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Sinnlose Zuweisung in j2j-Ganzil

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Vulkan

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30 Sep 2009
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#1
Wunderschönen Guten Abend!

Bin heute auf dieses Forum hier gestossen und für die macher und diejenigen, die sachkundig Auskunft geben, erst mal :icon_daumen::icon_daumen:

Mein Problem ist folgendes:

Seit heute bin ich offiizell arbeitslos. Meine bisherige Tätigkeit (eigener Familienbetrieb, Metallverarbeitend, europaweit tätig im Maschinenbau) war Vertriebs-, Projekt- und Produktionsleiter und ich war für das Personalmanagement zuständig (seit ca. 10-12 Jahren). Ausbildung hab ich zum Industriekaufmann, seinerzeit nicht abgeschlossen, allerdings die letzten 15 Jahren in dem Beruf tätig gewesen.

Bie dem obligatorischen "Vorstellungsgespräch" wurde ich in eine ganzehitliche Maßnahme "j2j-Ganzil" gem §46 Abs. 1 gesteckt. Meine persönlichen Erfahrungen, das von mir selbst angefertigte Profil samt Kenntnissen wurde keines Blickes gewürdigt und ich wurde der Dame als Bürokraft eingestuft. Diese Eingliederungsvereinbarung wurde unterschrieben, da gewisse Maßnahme darin verankert ist und die Rechtsfolgebelehrung der Maßnahme gleich mit Sanktionen und Leistungskürzung droht, obwohl noch keine Leistung (also noch keine Arbeitslosegeld) beantragt wurde. Rechtliche folgen wurden nicht explizit erläutert, auch kein evtl. Widerrufsrecht oder sontiges. Hatte bis dahin bzgl. der Materie keine Ahnung und ging davon aus, daß solche Sachen noch hinbiegbar sind, bzw. normale Fristen gelten etc. ...Hab ich wohl die Rechnung ohne unseren Staat und seine Erfüllungsgehilfen gemacht.

Sämtliche sinnvolle, mich qualifizierende Vorschläge meinerseits wurden abgeblockt, es gäbe keine Mittel.

Nach drüber Schlafen und Infosammlung über diese "Maßnahme" habe ich meiner persönlichen Vermittlerin (die ich bis dato noch nicht mal ans Telefon bekommen hab') ein Schreiben erst per Mail und zwei Tage später per Fax zukommen lassen, daß zum einen diese Maßnahme mangels Qualifikationsaussicht (ohne arrogant klingen zu wollen, aber ich muß nicht lernen mich zu bewerben und was will mir der Coach denn so erzählen) totaler Rausschmiss öffentllicher Gelder ist und zum anderen noch andere Sachen im Argen lagen (eben keine Aufklärung über Rechtsfolgen, Datum der Arbeitslosigkeit falsch, Einstufung als Bürokraft falsch, falsche Fähigkeiten, falsche Vermittlungsvorschläge, falsche Suchregion, finanzielle Hilfe da seit Januar kein Gehalt etc.). Habe bewußt erst mal keinen Widerspruch verfaßt, sondern lediglich um ein persönliches Beratungsgespräch gebeten -> N I X ! ...außer, daß vorgestern einer der Fehler im Profil behoben wurde. .....(Wie ist das eigtl. generell, wenn einem zum Bewerben und zu Sonstigem das geld ausgeht?)

Komme ich aus der Nummer irgendwie raus? Bzw. hab ich damit kein Problem, mich irgendwo da rein zu setzen, so lange es sinnvoll ist. Ich würde da auch morgen hingehen, nur bin ich mir da nicht eins darüber, ob durch den Antritt nich gleichzeitig die Zustimmung abgeleitet werden kann und ich mir bzgl. einem eventuellen Vorgehen gegen die Eingliederungsvereinbarung und die Maßnahme an sich nicht gleich sämtliche Türen zuhaue. So wie das Gelaufen ist, hat das ganze den faden Beigeschmack der Nötigung, da ich ja im Prinzip zu der Unterschrift gezwungen wurde.

So, hoffe mal, daß ich nicht all zu wirr geschrieben habe und würde mich ein wenig Feedback freuen.

Grüße

Vulkan

p. s.:

hier mal die Schriftstücke und noch die Frage, was eigentlich passiert, wenn ich da gar nicht hingehe. Ich bekomme eine Sperre von drei Wochen und muß dafür auch drei Wochen n icht hin, oder muß ich dann gar nicht hin....oder muß ich trotzdem weiterhin hin und bekomm für jeden Tag des nicht Antretens eine weiter Sperre?
 

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Frage45

Elo-User/in

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12 Okt 2009
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#2
Hallo Vulkan,
sag mal bist du schon bei der Maßnahme? Ich bin auch zu der zugewiesen worden...Könntest du mir beschreiben was ihr da gemacht habt? Mich würde interessieren wie sinnvoll die Maßnahme ist? Ich bin nämlich nicht begeistert...
Schreib mir bitte direkt
Danke



Wunderschönen Guten Abend!

Bin heute auf dieses Forum hier gestossen und für die macher und diejenigen, die sachkundig Auskunft geben, erst mal :icon_daumen::icon_daumen:

Mein Problem ist folgendes:

Seit heute bin ich offiizell arbeitslos. Meine bisherige Tätigkeit (eigener Familienbetrieb, Metallverarbeitend, europaweit tätig im Maschinenbau) war Vertriebs-, Projekt- und Produktionsleiter und ich war für das Personalmanagement zuständig (seit ca. 10-12 Jahren). Ausbildung hab ich zum Industriekaufmann, seinerzeit nicht abgeschlossen, allerdings die letzten 15 Jahren in dem Beruf tätig gewesen.

Bie dem obligatorischen "Vorstellungsgespräch" wurde ich in eine ganzehitliche Maßnahme "j2j-Ganzil" gem §46 Abs. 1 gesteckt. Meine persönlichen Erfahrungen, das von mir selbst angefertigte Profil samt Kenntnissen wurde keines Blickes gewürdigt und ich wurde der Dame als Bürokraft eingestuft. Diese Eingliederungsvereinbarung wurde unterschrieben, da gewisse Maßnahme darin verankert ist und die Rechtsfolgebelehrung der Maßnahme gleich mit Sanktionen und Leistungskürzung droht, obwohl noch keine Leistung (also noch keine Arbeitslosegeld) beantragt wurde. Rechtliche folgen wurden nicht explizit erläutert, auch kein evtl. Widerrufsrecht oder sontiges. Hatte bis dahin bzgl. der Materie keine Ahnung und ging davon aus, daß solche Sachen noch hinbiegbar sind, bzw. normale Fristen gelten etc. ...Hab ich wohl die Rechnung ohne unseren Staat und seine Erfüllungsgehilfen gemacht.

Sämtliche sinnvolle, mich qualifizierende Vorschläge meinerseits wurden abgeblockt, es gäbe keine Mittel.

Nach drüber Schlafen und Infosammlung über diese "Maßnahme" habe ich meiner persönlichen Vermittlerin (die ich bis dato noch nicht mal ans Telefon bekommen hab') ein Schreiben erst per Mail und zwei Tage später per Fax zukommen lassen, daß zum einen diese Maßnahme mangels Qualifikationsaussicht (ohne arrogant klingen zu wollen, aber ich muß nicht lernen mich zu bewerben und was will mir der Coach denn so erzählen) totaler Rausschmiss öffentllicher Gelder ist und zum anderen noch andere Sachen im Argen lagen (eben keine Aufklärung über Rechtsfolgen, Datum der Arbeitslosigkeit falsch, Einstufung als Bürokraft falsch, falsche Fähigkeiten, falsche Vermittlungsvorschläge, falsche Suchregion, finanzielle Hilfe da seit Januar kein Gehalt etc.). Habe bewußt erst mal keinen Widerspruch verfaßt, sondern lediglich um ein persönliches Beratungsgespräch gebeten -> N I X ! ...außer, daß vorgestern einer der Fehler im Profil behoben wurde. .....(Wie ist das eigtl. generell, wenn einem zum Bewerben und zu Sonstigem das geld ausgeht?)

Komme ich aus der Nummer irgendwie raus? Bzw. hab ich damit kein Problem, mich irgendwo da rein zu setzen, so lange es sinnvoll ist. Ich würde da auch morgen hingehen, nur bin ich mir da nicht eins darüber, ob durch den Antritt nich gleichzeitig die Zustimmung abgeleitet werden kann und ich mir bzgl. einem eventuellen Vorgehen gegen die Eingliederungsvereinbarung und die Maßnahme an sich nicht gleich sämtliche Türen zuhaue. So wie das Gelaufen ist, hat das ganze den faden Beigeschmack der Nötigung, da ich ja im Prinzip zu der Unterschrift gezwungen wurde.

So, hoffe mal, daß ich nicht all zu wirr geschrieben habe und würde mich ein wenig Feedback freuen.

Grüße

Vulkan

p. s.:

hier mal die Schriftstücke und noch die Frage, was eigentlich passiert, wenn ich da gar nicht hingehe. Ich bekomme eine Sperre von drei Wochen und muß dafür auch drei Wochen n icht hin, oder muß ich dann gar nicht hin....oder muß ich trotzdem weiterhin hin und bekomm für jeden Tag des nicht Antretens eine weiter Sperre?
 

Rudi

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27 Jun 2007
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#3
Mich würde interessieren wie sinnvoll die Maßnahme ist?
Solche Massnahmen sind weder sinnvoll noch hilfreich, sie dienen lediglich dazu die Statistik klein zu halten. Wenn die EGV unterschrieben ist wurde ein Vertrag geschlossen deren Inhalt man durch seine Unterschrift akzeptiert hat, aus der Nummer kommt man ohne Sanktionen und einem eventuellen gang zum Gericht nicht mehr raus. :icon_evil:

was eigentlich passiert, wenn ich da gar nicht hingehe. Ich bekomme eine Sperre von drei Wochen und muß dafür auch drei Wochen n icht hin, oder muß ich dann gar nicht hin....oder muß ich trotzdem weiterhin hin und bekomm für jeden Tag des nicht Antretens eine weiter Sperre?
Wenn Du da nicht hingehst bekommst du einen Anhörungsbogen zugeschickt, liegt kein wichtiger Grund für das Nichterscheinen vor bekommst du eine Sanktion wegen fehlender Mitwirkung.

Zusatz:
Bei Verstössen gegen den Inhalt einer EGV wird sofort mit 30 % für drei Monate sanktioniert.

Normale Verstösse genen Mitwirkungspflichten die nicht in der EGV stehen werden anders berechnet.

Beim ersten Verstoss sanktioniert man Dich für drei Monate mit 10 %, ein weiterer Verstoss wird dann mit 20 % und der nächste dann mit 30% sanktioniert. Liegen mehrere Verstösse in einem Zeitraum werden sie zusammengerechnet.
Beispiel:

Erste Sanktion am 01.12.2009 für drei Monate. Nach zwei Monaten sanktioniert man dich erneut mit dann 20%, wieder für drei Monate.
Restlaufzeit der ersten Sankton ist ein Monat zzgl. ein Monat mit 20 % macht insgesamt 30 % fur einen Monat, die restlichen zwei Monate werden dann nur noch mit 20 % sanktioniert usw.
 
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15 Okt 2009
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#4
Hallo , ich mache auch diese Massnahme und finde es schon als dreist was die da mit uns machen. Man verkauft uns da für dumm und vorallem wollen wir arbeiten gehen und nicht die zeit absitze. Und solche fragen: wo sehen sie sich in 5 oder 10 jahren? Hallo ...das kann keiner sagen oderß
ich finde man muss dagegen was tun , es werden steuergelder für sowas rausgeschmissen und wir verpassen eine gelegenheit nach der anderen weil wir keine VGS bekommen. Und wenn man das mal hoch rechnet wieviel die für diese Massnahme und für unser ALG bezahlen da brauchen wir uns nicht zu wundern warum der Staat immer mehr schulden machen muss.Wir dürfen ja gar nicht arbeiten und schön brav unsere Steuern und sozialversicherungsbeiträge zahlen. Ich finde man muss dagegen was tun und nachfragen ob die regierung eigentlich weiß was bei den Ämtern abgeht und wie sie mit den steuergeld umgeht. ich meine haben wir noch was zu verlieren? Unter jeder zweiten stellenanzeige steht :nur mit VGS. Und diese bekommen wir nicht. Auch die privaten Vermittler stehen mit einem Bein im AA, denn sie können kaum noch welche vermitteln. Jeder dritte ist bei so einer Massnahme und das nicht nur 4 wochen.
Leute lasst uns was tun , damit wir nicht richtung H4 gehen.
 
E

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Gast
#5
Mein Problem ist folgendes:

Seit heute bin ich offiizell arbeitslos. Meine bisherige Tätigkeit (eigener Familienbetrieb, Metallverarbeitend, europaweit tätig im Maschinenbau) war Vertriebs-, Projekt- und Produktionsleiter und ich war für das Personalmanagement zuständig (seit ca. 10-12 Jahren). Ausbildung hab ich zum Industriekaufmann, seinerzeit nicht abgeschlossen, allerdings die letzten 15 Jahren in dem Beruf tätig gewesen.


Ja und nun soll der Steuerzahler solch einem wichtigen Vertriebs-, Projekt- und Produktionsleiter und der auch noch für das Personalmanagement zuständig war so einfach helfen?

Nun backe mal ohne Berufsabschluss ganz kleine Brötchen.
Willkommen im :icon_klatsch:Club
 

Joli

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#6
Bin ganz Deiner Meinung. Ich frage mich, ob diese "Bildungsträger" auch mal kontrolliert werden. Meine AfA weiss überhaupt nicht, was dort vor sich geht. Mein PAP ist davon ausgegangen, dass ich nur alle zwei Wochen zur Ganzil-Maßnahme muss. Dabei bin ich drei mal wöchentlich dort. Die versprochene Vermittlung in Arbeit hat noch nie stattgefunden. Diese Komponente fehlt völlig. Wir sitzen vor den PCs und suchen im www nach Jobs. Die anderen Trainingsmaßnahmen sind inhaltlich nahezu grotesk. Die Qualifikation der Dozenten nicht bekannt. Die meisten Teilnehmer halte ich jedenfalls für intelligenter. Wenn man sich mal in den Foren umguckt und sieht wie viele sich über diese Maßnahmen beschweren, ist es ein Wunder, dass noch nichts dagegen unternommen wurde. Es ist eine Schande, dass so viel Geld verschwendet wird.
 
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#7
Bin ganz Deiner Meinung. Ich frage mich, ob diese "Bildungsträger" auch mal kontrolliert werden. Meine AfA weiss überhaupt nicht, was dort vor sich geht. Mein PAP ist davon ausgegangen, dass ich nur alle zwei Wochen zur Ganzil-Maßnahme muss. Dabei bin ich drei mal wöchentlich dort. Die versprochene Vermittlung in Arbeit hat noch nie stattgefunden. Diese Komponente fehlt völlig. Wir sitzen vor den PCs und suchen im www nach Jobs. Die anderen Trainingsmaßnahmen sind inhaltlich nahezu grotesk. Die Qualifikation der Dozenten nicht bekannt. Die meisten Teilnehmer halte ich jedenfalls für intelligenter. Wenn man sich mal in den Foren umguckt und sieht wie viele sich über diese Maßnahmen beschweren, ist es ein Wunder, dass noch nichts dagegen unternommen wurde. Es ist eine Schande, dass so viel Geld verschwendet wird.
Lass uns doch zusammen ein schriftstück aufsetzen und das in die zeitung setzen oder direkt an das Bundesministerium für arbeit und soziales schicken. Ich will morgen alle stellenanzeigen für meinen beruf ausdrucken und fett unterstreichen: Nur Mit VGS. Und den bekommt man ja nicht. Lass uns ne irgendwas machen denn es bereitet mir auch schon heftige bauchschmerzen und schlaflosigkeit. ich habe schon 2 Jobs durch diesen Miest sausen lassen müssen.
 

Joli

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#8
Wo finde ich eigentlich die rechtliche Grundlage für das monatelange Bewerbertraining? Die AfA kommt mir immer mit § 46 SGB III. Da steht aber etwas von maximal 8 Wochen. Oder habe ich etwas übersehen?
 
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#9
Wo finde ich eigentlich die rechtliche Grundlage für das monatelange Bewerbertraining? Die AfA kommt mir immer mit § 46 SGB III. Da steht aber etwas von maximal 8 Wochen. Oder habe ich etwas übersehen?
Ne die massnahme kann bis zu 6 monaten gehen, das habe ich auch schon irgendwo lesen. Aber der witz ist das manche nur 4 oder 8 oder 12 wochen bekommen . Und andere bekommen 6 monate aufgebrummt. Wahrscheinlich geht das nach "Sympatie".
 

BarbaraM

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#10
Hollo
Ich möchte mich meinen Vorschreibern voll und ganz anschließen. Hier mein Irrsinn
Ich arbeite seit 6 Jahren in einem Hotel. Die Saison geht von März bis Oktober, also Saisonarbeit.

Jedes Jahr bekam ich für die übrige Zeit Alg 1. Letztes Jahr hatte ich Glück durch einen neuen Pächter wurde die Winterpause durchgearbeitet. Jetzt hat er aber dafür das Handtuch geworfen. Also wieder arbeitslos. Glück im Unglück Der neue Pächter hat signalisiert das Personal zu übernehmen. So sollte ich mich ja eigentlich freuen, wenn mir das Arbeitsamt da nicht einen Stich duch die Rechung gemacht hätte.

Anspruch auf ALG1 habe ich, keine Frage, aber das Amt hat seine Aufgaben an gemeinützige Institutionen weiter gegeben. Das heißt für mich, ich muss wöchentlich 3 Tage je 70 km fahren um an einer total irren Maßnahme (GANZIL, Job to Job), teilnehmen. Von 8:00 bis 16:30 am Computer Stellen suchen und sich bewerben So komme ich natürlich nicht in die Statistik als Arbeitsoser, sondern werde als Praktikant geführt. Meine Kollegin die ebenso betroffen ist, hat auch eine Maßnahme bekommen. Natürlich eine Andere. Wir wohnen beide im selben Ort und müssen Beide in die Kreisstadt fahren, aber selbstverständlich zu unterschiedlichen Zeiten. Gut wir bekommen beide Fahrgeld, aber nur 130,00 € pro Monat. Das deckt die Fahrkosten niemals ab. Wenn wir zusammenfahren könnten, wäre das kein Problem. Aber das liegt daran, dass wir unterschiedliche Bearbeiter in der Agentur für Arbeit haben. Dabei sind in meiner Gruppe unterschiedliche Berufsfelder, genau so wie in Ihrer Gruppe. Das ist doch hirnrissig reine Bürokratie.

Das beste kommt noch. Die Maßnahme geht 4 Monate, genauso lange wie unsere Winterpause. Das heißt ich bin fertig wenn ich wieder anfange zu arbeiten. Natürlich nur wenn es wieder zu einer Einstellung kommt. In den Maßnahmen sind 2 x 4 Wochen Praktikum vorgesehen, das heißt ich werde 8 Wochen arbeiten müssen ohne dafür bezahlt zu werden. Wenn ich Pächter in dieses Hotel wäre würde ich niemals jemanden einstellen wenn ich immer wieder mit Praktikanten versorgt werde. Natürlich kann man das Praktikum auch unterbrechen wenn man mit dem Paktikanten nicht einverstanden ist und einen neuen ordern. Irrsinn und Bürokratie lässt grüßen. Immer etwas Neues Leiharbeit und Hartz4 waren nur der Anfang

So vernichtet man Arbietsplätze.
 

lillifree

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#11
Hallo "Ahnungslose",
hoffentlich bist du wieder in Arbeit und musst nicht weitere "Trainings" über dich ergehen lassen, die dir die Zeit zur Arbeitssuche stehlen... Aber deine Hoffnung auf PAV und VGS halte ich für unbegründet, weil aus dieser Ecke wenig bis gar nix zu erwarten ist. Die suggerieren mit Ihren "Stellenanzeigen" offene Stellen, die sie nicht haben sondern meist nur hoffen, dass sie sie bei Bedarf potenziell mit Bewerbern besetzten könnten. Die Praxis sieht häufig dann so aus: Vermittler schauen im www nach Stellen, sie schreiben sie selbst aus, führen Vorstellungsgespräche (wenn ein VGS vorliegt und ein Vermittlungsvertrag geschlossen wurde). Es handelt sich wie üblich häufig um Zeitarbeitsstellen. Die Vermittler müssen auch nicht zwingend einen Auftrag von einem Arbeitgeber für eine Stellenbesetzung haben, stehen häufig nicht einmal in Kontakt zu Arbeitgebern oder den genannten Zeitarbeitsunternehmen. Sollte es zum Arbeitsvertrag kommen, kassieren sie von der Agentur/ARGE.
Leider musst du davon ausgehen, dass die sog. Angebote auf reinem Wunschdenken beruhen. Trotzdem ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass es sich mal um reele Angebote handelt, daher ist es wichtig den VGS grundsätzlich zu haben.
 

Hawk321

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#12
Wo liegt das Problem???? Solche Massnahmen sind nicht rechtens...die verstossen gegen mehrere Gesetze...nicht immer nur das dumme SGB....

Beauftragt einen Anwalt mit der Sache...Ihr koennt doch nicht einfach etwas unterschreiben, ohne zu wissen was kommt...und erst recht nicht so einen Kappes wie das hier berichtete....Steuerverschwendung, mangelde Qualitaetskontrolle der Massnahme und voelliges Fehlen vom Inhalt vor Antritt...SIND NICHT ERLAUBT!!!

Da koennt ihr ja direkt einen Kaufvertrag fuer irgendwas unterschreiben....

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