irgendwie abwenden?
Ich hatte da schon ein Vorstellungsgespärch mit der Zuständigen. Sie meinte, wir stehen hier immer von morgens halb zehn bis 16:00 Uhr alleine und ein Klo haben wir im Laden nicht, also is nich drinne.
Und dann meinte sie noch "Ich werd Sie gleich ins kalte Wasser schmeißen und sehen, was sie machen" Hallo? :icon_eek:
Ich hab keinerlei Erfahrung im Verkauf von Klamotten und der Kundenbetreuung.
Wenn alle Stricke reißen: eventuell noch zu dem Verkaufsjob hingehen u. nach paar Minuten wieder abmelden. (Das schaffe ich nicht gesundheitlich...) Dann zum Doc -> AU!
 
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  Th.Starter/in  
#8
Hallo alle zusammen :icon_smile:

Ich habe ein großes Problem und weiß nicht, wie ich das händeln soll. Ich hoffe, dass hier Jemand gleiche/ähnliche Erfahrungen gemacht hat und vielleicht helfen kann.

Ich bin 24 und habe große gesundheitliche Probleme/Einschränkungen.
Ich habe eine Hypothyreose, eine Hashimoto Thyreoiditis, eine Insulinresistenz, was jetzt noch nichts mit meiner verminderten Erwerbsfähigkeit zu tun hat aber hinzu kommt eine stark ausgeprägte Skoliose, eine Beckenschiefstellung und ein verkürztes Bein.
Wenn ich "länger" stehe, kriege ich extrem starke Schmerzen in den Beinen, die so weit gehen, dass ich gar nicht mehr laufen kann und nur noch heule.
Ich habe mal eine Zeit lang bei McDonalds gearbeitet, weil die Arge auch Druck gemacht hat, ich bin jeden Abend nach Hause gekommen und hab nur noch geheult und fast geschrien vor Schmerzen.
Das Problem jetzt: Organische Ursachen haben die Schmerzen nicht. Es wurde auch ein Farbultraschall von den Venen gemacht, war auch alles in Ordnung mit der Durchblutung. Ich habe dennoch Kompressionsstrümpfe bekommen, die nicht helfen. Ich habe auch eine Schuheinlage und mache regelmäßig Sport. Dennoch, die Schmerzen bleiben. Sie kommen auch, wenn ich länger laufe.
Was ich jetzt also zu tun habe ist, dem AA klar zu machen, dass ich nicht im Stehen arbeiten kann. Ich habe aber Schwierigkeiten, ein Attest zu bekommen, weil eben diese Schmerzen "nicht greifbar" sind. Kein Arzt konnte bisher fest stellen, woher sie genau kommen.
Wie soll ich jetzt also vorgehen? Ich bin absolut ratlos und mir graut es davor, dass die Arge mir z.B. einen Job im Stehen anbietet und ich darf ja nicht einfach so ablehnen.
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Sorry für den langen Text.
LG
Bevor deine SB dich vermittelt, sollten ihr deine gesundheitlichen Einschränkungen bekannt sein, und zwar aus 2 Gründen:

1. Wer ALG II beziehe, sollte "erwerbsfähig" sein. Wenn irgend welche Einschränkungen bestehen, sollte die SB das nicht nur wissen, weil es ihr gesagt wurde, sondern auch in ihrem Netz eintragen. D.h., bitte teile ihr alle gesundheitlichen Einschränkungen schriftlich mit, damit sie das - falls sie es nicht ins Netz einträgt - zumindest in der Akte liegt. Dann kann dir keiner etwas anhängen, weil "du ja nichts gesagt hast".

2. Die SB muss dich gem. deiner Eignung vermitteln, d.h. sie muss auch deine Einschränkungen dabei berücksichtigen. Das kann sie natürlich nur, wenn diese ihr bekannt sind und du auch nachweisen kannst, dass du ihr das mitgeteilt hast. Jeden falschen Vermittlungsvorschlag kannst du damit gut ablehnen.

Es kann sein, dass sie dann im Anschluss von dir ein Attest vom Arzt haben will. Es kann auch sein, dass sie dich zum Amtsarzt schickt. Das ist ihr Recht, denn es dient der Klärung. Dann unterschreibe ihr bitte nicht sofort die Schweigepflichtsentbindung!!! Unterschreibe das erst, wenn du den Befund vom Amtsarzt gesehen hast. Ansonsten geht der Befund zu deiner SB und du bekommst ihn nie zu sehen!
 

Arania

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#9
Das würde ich mal der Berufsgenossenschaft und dem Gewerbeaufsichtamt erzählen. Ich kann mir nicht vorstellen, das das in Ordnung ist.

Nein? Das ist bei einigen Läden total üblich, nicht in Ordnung, aber üblich
 
E

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  Th.Starter/in  
#10
Ich war nun beim Arzt und er stellt mir bis nächste Woche ein Attest aus.
Kann ich nun morgen vor dem Probearbeiten meinen Fallmanager anrufen und ihm sagen, dass ich das Probearbeiten nicht machen werde, weil nun endlich festgestellt wurde, woher die Schmerzen kommen und ich deswegen nicht im Stehen arbeiten kann?
Das Attest bekommt er dann ja in jedem Fall.
Hab aber echt Schiss, dass die Arge mit trotzdem 'nen Strick draus dreht.
 

Kerstin_K

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#12
Nein? Das ist bei einigen Läden total üblich, nicht in Ordnung, aber üblich
Aber nur, weil die Betroffenen sich das gefallen lassen.

Arania, ich will Dir mal was erzählen: Ich habe einige Jahre als alleinige Bürokraft in einer kleinen Filiale einses DV-Diensleisters gearbeitet. Bei der Beleuchting kam es meiner Chefin in erster Linie daruf an, dass es schön aussieht. An der Decke des Büros, in dem ich arbeitete waren solche Halogenstrahler. Irgendwann gingen davon nach und nach immer mehr kaputt. Der Vermieter fühlte sich (zu Recht) nicht zuständig, meine Chefin scheute die Kosten für einen Elektriker oder so, ich selber kann wegen meiner Gewhbehinderung nicht auf eine Leiter steigen und von den anderen Mitarbeitern war selten einer da, weil die draussen beim Kunden waren. So wurde es langsam immer dunkler an meinem Arbeitsplatz. Ich habe das immer wieder mal angemahnt, aber meine Chefin tat nichts. Irgendwann ging ich in Urlaub und habe ihr zum Abschied gesagt: "Wenn das nach meinem Urlaub nicht in Ordnung ist, gehe ich gleich wieder am ersten Tag, denn so kann ich nicht arbeiten." Sie fand das witzig. Als ich aus dem Urlaub kam, hatte der Betriebsrat die BG eingeschaltet. Die haben die Lux.Werte gemessen und kamen zu dem Ergebnis, dass wir nichtmal die Hälfte der erforderlichen Werte erreichten. Der Mann nannte das Barbeleuchtung. Chefin bekam einen bösen Brief mit Terminsetzung. Das Ergebnis war, dass nicht nur die defekte Beleuchtung repariert wurde, es wurden noch zusätzliche Arbeitsplatzleuchten angeschafft.

Übrigens arbeite ich immer noch im selben Arbeitsverhältnis, nur ist der Laden durch diverse Fusionen, Übernahmen usw. in einem großen Konzern aufgegangen.
 
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  Th.Starter/in  
#13
Ich habe/bekomme KEINE AU, sondern ich bekomme ein Attest, in dem stehen wird, dass ich nicht im Stehen arbeiten kann.
Da es sich bei diesem Jobangebot darum handelt, dass ich dort im Stehen arbeiten muss, kann ich das nicht machen.
Meinen Fallmanager muss ich ja informieren und es wäre ja Blödsinn und auch irgendwie unglaubwürdig, wenn ich morgen das Probearbeiten mache und dann erst hinterher sage, dass ich diesen Job aber nicht machen kann.
Meine Frage ist jetzt nur, ob ich ihn morgen einfach anrufen kann und ihm sage, dass ich es nicht mache, aus gesundheitlichen Gründen und er dafür dass Attest bekommt, welches aber erst nächste Woche fertig sein wird?
Oder muss ich mir bis dahin zusätzlich eine AU besorgen?
 

Arania

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#14
Du musst Dir unbedingt erstmal eine AU besorgen, mit einem nicht vorhandenen Attest kannst Du nichts beweisen
 

Arania

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#15
Aber nur, weil die Betroffenen sich das gefallen lassen.

Arania, ich will Dir mal was erzählen: Ich habe einige Jahre als alleinige Bürokraft in einer kleinen Filiale einses DV-Diensleisters gearbeitet. Bei der Beleuchting kam es meiner Chefin in erster Linie daruf an, dass es schön aussieht. An der Decke des Büros, in dem ich arbeitete waren solche Halogenstrahler. Irgendwann gingen davon nach und nach immer mehr kaputt. Der Vermieter fühlte sich (zu Recht) nicht zuständig, meine Chefin scheute die Kosten für einen Elektriker oder so, ich selber kann wegen meiner Gewhbehinderung nicht auf eine Leiter steigen und von den anderen Mitarbeitern war selten einer da, weil die draussen beim Kunden waren. So wurde es langsam immer dunkler an meinem Arbeitsplatz. Ich habe das immer wieder mal angemahnt, aber meine Chefin tat nichts. Irgendwann ging ich in Urlaub und habe ihr zum Abschied gesagt: "Wenn das nach meinem Urlaub nicht in Ordnung ist, gehe ich gleich wieder am ersten Tag, denn so kann ich nicht arbeiten." Sie fand das witzig. Als ich aus dem Urlaub kam, hatte der Betriebsrat die BG eingeschaltet. Die haben die Lux.Werte gemessen und kamen zu dem Ergebnis, dass wir nichtmal die Hälfte der erforderlichen Werte erreichten. Der Mann nannte das Barbeleuchtung. Chefin bekam einen bösen Brief mit Terminsetzung. Das Ergebnis war, dass nicht nur die defekte Beleuchtung repariert wurde, es wurden noch zusätzliche Arbeitsplatzleuchten angeschafft.

Übrigens arbeite ich immer noch im selben Arbeitsverhältnis, nur ist der Laden durch diverse Fusionen, Übernahmen usw. in einem großen Konzern aufgegangen.

Nun ja, bei Dir ist es gut ausgegangen, in anderen Betrieben heisst es: friss oder stirb und viele möchten halt den Job behalten
 

Kerstin_K

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#16
Nun ja, bei Dir ist es gut ausgegangen, in anderen Betrieben heisst es: friss oder stirb und viele möchten halt den Job behalten
Genau darüber sollten die Leute mal nachdenken. Ich mache keinen Job um jeden Preis.
 

Arania

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#17
Das liegt aber sehr daran welche Ausbildung jemand hat und ob er überhaupt eine hat, wer keine Berufsausbildung hat nimmt viel in Kauf wenn er überhaupt einen Job hat
 

Kerstin_K

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#18
Das liegt aber sehr daran welche Ausbildung jemand hat und ob er überhaupt eine hat, wer keine Berufsausbildung hat nimmt viel in Kauf wenn er überhaupt einen Job hat
Aber genau das ist doch das Problem. Wenn ALLE das konsequent durchziehen, finden die Ausbeuter keine Arbeitskräfte mehr und müsssen die Bedingungen verbessern Ganz normale Marktmechanismen.
 

Arania

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#19
Kerstin wenn ALLE mitziehen würden, würde es auch kein Hartz IV geben, ergo: Du weisst es selber, jeder entscheidet nur für sich, und mehr kann man auch leider nicht verlangen
 

Kerstin_K

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#20
Ich gebe halt die Hoffnung nicht auf, dass sich irgenwann was in den Köpfen bewegt.
 
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#21
So ist es leider auch bei mir. Ich hab keine Ausbildung und musste mir vieles gefallen lassen. Aber jetzt tue ich das nicht mehr.
Ich habe genauso Rechte, wie Jemand, der ausgebildet ist. Eine nicht vorhandene Ausbildung wertet mich als Mensch nicht ab.
Topic: Also heißt es morgen erstmal zum Arzt, AU holen, dann Fallmanager anrufen, ihm sagen, dass ich nicht Probearbeite und dann das Attest nachreichen?
 

Arania

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#22
So ist es: erst die AU, diese beim SB entweder abgeben oder hinschicken, dann das Attest nachreichen
 
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#23
Okay aber noch eine Frage. Sorry, dass ich vielleicht so "dumm" wirke aber ich habe echt schon übelste Erfahrungen mit der Arge gemacht, so dass ich mich jetzt lieber hundert Mal absichere.
Kann der SB, sobald die AU dann abgelaufen ist, mir nich trotzdem irgendwie eine Sperre reinhauen? Ich meine, von der Logik her ja nicht, weil er bis dahin dann ja das Attest vorliegen hat, welches bestätigt, dass ich diesen Job sowieso nicht hätte machen können aber ich frage dennoch. Ich traue der Arge nämlich alles zu.
 
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  Th.Starter/in  
#25
Ich hatte da schon ein Vorstellungsgespärch mit der Zuständigen. Sie meinte, wir stehen hier immer von morgens halb zehn bis 16:00 Uhr alleine und ein Klo haben wir im Laden nicht, also is nich drinne.
Und dann meinte sie noch "Ich werd Sie gleich ins kalte Wasser schmeißen und sehen, was sie machen" Hallo? :icon_eek:
Ich hab keinerlei Erfahrung im Verkauf von Klamotten und der Kundenbetreuung.
Du hast doch einen Vermittlungsvorschlag erhalten. Meist ist auf der Rückseite des Vorschlages ein Formular, der 3 Optionen zum Ankreuzen zulässt:

"Ich bin eingestellt"
"Ich wurde nicht eingestellt weil...."
"Sonstiges"

(Oder so ähnlich).

Da kreuzt du an: "Sonstiges" und schreibst rein: "Ich kann diese Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht machen. Kopie des Attestes anbei".

Wenn kein Formular auf der Rückseite ist, dann schreibst du das deiner SB als Brief und gibst es morgen nachweislich bei der ARGE ab.

Der gesundheitliche Grund ist der wichtigste Grund, um eine Stellung abzulehnen.


Im Anschluss würde ich noch ein Briefchen an deine SB schreiben und da reinschreiben so etwas wie: "Ich bitte Sie, bei der Vermittlung zukünftig meine gesundheitlichen Einschränkungen zu berücksichtigen. Ein Attest meines Arztes füge ich bei".

Dann muss die das für das nächste Mal berücksichtigen. Vielleicht schickt sie dich auch zum Amtsarzt.
 
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#27
Gut, dass Formular habe ich und kann ich ausfüllen aber was mache ich so lange, wie ich das Attest noch nicht habe?
Ich kreuze zuerst an, dass ich mich vorgestellt habe und dann schreibe ich hinterher, dass ich die Arbeit jedoch nicht machen kann!?
Wie Ariana schon sagte, sollte ich dann vorerst eine AU beilegen oder einfach nur rein schreiben, dass das Attest folgt?
 
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  Th.Starter/in  
#29
Dann hab ich wohl wieder nicht aufgepasst.

Im Prinzip besteht ein wichtiger Grund, um eine Stellung abzusagen, wenn man sie aus gesundheitlichen Gründen nicht machen kann. Gebe doch als Grund einfach an: "Ich musste die Stellung absagen, da ich sie aus gesundheitlichen Gründen nicht machen kann. Auf Wunsch kann ein Attest nachgereicht werden."

Da das Attest ja auch etwas kostet, würde ich das nicht gleich nachschmeißen. Vielleicht schickt man dich auch zum Amtsarzt.

Ich meine mal, dass die SB das Attest noch verlangen wird. Vielleicht schickt sie dir auch eine "Anhörung zur Prüfung, ob die Leistung gesenkt werden muss, weil du eine Stellung nicht angetreten bist". Dann bitte keinen Schreck bekommen! Das ist keine Sanktion! Nur eine "Anhörung". Du bekommst Gelegenheit dich zu äußern.

In diese Anhörung müsstest du dann nochmal reinschreiben, dass du den Job aus gesundheitlichen Gründen nicht machen konntest. Kannst noch dazuschreiben, dass der gesundheitliche Zustand eigentlich vor der Vermittlung geklärt gehört hätte. Dann wird der schwarze Peter auf deine SB geschoben.

Ich wette, da kommt gar nichts mehr. Bis auf dass man dich zum Amtsarzt schickt.
 

Arania

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#30
Und warum? Eine AU schafft das ganze erstmal aus der Welt ohne Anhörung
 
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  Th.Starter/in  
#31
Ich werd mir vorsichtshalber eine AU besorgen.
Zudem werde ich vernünftig mit meinem Fallmanager sprechen. Er ist immer sehr nett und verständnisvoll.
Das mit dem Attest ist kein Ding. Ich muss nichts dafür bezahlen. Also lasse ich es auch gleich ausstellen.
 
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  Th.Starter/in  
#32
Noch eine kurze Frage: Ich habe gerade das Probearbeiten abgesagt und später hab ich einen Termin bei meiner Ärztin, wegen der AU.
Reicht es auch, wenn ich die AU samt dem ausgefüllten Formular vom Vermittlungsvorschlag, wo ich rein schreibe, was Sache ist, meinem Fallmanager zukommen lasse? Oder muss ich ihn in jedem Fall auch heute noch anrufen?
 
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  Th.Starter/in  
#33
Hat sich erledigt. Hab gerade als erstes bei meinem SB angerufen. Hab mit ganz offenen Karten gespielt und ihm alles erklärt.
Begeistert klang er überhaupt nicht.
Er sagte etwas wie "Das Attest Ihres Orthopäden zählt sowieso nicht. es zählt nur, was unser ärztlicher Dienst sagt. Der wird sie untersuchen oder auch nicht aber wenn der sagt, sie können im Stehen arbeiten, dann ist das so"
:eek:
Dürfen die sowas überhaupt? Ich meine, mein Orthopäde stellt so ein Attest auch nicht aus Spaß aus.
Aber mein SB sagte, dass ich das Probearbeiten absagen darf.
Also sollte ich doch eigentlich jetzt vorerst auf der sicheren Seite sein oder?
 

Arania

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#34
Gib trotzdem die AU ab, das das Amt Dich zum ärztlichen Dienst schickt war aber absehbar
 
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#35
Hallo alle zusammen :icon_smile:

Ich habe dennoch Kompressionsstrümpfe bekommen, die nicht helfen. Ich habe auch eine Schuheinlage und mache regelmäßig Sport. Dennoch, die Schmerzen bleiben. Sie kommen auch, wenn ich länger laufe.


LG
Hallo,

wieso du Kompressionsstrümpfe von deinem Arzt bekommen hast wenn du keine Probleme mit den Venen hast, ist mir schleierhaft!!! Es sei denn, er hat vorbeugend gedacht, aufgrund des langen Stehens.

Auch mit einer Beinverkürzung und Skoliose kann man arbeiten, wenn der Arbeitsplatz dementsprechend ausgestattet ist!!! Das heißt, dir müßte zumindest eine Stehhilfe zur Verfügung stehen, das ist ein Stuhl, wo du weder wirklich sitzen noch stehen tust, aber deine Wirbelsäule als auch Beine werden um ca. 80 % entlastet.

Schau mal hier, so sehen die aus:

Stehhilfen | Jungheinrich PROFISHOP

oder z.B.

Testbericht zu Stokke Move - Test und Meinungen bei dooyoo.de
brauchst allerdings eine wo du dich wohlfühlst mit, immer vorher ausprobieren!!

In deinem Fall wäre eine abwechslungsreiche Tätigkeit sehr wichtig, wo du deine Haltung verändern kannst; Sitzen im Wechsel mit Stehen und Gehen !

Du sagst du hast Schuheinlagen, meinst du damit eine Schuhinnerhöhung?? Denn du bräuchtest unbedingt eine Schuherhöhung, damit das verkürzte Bein ausgeglichen wird, sonst bekommst du auf Dauer noch mehr gesundheitliche Probleme.

Wenn du eine ausführliche therapeutische Beratung brauchst, kannst du dich gerne mit einer PM an mich wenden.

Liebe Grüße
Bee
 
E

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  Th.Starter/in  
#36
Hat sich erledigt. Hab gerade als erstes bei meinem SB angerufen. Hab mit ganz offenen Karten gespielt und ihm alles erklärt.
Begeistert klang er überhaupt nicht.
Er sagte etwas wie "Das Attest Ihres Orthopäden zählt sowieso nicht. es zählt nur, was unser ärztlicher Dienst sagt. Der wird sie untersuchen oder auch nicht aber wenn der sagt, sie können im Stehen arbeiten, dann ist das so"
:eek:
Dürfen die sowas überhaupt? Ich meine, mein Orthopäde stellt so ein Attest auch nicht aus Spaß aus.
Aber mein SB sagte, dass ich das Probearbeiten absagen darf.
Also sollte ich doch eigentlich jetzt vorerst auf der sicheren Seite sein oder?
Erfahrungsgemäß hat der Amtsarzt nicht einmal ein Roentgengerät und holt sich die Unterlagen bei deinem Orthopäden. Mach dir darüber nicht zu viele Gedanken!
 

Hartzi09

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#37
Ich war nun beim Arzt und er stellt mir bis nächste Woche ein Attest aus.
Kann ich nun morgen vor dem Probearbeiten meinen Fallmanager anrufen und ihm sagen, dass ich das Probearbeiten nicht machen werde, weil nun endlich festgestellt wurde, woher die Schmerzen kommen und ich deswegen nicht im Stehen arbeiten kann?
Das Attest bekommt er dann ja in jedem Fall.
Hab aber echt Schiss, dass die Arge mit trotzdem 'nen Strick draus dreht.
Hallo,

sofort Krankschreiben lassen und der ARGE geben gegen Empfängsquittung mit Stempel.
Dann ist erst mal ruhe.
Damit fällt auch die Probearbeit weg und es finden währen der Krankenzeit keine weiteren Vermittlungen bzw. Versuche an.
Zudem istb auch die Verpflichtung der Eigenbemühungen bzw. Bewerbungszwang erst mal ausgesetzt.

Die ARGE darf dann auch nicht Sanktionieren und schon garnicht damit drohen.
 
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