Sinnlose Qualifizierung, Teil 2 (1 Betrachter)

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Steinschleuder

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Hallo Leute,:icon_smile:


damit wir nicht durcheinander kommen eröffne ich hier für Teil 2 einen neuen Thread.

Mein Fall (https://www.elo-forum.org/50/99180-sinnlose-qualifizierung-vermeiden.html) geht weiter.

Nachdem sich im Gespräch beim Maßnahmeträger herausgestellt hat, dass die von meiner SB für mich geplante Maßnahme nun doch nicht meinen bisherigen beruflichen Fähigkeiten entspricht und ich sie deshalb nicht antreten muss, will sie mir jetzt auf Teufel komm raus ne andere Qualifizierung auf's Auge drücken.

Nun habe ich dummerweise ja, wie schon in obigem Thread erwähnt, leider Anfang letzter Woche eine EGV unterschrieben, in der ich mich dazu verpflichtet habe, mich beim Maßnahmeträger vorzustellen.

Das habe ich ja nun erfüllt.



Weil meine SB aber super gallig ist, hat sie mir am letzten Freitag sofort wieder einen neuen Kurs rausgesucht und mir auch sofort eine neue EGV aufgesetzt, die jetzt die Verpflichtung enthält, mich bei dem neuen Kursausrichter vorzustellen, telefonisch wurde auch gleich mit dem ein Termin vereinbart, wann ich da vorsprechen soll.:icon_dampf:

Außerdem bekam ich gleich für die nächste Woche wieder einen Termin bei meiner SB, um den mit dem neuen Bildungsträger ausgearbeiteten Bildungsplan mit ihr zu besprechen und genehmigen zu lassen (Bildungsgutschein).

Diese EGV habe ich, den Ratgebern aus dem elo-Forum sei Dank, abgelehnt und nicht unterschrieben (muss ich überprüfen, nehme ich mit, kann ich jetzt nicht unterschreiben).

Meine SB hat zwar geguckt wie'n Auto, ich bekam weiche Knie und mein Herz schlug mir bis zum Hals, aber machen konnte sie nichts.



Doch wie geht's denn jetzt weiter???

Durch meine verweigerte Unterschrift bin ich nun an den Vorstellungstermin beim Maßnahmeträger nicht mehr gebunden, kann ich mir also schenken. Obwohl meine äußerst engagierte SB meinte: "Da geh'n sie aber trotzdem hin!":icon_eek:

Die alte unterschriebene EGV von Anfang letzter Woche geht noch bis März.

Die neue nicht unterschriebene wäre 4 Tage länger als die alte gelaufen.

Bis auf das um diese 4 Tage unterschiedliche Datum und natürlich die beiden verschiedenen Maßnahmeträger wären beide EGVs inhaltlich identisch.


Das nächste Zusammentreffen mit meiner SB wäre dann Ende nächster Woche, zum Besprechen des neuen Bildungsplans, den es nun ja nicht geben wird. Zu diesem Termin muss ich auch hin, denn da ist ne Rechtshilfebelehrung hinter der "Einladung".

Was mache ich nun, was muss ich beachten???:icon_kinn:

Im Voraus schonmal vielen Dank für Eure Hilfe!
 

HimbeerTony

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Hi,

im Prinzip gleiche Empfehlungen, wie beim letzten mal.
Es läuft wieder darauf hinaus, die SB davon zu überzeugen, dass die neue Maßnahme für Dich sinnlos ist.

Die unterschriebene EGV behält weiterhin ihre Gültigkeit, daher kann nun noch schwieriger sanktioniert werden, wenn Du alles andere erfüllst.

Grüße !
 

gelibeh

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Obwohl meine äußerst engagierte SB meinte: "Da geh'n sie aber trotzdem hin!"
Nur wenn sie Dir eine schriftliche Zuweisung gibt. Eine EGV als Verwaltungsakt kann sie auch nicht machen, da Du schon eine gültige EGV hast. Sie kann also nur eine Zuweisung in die Maßnahme machen. Dieser Zuweisung kannst Du widersprechen und evtl. eine einstweilige Anordnung bei Sozialgericht machen. Also abwarten ob was kommt. Nur auf mündliche Aufforderung einer SB musst Du nirgendwo hin und das kann sie auch nicht sanktionieren.
 

Steinschleuder

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Nur wenn sie Dir eine schriftliche Zuweisung gibt.
So etwas gibt's auch? Ich dachte, jetzt wäre erstmal bis zum Ablauf der unterschriebenen EGV Ruhe im Karton in Sachen Maßnahme...:icon_dampf:

Mit: "Da geh'n sie aber trotzdem hin!", meinte sie das bereits terminierte Vorstellungsgespräch beim neuen Maßnahmeträger Anfang nächster Woche.

Ich mache mir jetzt schon Gedanken, was ich der SB bei meinem anberaumten Gesprächstermin Ende nächster Woche sagen soll. Da soll es ja um die Vorlage des Bildungsplans gehen, den ich jetzt torpediert habe.

Die wird mich doch 100%ig fragen, warum ich nicht beim Maßnahmeträger vorgesprochen habe und dabei einen auf enttäuscht oder wütend machen.

Wenn ich ein ganz abgezockter Zeitgenosse, mit meterdickem Fell wäre, würde ich antworten, dass ich da nicht hin musste, weil ich die EGV, die die Verpflichtung dazu geregelt hat, nicht unterschrieben habe.

Da habe ich allerdings irgendwie Bammel vor...:frown:
 

gelibeh

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Nimm Dir einen Beistand mit. Und versuch es. Mit jedem Schritt/jeder Gegenwehr wird man mutiger.
Und ja, eine Maßnahme kann auch ohne EGV zugewiesen werden. leider. Du musst dem Maßnahmeträger aber keinen Zugriff auf Deine Daten in Verbis erlauben, das ist freiwillig.
 

Steinschleuder

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Du musst dem Maßnahmeträger aber keinen Zugriff auf Deine Daten in Verbis erlauben, das ist freiwillig.
Danke für den Tipp!:icon_daumen:

Ist es eigentlich möglich, mit einem Schreiben ans JC diese Weitergabe meiner Daten in Verbis an irgendwelche Träger, Ganoven oder Hansepampels für immer zu verbieten?

Oder muss ich da bei jeder Maßnahme einen neuen Antrag schicken?


Und sollte ich evtl. den oben erwähnten SB-Termin Ende nächster Woche, den ich nur bekommen habe, weil ich den ja nun nicht existierenden Bildungsplan des Maßnahmeträgers vorlegen soll, mit ner AU abwehren?

Das hätte zwar nur aufschiebende Wirkung bis zur nächsten "Einladung", aber der bissigen SB würde ich damit dann erstmal aus'm Weg gehen.:icon_party:
 

Steinschleuder

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Ach, mir fällt gerade noch ein, wie sieht es denn mit den Daten aus, die das JC durch meine Aufnahme in die Jobbörse preisgibt?

Kann man da auch was gegen machen, ein Schreiben für immer?:icon_kinn:
 

Steinschleuder

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Muss ich eigentlich der abgelehnten EGV, in der die neue Maßnahme stand und die ich ja nicht unterschrieben habe, weil ich noch eine gültige EGV bis März habe, schriftlich widersprechen?:icon_kinn:

Oder kann ich mir da einfach nix anmerken lassen (wird noch geprüft bis zum St. Nimmerleinstag)?


con_er49 hatte die nachfolgende Vorlage eingestellt.

Aber ist es notwendig das ich die in meinem Fall ans JC schicke oder kann ich mir das sparen?

.....ich kann Ihre Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreiben, denn es liegt noch eine gültige vor. § 15 SGB II sieht keine weitere Eingliederungsvereinbarung während der Laufzeit vor; weder ergänzend noch ersetzend. Vielmehr besagt dieser Paragraph, dass eine Eingliederungsvereinbarung 6 Monate gültig sein soll. Danach kann eine neue Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen werden .


Die vom ...... ist für mich bindend !:icon_twisted:
 

Steinschleuder

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Hallo Leute,:icon_smile:

wäre es möglich, dass Ihr mir bitte meine obigen Fragen beantwortet?

Denn langsam wird mir die Zeit eng, weil ich ja evtl. irgendwie reagieren muss und auch das Treffen mit meiner galligen SB näher rückt...:icon_sad:
 

Hamburgeryn1

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Muss ich eigentlich der abgelehnten EGV, in der die neue Maßnahme stand und die ich ja nicht unterschrieben habe, weil ich noch eine gültige EGV bis März habe, schriftlich widersprechen?:icon_kinn:
Nein, statt einer EGV zu widersprechen oder abzulehnen, sollte man sie einfach ignorieren.
Oder kann ich mir da einfach nix anmerken lassen (wird noch geprüft bis zum St. Nimmerleinstag)?
Ich würde gar nicht auf diese EGV reagieren.
Es liegt eine gültige vor, und die allein ist bindend.

con_er49 hatte die nachfolgende Vorlage eingestellt.

Aber ist es notwendig das ich die in meinem Fall ans JC schicke oder kann ich mir das sparen?

.....ich kann Ihre Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreiben, denn es liegt noch eine gültige vor. § 15 SGB II sieht keine weitere Eingliederungsvereinbarung während der Laufzeit vor; weder ergänzend noch ersetzend. Vielmehr besagt dieser Paragraph, dass eine Eingliederungsvereinbarung 6 Monate gültig sein soll. Danach kann eine neue Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen werden .
Wenn du dich besser fühlst, kannst du das Verslein ans JC schicken, aber es ist nicht zwingend notwendig.
 

Steinschleuder

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Nein, statt einer EGV zu widersprechen oder abzulehnen, sollte man sie einfach ignorieren.
Ich würde gar nicht auf diese EGV reagieren.
Es liegt eine gültige vor, und die allein ist bindend.
Okay, vielen Dank!:icon_daumen:

Allerdings wird mich meine SB, wenn ich Ende der Woche da auflaufe, doch mit Sicherheit fragen, warum ich die EGV nicht unterschreiben will und wie lange ich die noch zur Prüfung behalten möchte.

Bevor ich auf ihre Frage nur debil und stumm dreinschaue, werde ich ihr doch irgendwas antworten müssen. Aber wenn ich ihr gegenüber die EGV nicht ablehnen soll, was mache ich?

Einfach nur sagen: "Es liegt eine gültige EGV vor. Die allein ist für mich bindend. Weiter äußere ich mich nicht dazu."
Oder evtl. dazu noch den passenden Paragraphen nennen?

Wird das ausreichen?:icon_kinn:
 

Hamburgeryn1

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Einfach nur sagen: "Es liegt eine gültige EGV vor. Die allein ist für mich bindend. Weiter äußere ich mich nicht dazu."
Oder evtl. dazu noch den passenden Paragraphen nennen?

Wird das ausreichen?:icon_kinn:
Ein leichtes Lächeln, ein offener Blick und als einziger Kommentar:
"Es liegt eine gültige EGV vor."
 
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