Sinnlosmaßnahme + EGV-VA bekommen, wie dagegen vorgehen?

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Hallo zusammen,

einen Bekannten hat es jetzt leider auch erwischt und er hat eine Sinnlosmaßnahme aufgebrummt bekommen. Beginn soll schon morgen sein.

Eigentlich der totale Schwachsinn denn er hat eine kaufmännische Ausbildung und soll nun eine Maßnahme in Richtung Metall/ Holz/ Farbe machen...:doh:

Ihm wurde zuvor auch schon ein Bewerbungstraining angeboten und schon da wurde gesagt, entweder Bewerbungstraining freiwillig oder Maßnahme unter Zwang! Das Angebot des Trainings (AVGS) war schon Schwachsinn, da er mit Bewerbungen etc. keine Probleme hat. Allerdings hielt SB es für notwendig, da auf seine VVs hin keine Vorstellungsgespräche stattgefunden haben. :doh:

Nach einer Weiterbildung hat er auch gefragt, nur war der SB der Meinung, das dieses Bewerbungstraining ja auch schon eine Weiterbildung wäre :doh: . Und jetzt soll er laut SB "erstmal arbeiten".

Lässt sich da irgendwas machen?

Ziel der Maßnahme: Steigerung der Eingl.-Chance in den Ausb.- und Arbeitsmarkt.
Schwachsinn, denn 2 Ausbildungen (davon eine Umschulung vom Jobcenter (kaufmännisch!). Allerdings danach schon viele, viele Jahre nichts gefunden.
 

erwerbsuchend

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EDIT: Soll ich die Daten auch rausnehmen oder ist das unerheblich?
Außerdem: Wo muss er sich bei AU melden? Bei MT UND Jobcenter? Zeitnahe eMail reicht? Klar ist, das beide Parteien die AU per Post zugestellt bekommen.

Klar, mache ich gerne.

Hier die Unterlagen, also Maßnahmeflyer, Zuweisung und EGV-VA.

Ich hoffe die Qualität ist ausreichend und es kann jemand helfen.

Dem Bekannten geht es zur Zeit sehr schlecht, hat extreme Schlafstörungen, Angst, Kopfschmerzen und jetzt auch noch Erbrechen/Durchfall seitdem er sich vom SB schikaniert fühlt.

Außerdem hat er wahrscheinlich für November eine neue Arbeitstelle, was die ganze Situation ad absurdum führt, denn er ist am Ende und soll dann in der Verfassung die neue Arbeitsstelle antreten? Die Maßnahme wird nicht zur Genesung beitragen sondern die Situation verschlimmern, da Sinnlosmaßnahme für ihn. Da sich dann noch mit dem MT auseinanderzusetzen wegen Unterschriften etc. ist einfach nicht drin. Er möchte gerne entspannt seine neue Arbeitsstelle antreten und nicht unter Sinnlos-Maßnahmenstress.

Wahrscheinlich ist da für morgen AU angesagt- was denkt ihr?
 

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hartzeline

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Auch wenn das so irgendwo steht ... der MT bekommt keine AU ... Die AU bekommt ausschließlich das JC ...
 

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EDIT: Soll ich die Daten auch rausnehmen oder ist das unerheblich?
Außerdem: Wo muss er sich bei AU melden? Bei MT UND Jobcenter? Zeitnahe eMail reicht? Klar ist, das beide Parteien die AU per Post zugestellt bekommen.
....
Ich dachte immer, ein "Angebot" bekommt man nur, wenn man eine EGV unterschrieben hat. Bei einem EGVA heisst das doch normalerweise "Zuweisung".

"Zur Unterstützung Ihrer beuruflichen Eingliederung nach § 16 SGB II i.V.m §45 SGB III bieten wir Ihnen folgende Maßnahme an."


vs.

"Zuweisung in eine Maßnahme zur beruflichen Eingliederung gem § 16 Abs 1 SGB II i.V.m § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 SGB III."


In dem Gespräch kann man eine Maßnahme durchaus ablehnen, eine Weigerung ist es ja erst, wenn irgendetwas rechtsverbindliches vorliegt und man nicht darauf reagiert. Ich würde in jedem Falle beidem schriftlich u. nachweisbar widersprechen. Termin wahrnehmen, alles einpacken und nichts unterschreiben.
 
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@ Ausgegliederter

Danke für die Antwort, nur kann ich leider nichts damit anfangen, außer halt nichts zu unterschreiben.

Au geht jetzt auch erstmal noch ne Woche.

Aber jetzt ist etwas eingetreten was die Situation nochmals extrem verschlechtert. Das mit Arbeit ab November hat sich erstmal erledigt, da der Arbeitgeber für dieses Jahr keine Startplätze mehr hat...obwohl es schon eine Absichtserklärung für den Vertrag gab.:censored:. D.h. Arbeitsbeginn erst Anfang 2019. Genaueres wird erst noch mitgeteilt.

Zur Krankheit kommt jetzt auch noch die doppelte psychische Keule. Erst die ganze Zeit in der Schwebe mit Hoffnung, jetzt die Keule und wieder Hoffnung...warten...warten darauf, das hoffentlich bald eine Mitteilung kommt wann es endlich losgehen kann. Psychisch ist diese Sinnlosmaßnahme schon Belastung genug. Dazu kommt jetzt die noch viel größere Belastung die Arbeit nicht noch dieses Jahr aufnehmen zu können..... Murphys Gesetz schlägt zu :icon_dampf:

Die Arbeit wäre eine Erlösung nach der langen Arbeitslosigkeit. Die Maßnahme hingegen ist total ungewollt und geht zudem komplett in die verkehrte Richtung. Alles Schikane vom SB, quasi als Antwort auf nicht unterschriebene EGV (das Rumgehampel bis zum VA hat sich über 3 Monate und x Termine gezogen).

Wie kann man konkret gegen VA und Zuweisung/Angebot ? vorgehen? Kann irgendjemand helfen bitte?
 
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Ich komme hier alleine leider einfach nicht weiter.

Kann mir jemand bei folgender Frage helfen?

Muss eine bestehende EGV-VA erst aufgehoben werden, bevor eine neue EGV-VA erlassen werden kann?

Sofern die EGV-VA erst aufgehoben werden muss, wie genau schaut das aus bzw. ist der HE darüber irgendwie in Kenntnis zu setzen und ändert der "gültig bis"- Zusatz: "soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird" etwas daran?

Evtl. wäre dies ein erster Angriffspunkt.

Außerdem wurde nach dem Einreichen der Änderungswünsche zur EGV beim nächsten bzw. darauf folgenden Termin keine weitere Prüfzeit eingeräumt, obwohl sich der Kunde schriftlich geäußert hat, dass er durchaus bereit wäre zu unterschreiben, wenn die Wünsche erfüllt werden und er nach Änderung nochmal Prüfen kann.

Es wurden sogar einige Änderungswünsche akzeptiert, allerdings wurde dies bei der Neuvorlage der geänderten EGV nicht besprochen. Zudem wurden noch weitere (nicht verpflichtende) Inhalte hinzugefügt. Dort wurde dann keine weitere Prüfzeit eingeräumt, sondern noch im Termin ein VA erlassen.
Eine Woche später wurde bei einem erneuten Termin ein neuer, geänderter VA (mit der Maßnahme) erlassen. Und direkt noch ein neuer, da SB wohl vergessen hatte die RFB reinzuschreiben.

Nun mal ganz davon ab, ob ein alter VA erst (wie auch immer) aufgehoben werden muss. Ist es nicht zwingend vorgeschrieben, dass, bevor ein neuer VA erlassen wird, dem Kunde ein EGV-Angebot unterbreitet werden muss? Ist das auch schon der Fall, wenn wie hier der SB einfach die RfB im VA vergessen hat und er deshalb einen neuen VA erstellt?
 
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erwerbsuchend

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Muss eine bestehende EGV-VA erst aufgehoben werden, bevor eine neue EGV-VA erlassen werden kann?
Es kommt dabei auf die Laufzeiten an. Es können nicht 2 VA oder 2 EGV oder 1 EGV und 1 VA gleichzeitig gültig sein.

Sofern die EGV-VA erst aufgehoben werden muss, wie genau schaut das aus
Dies geschieht durch einen Aufhebungsbescheid.

Außerdem wurde nach dem Einreichen der Änderungswünsche zur EGV beim nächsten bzw. darauf folgenden Termin keine weitere Prüfzeit eingeräumt, obwohl sich der Kunde schriftlich geäußert hat, dass er durchaus bereit wäre zu unterschreiben, wenn die Wünsche erfüllt werden und er nach Änderung nochmal Prüfen kann.
Waren diese Vorschläge sinnvoll und zielführend?
Wurden diese Vorschläge direkt in eine neue EGV eingebaut, die dann direkt ausgedruckt und zur Unterschrift vorgelegt wurde?
Wenn ja, wozu wird weitere Bedenkzeit benötigt, wenn die EGV den eigenen Vorstellungen entspricht? Man verhandelt nicht nur des Anscheins wegen, sondern, um tatsächlich etwas zu vereinbaren.

Zudem wurden noch weitere (nicht verpflichtende) Inhalte hinzugefügt.
Waren diese Inhalte so schwerwiegend, dass eine Unterschrift vor Ort nicht zumutbar erschien, obwohl die EGV eigene Vorschläge enthielt?

Ist es nicht zwingend vorgeschrieben, dass, bevor ein neuer VA erlassen wird, dem Kunde ein EGV-Angebot unterbreitet werden muss?
So ist es eigentlich auch vorgesehen.

Ist das auch schon der Fall, wenn wie hier der SB einfach die RfB im VA vergessen hat und er deshalb einen neuen VA erstellt?
Dann ist der VA ohne RFB erst aufzuheben, über eine EGV zu verhandeln und erst dann kann ein neuer VA erlassen werden.
 

buttelflink

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Also meine Erfahrung ist:
Vor Maßnahmebeginn erstmal zum Arzt 2X7 Tage. In dieser Zeit kommt das Schreiben, dass Du den MaßnahmeANTRITT verhindert hast und Sanktion bekommen sollst. Dann wartest Du bis kurz vor Ende der Frist und schickst die Krankschreibung mit Eingangsbestätigung. Meistens ist dann alles schon gelaufen. Ich hatte mal eine jüngere Tussie als Vermittlerin und die wollte mich unbedingt unterdrücken und schickte mich postwendent wieder zur Maßnahme. Dort habe ich alle Papiere, die ich unterschreiben sollte, mitgenommen und am nächsten Tag NICHT unterschrieben zurückgegeben. Dann werden die Maßnahmeträger sauer und schmeißen Dich raus. Alles schön belegen!!!! Dann ist die Sache auch gelaufen.
 

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Also meine Erfahrung ist:
Vor Maßnahmebeginn erstmal zum Arzt 2X7 Tage. In dieser Zeit kommt das Schreiben, dass Du den MaßnahmeANTRITT verhindert hast und Sanktion bekommen sollst. Dann wartest Du bis kurz vor Ende der Frist und schickst die Krankschreibung mit Eingangsbestätigung. Meistens ist dann alles schon gelaufen.
Wrd dann nicht dafür sanktioniert, das man die AU nicht direkt dem JC zukommen lassen hat?
Und außerdem müsste man ja sofort nach Ende der AU beim Maßnahmeträger erscheinen? Hört sich bei dir so an, als müsste man das nicht mehr machen, sobald man die Anhörung bekommt.

Bin hier echt ratlos.
 

Allimente

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Dann wartest Du bis kurz vor Ende der Frist und schickst die Krankschreibung mit Eingangsbestätigung.
Das ist Blödsinn und auch gefährlich für den TE. Die Krankmeldung mußt Du umgehend (innerhalb von drei Tagen) an das JC schicken. Du kannst damit nicht mal eben warten, bis irgendwelche fiktiven Fristen verstrichen sind.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
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Und ergänzen zum Beitrag von @Allimente

§ 56 SGB II

eine eingetretene Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen und

2.
spätestens vor Ablauf des dritten Kalendertages nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer vorzulegen.
 

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Fraglich wäre, ob jemand sanktioniert werden kann, der nachweislich krank war und nur vergessen hat die AU abzugeben. 30% Sanktion wegen verspäteter Ababe der AU? Fände ich zu hart.
 
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