Sinnlose Maßnahme mit Aufwandsentschädigung

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AS87

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Bräuchte dringend einen rat ob man den mist annehmen muß bzw. wie ich drauf reagieren soll.
Habe keine EGV oder VA mit dem amt der mich dazu bindet an solchen maßnahmen teilzunehmen.
Reicht es wenn ich mich nur Bewerbe aber diesen 50cent job nicht annehme ??

Hier nochmal der 2.Scan da man ihn kaum lesen kann:
ImageBanana - scan0001.jpg

Dauer der Maßnahme: bis 23.11.09
 

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AW: Sinnloße Maßnahme mit Aufwandsentschädigung

Sieht ja wie ein EEJ aus. Ist es aber anscheinend nicht, denn es sollen 5 Euros pro Tag bezahlt werden und 40 Stunden pro Woche gearbeitet werden, es sollten aber nicht mehr als 100 Euros pro Monat sein. Ich hätte aber gerne vorher die Bezeichnung der Maßnahme gewusst; die hast du ausgeschwärzt. So etwas ist mir nämlich nicht bekannt. Vielleicht weiss hier jemand anderes etwas darüber. Kannst du bitte die Kurzbezeichnung der Maßnahme hier eintippen? Vielleicht kommen wir dann der Sache näher.

Nichtsdestotrotz würde ich diese Maßnahme ablehnen, weil sie nicht korrekt bestimmt ist.Dazu gibt es genügend Urteile. Schreib aber bitte vorher die Bezeichnung rein.
 

AS87

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AW: Sinnloße Maßnahme mit Aufwandsentschädigung

Kurzbezeichnung der Maßnahme: Berufsvorbereitungscenter - Jugendberufshilfe
 
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ExitUser

Gast
AW: Sinnloße Maßnahme mit Aufwandsentschädigung

Eigentlich weiss ich nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Das ist kein EEJ. Man kann die "fehlende Zusätzlichkeit" bemängeln, denn schließlich meinen die ja, dass das zusätzlich ist. Man kann auch bemängeln, dass die Bezeichnung "Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsbeschreibung" keine Bezeichnung ist (dazu gibt es Urteile). Warte aber bitte trotzdem ab, ob jemand diese Art von Maßnahme kennt. So etwas ist mir neu.
 

Mario Nette

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Tinka

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Einer von diesem neuen Kommunal-Kombi-Lohn-Job Mist vielleicht ?
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

also als EEJ seh ich da keinerlei zusätzlichkeit. Von gemeinnütziger Arbeit mal ganz abgesehen. Das sind Tätigkeiten einer regulären Voll- oder Teilzeitkraft mit entsprechender Entlohnung.

Ist das so eine 16a Maßnahme?

Gruss

Paolo
 

Mario Nette

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Es ist auf jeden Fall eine Maßnahme mit MAE - steht doch auf dem ersten Scan am linken Rand.

Mario Nette
 

Motzbacke

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könnte was für Schüler sein die keine Lehrstelle haben ...mh
 
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Wenn hier keiner genau sagen kann, was das ist, dann würde ich mal vorschlagen, dass du am 10. zum Vorstellungstermin gehst und es herausfindest. Frage den Herrn, ob es sich um ein Ein-Euro-Job oder eine Ausbildung handelt und was du dort genau machen sollst. Und sage bitte nichts von "fehlender Zusätzlichkeit", denn mit diesem ARgument können wir den Job evtl. zerschlagen. Sag zu allem "ja, ja" und unterschreibe bitte nichts (das nimmst du einfach mit, weil du Verträge nicht sofort unterschreibst). Wie auch immer das abgelehnt wird, es muss schriftlich geschehen. Das machen wir dann im Anschluss.
 
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könnte was für Schüler sein die keine Lehrstelle haben ...mh
Bingo!

Das Ding erinnert mich fatal an die MAEs für U25, in denen meine Tochter verheizt wurde.
Unter anderem bekam sie auch so einen 50-Cent-Job im Friseurbereich aufs Auge gedrückt.
Begründung warum nur 50 cent und nicht 1 €: Ihr wäre die Stelle von der Arge zugewiesen worden, statt sich selbst darum zu bemühen.

Ein anderes Mal musste sie eine vom Europäischen Sozialfond gefördertes Null-Euro-Projekt mitmachen, wo sie floristische Fähigkeiten erlernen sollte. Diese Vorkenntnisse würden ihr dann bei der Ausbildung angerechnet werden. Gelockt wurden die jungen Leute insbesondere damit, dass man sehr "viel Connenction" zur Handwerkskammer und verschiedenen Ausbildungsbetrieben habe. Das waren lediglich Nebelkerzen, nicht eine der insgesamt 26 jungen Frauen, die dort sechs Monate ausgebeutet wurden, haben eine Lehrstelle bekommen. Es gab weder vorhandene Ausbildungsplätze noch Kontakte zur Handwerkskammer.
Begründung, warum keines der Mädels in Ausbildung kam: Ihre Fähigkeitern und soziale Kompetenz ließ zu wünschen übrig.

Und da gab es noch die Maßnahme, wo schulische Defizite beseitigt werden sollten, und die jungen Leutz für einen Büroberuf vorbereitet werden sollten.
Zwanzig junge Leute drängelten sich um zwei PCs, wo sie von einer Liste alles Mögliche in vorgegebene Tabellen eintippen sollten. Garniert wurde das Ganze mit "Englischunterricht" weil "ganz wichtig, dass braucht man heute im Berufsleben", der sich darin erschöpfte, dass Vokabeln á lá Memory von Kärtchen abgelesen wurden. Und Deutsch. Die Dozentin hatte zwar selbst nur wenig Ahnung vom Lesen und Schreiben - aber das ganze nannte sich Deutschunterricht.
Am Ende bekamen die Leute eine Urkunde auf der stand, dass man erfolgreich an dieser und jener Quali teilgenommen habe.

In einer anderen Maßnahme, 40-Stunden-Woche, insgesamt 178/Monat, gab es grundsätzlich nur 130€ MEA.
Begründung: Das ist für alle U-25er so.

Nicht eine dieser Maßnahmen brachte meine Tochter weiter. Auch nicht die letzte Baustelle ihres SBs, wo über einen Ein-Euro-Job die Realschule nachgemacht werden konnte. Das ganze wurde von der Dekra-Akademie angeboten, und der die Vorbereitung für die externe Realschulprüfung war derart grottenschlecht, dass von 44 Schülern, 43 durchfielen - meine Tochter war nicht die Siegerin.

Mein Fazit:
Suche dir eine weiterführende Schule, einen Ausbildungsplatz, der dich wirklich beruflich auf die richtige Bahn bringt.
Diese Qualis, meine Tochter strampelte mit kurzer Unterbrechung fast drei Jahre dieser Ein-Euro-Job-Mühle, sind vollkommen verschenkte Zeit - ganz gleich, was den U25 da versprochen wird. Nur wegen der dragonischen Strafen bleiben die Leutz am Ball, dem SB ist es wurscht, Hauptsache er hat dir ein "Sofortangebot" oder wie er den Dreck auch immer nennt, unterbreitet, und dich aus der Statistik raus.


LG

PS: Meine Tochter macht jetzt eine schulische Berufsausbildung im Bereich Gastronomie. Das war nie ihr Traum, doch es ist ein solider Beruf, und es war tatsächlich der letzte Strohhalm im Leben wirklich weiterzukommen.
Ihr SB war nun auf den Tripp gekommen, sie als ungelernte Hilfsarbeiterin in einer ZAF zu verheizen.
 

Sprotte

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Für mich hört sich das nach Jugendsozialarbeit an bzw. Öffentlich geförderte Beschäftigung für Jugendliche (wie es dann hieß) schlicht AGH für Jugendliche.... :icon_kinn:
Fällt Euch dazu was ein?

Gruß Sprotte

PS.: Bingo,Hamburgeryn ! Das ist es,tatsächlich AGH für Jugendliche.
 
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Die gute Frage ist: Wie wehrt man so eine Maßnahme ab? Genauso wie einen stinknormalen EEJ???
 

Sprotte

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Gute Frage...Nächste Frage...Mobydick.Was sollen wir denn da raten?
Bei DEN Sanktionen bei U25.....
Wie einen 1-Euro-Job kann man das wohl nicht abwehren.
Ich fürchte : Augen zu und durch ....und das machen was Hamburgeryn in ihrem Beitrag schreibt.
Ich weiß da echt nicht weiter......
 

AS87

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Augen zu und durch wäre nicht schlecht, aber wo ist da bitte ne Motivation für einen Tageslohn ganzen Monat zu schuften !
Die stelle wurde mir erste ende 08 angeboten, damals aber ohne lohn habe mich auch nicht Beworben und wurde nicht sanktioniert aber das kann diesmal vll. echt in die Hose gehen.
 
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Die gute Frage ist: Wie wehrt man so eine Maßnahme ab? Genauso wie einen stinknormalen Ein-Euro-Job???
Im Prinzip ja. Denn genau wie im Ein-Euro-Jobob für Ü-25, muss auch bei den U-25 genau definiert sein, wie der Job aussieht, warum gerade diese Maßnahme einen weiterbringen soll, wie lange, welcher Einsatzort, Arbeitszeit, Aufwandentschädiguing, usw. -mehr fällt mir im Augenblick nicht ein.
Das Problem sind die SBs der U-25, die ihren "Kunden" ganz dicht auf den Hacken sitzen, um sie mit diesem Angeboten zu erschlagen. Entsprechend sind sie schnell mit Sanktionen - nach meiner Erfahrung noch schneller als bei den Ü-25!!!!
Also, die Definition für diese Maßnahmen ist dieselben wie für uns Alten.
Defizite sollen beseitigt werden, Kenntnisse aufgefrischt, Wissen ergänzt, dazu Arbeitserfahrungen im praktischen Bereich - und auch das Ergebnis dieser Maßnahmen deckt sich mit unseren Erfahrungen :
Nutzlos. Vertane Zeit. Ausbeutung pur.


Ich kann AS87 - so ungern ich es tue - allein aus purem Selbstschutz nur raten, diese Maßnahme irgendwie durchzustehen, sich immer mal einen gelben Urlaubsschein zu besorgen, und die Zeit zu nutzen, sich eine wirkliche, echte und gute Ausbildung zu suchen.
Deshalb auch mein "Tipp" mit dem "Urlaubsschein". Dadurch, dass man 40 Stunden in den Fängen des Trägers hängt, hat man oft nur wenig Zeit sich um etwas vernünftiges zu kümmern. Und die Angebote des Trägers erschöpfen sich in der Regel auch nur in neuen Trägerangeboten....
Wenn AS87 - ich vermute er/sie ist im 22. Lebensjahr, den Realschulabschluss hat, dann sollte er/sie sich in den umliegenden weiterführenden berufsbildenden Schulen anmelden. Bei uns HH ist die Anmeldefrist bis zum 30.3., nur mal als Beispiel. Damit er/sie zumindest ab August vernünftige Perspektiven hat.
Ich würde gern was anderes sagen, doch aus meiner Erfahrung heraus, weiß ich w i e hart die SBs die U25er rannehmen. Sorry.

LG
 

Mario Nette

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Nochmal zum Verständnis: Ist das eine §-15a-SGB-II-Maßnahme - also Sofortangebot? @AS87: Wie lange bist du denn bei der ARGE schon gemeldet?

Bezüglich der U25er-Regelungen auch mal die Arbeitshilfe AGH (PDF) durcharbeiten.

Mario Nette
 
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